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Full text of "Fontes rerum austriacarum. Österreichische Geschichtsquellen. Erste Abteilung, Scriptores"

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FONTES  RERIM  AUSTRIACARUM. 


ÖSTERREICHISCHE  6ESGHICHTS  QUELLEN. 


HERAUSGEGEBEN 


HISTORISCHEN  KOMMISSIO:^ 


KAISERLICHEN  AKADEMIE  DER  WISSENSCHAFTEN  IN  WIEN. 


ERSTE    ABTEILUNG. 

il€RIPXOR£l§. 

IX.  BAND. 

ERSTE    HÄLFTE. 


^^f^^^^^'^ 


WIEN,  1904. 


IN   KOMMISSION   BEI   CARL   GEROLD'S   SOHN 

BUCHHÄNDLER  DER  KAIS.  AUDEMIB  DER  WlSSEMSCHArTEN. 


DIE  CHRONIK 


DES 


CERßONIO  BESOZZI 


154:8-1563. 


ERLÄUTERT   UND    HERAUSGEGEBEN 


VON 


WALTER  FRIEDENSBÜßG. 


^f0rT^~-^ 


WIEN,  1904. 


IN  KOMMISSION  BEI  CARL  GEROLD'S  SOHN 

BCCHBijrDUS  DB  KAU.  AKADUUK  MUl  WISSOnCBArm. 


Druck  von  Adolt  IloUhnuseii, 
k.  und  k.  Hol-  und  UniveroitatK-Buehdrucker  in  Wien. 


Einleitung. 


Die  Chronik  des  Cerbonio  Besozzi,  die  wir  nachstehend 
veröffentlichen,  ist  der  Handschrift  der  königl.  bayr.  Hof-  und 
Staatsbibliothek  zu  München,  Cod.  ital.  330,  entnommen.  *  Die 
Maße  der  Handschrift  sind:  Höhe  20  cm  und  Breite  14  cm',  sie 
ist  in  gelbliches  Pergament  gebunden.  Auf  dem  Rücken  des 
Einbandes  ist  oben  ein  viereckiges  Stück  Papier  aufgeklebt,  auf 
dem  man  ein  großes  Z  stark  verlöscht  wahrnimmt,  zu  dessen 
beiden  Seiten  zwei  dicke  Balken  deutlicher  hervortreten;  da- 
zwischen in  kleinerer  Schrift  der  Autorname  Besozzi,  wohl  von 
einer  Hand  des  18.  Jahrhunderts.  Darunter  eine  neuere  kleine 
Etikette  mit  der  oben  angegebenen  gegenwärtigen  Signatur. 
Ganz  unten  klebt  ein  zum  Teil  jetzt  abgerissenes  Stückchen 
Papier,  auf  dem  nur  noch  undeutliche  Schriftspuren  wahrzu- 
nehmen sind;  es  scheint  hier  eine  Zahl  gestanden  zu  haben; 
vielleicht  ist  179[9]  zu  lesen,  welche  i^hl  auf  der  Innenseite 
des  Vorderdeckels  wiederkehrt,  wo  außerdem  sich  nochmals 
eine  Etikette  mit  der  modernen  Bezeichnung  vorfindet. 

Das  erste  Blatt  ist  unbeschrieben,  das  zweite  (nicht  foliiert) 
trägt  den  Titel  —  worauf  wir  zurückkommen  —  und  außer- 
dem einen  Namen  von  einer  flüchtigen  Hand,  die  vielleicht 
noch  dem  Ende  des  16.,  sonst  wohl  dem  früheren  17.  Jahr- 
hundert zuzuweisen  ist.  Der  Name  ist  anscheinend  zu  lesen: 
H.  J.  v.  Lamberg  ss.*    Jedenfalls   muß   sich   hier  der  Besitzer 


*  Die  Handschrift  wird  erwähnt  und  kurz  besprochen  in  einem  Reisebericht 
Jos.  Chmels  in  den  Sitzungsberichten  der  phil.-hist.  Klasse  der  kaiserl. 
Akad.  der  Wissensch.  so  Wien  1860,  II,  8.  605  f.;  vgl.  8.  449  f. 

*  So  liest  Cbmel  a.  a.  O.,  ich  glaube  mit  Recht.  Statt  .//*.  (■=  scripsit)  wire 
aber  wohl  auch  fh.  {=  Freiherr)  denkbar. 

Fontas,  I.  Abt.  Bd.  U.  1 


der  Handschrift  genannt  haben,  Ist  die  Lesung  richtig,  so  könnte 
an  einen  der  beiden  Johann  (Hans)  Jakob  v.  Lamberg  gedacht 
werden,  die  sich  in  Hübners  Genealogischen  Tabellen  auf  Tafel 
708  des  dritten  Bandes  verzeichnet  finden;  der  ältere  starb  1595, 
der  jüngere,  bei  dem  Zeitangaben  fehlen,  ist  dessen  Enkel;  er 
muß  vor  1620  geheiratet  haben,  da  er,  wie  a.  a.  O.  vermerkt 
ist,  schon  1638  eine  vermählte  Tochter  durch  den  Tod  verlor. 
Wir  setzen  diese  Daten  hierhin,  ohne  freilich  erklären  zu  kön- 
nen, weder  wie  die  Handschrift,  die,  wie  wir  noch  sehen  wer- 
den, in  der  zweiten  Hälfte  des  16,  Jahrhunderts,  und  zwar  in 
München,  entstand,  von  hier  aus  in  die  Hände  der  Lambergs, 
die  in  Innerösterreich  angesessen  waren,  gelangt,  noch  wie  sie 
von  hier  später  wieder  nach  München  zurückgekommen  sei. 
Überhaupt  ist,  wie  die  Direktion  der  Hof-  und  Staatsbibliothek 
mir  freundlichst  mitteilt,  über  die  Herkunft  unserer  Handschrift 
nichts  Sicheres  bekannt.  In  dem  ältesten  handschriftlichen  Ka- 
talog, in  den  sich  letztere  eingetragen  findet,  war  als  Ort  der 
Herkunft  Fölling  genannt,  wohl  die  bei  Weilheim  in  Bayern 
gelegene  Propstei  des  regulierten  Augustiner-Chorherrenordens; 
dieser  Name  ist  dann  aber  ausgestrichen  und  durch  Passau  er- 
setzt. Allein  es  ist  anzunehmen,  daß  zu  dieser  Änderung  ledig- 
lich der  Umstand  geführt  hat,  daß  in  Passau,  von  wo  allerdings 
eine  Anzahl  Handschriften  den  Fonds  der  Münchener  Biblio- 
thek einverleibt  worden  ist,  am  Ende  des  17,  und  während 
längerer  Jahrzehnte  des  18.  Jahrhunderts  Angehörige  des  Ge- 
schlechts Lamberg  den  bischöflichen  Stuhl  innehatten,  und 
gerade  diesen  Lamberg  hatte  die  ehemalige  bischöfliche  Hof- 
bibliothek daselbst  ihre  wesentlichsten  Bereicherungen  zu  ver- 
danken, ^  Allein  weder  der  jetzt  in  München  vorhandene  Ka- 
talog der  Passauer  Bibliothek,  der  auch  die  Handschriften  ver- 
zeichnet,^ enthält  unseren  Kodex,  noch  gedenkt  seiner  der  Be- 
richt über  die  Einverleibung  der  Passauer  Hofbibliothek  in  die 
Staatsbibliothek,  der  in  Aretins  Bey trägen  zur  Geschichte  und 
Literatur^  abgedruckt  ist. 


*  Es  sind  die  beiden  KardinUlo  Johann  Philipp  v.  Lanibcrp  1689 — 1712 
und  Josef  Domiuikus  v.  Lamberj^  1723 — 1761. 

'  Catalogus  universalis  alpliabeticus  Bibliotliocac  a  Ph.  de  Lamberg  fun- 
datae,  a  I.  D.  de  Laraberg  et  L.  E.  de  Firmian  adauctae  Aulicae  Passa- 
vicnsis,  vom  Jahre  1763. 

•  Bd.  V,  8.  898. 


Der  Kodex  enthult  179  gezahlte  Blätter; »  auf  Blatt  179» 
endet  der  Text,  der  von  Anfang  bis  zu  Ende  von  einer  und 
derselben  Hand  aus  der  zweiten  Hälfte  des  16.  Jahrhunderts 
geschrieben  ist;  es  ist  unverkennbar  die  flüssige,  gleichmäßige, 
sehr  lesbare  Hand  eines  gewerbsmäßigen  Schreibers,  das  Ganze 
macht  den  Eindruck  einer  Reinschrift. 

Der  Titel,  auf  dem  der  Zählung  voraufgehenden  Blatte, 
auf  dem  wir  die  Namensschrift  jenes  Lamberg  fanden,  ist  eben- 
falls von  der  Hand  des  Textes  geschrieben.  Er  lautet:  ,Primo 
libro  delle  solennita,  guerre  et  altri  successi  nati  dopo  la  gran 
dieta  fatta  in  Augusta  sotto  al  potentissimo  Carlo  V.  imperatore.' 
Es  ist  der  ,geharnischte'  Augsburger  Reichstag  von  1548  ge- 
meint; mit  einem  kurzen  Rückblick  auf  diesen  beginnt  die  Er- 
zählung, um  sich  alsbald  dem  Erzherzog  Maximilian  zuzuwenden, 
der  sich  von  Augsburg  aus  aufmacht,  um  der  ihm  bestimmten 
Gemahlin,  seiner  Base  JMaria,  der  Tochter  Kaiser  Karls  V.,  sich 
in  Spanien  zu  vermählen.  Die  Chronik  gedenkt  seiner  Ankunft 
in  Trient,  der  Feste,  die  ihm  dort  von  dem  Bischof  der  Stadt, 
dem  Kardinal  Christoph  Madruzzo,  veranstaltet  werden.  Der  Kar- 
dinal selbst  schließt  sich  dann  als  vornehmster  Begleiter  dem 
Erzherzog  an,  dessen  Reise  wir  von  nun  an  zunächst  bis  Ge- 
nua, dann  über  die  See  und  wiederum  in  Spanien  von  Station 
zu  Station  bis  Valladolid  verfolgen,  wo  die  Vermählung  mit 
der  Infantin  statthatte.  Nun  folgt  die  Schilderung  der  Rück- 
reise oder,  besser  gesagt,  der  Reise  des  Infanten  Don  Philipp 
—  für  den  Maximilian  in  Spanien  zurückbleibt  —  von  diesem 
Lande  nach  Italien  auf  dem  nämlichen  Wege,  auf  dem  sein 
Schwager  gekommen  war.  Mit  Philipp  kehrt  auch  Madruzzo 
zurück  und  wieder  führt  uns  der  Autor  bis  nach  Trient,  um 
von  hier  aus  plötzlich  sich  den  Bewegungen  des  Kurfürsten 
Moritz  von  Sachsen  anzuschließen.  Dieser  war  nach  Trient  ge- 
eilt, um  dem  Prinzen  Philipp,  in  dem  man  damals  den  künftigen 
Kaiser  sah,  aufzuwarten.  Nach  einem  kurzen  Abstecher  nach 
Venedig  und  Mantua  kehrt  Moritz  Anfang  1549  in  sein  Land 
zurück  und  fortan  folgt  ihm,  wie  schon  gesagt,  die  Schilderung 
des  Chronisten,   und  zwar  bis   an   seinen  Tod;  wir  sehen   den 

'  Die  BUttzählangr  ist  gleichzeitig,  sie  scheint  von  der  Texteshand  berzn- 
rOhren.  Übrigens  sind  es  180  Blätter,  das  auf  167  folgende  Blatt  näm- 
lich, das  die  irrtOmliche  Zählung  176,  korrigiert  in  166,  trägt,  ist  nicht 
miti^esllilt;  es  folgt  168  n.  s.  w. 

1» 


Albertiner  als  Landesherrn  walten,  erhalten  auch  eine  Schil- 
derung der  sächsischen  Zustände,  geleiten  den  Kurfürsten  zum 
Besuch  in  Prag  bei  König  Ferdinand,  zu  Jagden  und  Ver- 
gnügungen, dann  hören  wir  von  kriegerischen  Verwicklungen, 
die  sich  zuerst  um  Magdeburg  zusammenziehen;  wir  erblicken 
Moritz  in  Bewerbungen  mit  Fürsten  und  Städten,  dann  sehen 
wir  ihn  in  schnellem  Zuge  durch  Deutschland  eilen,  um  im  fernen 
Innsbruck  ,den  Fuchs  —  nämlich  den  Kaiser  —  in  der  Spe- 
lunke zu  suchen';  endlich  aber  geleitet  uns  der  Chronist  auf 
das  blutige  Gefilde  von  Sievershausen,  wo  Moritz  sein  kurzes, 
tatenreiches  Leben  beschließt,  und  zur  väterlichen  Gruft  in 
Freiberg,  die  seine  Gebeine  aufnimmt.  Hier  erleidet  die  zu- 
sammenhängende Darstellungsweise  eine  Unterbrechung;  aus 
den  beiden  folgenden  Jahren  wird  nur  einzelnes  berichtet, 
endlich  überspringen  wir  sogar  sieben  Jahre  gänzlich ;  der 
Autor  führt  uns  nach  München  und  läßt  uns  Zeugen  des  Auf- 
bruchs Herzog  Albrechts  und  seiner  Gemahlin,  der  Königstochter 
Anna,  zur  böhmischen  Königskrönung  des  Erzherzogs  Maximi- 
Han,  ihres  Schwagers  und  Bruders,  werden.  Diese  Feierlichkeit 
wird  ausführlich  beschrieben;  dann  folgen  wir  den  habsburgi- 
schen  und  bayrischen  Herrschaften  nach  Frankfurt  a.  M.,  wo 
sich  noch  im  gleichen  Jahre  1562  die  Wahl  und  Krönung  des 
Erzherzogs  zum  römischen  König  anschließt.  Von  hier  ab  folgt 
die  Schilderung  wieder  dem  Herzog  von  Bayern;  seine  Heim- 
reise von  Frankfurt  aus,  der  Ingolstädter  Landtag  von  1563 
wird  berichtet;  daran  schließt  sich  die  Schilderung  von  Fest- 
lichkeiten und  Zusammenkünften,  an  denen  der  Witteisbacher 
beteiligt  ist,  endlich  macht  eine  Übersicht  über  die  bayrischen 
Städte  und  eine  eingehendere  Beschreibung  der  Hauptstadt 
München  den  Schluß  des  Werkes. 

Zum  Verständnis  der  folgenden  Untersuchungen  war  es 
unumgänglich,  diesen  kurzen  Überblick  über  den  Inhalt  der 
Chronik  voraufzuschicken,  jetzt  aber  werden  wir  vor  allem  die 
Frage  zu  beantworten  haben:    Wer  und  was  war  der  Verfasser? 

Die  erste  Hälfte  dieser  Frage  ist  schnell  beantwortet.  Wir 
finden  auf  Blatt  I',  dem  Texte  vorangehend,  eine  poetische 
Empfehlung  der  Chronik,  fünf  Distichen  nämlich,  in  denen 
Achilles  Mutius,  Bürger  von  Bergamo,  dem  Leser  den  Verfasser 
vorstellt:  es  ist  Cerbonius  Besuzzus,  der,  wie  der  Dichter  an- 
gibt, viele  und  weite  Reisen  unternommen  hat    und  auf  diesen 


Augenzeuge  von  gar  mancherlei  denkwürdigen  Ereignissen  ge- 
worden ist  (Kriegen  und  Schlachten,  Bündnissen,  fürstlichen 
Vermählungen  u.  s.  w.),  diese  Dinge  finde  man  in  der  Chronik 
beschrieben. 

Um  von  dem  Gegebenen  auszugehen,  so  gibt  uns  die 
Selbstbezeichnung  des  dem  Autor,  wie  wir  sicher  annehmen 
dürfen,  nahestehenden  Dichters  als  Bürgers  von  Bergamo  einen 
Fingerzeig  dafür,  wo  wir  auch  ersteren  zu  suchen  haben  wer- 
den. *  In  der  Tat  finden  wir  seit  dem  Mittelalter  die  Familie 
Besozzi  in  Bergamo;  ihre  eigentliche  Heimat  ist  diese  Stadt 
allerdings  nicht,  sondern  die  Besozzi  stammen  aus  dem  Mai- 
ländischen und  leiten  ihren  Namen  von  einem  Städtchen  bei 
Varese  her,  das  gegenwärtig  Bisuschio  heißt.  Urkundlich  nach- 
weisbar ist  die  Famihe  im  Mailändischen  seit  dem  12.  Jahr- 
hundert. *  Von  hier  kam  sie  dann  nach  Bergamo ;  als  ersten 
Besozzi,  der  in  Beziehung  mit  Bergamo  erscheint,  lernen  wir 
Branchino  kennen,  welcher  letzterer  Stadt  und  Diözese  von 
1381  bis  1399  als  Bischof  vorstand.'  Wir  werden  annehmen 
dürfen,  daß  seine  Familie  damals  schon  in  Bergamo  in  An- 
sehen stand,  doch  tritt  sie  erst  im  folgenden  Jahrhundert  her- 
vor; von  etwa  1440  ab  ist  eine  größere  Anzahl  von  Besozzi  in 
Bergamo  nachweisbar,*  die  frühesten,  die  genannt  werden,  ge- 
hören dem  geistlichen  Stande  an,    hernach  sind  es  vorwiegend 


*  Ich  rerdanke  die  folgenden  Mitteilungen  über  die  Geschichte  der  Familie 
Besozzi  sowie  über  den  Dichter  Mozzi  and  seine  Werke  der  nicht  ge- 
nug zu  rühmenden  Liebenswürdigkeit  des  Herrn  Vorstehers  der  Biblio- 
teca  Civica  in  Berguno,  Dr.  Angelo  Mazzi,  der,  als  Erwiderung  auf 
eine  von  mir  nach  Bergamo  gerichtete  Anfrage  über  Cerbonius  und 
Mutius,  ausgiebigste  Auskunft  erteilte,  ja  eine  förmliche  gelehrte  Abhand- 
lung mir  einsandte,  wofür  ihm  auch  an  dieser  Stelle  mein  wärmster 
Dank  ausgesprochen  sein  soll. 

'  Vgl.  Ficker,  Forschungen  zur  Rechta-  und  Reichsgeschichte  Italiens  FV, 
156  sq.  und  die  Matricula  nobilium  familiarum  von  1277  bei  Giulini, 
Memorie  spettanti  alla  citt4  e  campagna  di  Milano  IV,  644;  vgl.  auch 
in  dem  nämlichen  Werke  vol.  II,  178;  HI,  287  sq.;  IV,  600.  Siehe 
femer  Mazzatinti,  Inventario  dei  manoscritti  delle  biblioteche  d'Italia, 
vol.  VII,  78.  173. 

»  Muratori  Scriptore«  rer.  lUl.  XVI,  852;  Ronchetti,  Memorie  storiche 
della  citti  e  chiesa  di  Beigamo,  vol.  V,  170  sq.  221. 

*  Die  AntichitÄ  Bergomasche  des  Ercole  Mozzi,  Manuskript  des  17.  Jahr- 
hunderts auf  der  Biblioteca  Civica  zu  Bergamo,  enthalten  das  Nähere; 
sie  erwähnen  zahlreiche  Mitglieder  der  Familie  zwischen  1442  und  1622. 


Rechtsgelehrte/  schließlich  betätigen  sich  Familienmitglieder  be- 
sonders in  den  ,freien  Künsten^  Dies  entnehmen  wir  vor  allem 
den  Mitteilungen  des  schon  genannten  einheimischen  Dichters, 
zu  dem  wir  dergestalt  zurückgeführt  werden. 

Achilles  Mutius  oder  Achille  Mozzi  ist  kein  ganz  unbe- 
.kannter  Name.  Er  gehört  der  Literaturgeschichte  an.  Sein 
Leben  freilich  liegt  fast  ganz  im  Dunkeln.  Man  weiß  von  ihm 
kaum  mehr,  als  daß  er  einer  alteingesessenen,  angesehenen 
Familie  von  Bergamo  angehört  und  in  der  zweiten  Hälfte  des 
16.  Jahrhunderts  geblüht  hat;  in  den  letzten  Jahren  dieses, 
wahrscheinlich  1595,  ist  er  gestorben.  Wir  kennen  von  ihm 
ein  im  Jahre  1572  veröffentlichtes  Gedicht  auf  den  Sieg  Don 
Juans  d'Austria  über  die  Türken  bei  Lepanto  (1571),^  sowie 
einen  elf  Jahre  später  entstandenen  ,Hymnus  ad  Silvanum  Ca- 
pellam  Bergami  senatorem^  Sein  Hauptwerk  aber  ist  das  ,Thea- 
trum',  ein  beschreibendes  Gedicht  in  sechs  Gesängen,  welches 
der  Verherrlichung  der  Vaterstadt  des  Dichters  dient:  dieser 
schildert  alle  Merkwürdigkeiten  von  Bergamo,  dessen  Ge- 
schichte, die  hervorragenden  Familien  und  Persönlichkeiten 
u.  s.  w.  ^  Dabei  kommt  Mutius  auch  auf  die  Besozzi  zu  spre- 
chen und  verfolgt  deren  Geschichte  bis  zu  ihrem  Ursprung 
zurück,*   den  er  mit  den  Ereignissen  der  Völkerwanderung  in 

^  Ein  Angelo  Besozzi,  der  Ende  des  15.  Jahrhunderts  Decretorum  Doctor 
in  Pavia,  dann  Professor  in  Freiburg,  schließlich  (1516)  Beisitzer  des 
Keichskammergerichtes  war,  gehört  der  Mailändischen  Linie  an.  Allge- 
meine Deutsche  Biographie  2,  S.  573. 

*  Carmen  elegiacum  in  maritimam  contra  Turcas  victoriam. 

'  Das  Gedicht  erschien  1596  in  Bergamo,  herausgegeben  von  dem  Sohue 
des  Dichters  Mario. 

*  Est  et  Besntiae  gentis  memorabile  nomen, 

Quae  Mediolani  sanguiue  ducit  avos. 
Insubrum  reginam  urbem  vastaverat  olim 

Gottica  vis  Italis  exitiosa  nimis. 
Et  socia  inmitis  Burgundia  cinxerat  arma 

Barbaricae  cladis  stygmata  adhucque  manent 
In  partem  praedae  Burgundius  accipit  acer 

Mancipium  ex  viduis  virginibusque  decens, 
Quae  genere  et  forma  coeteris  praestautior  esset, 

Connubii  junxit  legibus  hostis  anians.  .  .  . 
Aus  solcher  Ehe  sind  dann  die  Bcsutii  hervorgegangen : 

Progenie  matruni  conspicuique  patrum. 
Ex  hac  stirpe  hujus  Branchinus  episcopus  urbis 

Emeritumque  patris  nomen  adeptus  erat, 


Verbindung  bringt;  er  gedenkt  dann  des  Bischofs  Branchino 
Besozzi,  sowie  zweier  Abkömmlinge  der  Familie  aus  neuerer 
Zeit,  beides  Rechtsgelehrte,  deren  einem  die  Ehre  widerfahren 
war,  bei  der  Wahl  des  Marino  Grimani  zum  Dogen  von  Venedig 
im  Jahre  1595  der  Republik  die  Glückwünsche  der  Stadt  Ber- 
gamo übermitteln  zu  dürfen. 

In  diesem  Zusammenhange  ist  bei  Mutius  von  dem  Antor 
der  Chronik  nicht  die  Rede.  Aber  an  einer  anderen  Stelle  des  Ge- 
dichtes tritt  ein  ,Cerbonius'  bedeutsam  hervor.  Der  Dichter  legt 
im  fünften  Gesänge  die  Schilderung  der  Merkwürdigkeiten  von 
Bergamo  einem  Führer,  mit  dem  er  selbst  sie  durchwandert,  in  den 
Mund.  Dann  aber  verläßt  ihn  dieser  Führer  und  nun  erfolgt  un- 
vermittelt und  für  den  Leser  überraschend  eine  Veränderung  des 
Schauplatzes.  Wir  sehen  uns  nach  München  in  das  Gepränge 
einer  fürstlichen  Hochzeit  versetzt*  Ein  erlesenes  Mahl  vereint 
die  Hochzeitsgäste,  auf  dem  die  herzogliche  Kapelle  ihre  Weisen 
ertönen  läßt;  endlich  schweigt  sie  und  aus  ihrer  Mitte  tritt  der 
jTubicen'  Cerbonius  aus  Bergamo  hervor: 

....  quo  non  praestantior  alter 

Est  fidibus  choreas,  arma  eiere  tuba 

Et  cui  vulgatae  non  deest  facundia  linguae! 

Dieser  Cerbonius  hält  nun,  und  damit  kehrt  das  Gedicht 
zu  seinem  eigentlichen  Gegenstande  zurück,  dem  Herzog  einen 
längeren  Vortrag  über  Bergamo,^  der  uns  freilich  an  dieser 
Stelle  nicht  weiter  interessiert.  Der  Passus  schließt  mit  den  Versen : 

Sed  satis  his  nostris  perducere  ambagibus  aures, 
Dui  invicte,  tuas,  mens  quoque  nostra  labat, 

Viventum  ulterius  pudor  et  vetat  edere  laudes 
Quorum  post  cineres  fama  sequestra  manet, 

Qnaeque  patent,  princeps,  fors  sit  mihi  credere,  fama 
Non  ignota  tibi  chronographisque  tuis! 


Innnmerosqae  alios  stndiam,  qnibos  edere  leges 

Vel  Sacra  seciari,  protulit  ista  domus. 
Nunc  neqae  degeneres  armis  lin^aqae  nepotes 
Ingenoas  artes  qaiqae  seqnaotur  habent. 
Es  ut  wohl  müßig  za  erOrtem,   auf  welche  Vermählang  im   bajrischen 
Haoae  hier  angespielt  wird;  möglicherweise  ist  das  ganze  poetische  Er- 
findung. 

Bergomeae  gentis  Bavams  tenebatnr  amore 
Nomina  jamdudam  noscere,  facta,  modos! 


8 

Wer  ist  nun  dieser  Cerbonius  von  Bergamo?  Der  Dichter 
nennt  seinen  Familiennamen  überhaupt  nicht;  augenscheinlich 
wußten  seine  Leser  ohnehin,  wer  gemeint  war,  sei  es  wegen 
der  Seltenheit  des  Vornamens,^  sei  es  auch  wegen  der  Selten- 
heit des  dem  Manne  widerfahrenen  Geschickes.  Wenn  wir 
uns  nun  der  oben  gegebenen  Übersicht  über  den  Inhalt  un- 
serer Chronik  erinnern  und  der  Beziehungen  gedenken,  die 
der  Autor,  wie  unverkennbar  daraus  hervorgeht,  zu  dem  fürst- 
lichen Hause  Bayern  unterhalten  hat,  so  wird  kein  Zweifel  mög- 
lich sein,  daß  der  ,Cerbonius'  des  ,Theatrum'  des  Mutius  und 
der  ,Cerbonius  Besuzzus'  in  dem  von  dem  gleichen  Mutius 
verfaßten  Prolog  unserer  Chronik  eine  und  dieselbe  Person  sind. 

Aber  auch  noch  andere  Aufzeichnungen  bergomaskischen 
Ursprungs  geben  über  den  Verfasser  unserer  Chronik,  der, 
wie  wir  jetzt  wissen,  Musiker  ist,  Aufschluß.  In  Bergamo  be- 
stand nämlich  bei  der  Hauptkirche  der  Stadt,  Santa  Maria 
Maggiore,  eine  seit  der  Mitte  des  16.  Jahrhunderts  nachweis- 
bare Kapelle,  deren  Geschichte  wir  in  den  uns  erhaltenen 
Protokollen  über  die  Beratungen  der  Vorsteherschaft  zu  ver- 
folgen im  Stande  sind.  Sie  sind  neuerdings  im  Auszuge  ver- 
öffentlicht und  der  im  Jahre  1901  erschienenen  Publikation  des 
Dr.  Cristoforo  Scotti,  ,11  pio  Istituto  musicale  Donizetti  a  Ber- 
gamo' als  Anhang  beigegeben.^  Und  hier  stoßen  wir  nun  schon 
vom  Jahre  1541  ab  auf  unseren  Autor. 

Wir  stellen  die  Erwähnungen  zusammen: 

1541,  August  14:  Attentis  benemeritis  Antonii  de  Scan- 
dellis,  Hieronymi  de  Maronis  et  Zerboni  de  Besutio  tubicinum 
si  ordina  di  dar  loro  quattro  ducati  d'oro. 

1542,  Februar  16:  Posita  fuit  pars  pro  honore  divini  cul- 
tus,  quod  conducantur  Cerbonius  Besutius  et  Antonius  de 
Scandellis  tubicines  ad  sonandum  in  ecclesia  d.  Marie  in  choro 
et  in  divinis    officiis   in  omnibus    festivitatibus  solemnibus  et  in 


*  Im  Heiligenregister  finden  wir:  Cerbonius  episcopas  Hetrnr.,  10.  Oktober. 

'  Bergamo,  Istituto  italiano  d' arti  grafiche  1901,  in  Großquart,  in  vor- 
nehmer Ausstattung.  Das  Werk  ist  mir  durch  die  besondere  Güte  des 
Herrn  Verfassers  zugänglich  gemacht  worden.  Das  angehängte  .Regesto 
di  tutte  le  deliberazioni  riguardanti  la  Cappella  musicale  nella  basilica 
cittadina  di  Santa  Maria  Maggiore  a  coniinciare  dal  1445'  (1.  1.  p.  156  sqq.) 
ist  von  dem  schon  erwähnten  Stadtbibliothekar,  Dr.  A.  Mazzi,  bearbeitet 
worden. 


9 

aliis  festivitatibus,    prout   ordinatum   fuerit.     et  qui  habeant  de 
salario  libras  25  imp.  pro  quoque  eoruiu  in  anno. 

1543,  Februar  ö.  Item  posita  fuit  pars  quod  eligantur 
Cerbonius  de  Besutio  et  Antonius  de  Scandellis  tubicines  ad 
sonandum  in  ecclesia  S,  M.  M.  Bergomi  omnibus  diebus  et  ho- 
ris,  tarn  festivis  quam  laborativis,  in  quibus  canitur,  in  canta 
figurato  in  praefata  ecclesia  cum  salario  librarum  50  imp.  in 
anno  pro  utroque  eorum. 

1543,  Dezember  17:  Item  terminaverunt  dari  Cerbonio 
de  Besutio  cantori  schuta  (=  scuta,  scudi)  duo  auri  pro  ejus 
mercede  promerita  usque  in  diem  praesentem  in  notando,  in 
scribendo  cantus  figuratos  super  libris  ecclesie. 

1547,  November  28:  Remiserunt  spectabiles  domini  de- 
putati  ad  ecclesiam  procurani  et  curam  liquidando  salarium 
Cerboni  et  Antoni  de  Scandellis  cornicenum,  si  poterat  con- 
cordari  de  salario. 

Diese  Notizen  lassen  uns  die  Stellung  und  Schicksale  des 
Cerbonio  in  seiner  Vaterstadt  während  der  betreffenden  Jahre 
zur  Geniige  erkennen.  Nachdem  er  schon  mindestens  seit  1541 
sich  als  Instrumentist  einen  Namen  gemacht  hatte,  wurde  er 
zuerst  1542  bei  der  Kirche  Santa  Maria  Maggiore  angestellt, 
um  bei  festlichen  Gelegenheiten  bei  den  musikalischen  Auf- 
führungen der  verstärkten  Kapelle  mitzuwirken.  Ein  Jahr  dar- 
auf wurde  er  unter  die  ständigen  MitgUeder  der  Kapelle,  die 
bei  jeder  sich  bietenden  Gelegenheit  in  Funktion  traten,  auf- 
genommen, bei  gleichzeitiger  Verdoppelung  seines  Gehaltes. 
Trotzdem  blieb  Cerbonio  nicht  im  heimischen  Dienst;  seiner 
künstlerischen  Begabung  sicher,  mochte  er  einen  weiteren 
Wirkungskreis  erstreben.  Wie  man  weiß,  kam  damals  aller- 
orten italienische  Musik  in  Aufnahme;  an  keinem  Fürstenhofe 
der  ßenaissance  durfte  eine  italienische  Kapelle  fehlen.  So 
suchte  auch  Cerbonio  sein  Glück  außerhalb  der  heimischen 
Grenzpftlhle;  die  Aufzeichnung  vom  November  1547  zeigt  ihn 
mit  einem  Schicksalsgenossen,  Antonio  de  ScandelH,  im  Be- 
griff, die  Vaterstadt  zu  verlassen.  Erst  nach  etwa  einem  Jahr- 
zehnt werden  wir  ihn  hier  wieder  auftauchen  sehen. 

Für  diese  Zwischenzeit  nun  dient  als  Brücke  zur  Kennt- 
nis der  Erlebnisse  des  Autors  die  Chronik.  Wir  erinnern  uns, 
daß  die  einleitenden  Distichen  des  Mutius  Besozzi  als  Augen- 
zeugen dessen,  was  er  erzählt,  bezeichnen.  Aber  es  bedürfte,  um 


10 

uns  dies  zu  lehren,  kaum  der  Versicherung  des  Dichters ;  gibt  es 
doch  der  Inhalt  des  Geschichtswerkes  unmittelbar  selbst  an  die 
Hand.  Die  individuelle  Färbung  seiner  Berichte,  die  vielen  Ein- 
zelheiten und  die  ausgeführten  Beschreibungen,  die  er  gibt,  die 
häufige  Schilderung  des  Eindruckes,  den  etwa  ein  Festgepränge, 
eine  schöne  Musik  hervorruft,  mit  einem  Worte:  die  Unmittel- 
barkeit der  Darstellung  lässt  an  der  Autopsie  des  Verfassers 
keinen  Zweifel  aufkommen.  ^ 

Aber  die  Schilderung  ergibt  für  Besozzo  noch  mehr.  Wenn 
wir  —  im  Anfang  der  Chronik  —  wahrnehmen,  daß  die  ein- 
gehende Schilderung  von  der  Stadt  Trient  ihren  Anfang  nimmt, 
genauer  gesagt,  von  dem  Aufbruch  des  Kardinalbischofs 
Christoph  Madruzzi,  der  sich  dem  Erzherzog  Maximilian  auf  der 
spanischen  Reise  anschließt  und  hernach  mit  dem  Infanten  Don 
Philipp  wieder  zurückkehrt,  so  bedarf  es  kaam  noch  der  viel- 
fach begegnenden  Hervorhebung  der  Rolle,  die  Madruzzi  wäh- 
rend dieser  Episode  spielt,  um  uns  die  Gewißheit  zu  geben, 
daß  sich  Cerbonio  im  Gefolge  des  genannten  Kardinals  be- 
funden hat.^  Er  war  also  von  Bergamo  Ende  1547  nach  Trient 
gegangen  und  hier  in  den  Dienst,  d.  h.  in  die  Kapelle  des 
Kardinals  Madruzzi  getreten.  Wenn  sich,  wie  mir  der  Vorstand 
des  Archivs  und  der  Bibliothek  in  Trient,  Herr  Dr.  Ludwig 
Oberziner,  freundlichst  mitteUt,  in  den  dortigen  Beständen  über 
Besozzi  nichts  gefunden  hat,  so  spricht  das  natürlich  nicht 
gegen  jenes  unmittelbar  aus  der  Chronik  gewonnene  Ergebnis, 
umso  weniger,  als  Besozzis  Verweilen  im  Dienste  Christophs  nur 
ein  kurzes  gewesen  ist.  Schon  Anfang  1549  trat  er  in  die 
Kapelle  Kurfürst  Moritz'  von  Sachsen  ein.  Wir  berührten  be- 
reits oben,  daß  die  Chronik  sich  alsbald  nach  dem  Abschluß 
der  spanischen  Reise  dem  Albertiner  zuwendet,  der  nun  in 
dem   Maße    in   den    Mittelpunkt    der  Erzählung  Besozzis   tritt, 


^  Einzeln  bezeichnet  sich  auch  Besozzi  ausdrücklich  als  anwesend  bei 
dem,  was  er  erzählt;  z.  B.  heißt  es  bei  dem  Besuch  Kurfürst  Moritz'  in 
Wittenberg  1653  (fol.  87*):  qui  vidi  un  cane;  ein  anderes  Mal:  nel 
tempo  ch' io  fui  appresso  al  duca  Mauritio  (fol.  68*);  oder:  ritrovau- 
domi  r  anno  1561  col  detto  prencipe  (Herzog  Albrecht  V.  von  Bayern)  dal 
duca  di  Doi  Ponti  .  .  .  .,  io  sentl  ....  (fol.  171»).  Vgl.  auch  die  nächste 
Anmerkung. 

'  Ein  paarmal  werden  auch  speziell  die  Erlebnisse  des  von  dem  Herrn  ge- 
trennten Gefolges  geschildert:  fol.  18*  und  besonders  fol.  34'» — 86»,  wo  der 
Autor  in  der  ersten  Person  Pluralis  spricht. 


11 

daß  wir  zu  der  Annahme  genötigt  sind,  letzterer  habe  sich  in 
jenes  Umgebung  befunden.  Die  Chronik  enthält  denn  auch  eine 
Andeutung,  die  uns  diesen  Übergang  verständlich  macht.  Mo- 
ritz kommt  im  FrUhHng  1549  zur  Begrüßung  des  Infanten  nach 
Oberitalien;  in  Trient  macht  er  dem  Prinzen  und  zugleich  dem 
Kardinal  Madruzzi  seine  Aufwartung.  Bei  dieser  Gelegenheit 
bat  nun  Moritz  den  letzteren,  wie  Cerbonius  erzählt,  ihm  sechs 
Mitglieder  seiner  italienischen  Kapelle  zu  überlassen,  was  der 
geftillige  Kirchenfürst  alsbald  bewilligte.  *  Kein  Zweifel,  Cer- 
bonius ist  einer  dieser  sechs  Italiener  gewesen;  eine  urkund- 
hche  Bestätigung  davon  werden  wir  gleich  vernehmen.  Im 
übrigen  wissen  wir,  daß  Moritz  eben  damals,  kurz  ehe  er  jene 
Keise  südwärts  antrat,  nach  dem  Vorgange  anderer  Fürsten 
eine  Kapelle  oder,  wie  der  Ausdruck  lautete,  eine  Kantorei 
ins  Leben  gerufen  hatte.^  Die  vom  22.  September  (dem  Moritz- 
tage) 1548  datierte  Kantoreiordnung  des  Kurfürsten  besagt: 
Nachdem  er  fortan  an  seinem  Hofe  eine  Kantorei  zu  halten 
beabsichtige,  erlasse  er  diese  Ordnung,  um  diejenigen,  die  er 
dazu  brauchen  werde,  über  ihre  Rechte  und  Pflichten  zu  be- 
lehren. Die  Kapelle  soll  aus  mindestens  elf  Erwachsenen  für 
Baß,  Alt  (!)  und  Tenor  und  neun  Knaben  als  Diskantisten  be- 
stehen; Kapellmeister  ist  Johann  Walther;  dieser  hat  die  Sänger 
auszuwählen,  welche  der  Kurfürst  dann  auf  ein  halbes  Jahr 
zur  Probe  annehmen  will.  ^  Von  Instrumentisten  ist  hier  noch 
nicht  die  Rede;  augenscheinlich  hat  Moritz  den  Grund  zu  einer 
eigenen  Instrumentalmusik  auf  jener  Reise  gelegt  und  dazu  die 
sechs  Italiener  angeworben.  Aus  Moritz'  Zeiten  liegt  allerdings 
über  sie  sonst  keine  Erwähnung  vor,  wohl  aber  aus  dem  An- 
fang der  Regierung  seines  Bruders  und  Nachfolgers,  August. 
Dieser  erläßt  am  1.  Januar  1555  eine  neue  Kantoreiordnung, 
"Welche  uns  den  Bestand  der  Kapelle  näher  kennen  lehrt.*  Sie 
setzte  sich  jetzt  aus  nicht  weniger  als  31  erwachsenen  Personen 


*  Fol.  48'' :  Desideroso  il  daca  Mauritio  di  barer  una  musica  italiana,  ne 
pregu  il  Cardinal  di  Trento  che  di  qaesto  lo  volesse  favorire:  il  quäl 
fatta  una  elettione  di  sei  delia  sua  propria  gl'ene  fö  benigno  dono. 

*  Vgl.  M.  FQrstenau,  Beiträge  zur  Geschichte  der  kOnigl.  sächsischen  musi- 
kalischen Kapelle,  Dresden  1849,  besonders  S.  9 — 14. 

'  Das  jährliche  Gehalt  soll  zwischen  24  und  40  Gulden  bemetaen  werden, 
außer  Kleidung  und  Kost  vom  Hofe. 

*  Farstenan,  8.  21. 


12 

zusammen,  nämlich  dem  Kapellmeister,^  dem  Präceptor  der 
Knaben,  sodann  vier  Bassisten,  acht  Altisten,  sieben  Tenoristen, 
drei  Organisten  und  einem  Organistenknecht;  endlich  sechs 
,Welschen  Instrumentisten'  —  man  wird  annehmen  dürfen  den 
nämlichen,  die  Kurfürst  Moritz  sechs  Jahre  früher  in  Trient 
überkommen  hatte.  Wir  finden  denn  auch  zwei  uns  schon  be- 
kannte Namen:  an  erster  Stelle  steht  jener  Antonio  de  Scan- 
delli,  der  mit  Besozzi  zusammen  die  Vaterstadt  Bergamo  ver- 
lassen und  seither  offenbar  dessen  Schicksale  geteilt  hatte;  ^ 
der  zweite  ist  dann  unser  Cerbonio  Besozzi  selbst!  Er  und 
Antonio  haben  ein  höheres  Gehalt  als  die  vier  anderen, 
228  gegen  180  und  190  Gulden.  ^  Von  diesen  letzten  vieren 
führen  drei  den  Namen  Tola,  wohl  Vater  und  Söhne  oder  drei 
Brüder;  endlich  aber  haben  wir  hier  noch  einen  weiteren  Be- 
sozzi, mit  Vornamen  Mattia;  auf  sein  Verhältnis  zu  Cerbonio 
kommen  wir  später  zurück. 

So  treffen  wir  letzteren  also  noch  nach  sechs  Jahren  im 
kurfürstlich  sächsischen  Dienste.  Aber  Cerbonio  scheint  die 
Heimat  doch  nicht  vergessen  zu  haben;  oder  vermochte  er  das 
ruhige,  gleichförmige  Leben,  zu  dem  er  seit  dem  Tode  des 
stürmischen  Moritz  verurteilt  gewesen  sein  mag,  nicht  mehr  zu 
ertragen?  Kurz,  Besozzi  kehrt  nicht  allzu  lange,  nachdem  wir 
in  den  Akten  Kurfürst  Augusts  seinen  Namen  gefunden  haben, 
in  die  Vaterstadt  zurück.  Am  8.  April  1557  gedenken  die  De- 
liberazioni  seiner  zum  ersten  Male  wieder  nach  einer  fast  zehn- 
jährigen Pause.  Wir  lesen  zu  dem  angeführten  Datum:  Ordi- 
naverunt  dari  debere  Cerbonio,  Antonio  et  Martino  de  Besutio 
tubicenis  pro  honorantia  formam  unam  casei  pro  quoque  —  ob 
aus  Anlaß  der  Heimkehr?*  Weiter  an  der  gleichen  Stelle  zum 


^  Es  ist  der  bekannte  Le  Maistre,  ein  Niederländer,  aber  aus  Mailand  über- 
nommen; also  hatte  er  seine  musikalische  Bildung  wohl  in  Italien  erhalten. 
Fürstenau,  ebendaselbst  und  Allgemeine  Deutsche  Biographie  18,  S.  233  f. 

'  Scandelli  ist  dauernd  im  kursächsischen  Dienst  verblieben;  er  starb  am 
18.  Januar  1580  als  kurfürstlicher  Kapellmeister.  Allgemeine  Deutsche  Bio- 
graphie 30,  S.  476  f. 

'  Beköstigung  und  Kleidung,  die  früher  geliefert  wurden,  scheinen  jetzt  in 
Geld  angeschlagen  zu  sein. 

*  Ich  verstehe  die  Namen  so:     Cerbonio  (seil,  de  Besutio),    Antonio    (seil. 

de ?)  et  Martino  —  oder  vielmehr  Mattia  —  de  Besutio.     Weder 

ein  Antonius  noch  ein  Martinus  Besuzzus  wird  sonst  erwähnt;  es  scheint 
mir  unabweisbar,  statt  Martino  Mattia  zu  lesen,  der,  wie  wir  noch  hüren 


13 

10.  Februar  1558:  Audita  siipplicatione  porrecta  per  Cerbo- 
nium  tubicenem  ordinatum  fuit  ipsum  Cerbonium  conduci  de- 
bere  pro  cantore  et  sonatore  praefati  consortii  ad  cancndum  et 
sonandnm  cum  suis  instrumentis  musicalibus  in  ecclesia  D,  S. 
Mariae  et  in  organo  ejusdem,  cum  opus  et  expediens  fuerit;  in 
qua  quidem  Servitute  habere  debeat  libras  50  imp.  in  anno. 

So  trat  also  Cerbonio  wieder  in  den  Dienst  der  Vater- 
stadt; allerdings  mußte  er,  wie  es  scheint,  um  Anstellung  zu 
linden,  einen  erweiterten  Wirkungskreis  übernehmen,  nämlich 
sich  auch  als  Sänger  brauchen  lassen,  so  oft  es  seinen  Vorge- 
setzten gefiel  —  alles  in  allem  wohl  kaum  eine  Stellung,  die 
Cerbonio  befriedigte.  Er  ist  denn  auch,  obwohl  man  ihm  sein 
Gehalt  schon  am  21.  Februar  d.  J.  auf  75  Imperialen  erhöhte, 
nicht  auf  die  Dauer  in  Bergamo  verblieben.  Den  Zeitpunkt 
seines  Fortganges  von  hier  gibt  uns  eine  weitere  Aufzeichnung 
in  den  Deliberazioni.  Zum  17.  April  1561  nämlich  lesen  wir 
hier:  in  quo  quidem  magnifico  consilio  (deUberatum  fuit)  quod 
fiant  creditores  Cerbonius  et  Lucius  de  Tertio  usque  ad  eorum 
petitam  licentiam,  quae  fuit  sub  die  9  martii  proximi  praeteriti. 
Vielleicht  kam  der  Anstoß  für  Cerbonio,  die  Heimat  aufs  neue 
zu  verlassen,  dieses  Mal  von  außen;  ich  möchte  das  wenigstens 
aus  dem  Umstände  schließen,  daß  er  noch  im  Laufe  des  näm 
liehen  Jahres  1561  in  den  Dienst  des  Herzogs  Albrecht  V.  von 
Bayern  getreten  ist;  er  erwähnt  nämlich  in  seiner  Chronik  ge- 
legentlich, daß  er  während  des  angegebenen  Jahres  einem  fürst- 
lichen Tauffeste  in  Zweibrücken  beigewohnt  habe,  das  etwa  im 
Spätherbst  stattgefunden  haben  mag. 

Albrecht  V.  von  Bayern  (1550—1579)  war  bekanntlich  ein 
ausgemachter  Freund  der  schönen  Künste;  unter  ihm  begann 
der  Münchener  Hof  ein  hervorragender  Mittelpunkt  für  künst- 
lerische Betätigung  zu  werden:  Erzguß,  Malerei,  Kunstgewerbe 
fanden  hier  verständnisvolle  Förderung.  Vor  allem  aber  glänzt 
Albrechts  Name  als  Freund  der  Musik.  Der  letzte  große  Ton- 
setzer der  niederländischen  Schule,  der  1520  geborene  Roland 


werden,  unserem  Cerbonio  aach  weiterhin  gefolgt  ist.  Ob  aber  bei  An- 
tonio an  Scandelli  zu  denken  ist?  Unsere  Notiz  setzt  die  drei  offenbar 
auf  gleiche  Stufe,  so  daß  sich  annehmen  Hesse,  sie  seien  eben  mit  einan- 
der aus  Dresden  wieder  in  der  Vaterstadt  angekommen;  aber  dann  müßte 
Scandelli  in  Ktirze  in  den  kursächsischen  Dienst  zurückgetreten  sein;  daß 
er  vorübergehend  dort  ansgeschieden  Mi,    ist  freilich  nicht  sn  erweisen. 


14 

de  Lattre  oder,  wie  er  mit  seinem  Künstlernamen  heißt,  Or- 
lando di  Lasso,  wurde  von  Albrecht  in  seinen  Dienst  gezogen 
nnd  der  bayrischen  Hofkapelle  vorgesetzt,  wo  der  Maestro  die 
zweite  Hälfte  seines  unendlich  fruchtbaren  Lebens  zugebracht 
hat.  Orlando  hat  dann  seinerseits  meist  die  Künstler  ausgesucht, 
aus  denen  er  seine  Kapelle  gebildet  hat.  Hierbei  muß  sein  Blick 
auch  auf  unseren  Cerbonio  gefallen  sein,  was  sicherlich  für  dessen 
künstlerische  Befähigung  spricht.  Das  Genauere  entzieht  sich 
allerdings  unserer  Kenntnis,  weil  die  bayrischen  Hof kammerrech- 
nungen,  denen  wir  die  näheren  Angaben  über  Orlando  und  dessen 
Kapelle  verdanken,  für  die  Epoche,  da  der  Maestro  (1557)  und 
vier  Jahre  nach  ihm  Cerbonio  zuerst  nach  München  kamen, 
teils  fehlen,  teils  nur  lückenhaft  erhalten  sind.  Soweit  sie  aber 
vorliegen,  sind  diese  Rechnungen  von  Professor  A.  Sandberger 
in  München  für  Orlando  und  die  Seinen  genau  exzerpiert  wor- 
den, eine  Quelle,  die  für  unsere  Kenntnis  der  Schicksale  Cer- 
bonios  im  letzten  Abschnitt  seines  Lebens  von  höchster  Be- 
deutung ist;  wir  können  ihn  hier  von  Jahr  zu  Jahr  bis  an 
seinen  Tod  verfolgen.  ^ 

Die  erste  Erwähnung  unseres  Autors  begegnet  in  der 
Rechnung  von  1563,  ^  und  zwar  in  Gemeinschaft  mit  zwei  an- 
deren Instrum entisten,  einem  Lucio,  wohl  zweifellos  jenem  Lucio 
de  Tertio,  der  mit  ihm  die  Vaterstadt  verlassen  hatte,  und 
einem  Mattia  Besozzi,  der  an  einer  noch  zu  erörternden  Stelle 
als  Vetter  des  Cerbonio  bezeichnet  wird.^  In  den  nächstfolgen- 
den Jahren  finden  sich  die  entsprechenden  Ausgaben  nicht  ge- 
bucht; zum  Jahre  1566  wird  nur  ein  Geiger  Johann  Baptista 
er  wähnt  j*    endlich    aber  erscheinen  vom  Jahre  1568  ab  regel- 


^  A.  Sandberger,  Beiträge  zur  Geschichte  der  bayrischen  Hofkapelle  unter 
Orlando  Lasso.    Drittes  Buch:  Dokumente  I,  Leipzig  1895. 

^  Das  Jahr  15G2  verbrachte  Cerbonio  größtenteils,  wie  tinsere  Chronik 
ausweist,  mit  seinem  Herrn  auf  Reisen,  nämlich  aus  Anlaß  der  beiden 
Krönungen  des  Erzherzogs  Maximilian  zum  böhmischen  und  römischeu 
König.  Übrigens  wurden  in  diesem  Jahre  laut  der  Hofkammerrechnung 
zwei  Gulden  für  Saiten  ,für  die  Welschen  Geiger'  verausgabt  (Sand- 
berger, S.  18),  die  erste  Erwähnung  von  Italienern  überhaupt. 

^  156.3.  Haus-  und  Wasserzins,  crstlichen  dem  alten  Iheronimo  geiger 
sanibt  seinen  dreuon  sunen;  mer  bozalt  drcuen  geigern,  nemblichen 
Lucio,  Zerbonio  und  Mathio  jedem  9  fl.    Ebendaselbst,  S.  20. 

*  Ebendaselbst,  S.  27.  Gleichwohl  versteht  es  sich,  daß  Cerbonio  und  die 
Seinen  in  diesen  Jahren  ebenfalls  dem  bayrischen  Dienst  angehört  haben ; 


15 

mäßig  die  Posten  fUr  Besoldung  und  Wohnungszins  für  den 
eben  genannten  und  unsere  drei  Italiener,  und  zwar  betrug  das 
bare  Einkommen  fUr  ,BabtistA  geiger'  180,  für  die  drei  Ber- 
gomasken je  150  fl.,  *  wozu  noch  der  Hauszins  mit  jährlich 
9  fl.  hinzuzurechnen  ist.  Diese  Posten  erhalten  sich  dann  alle 
Jahre  hindurch  auf  gleicher  Höhe, '  nur  erfolgten  von  Zeit  zu 
Zeit  noch  ,außerordentliche  Bewilligungen'  an  die  einzelnen 
,aiis  Gnaden',  t\brigens  von  nur  geringem  Betrag.  In  dieser 
Weise  hat  dann  Cerbonio  anscheinend  ohne  viel  Abwechslung 
den  Abend  seines  Lebens  am  Hofe  Herzog  Albrechts  V.  ver- 
bracht; im  gleichen  Jahre  mit  diesem'  ist  er  endlich  auch  in 
München  gestorben;  wir  kennen  sogar  den  Tag  seines  Todes,  es 
warder  10. November  1579.  Das  ergeben  nämlich  zwei  Eintragun- 
gen der  Hofkammerrechnungen.  Zunächst  heißt  es  zu  1579:  ,Dem 
Cerbonio  geiger  die  quottember  vasten  =  fl.  37.30'  (d.  i.  die 
erste  Vierteljahrsrate  seines  Gehaltes  für  1579);  ,hernach  er 
gestorben'.*  Dann  zum  folgenden  Jahre  erscheint  der  Eintrag: 
,MatlK'Usen  Besutzi  geigern  seines  vetters  des  Cerboni  geigers 
sei.  ausstendigen  sold  von  der  quotember  vasten  anno  79  bis 
10.  November  bemelts  jars,  thuet  2^ ',  quot.,  jede  fl.  37^/2,  thuet 
fl.  93.45.'^ 


nnr  gestattet  die  Lückenhaftigkeit  des  Materials  nicht  den  direkten  Nach- 
weis zu  führen. 

*  Zuerst  Sandbergcr,  8.  35. 

*  Die  gesamte  Kapelle  wird  z.  B.  beim  Jahre  1571  (Sandberger,  S.  56  f.) 
aufgeführt;  sie  bestand  damals  aus  Orlando  Lasso  als  Kapellmeister  nebst 
2  Unterkapellmeistern,  5  Bassisten  (darunter:  Octavianus  Komanus), 
6  Tenoristen  (darunter:  Simon  von  Kom),  4  Altisten,  7  Posaunern 
(mehrere  mit  italienischen  Namen),  7  Geigern  (darunter  anscheinend 
6  Italiener:  Baptista,  Hannival,  Anthoni,  Matthias  seil.  Besuzzus,  Cer- 
bonio, Lucio  seil,  de  Tertio),  endlich  2  Organisten  (darunter:  Johann  Bap- 
tist Marselino). 

*  Herzog  Albrecht  V.  starb  am  24.  Oktober  1579. 

*  Sandberger,  S.  114. 

'  Ebendaselbst,  8.  120.  Um  dieselbe  Zeit  erfüllte  sich  das  Geschick  des 
Landsmannes  Cerbonios,  Lucio  de  Terzio,  wie  aus  der  lakonischen  Ein- 
tragung der  Rechnnngsbücher  (Sandberger.  S.  119)  erhellt,  wo  es  unter 
der  Rubrik  ,Schulden,  die  nit  mehr  einzubringen'  heißt:  ,Luciu8  geiger 
—  ist  gestorben  und  verdorben  —  fl.  45'.  Dagegen  verblieb  der  hier  als 
Erbe  Cerbonios  genannte  Mathens  (oder  Mathias)  Besozzi  nach  Aus- 
weis der  Rechnungen  noch  ferner  im  bayrischen  Dienste,  wo  er  fortan 
als  Geiger  ein  erhöhtes  Gehalt  von  180  fl.  bezog.  Im  Jahre  1591  wird 
er  ,geiger  und  silberdiener*  genannt  (a.  s.  O.,  8. 199);  1595  heißt  er:  ,ge- 


16 

Wir  haben  damit  unseren  Autor  auf  seiner  wechselvollen 
Lebensbahn  beinahe  vierzig  Jahre  hindurch  bis  an  des  Grabes 
Schwelle  geleiten  und  dabei  zugleich  verfolgen  können,  wie 
seine  Chronik  sich  seinen  eigenen  Schicksalen  anschließt,  durch 
diese  bestimmt  wird.  Gleich  so  vielen  seiner  Landsleute  durch 
seine  Kunst  in  die  Fremde  gezogen,  steht  Cerbonio  darin  wohl 
fast  einzig  unter  seinen  Berufsgenossen  da,  daß  er  beflissen 
war,  die  Eindrücke,  die  er  in  der  Fremde  empfing,  durch 
Niederschrift  zu  verewigen;  wir  werden  in  diesen  schriftstelleri- 
schen Neigungen  des  Musikers,  des  ausübenden  Künstlers,  wohl 
ein  Erbteil  von  den  Vorvätern  erblicken  dürfen,  die  ja  schrift- 
kundigen Berufen   angehörten.     Augenscheinlich    hat   Cerbonio 


wester  iintersilbercammerer'  (Sandberger,  S.  220:  Mattes  Pisutzi,  gewester 
untersilbercammerer;  er  wird  mit  jährlich  100  cronen  .angeschafft'  — 
am  21.  Juli  1595;  ,soll  mit  der  bezalung  nach  der  entlassung  seines 
dienstes,  so  mit  anfang  diß  jars  beschehen,  angefangen  werden').  Er 
scheint  also  den  Dienst  an  der  Silberkammer  wieder  aufgegeben  zu 
haben;  als  Instrumentist  begegnet  er  noch  bis  1600,  dem  Schluß  der 
Auszüge  Sandbergers  (s.  zuletzt  S.  243).  Daneben  kommt  zum  Jahre  1599 
vor:  ,Volnia  Besutia,  von  Ir.  dl.  herzogin  Maria  Anna  von  Bayern  u.  s.  w. 
cammerdienerin;'  sie  erhält  200  fl.  ,zur  Hochzeitsteuer'.  Endlich  begegnet 
im  Jahre  1600  (a.  a.  O.,  S.  246):  ,Coßman  Besutio,  trometterjunge'.  — 
Um  aber  auf  Mattia  zurückzukommen,  so  ist  er  wahrscheinlich  der- 
selbe, der  in  den  Deliberazioni  von  Bergamo  schon  1541  unter  den 
Knaben  genannt  wird,  die  für  die  Kapelle  —  als  Diskantisten  —  aus- 
gewählt waren;  er  heißt  hier  einfach:  ,Mathcus  Besutii'  (Scotti,  II  pio 
istituto,  p.  177),  was  man  wohl  zunächst  als  Sohn  des  Cerbonio  er- 
klären möchte.  Aber  sollte  dieser  damals  schon  einen  —  doch  mindestens 
zehnjährigen  —  Sohn  gehabt  haben?  Cerbonio  müßte  dann  spätestens 
um  1510,  wohl  auch  noch  früher,  geboren  sein,  wäre  also  erst  als  Fünf- 
ziger in  die  bayrische  Kapelle  eingetreten  und  als  reichlich  Siebzig- 
jähriger gestorben.  Das  ist  ja  möglich,  aber  man  möchte  ihm  doch  wohl 
angesichts  seines  ganzen  Lebensganges  ein  geringeres  Alter  geben.  Es 
kommt  hinzu,  daß  wir  hernach,  zuerst  in  Dresden,  einen  Matthias  Be- 
sutius  die  Schicksale  unseres  Cerbonio  teilen  sehen,  und  daß  dieser 
Dresdener  Matthias  mit  dem  Milnchener  Matthias,  der  ausdrücklich  als 
,Vetter'  des  Cerbonio  bezeichnet  wird,  identisch  ist,  wird  kaum  be- 
zweifelt werden  können.  Da  liegt  es  denn  aber  sicherlich  doch  nahe,  in 
diesem  Matthias  auch  den  Singknaben  von  1641  wiederzuerkennen.  Dieser 
war  also  nicht  der  Sohn,  sondern  der  ,Vettcr',  d.  h.  wohl  Neffe  des 
Cerbonio,  wahrscheinlich  aber  eine  Waise  und  des  Cerbonio  Pflege- 
sohn. Vielleicht  ist  dies  Verhältniß  zu  Mattia  das  treibende  Moment  ge- 
wesen, das  Cerbonio  in  fremde  Dienste  gehen  ließ,  um  sich  und  den 
jungen  Verwandten  besser  erhalten  zu  können. 


17 

von  Anfang  an  gleichzeitig  mit  den  Ereignissen,  die  er  schil- 
dern wollte,  sich  Notizen  gemacht;  eine  so  große  Zahl  von 
Einzelheiten,  wie  unsere  Chronik  bietet,  vor  allem  Namen, 
konnte  nicht  längere  Jahre  hindurch  im  Gedächtnis  verwahrt 
werden;  es  ist  nur  nötig,  die  vielen  Ortsnamen  zu  betrachten, 
die  Cerbonio  überliefert,  indem  er  regelmäßig  die  Stationen 
seiner  wiederholten  Reisen  verzeichnet,  um  zu  erkennen,  daß 
der  Autor  seine  Schreibtafel  beständig  zur  Hand  haben  mußtc.^ 
Diese  Notizen  bilden  die  Grundlage  der  Chronik;  indes  hat 
der  Verfasser  letzterer  auch  einzelne  Stücke  einverleibt,  die  er 
nicht  ohne  weiteres  der  eigenen  Beobachtung  entnehmen  konnte, 
sondern  der  Beihilfe  anderer  verdankte;  selbst  einige  Akten- 
stücke finden  sich,  so  die  Rede,  welche  der  Kardinal  von  Trient 
bei  der  Vermählung  des  Erzherzogs  MaximiUan  mit  seiner  spa- 
nischen Base  in  Valladolid  hielt;  mit  einem  gewissen  Stolz  be- 
tont Cerbonius,  er  habe  dies  Stück  ,tratto  dal  proprio  originale 
de  verbo  ad  verbum';  natürlich  bezog  er  es  aus  der  Kanzlei 
seines  Herrn.  Auch  einen  Brief  Melanchthons  vom  Jahre  1555 
scheint  er  aufgenommen  zu  haben,  in  unserer  Reinschrift  findet 
sich  allerdings  nur  die  Adresse.^  Vornehmhch  aber  hat  Cer- 
bonio darnach  getrachtet,  sich  Listen  der  Teilnehmer  an  den 
festlichen  Akten,  denen  er  beiwohnte,  zu  verschafi'en.  So  stellt 
er  die  Begleiter  Maximilians  auf  der  Brautreise  zusammen, 
bringt  ein  Verzeichnis  der  Hochzeitsgäste,  was  er  sich  nicht 
ohne  Mühe  verschafft  hatte:  per  mezzo  di  canceUieri  et  per 
altre  vie  sei  ihm  dies  gelungen,  gibt  er  an.'  Noch  ausführ- 
licher sind   die  Verzeichnisse,    die    der   Chronist   hernach   von 


*  Daß  die  deutschen  Eigen-,  besonders  Ortsnamen  von  dem  ausländischen 
Autor  arg  entstellt  werden,  kann  nicht  wundernehmen.  Es  erschwert 
dies  freilich  nicht  selten  die  Konstatierung,  die  gleichwohl,  wie  ich 
denke,  durchweg    gelungen  ist. 

'  Vgl.  unten;  das  gleiche  gilt  von  einer  Rede  des  Erzbischofs  von  Prag 
bei  der  böhmischen  Krönung.  —  Ein  paarmal  ist  Cerbonio  sozusagen 
dem  Charakter  seiner  Chronik  untreu  geworden,  indem  er  den  In- 
halt von  Zeitungen  —  das  eine  Mal  über  die  unglückliche  Jane  Qrej 
in  England  (vgl.  anten),  das  andere  Mal  über  ein  paar  Episoden 
ans  den  russisch  -  polnischen  Kämpfen  in  Livland  —  aufnimmt  (vgl. 
unten). 

•  Vgl.  unten  8.62.  Ich  habe  es  nicht  für  erforderlich  gehalten,  den  einzelnen 
spanischen  und  portugiesischen  Granden,  die  hier  aufgeführt  werden, 
näher  nachzugehen. 

Fontes.    I.  Abt.  Bd.  H.  2 


18 

den  Teilnehmern  der  beiden  Krönungen  von  1562  beibringt. 
Indes  hat  er  hier  Vorlagen  gehabt,  mindestens  für  die  Frank- 
furter Handlang;  ja  sein  ausführlicher  Bericht  über  diese  Vor- 
gänge, die  Wahl  und  Krönung  Maximilians  zum  römischen 
König,  beruht  auf  einer  Art  von  Festbericht,  der  uns  aus  zwei 
verschiedenen  Redaktionen  bekannt  ist,  einer  deutschen  bei 
Goldast  ^  und  einer  lateinischen,  die  sich  bei  Schard^  findet. 
Die  diesen  beiden  Drucken  zugrunde  liegende  Aufzeichnung 
besteht  aus  mehreren  Teilen:  einem  Bericht  über  die  Königs- 
wahl MaximiHans,  die  am  24.  November  1562  stattfand,  und 
einer  Schilderung  der  sechs  Tage  später  erfolgten  Krönung; 
dazu  kommt  noch  eine  Beschreibung  des  Auftretens  und  des 
Anbringens  eines  außerordentlichen  türkischen  Gesandten,  der 
in  Frankfurt  vor  dem  Kaiser  erschien,  des  polnischen  Rene- 
gaten Straski  oder  Ibrahim  Pascha,  wobei  ein  von  ihm  über- 
mitteltes ausführliches  Schreiben  des  Sultans  Suleiman  seinem 
ganzen  Umfange  nach  mitgeteilt  wird;  auch  ein  Verzeichnis  der 
von  dem  Gesandten  überbrachten  Geschenke  des  Großherrn 
findet  sich.  Daran  schließt  sich  endlich  eine  sehr  ausführliche 
Liste  der  einzelnen  Teilnehmer  der  Festlichkeiten,  der  Füi'sten, 
der  Botschaften,  des  adligen  Gefolges  der  ersteren,  ihrer  Räte, 
anderer  namhafter  Persönlichkeiten,  die  selbständig  den  Tag 
besuchten,  endlich  der  anwesenden  Kriegskapitäne,  Theologen, 
Literaten,  Arzte  u.  dgl.  m.  Diese  ganze  Zusammenstellung  hat 
Besozzi  nicht  nur  benutzt,  sondern  seiner  Chronik  geradezu 
einverleibt;  freilich  weist  sein  Bericht  über  die  Zeremonien  des 
24.  und  30.  November  eine  Reihe  individueller  Züge  auf,  die 
augenscheinlich  eigener  Beobachtung  entsprungen  sind;  es  schien 
mir  daher  nicht  ratsam,  das  Ganze  zu  unterdrücken;  dagegen 
sind  die  Listen  der  Anwesenden  sowie  alles,  was  mit  dem  Er- 
scheinen des  türkischen  Gesandten  zusammenhängt,  von  mir 
ausgelassen,  da  es  sich  hier  lediglich  um  Wiedergabe  ander- 
weitig bekannten  Materials  handelt.  Auch  bei  der  Schilderung 
der  böhmischen  Krönung  Maximilians  mag  Besozzi  entsprechende 


^  M.   Goldast   V.   Haiminsfold,    Politische    Reichsliändcl    (Frankfurt    1614), 

S.  70  ff.    Von  der  erwehlung  Maxiiniliani,  könig  in  BOhem,  geschehen  in 

Frankf.  a.  M.  15G2  u.  s.  w. 
*  Schardius  redivivus  8.  Her.  germanic.  Scriptores  vaiii  .  .  .  opera  H.  Thomae 

(Giessao  1G73),  T.  III,  p.  83  sqq.     Acta  et  gesta  .  . .  conventiis  electoralis 

apud  Francofurtuin  Mocni  a.  1562  celcbrati.  .  . . 


19 

Zusammenstellungen  benutzt  haben;  doch  ist  meines  Wissens 
ein  eingehender  Bericht  über  die  Feier  bisher  nirgends  ver- 
öffentlicht worden;  wir  geben  also  Besozzis  Erzählung  unver- 
kürzt, ebenso  die  anschließenden  Listen  der  Anwesenden,  deren 
vielfach  entstellte  Namen  wir  uns  bemüht  haben,  mit  Hilfe  der 
vorliegenden  Mitteilungen  über  den  Hofstaat  Kaiser  Ferdinands 
und  König  Maximilians  aus  dieser  Zeit  sowie  der  erwähnten 
Listen  der  Frankfurter  Krönung  und  endlich  der  Veröffent- 
lichung des  Nikolans  Mameranus  über  die  Teilnehmer  an  dem 
Augsburger  Reichstage  von  1566  festzustellen. 

Dies  also  sind  die  Bestandteile  unserer  Chronik,  deren 
Grundstock  das  Selbsterlebte  und  unmittelbar  Selbstbeobachtete 
bildet.  Im  einzelnen  läßt  sich,  da  uns  das  Autograph  des  Werkes 
nicht  vorliegt,  dessen  Entstehung  allerdings  nicht  verfolgen. 
Doch  wird  einem  jeden  der  Einschnitt  alsbald  auffallen,  der  — 
auf  Fol.  102'' — 103'  der  Handschrift  —  zwischen  der  Darstellung 
der  an  den  Aufenthalt  Besozzis  in  Sachsen  geknüpften  Ereig- 
nisse und  der  Beschreibung  der  beiden  Krönungen  Maximilians 
vorhanden  ist.  Der  Autor  scheidet  von  den  sächsischen  Dingen 
mit  den  auf  die  Verbreitung  des  Protestantismus  bezüglichen, 
an  Ereignisse  des  Jahres  1555  geknüpften  Worten:  ,e  cosi  di 
giomo  in  giomo  pare,  se  Iddio  per  mezzo  dil  sanctissimo  con- 
cilio  non  gli  provede,  ch'ogn'hor  s'andera  ampliando  di  mal  in 
peggio^  Hiermit  wird  der  Faden  der  Erzählung  fallen  gelassen 
und  der  Autor  wendet  sich,  ohne  eine  eigentliche  Überleitung 
auch  nur  zu  versuchen,  dem  Erzherzog  Maximilian  zu,  um 
diesen,  nach  einem  kurzen  Rückblick,  zu  jenen  Krönungen  zu 
geleiten,  welche  reichlich  sieben  Jahre  später  fallen  als  die 
zuletzt  berichteten  Ereignisse.  Das  ist  augenscheinlich  nicht  in 
einem  Zuge  geschrieben;  die  angeführten  Worte  zeigen  auch 
schon  an  und  für  sich  deutlich,  daß  der  Autor  hier  die  Feder 
niedei^elegt  hat.  W^ahrscheinlich  hat  er  diesen  ersten  Teil  in 
den  Jahren  geschrieben,  die  er,  nach  Verlassen  des  sächsischen 
Dienstes,  wieder  in  der  Heimat  zubrachte.  Für  diese  Annahme 
spricht  wohl  noch  besonders  die  Erwähnung  des  Konzils  als 
der  letzten  Hoffnung  für  eine  Besserung  in  den  Dingen  der 
katholischen  Kirche;  das  scheint  auf  die  Zeit  hinzuweisen,  wo 
seit  der  Erwählung  Papst  Pius'  IV.  —  in  den  letzten  Tagen 
des  Jahres  1559  —  der  Konzilsgedanke  wieder  Kraft  gewann ; 
zwischen  diesen  Zeitpunkt  und  den  zweiten  und  letzten  Weg- 

2» 


20 

gang  Besozzis  aus  seiner  Heimat,  d.  h.  also  etwa  in  das  Jahr 
1560  —  möchte  ich  die  Niederschrift  jener  Worte  Besozzis  und 
damit  die  Vollendung  des  ersten  Hauptteiles  unserer  Chronik 
ansetzen. 

Was  in  der  letzteren  noch  folgt,  gehört  dem  Jahre  1562 
an  und  dem  folgenden  Jahre.  Die  Darstellung  reicht  bis  etwa  in 
den  Hochsommer  1563  hinein.  Wenn  der  Verfasser  an  einer 
Stelle,  auf  die  wir  noch  zurückkommen,  von  der  sperata  coro- 
natione  imperiale  Maximilians  spricht,  so  konnte  das  wohl  erst 
geschrieben  werden,  als  Maximilian  bereits  den  kaiserlichen 
Namen  führte,  also  nach  dem  Tode  Ferdinands  I.  (f  25.  Juli 
1564),^  und  naturgemäß  vor  dem  am  12.  Oktober  1576  erfolgten 
Tode  Maximilians  selbst.  Weitere  Angaben,  aus  denen  sich  die 
Zeit  der  Niederschrift  genauer  bestimmen  ließe,  fehlen;  immer- 
hin ist  es  wohl  am  natürlichsten  anzunehmen,  daß  Besozzi  bald 
nach  den  erzählten  Ereignissen  seine  Notizen  redigierte;  es  ist 
mindestens  kein  Grund,  der  uns  zwänge,  die  Niederschrift  in 
eine  spätere  Zeit  als  die  Anfänge  der  Regierung  Maximilians 
zu  verlegen. 

Wir  können  indes  nicht  umhin,  an  dieser  Stelle  einen 
Passus  zu  erörtern,  der  auf  den  ersten  Bhck  gegen  die  An- 
nahme einer  allmählichen  Entstehung  des  vorliegenden  Werkes 
zu  sprechen  scheint.  Als  nämlich  Cerbonio  im  Jahre  1549  den 
Kurfürsten  Moritz  in  dessen  Heimat  begleitet  und  auf  dieser 
Reise  München  betritt,  vermerkt  er  in  seiner  Chronik,  er  werde 
näheres  über  diese  Stadt  an  einem  anderen  Orte  mitteilen. 
Diesem  Versprechen  aber  ist  er  erst  ganz  am  Ende  der  Chronik 
nachgekommen;  die  Beschreibung  von  München  bildet  deren 
Schluß.  Allein  wir  werden  daraus  doch  nicht  auf  einheitliche 
Entstehung  des  Werkes  schließen  dürfen;  die  Unwahrschein- 
lichkeit  einer  solchen  ist  so  groß,  daß  wir  einer  anderen  Er- 
klärung jener  Worte,  wenn  sich  eine  solche  ungezwungen  wird 
finden  lassen,  sicherlich  den  Vorzug  geben  werden.  Ich  glaube 
daher  annehmen  zu  dürfen,  daß  Cerbonio  jene  Worte  später 
hinzugefügt,  daß  er  nämlich  nach  Fertigstellung  der  Erzählungen 
aus  seiner  bayrischen  Zeit    die  früher,   wie  wir  annehmen    in 


*  Die  Darstellung  setzt  auch  den  Abschluß  des  Tridentiner  Konzils  (Dezem- 
ber 1563)  voraus;  ,il  concilio,  11  qualc  all'  hora  si  cclebrava  in  Trento' 
lesen  wir  fol.  170». 


21 

Bergamo,  niedergeschriebenen  Abschnitte  wieder  hervorgenommen 
und  sie  in  eine  wenn  auch  nur  lose  Verbindunj^  mit  den  spä- 
teren Teilen  gebracht  hat.  Bei  diesem  Anlaß  mag  auch  die 
Reinschrift,  die  unsere  Vorlage  bildet,  entstanden  sein;  die 
Hand,  von  der  sie  geschrieben  ist,  wird  man  ohne  Bedenken 
dem  siebenten  oder  achten  Jahrzehnt  des  16.  Jahrhunderts  zu- 
weisen dürfen ;  zudem  glaube  ich  aber  in  unserer  Vorlage  auch 
die  Hand  des  Verfassers  selbst  zu  erblicken.  Die  Niederschrift 
ist  nämlich  nicht  ohne  Fehler;  der  Schreiber  hat  sich  nicht  nur 
öfter  verschrieben,  sondern  an  verschiedenen  Stellen  auch  kleine 
Lücken  gelassen,  vielleicht  hat  er  seine  Vorlage  nicht  immer 
lesen  können.  Nicht  durchweg,  aber  ein  paarmal  erblicken 
wir  nun  im  Text  eine  verbessernde  oder  ergänzende  Hand  von 
individuellem  Charakter  und  einem  nicht  sonderlich  festen 
Ductus,  der  zu  verraten  scheint,  daß  sie  einem  älteren  Manne 
angehört.  ^ 

Wer  aber  sollte  dies  anders  sein  als  der  Verfasser  ? 
Wenigstens  liegt  diese  Annahme  von  vornherein  am  nächsten; 
aber  sie  erhebt  sich  meines  Erachtens  zu  einem  hohen  Grade 
von  Wahrscheinlichkeit  dadurch,  daß  diese  verbessernde  Hand 
einmal  auch  eine  sachliche  Veränderung  vorgenommen,  näm- 
lich die  Bezeichnung  des  russischen  Oberhauptes  als  re  (di 
Moscovia),  wie  der  Reinschreiber  hatte,  in  duca  korrigiert  hat  — 
eine  Änderung,  die  wohl  nur  dem  Autor  vorzunehmen  zustand. 
Ist  das  richtig,  so  haben  wir  in  unserem  Kodex  eine  unter 
den  Augen  und  natürlich  auch  nach  den  Intentionen  des  Autors 
entstandene  Reinschrift  vor  uns. 

Nun  erhebt  sich  aber  im  Hinblick  auf  den  Titel,  der  also 
wohl  sicher  ebenfalls  vom  Verfasser  herrührt,  noch  eine  Frage. 
Die  Chronik  wird  hier,  wie  wir  sahen,  als  , Erstes  Buch'  be- 
zeichnet; ein  entsprechendes  ,Zweites  Buch'  aber  findet  sich  in 
unserem  Werke  nicht  angezeigt.  Scheint  das  nicht  auf  eine 
anderweitige    Fortsetzung    der    Chronik,    auf    sonstige    schrift- 


*  Ich  habe  die  LOcken  nnd  Fehler  des  Schreibers  stets  angemerkt,  natür- 
lich auch  die  Ergänzungen  und  das  Auftreten  der  yerbessemden  Hand. 
Es  muß  auffallen,  daß  der  Korrektor  nur  wenige  Male  in  die  Erschei- 
nung tritt;  er  mag  zunächst  nur  eine  oder  die  andere  Stelle  der  Rein- 
schrift revidiert  haben  —  gleichsam  als  Stichprobe  —  und  hernach 
irgendwie  verhindert  worden  sein,  den  Kontext  hintereinander  durchzu- 
nehmen. 


22 

Steilerische  Betätigung  des  Autors  hinzudeuten?  Für  eine  solche 
Annahme  scheint  sich  auch  ein  doppelter  Anhaltspunkt  darzu- 
bieten, einer  in  dem  Werke  Besozzis  selbst,  der  andere  im 
jTheatrum^  des  Mutius. 

Ersterer  findet  sich  gegen  Ende  des  Werkes.  Von  Frank- 
furt aus  zieht  der  Neugekrönte  zunächst  im  Geleit  der  bayri- 
schen Verwandten  durch  deren  Land  und  bis  nach  Augsburg, 
wo  gemeinsam  das  Weihnachtsfest  begangen  wird.  Dann  aber 
trennen  sich  ihre  Wege :  Herzog  Albrecht  von  Bayern  bleibt  im 
Lande  und  beginnt  sich  wieder  dessen  Angelegenheiten  zu 
widmen,  Maximilian  aber  zieht  fürbaß  in  die  Erblande  und 
nach  Ungarn,  wo  er  ebenfalls  die  Krone  des  Königreiches  zu 
empfangen  gedenkt.  An  dieser  Stelle  nun  erklärt  unser  Autor, 
der  in  Bayern  bei  seinem  Herrn,  dem  Herzog,  zurückbleibt,  er 
behalte  sich  vor,  diese  ungarische  Krönung  samt  der  , er- 
hofften Kaiserkrönung'  Maximilians  ,ein  anderes  Mal  ans  Licht 
zu  geben,  zusammen  mit  anderen  gleichzeitigen  Geschehnissen, 
falls  sich  solche,  die  der  Erinnerung  wert  sein  möchten,  er- 
eignen'. 

Natürlich  bleibt  es  hiernach  zweifelhaft,  ob  Cerbonio  den 
Vorsatz,  den  er  an  dieser  Stelle  in  sehr  bedingter  Form  an 
kündigt,  zur  Ausführung  gebracht  hat.  Aber  wie  verhält  es 
sich  mit  der  angedeuteten  Angabe  des  Mutius  in  seinem  ,Thea- 
trum'?  Wir  führten  aus  diesem  Werke  bereits  die  Stelle  an,  wo 
unserem  Besozzi  mittels  eines  Vortrages  vor  dem  Herzoge  eine 
Schilderung  Bergamos  und  seiner  hervorragenden  Bürger  u.  s.  w. 
in  den  Mund  gelegt  wird.  Endhch  schweigt  Besozzi  und  die 
Musik  fällt  wieder  ein: 

,Dixit  et  increpuit  fidibus  chorus.  .  .  .' 

Aber  im  nächsten  Distichon  kommt  der  Dichter  nochmals 
auf  den  Landsmann  zurück  und  berichtet: 

,Multaque  praeterea  variis  jam  sparsa  libellis 
Atque  alia  exposuit  facta  virümque  genus.' 

Dieses  Distichon  mag  nun  an  dieser  Stelle,  nachdem  schon 
der  Epilog  jenes  angenommenen  Vortrages  vor  dem  Herzog  ^ 
vom  Dichter  mitgeteilt  worden  ist,  nicht  sonderlich  in  den  Zu- 

>  S.  o.  8.  7. 


23 

sammcnhang  passen;  aber  der  Sinn  kann  wohl  nicht  zweifel- 
haft sein:  Besozzi  hat,  sagt  Mutius,  varios  libellos  veröffentlicht. 
Es  fragt  sich  nur,  ob  man  dieser  Angabe  ein  großes  Gewicht 
beizulegen  hat.  Ein  wenig  poetische  Übertreibung  mag  immer- 
hin mit  unterlaufen  und  wenn  wir  eingedenk  sind,  daß  Be- 
sozzi das  uns  vorliegende  Werk  mindestens  in  zwei  Abschnitten 
geschrieben  hat,  so  ist  es  meines  Erachtens  nicht  unbedingt 
nötig,  aus  der  Dichterstelle  den  Schluß  zu  ziehen,  daß  Besozzi 
noch  andere  Werke  zeitgeschichtlichen  Inhalts  verfaßt  habe. 
Gegen  eine  solche  Annahme  würde  sprechen,  daß  derartige 
Werke  sich  bisher  nicht  haben  nachweisen  lassen,  und  zweitens 
erscheint  es  zweifelhaft,  ob  Besozzi  in  seinen  späteren  Lebens- 
jahren noch  die  ^Möglichkeit  gehabt  hat,  sich  in  der  Art  wie 
früher  die  Kenntnis  wichtiger  Zeitereignisse  zu  verschaffen. 
Unter  den  Anwesenden  auf  dem  Augsburger  Reichstage  von 
1566,  wo  —  nach  Ausweis  des  schon  erwähnten  Werkes  des 
^lameranus  —  Herzog  Albrecht  von  einem  Teile  seiner  Kapelle 
begleitet  war,   findet  sich  Besozzis  Name  nicht.     Was  aber  — 

wovon  wir  ausgingen die  Bezeichnung  unserer  Chronik  als 

jPrimo  libro'  betrifft,  so  möchte  ich  glauben,  daß  dieser  Titel 
sich  nur  auf  den  ersten  Teil  des  Werkes  bezieht.  Das  geht, 
meiner  Ansicht  nach,  aus  der  Erwähnung  Karls  V.  im  Titel 
hervor,  da  doch  die  späteren  Abschnitte  der  Zeit  nach  dem 
Tode  dieses  Herrschers  angehören,  und  obgleich  sich  formell 
der  Titel  auch  auf  jene  beziehen  kann,  wenn  man  nämlich  die 
Worte  jSOtto  al  potentissimo  Carlo  V.  imperatore'  lediglich  mit 
der  ,gran  dieta  fatta  in  Augusta'  in  Verbindung  setzt,  so  wird 
man  logischerweise  doch  den  Titel  als  ein  einheitliches  Ganzes 
auffassen  und  ihn  dahin  interpretieren,  daß  Ereignisse  aus  der 
Epoche  Karls  vom  Schluß  des  Augsburger  Reichstages  ab  er- 
zählt werden  sollen.  Dieser  Erwartung  aber  entspricht  nur  der 
erste  Teil  des  vorhegenden  Werkes.  Cerbonio  mag  demgemäß 
hernach,  als  er  jene  späteren  Abschnitte  abgefaßt  hatte,  im 
Gegensatz  zu  diesen  der  früheren  Ausarbeitung  die  Bezeichnung 
als  erstes  Buch  gegeben,  es  aber  hernach  versäumt  haben,  auch 
dem  späteren  Teile  einen  Sondertitel  zu  geben.  Oder  ein  solcher 
ist  in  unserer  Reinschrift,  die  das  Ganze  zu  einem  einheitlichen 
Werke  machen  sollte,  fortgelassen  worden,  wobei  dann  übersehen 
ward,  daß  jetzt  die  Worte  ,Primo  libro'  zu  Anfang  keinen  Sinn 
mehr  hatten. 


24 

Wollen  wir  zum  Schluß  dieser  Einleitung  noch  ein  Wort 
über  die  Chronik  und  deren  Verfasser  im  allgemeinen  hinzu- 
fügen, so  liegt  der  Wert  der  ersteren  in  der  tendenzlosen  Ur- 
sprünglichkeit der  Niederschrift  des  unmittelbar  —  und  mögen 
wir  sagen :  gut  —  Beobachteten.  In  dem  Verfasser  stellt  sich 
uns  eine  Persönlichkeit  dar,  der  es  weder  an  Bildung  und  Über- 
blick fehlte,  um  beobachten,  noch  an  Gewandtheit,  um  schildern 
zu  können.  Nicht  mit  Unrecht  rühmt  Mutius  in  ihm  die  Gabe 
der  Rede  und  der  Schrift;  daß  es  ihm  auch  an  dichterischer 
Begabung  nicht  fehle,  zeigt  Cerbonio  selbst  durch  zwei  recht 
gefällige  Sonette,  welche  die  Leiden  der  Rudersklaven  und  die 
Freude  der  Heimkehr  nach  vollendeter  Seefahrt  uns  schildern. 
Zweifellos  befindet  sich  unser  Chronist  im  Besitze  der  huma- 
nistischen Bildung  seiner  Zeit;  da  er  die  spanische  Stadt  Lerida 
betritt,  erinnert  er  sich,  daß  es  das  alte  Ilerda  ist,  wo  einst  im 
Bürgerkriege  Julius  Cäsar  seine  Gegner  aufs  Haupt  geschlagen 
hat;  ein  anderes  Mal  erinnert  ihn  der  Ansturm  des  jugendfrohen, 
verwegenen  Prinzen  Georg  von  Meklenburg  wider  die  Magde- 
burger an  die  Züge  Alexanders  und  dessen  Kämpfe  gegen  den 
Perserkönig  Darius.  Auch  die  Art,  wie  sich  Cerbonio  zu  Vatei*- 
land  und  Kirche  verhält,  zeigt  einen  Geist,  der  gewohnt  ist,  die 
Dinge  von  einem  höheren  Standpunkte  aus  als  dem  der  Masse 
aufzufassen.  Cerbonio  ist  Patriot,  aber  nicht  im  Sinne  des  ber- 
gomaskischen  Spießbürgers,  sondern  er  schwärmt  für  das 
ganze  Italien,  er  fühlt  sich  als  Italiener.  Mit  nationalem  Stolz 
rühmt  er  die  Taten  des  ,Neptuns  unserer  Zeiten',  des  greisen 
Andrea  Doria  von  Genua;  andererseits  empfindet  er  eine  dem 
Banner  der  ruhmreichen  Venezia  angetane  Kränkung  als  eine 
nationale  Schmach.  Er  vergleicht  den  Spanier  mit  dem  Italiener 
und  der  Vergleich  fällt  nicht  zum  Vorteil  jenes  aus;  auch  den 
Deutschen,  besonders  den  Norddeutschen  gegenüber  stellt  Cer- 
bonio die  Überlegenheit  der  Italiener  in  Kultur  und  Bildung 
mit  Genugtuung  fest;  in  allem  fühlt  er  sich  als  den  Angehörigen 
einer  großen,  führenden  Nation.  In  kirchlicher  Hinsicht  ist  Cer- 
bonio allerdings  ein  guter  Katholik;  er  beklagt  das  Vorhanden- 
sein und  die  Ausbreitung  des  Protestantismus,  ist  aber  von  kon- 
fessioneller Einseitigkeit  und  Engherzigkeit  durchaus  frei.  Wie 
er  längere  Jahre  hindurch  im  Dienste  ketzerischer  Fürsten  ver- 
blieb, so  rühmt  er  unumwunden  die  Mildtätigkeit  der  Prote- 
stanten,  ihre   trefflichen  Schulen    und  andere  lobenswerte  Ein- 


25 

richtungen,  die  er  bei  ihnen  antraf.  Andererseits  ist  seiner 
Gläubigkeit  eine  merkbare  Dosis  Skeptizismus  beigemischt;  er 
wagt  es,  die  Echtheit  einer  Reliquie  zu  bezweifeln,  und  zu  den 
Schauermären,  die  man  ihm  in  Süddeutschland  über  die  Aus- 
breitung der  Hexerei  erzählt,  macht  er  ein  Fragezeichen. 

Diesem  Wesen  des  Autors  entspricht  seine  Schilderung, 
welche  Geschmack  und  Auswahl  nie  vermissen  läßt.  Häufig 
gibt  uns  Cerbonio  von  dem,  was  er  wahrnimmt  und  beobachtet, 
nur  einzelne  Züge,  aber  er  greift  das  Charakteristische  heraus. 
Mit  kurzen  Strichen  hat  er  uns  eine  Reihe  von  Städtebildern 
gezeichnet,  die  man  gleichwohl  nicht  mit  einander  verwechseln, 
nicht  das  eine  für  das  andere  setzen  kann:  so  Trient,  Inns- 
bruck, Sevilla,  Vagliadoht,  Nürnberg,  etwas  ausführlicher  Prag, 
Augsburg,  München;  jede  dieser  Städte  erhält  hier  das  nur  ihr 
zukommende  Kolorit.  Zu  einem  lebenswahren  Bilde  fügen  sich 
auch  die  wennschon  nur  flüchtig  aufgenommenen  Züge  zu- 
sammen, welche  Cerbonio  über  Spanien  beibringt:  das  groß- 
tuerische Wesen  der  Nation,  der  Schein  einer  hohen  Kultur,  die 
doch  vielfach  schon  brüchig  ist,  der  gewaltige  Abstand  zwischen 
Vornehm  und  Gering  treten  uns  deutlich  entgegen.  Ein  aus- 
geführteres  Kulturbild  gibt  Cerbonio  von  dem  Staate  Kurfürst 
Moritz'  von  Sachsen;  hier  unterbricht  er  geradezu  seine  chronik- 
artige Darstellung,  um  in  einer  gewissen  methodischen  Weise 
die  Einrichtungen  zu  schildern,  die  er  im  protestantischen  Nord- 
deutschland vorgefunden  und  kennen  gelernt  hat;  besonders 
lange  verweilt  er  bei  der  Strafrechtspflege,  die  er  wegen  ihrer 
Promptheit  ebenso  bewundert,  wie  ihn  die  herbe  Grausamkeit 
der  Strafen  erschüttert.  Daneben  erzählt  uns  Cerbonio  aber 
auch  von  dem  bürgerlichen  und  gewerblichen  Treiben  im  Kur- 
fürstentum, von  den  Meisterstücken  der  Handwerker  und  der 
vorgeschrittenen  Technik  der  Industrie  und  deren  Erfindungen; 
femer  von  den  züchtigen  sächsischen  Frauen,  deren  Hauptreiz 
nach  dem  Urteil  des  Südländers  in  ihrer  frischen  Hautfarbe 
und  den  schönen  blonden  Haaren  besteht.  Weiter  vernehmen 
wir  von  dem  Weinbau,  den  Cerbonio,  wenngleich  spärlich, 
an  der  Elbe  im  Meißnischen  vorfand,  .von  der  Lebensführung, 
von  Speise  und  Trank,  wobei  der  Chronist  als  richtiger 
Italiener  kaum  seine  Verwunderung  darüber  verhehlen  kann, 
daß  Knoblauch  und  Schnecken  dem  Norddeutschen  nicht 
munden. 


26 

An  anderen  Stellen  des  nämlichen  Abschnittes  schildert 
Cerbonio  die  beiden  Hauptplätze  des  albertinischen  Territoriums, 
Leipzig  mit  seinen  Buchläden  und  den  Tausenden  von  Stu- 
denten seiner  Hochschule,  und  das  schön  gelegene,  durch  Sauber- 
keit ausgezeichnete  Dresden  mit  der  stolzen  Eibbrücke,  aus 
dem  Kurfürst  Moritz,  den  größeren  Machtverhältnissen  ent- 
sprechend, zu  denen  er  gelangt  ist,  eine  statthche  Residenz  zu 
gestalten  sich  anschickt.  Die  merkwürdigen  Schicksale  des 
Albertiners,  die  Cerbonius  aus  nächster  Nähe  zu  betrachten 
Gelegenheit  hat,  führen  ihn  dann  auf  ein  seiner  Chronik  frem- 
deres Gebiet,  zur  Schilderung  kriegerisch  -  politischer  Verwick- 
lungen. Aber  auch  für  diese  hat  er  die  geeigneten  Farben  auf 
seiner  Palette;  mit  großer  Lebhaftigkeit  wird  vor  allem  die 
blutige  Schlacht  von  Sievershausen  geschildert,  in  der  sich  das 
Geschick  Moritz'  erfüllte,  und  nicht  ohne  Bewegung  wird  man 
das  Bild  des  unglücklichen  Prinzen  von  Braunschweig  in  sich 
aufnehmen,  der,  zu  Tode  getroffen,  mit  klaffender  Stirnwunde, 
die  Hände  gerungen  und  die  Augen  starr  zum  Himmel  ge- 
richtet, inmitten  des  Kampfgetümmels  noch  aufrechtsteht,  wäh- 
rend sein  älterer  Bruder  wenige  Schritte  von  ihm  entseelt  den 
Boden  bedeckt.  Aber  die  eigentliche  Sphäre  unseres  Chronisten 
ist  das  nicht;  was  er  mit  Vorliebe  erzählt,  sind  vielmehr  die 
heiteren  Seiten  des  fürstlichen  Daseins,  dessen  Prunk  und 
Glanz,  wie  er  namentlich  in  den  häufigen  Festlichkeiten  zutage 
tritt,  bei  fürsthchen  Besuchen,  Vermählungen,  Gastmählern 
u.  dgl.  m.;  das  schildert  Cerbonio  voller  Behagen  mit  breitem 
Pinsel:  wir  schauen  die  Ehrenpforten,  lesen  die  mit  mehr  oder 
minder  Geschmack  abgefaßten  Inschriften,  hören  den  die  großen 
Aktionen  begleitenden  Donner  der  Geschütze  und  das  von  den 
zarteren  Tönen  festlicher  Weisen  abgelöste  Krachen  der  Ra- 
keten. Es  sind  farbenreiche  Bilder  aus  dem  üppigen  Fürsten- 
leben der  Renaissance,  dessen  dunkle  Kehrseiten,  wie  die  ziel- 
und  maßlose  Verschwendung  und  das  leichtfertige  Glücksspiel, 
wenigstens  angedeutet  werden. 

Über  allen  Fürsten  aber,  mit  denen  er  in  Berührung  ge- 
kommen, steht  unserem  Autor  die  Dynastie  der  Habsburger. 
In  ihr  verkörpert  sich  dem  Italiener  die  Idee  des  Imperiums, 
in  der  er  augenscheinlich  aufgewachsen  ist.  Besozzi  selbst 
hat  allerdings,  wie  wir  wissen,  nie  direkt  im  habsburgischen 
Dienste  gestanden ;  mittelbar  aber  hat  dieses  Fürstenhaus  seinen 


27 

Lebensgaiig  bedeutsam  beeinflußt.  Die  Brautreise  Maximilians 
nach  Spanien  führte  Cerbonio  zum  ersten  Male  in  die  Ferne  und 
gab  ihm  Gelegenheit,  sich  über  die  Enge  der  heimischen  und 
nachbarlichen  Verhältnisse  zu  erheben.  Mit  dem  Sohne  des  ,po- 
tentissimo  Carlo  V.  imperatore'  machte  unser  Bergomaske  dann 
die  Rückreise;  mit  ihm  zugleich  betrat  er  den  Boden  ItaHens 
und  erlebte  mit  patriotischem  Stolz  die  feierlichen  Empfänge, 
die  dem  Prinzen  von  den  Bürgerschaften  Genuas  und  Mailands 
veranstaltet  wurden.  Dann  führte  das  Geschick  unseren  Musiker 
freilich  aus  der  Sphäre  der  Habsburger  hinweg  zu  dem  Manne, 
der  des  mächtigen  Kaisers  gefahrlichster  Feind  werden  sollte; 
aber  dieser  Abschnitt  seines  Lebens  brachte  Cerbonio  mit  dem 
künftigen  Kaiser  Ferdinand  von  Osterreich  in  Berührung;  mit 
sichtlicher  innerer  Anteilnahme  hat  er  uns  gerade  den  Besuch 
Moritz'  in  Prag  bei  Ferdinand  besonders  ausführlich  und  an- 
schaulich geschildert.  Hernach,  und  zwar  in  der  ganzen  zweiten 
Hälfte  der  Chronik,  tritt  dann  wieder  MaximiHan,  in  dem  sich 
die  Zukunft  der  Dynastie  in  Deutschland  verkörpert,  in  den 
Vordergrund. 

Mit  unbegrenzter  Ehrfurcht  blickt  Cerbonio  zu  dem 
,Hause  Osterreich'  empor;  die  Habsburger  sind  im  Reiche  die 
Herren,  alle  übrigen,  auch  die  mächtigsten  Fürsten,  nur  deren 
Diener,  und  wenn  jene  dies  Verhältnis  letzteren  gegenüber 
nicht  in  seiner  Schroffheit  hervortreten  lassen,  so  kommt  darin 
eben  nur  die  erlesene  ,gentilezza,  bonta  e  cortesia*  der  ,eccelsa 
casa  d'Austria'  zum  Ausdruck.  Ja,  Cerbonio  findet  kaum  Worte, 
um  die  Herablassung  gebührend  zu  schildern,  die  Kaiser  Fer- 
dinand und  dessen  Sohn  König  Maximilian  an  den  Tag  legen, 
da  sie  dem  zum  Frankfurter  Wahltage  kommenden  Kurfürsten 
Joachim  von  Brandenburg,  der  doch  ihr  Vasall  und  Untertan 
ist,  entgegenreiten  und  ihn  in  ehrenvollster  Weise  zur  Wahl- 
statt geleiten.  Aber  eine  derartige  Herablassung  steht  jenen 
wohl  an;  wahre  Hoheit,  wahrer  Ruhm  muß  mit  Leutseligkeit 
gegen  Tieferstehende  verbunden  sein:  diese  ist  gleichsam  das 
Korrelat  zu  einer  überragenden  Machtstellung.  Cerbonio  schil- 
dert uns  dementsprechend  eingehend  die  Zugänglichkeit  Maxi- 
milians gegenüber  allen  seinen  Untertanen.  Der  Fürst  speist 
allein,  erzählt  unser  Autor;  nach  der  Mahlzeit  aber  erhebt  er 
sich  und  empfängt,  am  Tische  stehend,  jeden,  der  ein  Gesuch 
an   ihn   richten  will,    wobei   er  die  Schüchternen  ermutigt   und 


28 

jedweden  mit  nie  versagender  Geduld  anhört.  Wie  am  Tische 
des  Herrn  der  Priester  den  Gläubigen  entgegentritt,  um  ihnen 
die  Wegzehrung  zu  reichen  und  geduldig  ausharrt,  bis  die  Reihe 
an  den  letzten  gekommen  ist,  so  ist  auch  der  edle  Sproß  des 
Hauses  Habsburg  unermüdlich,  die  Anliegen  seiner  Untertanen 
entgegenzunehmen;  und  wie  die  frommen  Christen  getröstet  und 
gehoben  vom  Altare  gehen,  so  verläßt  kein  Unglücklicher  ohne 
Trost  das  Angesicht  des  jungen  Königs.  Wir  sehen,  einen  wie 
tiefen  Eindruck  die  Persönlichkeit  des  letzteren  auf  unseren 
Chronisten  gemacht  hat;  Maximilian  ist  der  Mittelpunkt,  der 
eigentliche  Held  seines  Werkes. 


Die  Chronik  Besozzis  ist  bisher  nicht  ganz  unbemerkt  ge- 
blieben; nachdem  zuerst  Josef  Chmel  auf  die  Münchener  Rein- 
schrift hingewiesen  hatte,  hat  danach  der  Cavaliere  Carlo  de 
Giuliani  in  Trient  von  dem  ersten  Viertel  des  Werkes,  d.  i. 
den  Partien,  welche  die  Brautreise  Maximilians  und  das  Er- 
scheinen des  Infanten  Philipp  auf  italienischem  Boden  behan- 
deln, eine  jetzt  noch  auf  der  Stadtbibliothek  in  Trient  bewahrte 
Abschrift  herstellen  lassen  und  danach  diesen  Teil  der  Chronik 
im  Jahre  1885  in  einer  sogenannten  Nozze-Publikation  (Giuliani- 
Del  Rio)  veröJBfentHcht,  jedoch  ohne  jeden  Kommentar;  weder 
Einleitung  noch  Erläuterungen  sind  beigegeben  und  da  das 
Schriftchen  auch  nicht  in  den  Buchhandel  gelangt  ist,  so  brauchen 
wir  darauf  besondere  Rücksicht  wohl  nicht  zu  nehmen.  Wir 
haben  daher  die  Chronik  nachfolgend  unverkürzt  zum  Abdruck 
gebracht,  lediglich  mit  Auslassung  der  oben  charakterisierten 
Teile  des  Frankfurter  Wahl-  und  Krönungsberichtes.  Über  die 
Bearbeitung  selbst  ist  kaum  etwas  zu  sagen;  es  versteht  sich, 
daß  wir  bemüht  gewesen  sind,  textliche  und  sachliche  Unklar- 
heiten zu  beseitigen,  Versehen  zu  berichtigen,  auch  die  zahl- 
reich eingestreuten  Namen  nach  Möglichkeit  festzustellen  und 
auch  sonst  soviel  zur  Erläuterung  beizubringen,  als  dem  an- 
spruchslosen Werkchen,  an  dem  aber  doch  mancher  seine  Freude 
haben  mag,  anzustehen  schien. 

Stettin,  im  Juni  1903. 

Walter  Friedensburg. 


Primo  libro  delle  solennitä,  gnerre  et  altri  successi  nati 

dopo  la  gran  dieta  fatta  in  Angusta  sotto  al  potentissimo 

Carlo  V  imperatore. 


Commendat  opus  lectori 
Achilles  Mutius  ßergoinensis  civis. 

Qui  mare,  qui  terras,  fluvios  montesque  lacusque 

Totque  hominum  mores  vidit  et  interitus, 
Bellaque  et  horrendas  strages  variosque  tumultus 

Audiit  et  iniris  signa  secuta  modis, 
Tot  reges,  proceres,  clarasque  heroidas  inter 

Foelices  thalamos  foederaque  icta  fuit,  * 
Australisque  orae  quicquid  seinpterave  trionis 

Aut  Latii  dignum  novit  et  Hesperiae: 
Hie  tibi  veridico  pandit  Cerbonius  ore 

Besuzzus,  propius  cemere  cuncta  licet. 

Finita  quella  grandissima  dieta  imperiale  che  si  fece  in 
Augusta  r  anno  1548,  che  duro  per  nove  mesi, '  deposti  duca 
Gioan  Federico  elettor  di  Sassonia  et  Philippe  1' Angravio  d'Hessia 
con  Wittemberg,  capi  della  ribellione  Germanica;  humiliata  la 
superbia  delle  cittk  ribelle  Augusta,  Olma,  Argentina,  Chempia,' 
I^Ieminga  et  altre  molte,  privato  1'  arcivescovo  di  Cologna  Her- 
mano  per  1'  heresia  et  ribellione;  Ordinate  le  cose  della  Camera 


'  In  diesem  Distichon  ist  das  ,inter*  zweim«!  za  denken  (interfait  thalamis 

inter  tot  reges  et  . .  .  heroidas). 
'  Der  Reichstag  warde  am  I.  September  1547  eröffnet  and  am  30.  Joni  1548 

geschlossen. 
'  D.  i.  Kempten. 


30 

deir  Imperio;  spogliato  Otto  Enrico  ribello  della  sua  parte  del 
Palatinato;  investito  Mauritio  per  la  fede  de  1'  arme  sue  de 
r  elettoraria  di  Sassonia,  pacificata  et  domita  la  Germania,  pu- 
blicato  r  Interim  per  dar  principio  alla  riformatione  dell'  antica, 
Vera  et  catolica  religione:  le  due  Maestä,  Carlo  Quinto  et  Fer- 
dinande il  fratello  all'  hora  re  de  Romani,  per  congionger  con 
sempiterno  amore  le  forze  d'  Alamagna  et  di  Spagna,  con- 
chiusero  dolcissimo  et  inestricabile  nodo  del  matrimonio  tra  Mas- 
similiano,  primogenito  del  re  de  Romani,  et  la  figliuola  de 
r  imperatore  Infante  Maria.  ^ 

Perö  partitosi  di  Germania  esso  Massimiliano,^  giovine  se- 
renissimo  et  d' alta  speranza,  in  compagnia  del  duea  giovine... 
1548  di  Bransvich  ^  et  altri  nobili  personaggi,  a'  23  de  giugno  gionti 
Juni  23.  pi'esso  a'  Trento  *  furno  nobilmente  incontrati  dal  cardinal  di 
essa  citta  et  dal  cardinal  Pacecco  ^  et  da  tutti  gli  prelati  (reli- 
quie  del  concilio,  il  quäl  gik  in  detta  citta  s'  era  cominciato)  et 
da  tutti  i  nobili  della  citta  et  castelli  del  paese  suo,  oltra  molti 
altri  signori  Italiani  et  Germani.  et  ivi  con  molta  allegrezza 
recevutolo    cosi   tutti   di   compagnia    cerca   le  ventitre   höre  en- 


^  Maximilian  war  am  31.  Juli  1527,  die  Infantin,  Tochter  Kaiser  Karls  V., 
am  21.  Juni  1528  geboren.  Die  Eheberedung  war  am  24.  April  1548  auf- 
gesetzt, am  4.  Juni  d.  J.  ratifiziert  worden. 

^  Über  die  spanische  Reise  Maximilians  ist  zu  vergleichen  Ferd.  Mendik, 
Die  Reise  Kaiser  Maximilians  II.  nach  Spanien  im  Jalu-e  1548,  im  Arch. 
f.  österr.  Geschichte,  Bd.  86,  1899,  S.  293—308,  d.  i.  die  Mitteilung  eines 
,Auszuges  über  außerordentliche  Ausgaben',  der  sich  im  gräflich  Harrach- 
schen  Archiv  erhalten  hat  und  vom  10.  oder  11.  Juni  bis  zum  18.  Sep- 
tember 1548  reicht.  Ferner  vgl.  die  , Registratur  Erzherzog  Maximilians 
aus  den  Jahren  1547 — 1551',  veröffentlicht  von  J.  Loserth  in  Fontes  re- 
rum  austriacarum,  2.  Abt.,  Bd.  48,  2.  Hälfte  (1896). 

'  Die  Handschrift  hat  eine  Lücke  statt  des  Namens  des  Herzogs.  Es  han- 
delt sich  um  den  jungen,  1528  geborenen,  1540  zur  Regierung  gelangten 
Herzog   Ericli  II.  von  Calenberg;  vgl.  Loserth,  a.  a.0.,  S.  414  f.,  nr.  111. 

*  Das  Itinerar  Maximilians  von  Augsburg  nach  Trient  ist  nach  den  beiden 
Aufzeichnungen  der  Anm.  2  das  folgende:  Juni  10  noch  in  Augsburg, 
12. — 14.  in  München,  16.  in  Mittenwald,  19.  in  Innsbruck,  20.  in  Ster- 
zingen, 21.  in  Brixen,  23.  in  Bozen;  nach  obigem  ist  er  dann  noch  am 
gleichen  Tage  gegen  Abend  (ccrca  le  ventitre  horo  =  etwa  7  Uhr)  bis 
Trient  gelangt. 

**  Pedro  Pacheco,  Bischof  von  Pamplona  bis  1544,  von  Jaen  1544 — 1654, 
Kardinal  (Gicncnsis)  1646,  f  1560,  war  das  Haupt  der  spanischen  und 
sizilianischen  Konzil8j)rälaten,  die  nach  der  Kon/.ilsverlegung  im  März 
1647  auf  Befehl  des  Kaisers  in  Trient  zurückgeblieben  waren. 


31 

trorno  dentro  alla  citta,  dalla  quäl  con  iiiHnito  sparar  (V  ar- 
tegliaria  fu  salutato.  gionti  su  la  piazza  fu  comineiato  un'  altro 
maggior  strepito  d'  artegliaria,  campane,  snon  di  trombe  et  tani- 
buri.  cessato  detto  strepito  si  senti  una  dilettevole  musica  di 
quatro  troniboni  et  quatro  cometti,  la  quäle  era  accomodata 
sopra  il  revelino  *  presso  alla  porta  con  bellissimo  apparato. 
finita  la  musiea  apparve  ne  1'  aria  un  serpente,  che  continoa- 
mente  gettava  fuoco  et  ando  a  percuoter'  in  una  bellissima 
galea,  ^  ch'  in  alto  al  mezo  della  piazza  stava  sospesa,  dalla 
quäle  usci  tanto  strepito  de  scioppi  et  raggi,  che  misse  terrore 
quasi  a  tutti  gli  circostanti.  intrato  poi  nel  Gran  Palaggio'  ri- 
cfaissimamentc  apparechiato  fu  con  una  dolcissima  et  soavissima 
musica  recevuto.  intratenuto  poi  con  balli  et  spassi  fino  alla 
sera,  il  cardinale  per  forza  di  lumi  et  altri  artificiosi  fuochi, 
che  per  ogni  lato  de  la  citta  si  facevano,  fh  di  oscura  notte 
quasi  chiaro  giomo,  et  con  un  bellissimo  carro  ingeniosamente 
da  due  leoni  tirato,  guidato  dalla  vertu,  che  continoamente 
d'  ogn'  intomo  gettava  fuoco,  fe  belHssimo  spettacolo  su  la 
piazza  del  castello,*  volendo  significare  (perche  Boemia  per  in- 
segna  porta  il  leone  et  la  vertu  e  quasi  de  1'  antichissimo  ceppo 
de  r  altissima  casa  d'  Austria)  che  quel  regno  sara  della  vertu 
d'  un  tanto  prencipe  govemato  et  diffeso.  et  duro  tal  folgorare 
et  fiammeggiare  di  ditto  carro  il  spacio  di  tre  höre,  poi  si  ceno 
a  un  convito  reale  con  soavissime  musiche  et  altri  dilettevoli 
spassi;  dopo  cena  ballorono  i  detti  prencipi  sin'  a  meggia  notte. 

II  di  seguente,  che  fu  de  s.  Gioanbattista,  il  re  in  meggio  al  Jmii  21. 
Cardinal  di  Trento  et  dil  cardinal  Pacecco,  accompagnato  da 
tutti  quelli  prencipi  e  prelati ,  andö  a'  santa  Maria  *  a  udir 
incssa,  la  quäl  fu  cantata  dal' arcivescovo  di  Palermo.^  nel  tor- 
nar  al  palaggio  furono  dalla  torre  e  da  un  finto  castello  a  suon 
di  trombe  e  tambnrri  sparate  molte  bocche  di  fuoco  con  raggi, 


8.  T.  a.  rivellino. 

8.  V.  a.  ^alpra,  Galeere. 

Wohl  der  Palazzo  Pretorio  an  der  Piazza  Grande  (oder  del  Duomo). 

Castello  del  Baon  Consiglio,  an  der  Ostoeite  der  Stadt,    damals  Sitz  der 

Bischöfe. 

'Santa  Maria  Ma(irgioro.     Es  ist  die  Kirche,  in  der  das  Konzil  tagte;  ein 

großes  Gemälde    mit  Bildnissen   der  Konzilsmitglieder  an  der  Chorwand 

der  Kirche  erinnert  noch  heute  an  diesen  Umstand. 

Pietro  Tagliaria  1644—1568. 


32 

ch'  andavan  al  cielo;  et  tutto  il  resto  di  quel  felice  giorno  (dopo 
il  sontuoso  et  lauto  desinare)  fu  consumato  in  musiche,  balli, 
colationi  et  piacevol  trattenimenti.  dopo  cena,  per  dar  spasso 
al  detto  re,  fe'  combatter'  un  mirabile  castello  a  suon  di  trombe 
e  tamburri,  con  assalto  ordinato,  con  lanze  et  mazze  da  soldati, 
vestiti  in  livrea  di  casa  d'  Austria.  il  castello  parea  esser  molto 
ben  diffeso^  perchö  oltra  V  ai'me,  che  similmente  adoperavano, 
v'  erano  le  girandole  per  ogni  torrione  con  un  smisurato  dra- 
gone  nel  meggio,  che  continoamente  gettavan'  fuoco,  quäl  dopo 
preso  fu  arso  con  gran  diletto  de  circostanti. 

Juni  26.  II  di  de  San  Vigilio,  patron  di  Trento/  il  proprio  cardinale 

alla  presenza  del  re  et  altri  signori  cantö  la  messa  pontificale 
nel  proprio  domo,  nel  tornar  al  palaggio  furono  sparate  molte 
bocche  di  fuoco  con  infiniti  raggi. 

Questa  citta  divido  1'  Italia  dalla  Germania,  et  verso  tra- 
montana  h  habitata  da  Germani,  et  dalla  parte  di  meggiodi, 
che  e  la  maggiore,  e  habitata  da  Italiani;  acanto  della  quäle 
passa  il  fiume  Adice ;  copiosa  di  bellissimi  palaggi,  nobile,  abon- 
dante  et  amena  per  esser'  altresi  ondeggiäta  dalla  Fersina,  ^  la 
quäle  per  varii  canali  accomodatamente  compartisse  uno  de 
suoi  rami  per  tutte  le  ample  contrade  di  quella. 

Juni  27.  II   di   seguente    al   spontar   del   sole   il    re  et  il  cardinale, 

accompagnati  dal  duca  di  Bransuic  et  da  altri  signori,  tra 
quali  erano 

II  vescovo  di  Vercelli^ 
II  vescovo  di  San  Marco* 
Conte  di  Manzfelt^ 
Conte  Silvio  di  Porcia 


*  S.  Virgilius,  Bischof  von  Trient,  f  gegen  das  Jahr  400;  als  sein  Todes- 
tag gilt  der  26.  Juni. 

*  Die  Fersina  ist  ein  Wildbach,  der  von  Osten  kommend,  die  Stadt  an 
der  südlichen  Seite  bespült  und  wenig  unterhalb  von  ihr  in  die  Etsch 
fällt. 

°  Pietro  Francesco  Ferrerio   1536 — 1562. 

*  In  Unteritalicn;  Bischof  war  Coridano  Martirani  1530—1651. 

"  Dieser  Name  ist  oben  auf  der  Seite  nachgefUgt  mit  anderer  Tinte  und 
anderem  Duktus,  vielleicht  aber  doch  von  der  Iland  des  Schreibers. 
—  Gemeint  ist  Graf  Hans  Hoyor  von  Mansfeld,  der  dorn  Erzherzog  als 
Mundschenk  diente.  Er  kehrte  im  Jänner  1549  von  Valladolid  aus 
beim.     Loserth,  a.  a.  O.,  S.  454  f.,  Nr.  181  f. 


33 

• 

Conte  Caraillo  Calino* 

Conte  Sartorio  di  Sartori 

Conte  Francesco  da  Lodrone' 

Conte  Sigismondo  d'Arco 

Conte  Hippolito  da  Homi 

Conte  demente  Pietra 

II  baron  di  Felz 

II  baron  Polam' 

Doi  baroni  di  Bolghestan* 

II  signor  di  Pernestano^ 

II  signor  Gioanbatista  Visconte 

II  signor  Diego  Gevara'' 

II  signor  Avosto  d'Ada 

H  signor  Hercole  Pagnano 

IJ  signor  Ambrogio  Gropello, 

con  nobil  compagnia  di  600  cavalli  parti  felicemente  da  Trento, 

et  venendo  per  la  bella  valle   copiosa   di   castelli  et  vigne    die- 

tro  a  r  Adice,  passato  Rovere '  del  re  de  Romani,  fu  incontrato 

da  sei  insegne  di  fanteria,    vasalli   di    casa  Madruzza,   e  qaella 

sera   alloggio   ad  Hala.     1'  altra    mattina    con   dette   insegne    al  jonj  28. 

spontar'  del   sole  s'  incontrö  in  due  compagnie   de  cavalli,   una 


^  Zwei  Brfider  Calini,  Marc  Antonio  and  Luca,  envähnt  anser  Chronist 
weiterhin  als  edle  and  berfihmte  Brescianer;  dahin  mag  auch  dieser 
Camillo  gehören,  der,  wie  aas  Losertb,  Nr.  116  (S.  418  f.)  zu  entnehmen, 
die  Reise  in  Kardinal  Madruzzos  Gefolge  mitmachte,  da  Maximilian  er- 
klärt hatte,  fürs  erste  keinen  Platz  mehr  in  seinem  Hofgesinde  zn  haben. 

*  Ob  nicht  vielmehr  Sigismund  von  Lodron  za  lesen  ist?  Das  war  Maxi- 
milians Oberststallmeister,  der  beständig  in  dessen  Umgebung  erwähnt 
wird.  Nach  Loserth,  Nr.  116,  war  jener  Camillo  Calini  ein  Schwager 
Lodrons. 

*  Maximilian  von  Polhaim,  Vorschneider  des  Erzherzogs;  Loserth,  Nr.  169 
(8.  448). 

*  Wohl:   Wolkenstein. 

'  Jaroslaw  und  Wratislaw  von  Pernstein  sollten,  wie  Maximilian  von 
Augsburg  aus  ihrem  Vater,  Herrn  Johann  von  Pernstein,  schrieb,  ihn 
nach  Spanien  begleiten:  doch  gab  der  Vater  nur  fQr  den  jüngeren,  Wra- 
tislaw, die  Erlaubnis,  der  als  Mundschenk  fungierte:  Loserth,  Nr.  101 
(S.  408)  und  Nr.  113  {S.  416,  vgl.  daselbst  die  Anm.  1). 

'  Don  Diego  de  Gavarra  erscheint  im  Herbst  1547  in  Maximilians  Diensten. 
Loserth,  Nr.  57,  S.  391. 

'  Rovereto,    18  km   südlich  von  Trient;    16  km  weiter  Ala,    dicht  vor  der 
tirolisch-italienischen  Grenze. 
Ponte*     I   Abt.  Bd   IX.  8 


h 


34 

di  100  celate,  1'  altra  di  trecento  archibugieri,  mandati  da  don 
Ferante  Gonzaga,  governator  di  Milano  et  general  di  Cesare 
in  Italia,  per  guardia  del  re.  cavalcando  dietro  a  V  Adice  gionse 
al  bei  ponte,  che  sopra  a  quello  su  26^  navi  haveano  fatto 
grill"*  signori  Venetiani,  et  ivi  in  una  bellissima  et  amplissima 
prataria  dagli  honorati  capitani  di  Verona  et  Vicenza  a  nome 
di  quella  Eccelsa  republica  con  bella  et  nobel  compagnia  fu 
honoratamente  a  suon  di  trombe  ricevuto.  passato  il  ponte  la 
detta  fanteria  tornö  adietro.  gionto  a  Oselengo^  fu  da  detti 
signori  Venetiani  presentato  da  cerca  30  carra  di  eonfettioni, 
formaglii,  cervelati,  lingue,  persuti,  vitelli,  capretti,  selvadigine, 
caponi,  oselami,  pessi,  malvasia,  moscatello  ed  altri  ottimi  vini, 
Juni  29.  li  quali  la  seguente  mattina,  che  fu  di  santo  Pietro,  fece  bere 
dalla  Corte  sua,  massime  d'  Alemani,  li  quali  chi  con  celatc,  chi 
con  capelli  et  altre  inventioni  in  un  subito  con  gran  spasso  di 
quei  signori  lo  ispedirono  tutto.  il  medemo  giorno  arrivato  presso 
a  Villafranca,  confine  del  stato  Venetiano,  detti  ambasciatori 
con  molte  cortese  parole  et  grate  risposte  si  licentiorono  dal  re, 
il  quäl  poco  dopo  s'incontro  in  una  beUissima  banda  di  gente 
d'arme  et  indi  a  puoco  arrivö  il  giovine  duca  suo  cugnato^  et 
il  cardinal  di  Mantoa,  *  ambi  doi  accompagnati  da  grossissima 
compagnia  de  gentil'huomini  riccamente  adobati,  et  con  amore- 
voli  saluti  et  infinita  allegrezza  d'artegliaria,  schioppi,  suon  di 
campane,   trombe  e  tamburri  lo  introdusero  nella  bella  et  forte 

^  Hs.  anfangs  su  a  |  6  navi;  a  ausgestrichen,  dafür  mit  leichterem  Duktus 
2  vor  die  6  gesetzt.  Die  Brücke  muß  sich  wohl  an  dem  Punkte  befunden 
haben,  wo  die  Etsch,  hinter  der  ,Klause',  ihre  Richtung  ostwärts  —  nach 
Verona  zu  —  nimmt.  Maximilian  ging  nicht  nach  Verona,  sondern  zog 
in  genau  südlicher  Richtung  weiter. 

'  Gemeint  ist  zweifellos  Bussolengo  am  rechten  Etschufer,  westlich  von 
Verona.  —  Die  Reiserechnung  nennt  den  Ort  Ursuleunge;  sie  erwähnt 
des  ,Präsents  von  Proviant  bis  in  30  Wagen',  das  die  Venezianer  dort 
dem  Erzherzog  machten,  der  den  Überbringern  dafür  85  Dukaten  (= 
148  fl.)  auszahlen  ließ  (a.  a.  O.,  S.  298). 

'  D.  i.  der  junge  Herzog  Francesco  III.  von  Mantua  (regierte  1640 — 1560), 
Verlobter  der  1533  geborenen  Erzherzogin  Katharina,  Schwester  Maxi- 
milians, die  er  1549  heiratete. 

*  Ercole  Gonzaga,  Vatersbruder  des  Vorigen,  Bischof  von  Mantua  1620, 
Kardinal  seit  1527,  f  1563  als  Präsident  des  Tridentiner  Konzils.  —  Ein 
Bruder  des  Kardinals  ist  der  vorher  und  im  folgenden  genannte  kaiser- 
liche Statthalter  von  Mailand  (vorher  VizekOnig  von  Sizilien)  Ferrante 
Gonzaga. 


35 

citth.  SU  la  sera  con  amorevole  cerimonia  visit6  Madaraa  la 
vecchia,  erede  di  Monferrato/  et  venne  don  Ferrante  Gonzaga 
et  puoeo  dopo  il  duca  di  Ferrara '  a  far  riverenza  a  Sua 
Maesta.  la  segruente  matina  si  feee  un  mirabiFe  convito  e  tra  Jnni  30. 
lor  signori  furono  molte  cerimonie.  dopo  andorono  a  quel  para- 
disetto  terrestre,  gioiello  et  delitia  de  gli  duchi  di  Mantoa,  Mar- 
misolo,'  il  quäle  per  esser'  a  tutti  notto,  non  staro  a  narrar  la 
bellezza  sua  et  cosi  dclla  cittk  allagata  dal  Mencio.  dopo  fatto 
una  bellissiina  caccia  tornorono  la  sera  in  Mantoa,  dove  Ma- 
dama  havea  per  trastullo  di  Sua  Maesta  [apparecchiato  una]* 
bellissima  festa  delle  piü  belle  et  famose  donne  della  citUi,  la 
quäl  duro  tino  a  meggia  notte.^ 

L'  altra  matina  si  parti  da  Mantoa,   et  passato  Olio  sopra  Juli  i. 
d'un  ponte  di  23  navi  con  publica  letitia  di  eampane    et   arte- 
gliaria  gionse  a  Cremona,  cittä  con  un  bellissimo  castello  sopra 
al  Po.    ivi  mentre  un  fanciullo  si  stava  semplicemente,  dove  si 
dava   il   fuoco   alle   bombarde,    crepando   per  disgratia   una   di 
quelle  li  porto  via  con  la  tenera   mano   un    braccio   sin   al   go- 
mito.     dove  il  re  con  1'  autorita,    che  per  tutte   le   terre  d'  im- 
perio   1'  imperatore  gl'  havea   concessa,   per   sostegno   del  viver 
suo  gli  ordino  cento  scudi    a  1'  anno  in  vita  sua.     fatta  la  sera 
un' honorata   festa,   la   mattina   seguente  gionse   a  Picighitone,  *    Jiili  2. 
castel  fortissimo   sopra  Ada,   dove   allogiö   nella  camera  memo- 
rabile,    dove    era   gia   stato  priggione  dopo  la  rotta  di  Pavia  il 
Christianissimo  re  Francesco  primo,   et  con  letitia  vide  et  lesse 
scritto  nel  muro  di  man  propria  del  re:    Hodie  mihi,  cras  tibi! 
la  Corte  alloggiö  oltra  1'  Ada  in  un  monasterio  di  frati  di  Servi, 
gli  quali  ne  dettero  secondo  la  lor  faculta  cena  et  da  dormire. 
r  altro  di  vicinatosi  presso  a  Lodi,    s'  incontrö  in  una  banda  di    Juli  3. 
gente  d' arme   in  Hvrea  di  veluto  cremesino,    et  in  un' altra  de   . 
gentill'huomini    della   cittit,    et   ivi   con    strepito   d' artegliaria  et 

^  Witwe  des  1540  verstorbenen  Federigo  IL,  den  Karl  V.  1530  zum  Her- 
zog erhob  und  1536  mit  der  ererbten  Markgrafschaft  Montferrat  be- 
lehnte. 

*  D.  i.  Ercole  II.  von  Este,  Herzog  von  Ferrara  nnd  Modena  1634—1558. 

*  Vielmehr  Marmirolo,  Städtchen  wenig  nördlich  von  Mantna,  mit  einem 
fiirstlichen  Lustschloß. 

*  Die  beiden  eingeklammerten  Worte  fehlen  in  der  Hs. 

'  Zahlreiche  vom  Erzherzog  in  Mantna  verabreichte  Geschenke  nnd  Trink- 
gelder verzeichnet  die  Reiserechnnng:  a.  a.  O.,  8.  299. 

*  Pizzighettone. 

S* 


36 

campane  cortesemente  fu  riceviito.  lasciata  detta  citta  et  Ada, 
gionse  a  Marignano  su  la  riva  del  Lainbro,  nel  quäl  luoco  il 
marchese  Medeghino,  colonello,  et  generale  della  artegliaria  di 
Carlo  V,  ^  havea  fatto  bellissimi  apparati  d'  arclii  triomfali  a 
1'  entrata  et  alla  piazza  con  suon  di  pifFari  et  viole,  et  una  so- 
lenne colatione.  et  rinfrescatosi  cosi  a  cavallo,  e  cosi  marchiando 
di  longo  sul  meggio  giorno,  s'  incontro  nella  gente  d'  arme  et 
tutta  la  nobiltä  di  Milano  in  diverse  et  richissime  livree,  le  quali 
erano  venute  fuori  della  citta  per  riceverlo  et  honorarlo.  dove 
entrato  con  infinita  allegrezza  ando  a  smontar  in  Corte  vecchia,^ 
dove  regalmente  era  apparato  per  Sua  Maesta.  e  tutte  quelle 
feste,  banchetti  et  altre  cortesie,  che  fu  possibil'a  fare,  con  in- 
finite allegrezze  et  accoglienze,  che  furono  e  dal  publico  e  da 
privati  liberalissimamente  fatte.  quivi  il  duca  di  Savoia^  con 
300  bellissimi  cavalli,  tutti  riccamente  adobati,  venne  a  baciar 
la  mano  a  Sua  Maesta,  e  qui  in  presenza  sua  et  altri  prencipi 
la  primogenita  di  don  Ferrante  fu  promessa  al  signor  Fabricio, 
figliuol  del  signor  Ascanio  Colonna.*  qui  il  cardinale  di  Trento, 
secondo  il  solito  suo,  nel  palaggio  di  Triultio  f^  un  solennissimo 
convito  al  re  et  a  tutti  quelli  prencipi  e  signori;  nella  musica 
del  quäle  occorse  un  dilettevole  duello  tra  gli  famosissimi  m. 
Gio.  Pietro,  ricetto  musico  di  Sua  Maesta,  et  m.  Antonio  da 
Ferrara,  musico  all'hora  del  cardinal  di  Trento,  et  Moscatello, 
musico  di  don  Ferrante  con  le  loro  compagnie:  da  i  quali  puoco 
perö  si  puote  discerner  d'  avantaggio  per  esser  tutti  di  somma 
eccelenza:  si  che  lasciorono  i  nobilissimi  ascoltatori  mirabilmente 


*  Gian  Giacomo  de  Medici  oder  Medichino  (Medeghino),  Marchese  di  Ma- 
rignano, hatte  im  Kriegsdienste  Karls  V.,  besonders  im  Schmalkaldischen 
Kriege  eine  hervorragende  Rolle  gespielt.  Vgl.  Venetianische  Depeschen 
am  Kaiserhofe,  1.  Abt.,  Bd.  1,  2;  Nuntiaturberichte  aus  Deutschland, 
1.  Abt,  Bd.  9. 

*  Wohl  das  alte  Schloß  der  Visconti,  an  dessen  Stelle  sich  heute  der  Pa- 
lazzo  reale  befindet,  der  Südseite  des  Domes  gegenüber.  (Vgl.  unten 
S.  67,  woraus  hervorgeht,  daß  die  Corte  Vecchia  sich  in  der  Nähe  des 
Domes  befand.) 

»  Karl  III.,  1540—1553. 

*  Zur  Eheberedung  zwischen  Ippolita  Gonzaga  und  Fabrizio  Colonna  vgl. 
Nuntiaturberichte,  1.  Abt.,  Bd.  9,  S.  417,  Anm.  3;  auch  ebendaselbst  Bd.  8, 
S.  614,  sowie  Litta,  Famiglie  nobili  d'Italia.  Colonna,  Tafel  7.  Ver- 
schiedene Vermähl ungsprojekte,  besonders  mit  der  päpstlichen  Enkelin 
Vittoria  Farnesc,  hatten  sich  unter  dem  Einfluß  wechselnder  politischen 
Konjunkturen  an  Fabrizio  angeknüpft. 


37 

sodisfatti.  della  grandezza  et  ricliezza,  nobiltH,  fcrtilita  et  abon- 
danza  del  paese,  1'  unica  piazza,  *  la  grandezza  et  artiticio  del 
lomo  superbo,  nel  quäl  inostrasi  con  raolta  religione  uno  di 
chiodi,  col  quäle  il  salvator  nostro  Giesu  Cristo  fu  crueifisso,  il 
castello'  briglia  di  tatta  1'  Italia,  la  polidezza  d'  un  tanto  Hospi- 
tale, r  ampiezza  del  lazaretto,  gli  superbi  et  rari  edifici,  U  cor- 
tesia,  l:i  bontk  sono  tanto  alte  che  la  penna  mia  non  gli  puo 
cspriniere.  lascio  di  dire  de  la  longhissima  guerra  et  grossissime 
et  continoe  gabelle,  per  le  quali  si  puö  giudicar  della  bontu  et 
tertilitli  di  quel  paese. 

II   decimo   de   luio   il   re  con    grandissima   sodisfatione   di  Juli  lo. 
quella  cittk  riv6  per  acqiia  a  Biagrassa,  et  salito  a  cavallo  passo 
il  bei  Ticino  sopra  un  ponte  di  26  navi,  et  alloggio  a  Vigevene, 
puoco   avanti   da   Francesco   Sforza,   duca   di    buona   memoria, 
fatta   episcopale. '     dove   temporegiandosi  1'  arrivar  delle   galere 
di  Napoli,   Sicilia   et  d'  altri   luochi  a  Genoa,    in  cazze    et  altri 
spassi  stette  sin   a  26    et   due   höre   avanti   giorno   si    parti,   et  Juli  26. 
passato  il  Po  sopra  d'  un    ponte   fatto  di  molte  navi    alloggio  a 
Valenza.    dove  quel  honorato  conte  non  manco  d'  ogni  maniera 
di  cortesia.*  1'  altro  di  gionse  in  Alessandria  dalla  Paglia,  nella  Jidi  27, 
quäl  cittä  per  antichissimo  costume  e  cerimonia  sogliono  gl'im- 
peratori  consecrarsi   et   farsi  Augusti   di  una  corona    di  paglia, 
quasi   dinotando   V  abondanza   di   quel    paese.  *     nel    entrar  del 
ponte  tutto  coperto  con  18  archi,  sotto  al  quäle  passa  il  Tanaro, 


'  Wohl  der  Mittclpankt  des  alten  Mailand,  die  Piazza  de  Mercanti,  anweit 
des  Domes.  Die  Konstruktion  ist  hier  verwirrt;  vielleicht  ist  vor  Tanica 
piazza  ausgefallen  fauno  tcstimonio  oder  ähnlich. 

'  Das  noch  heute  sogenannte  Kastell  im  Westen  der  Stadt,  die  alte  Burg 
der  Visconti  und  Sforza,  ein  massives  mittelalterliches  Gebäude,  gegen- 
wärtig für  die  Aufnahme  der  städtischen  Altertümer  hergerichtet. 

'  Vigevano  södwestlich  von  Mailand,  am  rechten  Ufer  des  Tessin;  ,Wiz- 
ofen  an  der  Tessin'  im  Register  Maximilians  (Nr.  141,  8.  432);  in  der 
Keiserechnung  Withschefniu  (a.  a.  O.,  S.  300).  Ein  Bistum  wurde  dort 
erst   1529  errichtet. 

'  .Mer  den  grafen  von  Valentian,  dabei  die  F.  D.  über  nacht  gelegen  sein, 

ain  silbernes  vergults  ti  inkgeschier  von  5  M  15  L  2  Qu ,  tbun  89  R. 

31  K.'  Reiserechnung  a.  a.  O.,  S.  301,  woselbst  auch  das  dem  Hausge- 
sinde des  Grafen  geg-ibene  Trinkgeld  von  28  R.  gebucht  ist. 

'  Der  Name  ,della  Paglia'  ist  ein  Spottname,  der  schon  bald  nach  der 
Gründung  der  bekanntlich  von  dem  Lombardenbunde  im  Trotz  gegen 
Kaiser  Friedrich  I.  gegründeten  Stadt  auf  kaiserlicher  Seite  aufkommt 
und  mit  einer  angeblichen  Strohkrone  nichts  zu  tau  hat. 


38 

Juli  28.  fu  sparata  molta  artegliaria.  1'  altro  di  gionse  a  Gavi,  venduto 
dal  conte  a  Genoesi,  dove  da  l'alto  et  fortissimo  castello  fu 
sparata  molta  artegliaria.  dil  resto  si  alloggiö  frugalmente  et 
pur  troppo  alla  domestica.  che  prima  per  tutto  il  viaggio  la 
liberalitä  di  Trento  sul  suo  territorio,  gli  eccelsi  signori  Vene- 
tiani,  la  cortesia  del  duea  di  Mantoa  sul  suo  paese,  la  prodiga- 
litk  di  Milane  nel  stato  suo  havean  ricevuta  Sua  Maestk  con 
tutte  le  corti  senza  alcuna  spesa,  cosa  che  non  fu  fatta  qui.^ 

Juli  29.  L'  altro  di  alloggiö  a  Borgo  Fornaro    del  signor  Agostino 

Spinola  con  un  mondo  di  cortesie.  passando  l'Alpe  per  aspre 
vie  et  avicinatosi  presso  a  Genoa  otto  miglia  s'  incontrö  nel 
signor  Antonio  d'Oria  con  una  bellissima  cavalcata.  indi  a  puoco 
fu  incontrato  da  quel  Nettuno  de  i  tempi  nostri,  terror  de  Tur- 
chi,  spavento  de  Mori  et  flagello  de  Corsari  Andrea  il  vecchio 
prencipe  d'  Oria,  ^  accompagnato  da  un  drapello  di  robustissimi 
vecchi,  nel  quäl  tempo  la  Bastia^  sparo  infinita  artegliaria.  poi 
al  entrar  di  quel  bellissimo  et  longissimo  Borgo,  ^  che  per  me- 
raviglia  de  le  süperbe  fabriche  di  marmoro  con  grandissima 
arte  et  riccamente  lavorate  et  depinte,  et  per  1'  amenita  de' 
bellissimi  giardini  pare  il  ritratto  del  paradiso  terrestre,  incontrö 
il  duca  ^  con  la  guardia  di  300  corsaletti,  soldati  tutti  degni 
d'  esser  capitani,  in  compagnia  della  Signoria.  gionto  alla  torre 
della  Briglia,  sopra  alla  quäle  eravi  una  bravissima  musica  di 
cornetti,  piffari  e  tromboni,  si  scoperse  quella  bella  armata  im- 
periale di  42  galere  e±  tante  altre  navi,  la  quäle  subito  visto  a 
comparir  Sua  Maestk  la  salutö  col  suon  di  forsi  300  trombe  et 
clerini*"  con  continuo  sparar  d' artegliaria,  e  cosi  dal  molo,  dalla 
detta  Lanterna,''  dalle  fortezze  de  i  monti  et  dalla  cittii,  si  che 


*  Als  Wirt  des  Erzherzogs  in  Gavi  (im  Distrikt  Novi)  wird  in  der 
Keiserechnung  , Jakob  Benegirrs'  genannt. 

*  Andrea  Doria,  geb.  1468,  zählte  damals  80  Jahre. 

^  Die  Bastion,  40  Meter  über  der  heutigen  Piazza  Corvetto. 

*  Es  ist  augenscheinlich  der  Straßenzug  zwischen  den  heutigen  Plätzen 
Fontane  Morose  und  Acquaverde  (am  Bahnhof)  gemeint,  der  sich  aus 
den  nach  Garibaldi,  Cairoli  und  Balbi  benannten  Straßen  zusammen- 
setzt und  noch  heute  den  Hauptverkehr  auf  sich  konzentriert;  es  liegt 
hier  auch  eine  große  Anzahl  der  altberühmten  Paläste. 

*  D.  i.  der  Doge. 

°  Soll  heißen  clarini  (clarino  oder  clarinetto,  die  Klarinette). 
'  Lanterna  heißt  noch  heute  der  Leuchtturm  auf  dem  Capo  del  Faro,  dem 
in  das  Meor  vor-springcnden  Vorgebirge    zwischen  Genua    und  Sau  Pier 


39 

altro  non  si  vedeva  che  lanipi  e  furao,  ne  manco  1' un  da  I'altro 
si  vedea,  anci  parea  che  la  cittk  et  i  vicini  monti  abissassero. 
gionti  a  pena  al  palaggio  d'  Andrea  d'  Oria  ^  di  novo  V  armata 
ris&luto  Sua  Maesta,  dai  trombetti  della  quäle  et  dil  eardinal  di 
Trento  continoamente  molto  ben  gl'  era  risposto,  non  niancando 
la  citta  con  detti  luoghi  a  suon  di  campane  e  tamburri  a  sparar 
artegliaria,  ne  altro  si  vedea  che  fuochi  artiiiciali  et  raggi  volar 
per  r  aria  cosi  da  terra  come  da  mare,  che  parea  la  vera  ima- 
gine  deirhorrore  del  di  del  gran  Giudicio.  ma  non  voglio  perö 
tanto  estendermi  in  questi  strepitosi  spassi  che  mi  smentichi  il 
detto  dilettevolissimo  Borgo,  di  quelle  beate  loggie,  delle  felici 
finestre,  dei  fortunatissimi  poggioli  e  quei  vaghissimi  giardini, 
che  spirando  dai  fiori  e  dai  frutti  de  suoi  cedri,  aranci  et  limoni 
milli  soavissimi  odori  erano  assai  piü  grati  di  quanto  odora  la 
felice  Arabia,  li  quali  erano  poi  pieni  di  bellissime  et  gentilis- 
sime  donne,  che  alla  bellezza,  alla  vaghezza,  al  leggiadro  por- 
tamento  et  alle  adornate  teste  di  variati  fiori  et  di  sottilissirai 
tili  d'  oro  meschi  fra  biondi  et  anellati  capelli,  quali  da  quella 
pendevano,  pareano  tante  Dee  discese  dal  paradiso.  fra  queste 
])area  il  re  un  Giove  trasformato  in  huomo,  che  con  belle  et 
riverenti  maniere  facesse  1'  amore  con  detti  balconi  et  poggi 
sempre  col  capeletto  suo  in  mano.  dismontato  al  detto  palazzo 
et  alquanto  ripossato,  verso  la  sera  ando  con  gli  altri  signori 
per  suo  diporto  su  dette  galere,  e  cosi  un'  altra  volta  rinfres- 
cossi  col  suon  di  tante  trombe  il  grandissimo  terremotto  d'  arte- 
gliaria,  et  non  potea  satiarsi  di  mirar  la  Imperiale  del  prencipe 
d'  Oria  si  ben  fatta  e  tanto  vaga  per  tanti  stendardi  riccamente 
adornata,  oltra  a  tante  sorti  d'  arme,  e  parimente  del  superbo, 
ricco,  hello  et  vaghissimo  palaggio,  superbo  per  la  meravigliosa 
architettura  e  grandezza  sua,  hello  et  dilettevole  per  il  ricchis- 
simo  adomamento  di  tapezzane  finissime,  e  divine  pitture  fatte 
j>er  mano   del   eccelente  Pordonone,  Vago, '   per  il   bei   sito    et 


d'Arena.  Er  bietet  die  amfaasendste  Anssicht  über  Stadt  nnd  Umg^end. 
—  Die  Vorlage  hat  della  detta  Lanterna,    augenscheinlich  verschrieben. 

'  Palast  Dona  liegt  westlich  vom  Bahnhof  im  äußersten  Nordwesten  der 
Stadt.  Er  wurde  Andrea  1522  geschenkt  und  von  ihm,  wie  die  noch 
vorhandene  Inschrift  meldet,  ausgebaut.  —  Ansehnliche  Geschenke  an 
die  Bediensteten  des  Hauses  Dona  verzeichnet  die  Reiserechnung 
a.  a.  O.,  S.  302. 

'  Soll  heißen  Perin  del  Vaga,  der  den  Palast  mit  Fresken  geschmückt  hat. 


40 

amenissimi  giardini,  uno  de  quali  e  tra  il  detto  palaggio  et  il 
mare,  pleno  di  pergolette  d'  ogni  sorte  de  uve,  et  dilettevoli 
praticelli,  chiusi  d'  ogn'  intorno  di  ben  composte  sciepi  di  rose 
et  altri  picciolini  frutti  adorne.  1'  altro  h  dalla  banda  verso  il 
monte  a  rimpetto  del  palaggio  con  una  alta  e  superba  facciata, 
lavorata  di  finissimo  marmo  con  bellissime  statue,  pleno  di  cedri, 
arancl,  limoni  et  d'  altri  rari  arboscelli  benissimo  compartiti  con 
saporiti  frutti  et  con  solchetti  con  bella  misura  posti,  pieni  di 
suavissime  herbette  et  fiori  odoriferi. 

In  questi  giorni  il  R™°  cardinal  di  Trento  fece  secondo 
r  antico  suo  costume  un  bellissimo  convito  in  iin'  amenissimo 
giardino  oltra  al  Borgo  di  Besagna/  nel  quäle  s'  entra  per  una 
bellissima  porta  di  marmo,  d'  entro  a  la  quäle  v'e  una  longhis- 
sima  pergola  posta  su  36  colonne  di  marmo,  tra  le  quali  eran 
gli  suoi  poggioli  con  spessissime  et  belle  colonnette  di  sotto,  e 
di  sopra  v'  era  una  bellissima  cornice,  la  quäle  si  stendea  da 
r  un  capo  a  1'  altro  di  detta  pergola,  con  gli  archi  del  medemo 
a  traverso,  sopra  a  i  quali  erano  stesi  gli  suoi  ferri,  che  tende- 
vano  varie  sorti  di  viti.  d'  ambe  le  parte  di  detta  pergola 
v'  erano  duoi  vaghissimi  prati,  alquanto  montuosi,  con  altre  per- 
golette di  varie  sorti  de  frutti  accompagnate.  in  capo  di  detta 
pergola  eravi  un  picciolo,  ma  bei  palaggio  con  una  corte  et 
una  loggia  depinta  a  paesi,  con  una  prospettiva  finta  cosi  bene 
che  parea  veder  novi  paesi,  alla  summitk  di  detto  palaggio  era 
un  maggiorino,  ^  che  scuoprea  la  citta,  il  mare  et  altri  circon- 
vicini  luochi;  dalla  deslra  havea  un'  orticello  adorno  di  saporite 
herbette  et  soavissimi  fiori,  alla  sinistra  era  un  vago  boschetto 
tutto  pleno  di  lauri,  gineprl,  clpressi,  cedri,  aranci,  limoni  et 
altri  simili  arborselli,  cosi  folto  ch'  a  pena  1  raggl  dil  sole  pe- 
netrar'  vi  poteano. 

Questa  citta  k  grande  et  forte,  la  quäle  si  stände  tra  ii 
monte  et  11  litto  del  mare,  le  strade  sono  strette,  gli  palazzi 
altissirai,  sopra  quali  tengono  bellisslmi  maggiorinl,  ben  popu- 
lata,  ricca  dl  mercantle  et  denari.  gli  soll  tellari^  de  veluti,  che 


*  Ob  Begate  zu  lesen?  Ein  Ort  dieses  Namens  liegt  einige  Kilometer 
nördlich  von  Genua,  inmitten  der  Berge,  in  einer  Lage,  die  der  hier  be- 
schriebenen einigermaßen  zu  entsprechen  scheint. 

•  Wohl  soviel  als  Giebeldach;  der  Ausdruck  ist  gegenwärtig  nicht  mehr 
gebräuchlich. 

'  Telago  oder  telaro,  Webstuhl. 


41 

in  qitclla  sono.  passano  trenta  inila.  nel  domo  di  questa  citta  si 
mostra  un  bellissimo  cadino  di  smeraldo  linissimo,  dicono  esser' 
quello  dove  il  nostro  Salvatoro  fe'  1'  altima  cena  coi  suoi  discc- 
poli.  del  cadino^  ^  verissirao,  del  resto  sta  in  arbitrio  d'ogn'  iin'a 
creder  cio  che  gil  piace. 

Stete  quivi  il  re  sin'  al  di  di  santo  Giaeobo,  *  e  cerca  le  JuU  25. 
vcntidue  höre  parti  con  detti  prencipi  et  corte  sua.  imbarcossi 
per  passar  al  viaggio  di  Spagna.  et  partito  con  quella  bella  et 
forte  armata  dal  porto  di  Genoa  et  costeggiando  la  bellissinia 
et  fruttifera  Riviera  piena  d'olive,  cedri,  aranci,  vigne  et  altri 
trutti,  passo  la  bella  cittä  di  Savona,  patria  di  doi  sommi  ponte- 
tici  Sisto  il  zio  et  Giulio  il  nepote  dei  tempi  nostri, '  elmi  e 
scudi  della  santa  chiesa.  passo  ancor  Nori,  citta  copiosissima  de 
torri,  il  Finale  castel  fortissirao,  Arbenga,  Aras,  Porto  Morisi, 
Talia,  Zveren,  Vintimer,  *  tutte  le  quali  citta,  terre  et  castelli 
sono  sottoposti  a  Genoesi,  et  cosi  Monaco,  fortissimo  castello  di 
casa  Grimalda,  dal  quäl  fu  salutato  il  re  con  inünita  artegliaria. 
passato  Villafranca  gionse  a  Niza  di  Provenza,  dove  fu  quel 
grandissimo  abboccamento  del  papa,  imperatore  et  christianis- 
-imo  re  di  Francia.*  questa  citta  e  del  duca  di  Savoia,  posta  sul 
litto  del  mare,  molto  abondante  di  sua  natura,  ma  hora  impo- 
verita  per  la  ruina  et  assedio  de  Turchi  et  Corsari.  alla  quäl 
gionta  et  dismontar  del   re   fu   da   1'  erto  et  fortissimo  castello 


*  Gemeint  ist  die  Kirche  S.  Lorenzo,  die  das  ^cro  cadino'  enthält;  es 
wurde  in  Caesarea  erbeutet.  Napoleon  I.  brachte  das  Gefäß  nach  Paris, 
wobei  sich  der  angebliche  Smaragd  als  altorientalischer  Glasfluß  heraus- 
stellte. Es  wird  noch  jetzt  in  der  Kirche  bewahrt.  Die  Reiserechuung 
verzeichnet  eine  Verehrung  des  Erzherzogs  an  die  Priester,  ,als  die  F.D. 
das  clainat  in  der  kirchen  gesehen'.  A.  a.  O.,  S.  302. 

*  Am  21.  Juli  erließ  Maximilian  gleichlautende  Schreiben  an  die  vor- 
nehmsten deutschen  Fürsten,  denen  er  mitteilte,  daß  er  Genua  erreicht 
habe  und  willens  sei,  innerhalb  von  vier  Tagen  sich  nach  Spanien  ein- 
zuschiffen. Loserth,  a.  a.  O.,  S.  432  ff.,  Nr.  142. 

'  Sixtus  IV.  1471—1484  und  Julius  III.  1503—1513,  aus  dem  Hause  Ro- 
vcre  von  Savona;  ein  Standbild  des  ersteren  ziert  seit  einigen  Jahren 
die  Stadt. 

*  Noli,  Final,  Albenga,  Alassio,  Porto  Maurizio,  Taggia,  Ventimiglia.  Der 
Name  Zveren  ist  sicher  entstellt  oder  verschrieben;  sollte  San  Remo  ge- 
raeint sein? 

*  Bekanntlich  im  Jahre  1538.  Der  durch  Papst  Paul  III.  vermittelte 
Waffenstillstand  von  Nizza  beendete  den  dritten  der  vier  Kriege  zwi- 
schen Karl  V.  und  Franz  I. 


42 

con  publica  allegrezza  salutato  da  infinita  artegliaria.  qui  accom- 
pagnato  da  gli  altri  signori  sali  al  detto  castello,  nel  quäle  fu 
realmente  raccolto,  et  rinfrescatosi  alquanto  seese  a  veder  la 
citta,  et  dapoi  se  ne  tornö  su  V  armata,  la  quäle  tra  tanto  prese 
acqua  et  ivi  a  nome  di  quel  duca  furono  donati  mille  rinfres- 
camenti  d'  ogni  sorte  a  Sua  Maesta.  et  con  quelli  seguendo  il 
Camino  passö  Antibo,  prima  cittk  che  si  trova  del  re  di  Franza, 
Caneva,  Frigius,  Santrofe,  Besanzon,  ^  1' isole  d'Eres,  Marche- 
sato,  Millatesis,  Sciforni,  e  fatto  scala  alla  Crocetta,^  ivi  per  gli 
venti  contrarii  si  copri  sotto  a  i  scogli  dell'  isole  d'  Eres,  dove 
Aug.  1.  r  armata  si  fermö  tre  di  per  aspettar  buon  vento.  il  primo  di 
d'  agosto  s'  invio  alla  voltä  di  Marsiglia  vecchia  per  pigliar  ac- 
qua, che  ancorche  anticamente  la  citta  fusse  al  tutto  abando- 
nata  e  disfatta,  vi  restorono  perö  le  fonti  di  bonissima  acqua, 
della  quäl  i  marinari  sene  servono  in  quel  passaggio,  che  dapoi 
non  lassando  ivi  altro  che  alcuni  vestigii  de  tempii  et  altri  edi- 
ficii  col  nome  di  vecchia  fu  traslatata.  s'  entra  al  Golfo  per  uno 
canale  di  mare  in  un  sito,  che  la  difFende  dagli  insulti  e  rapine 
de  Corsari  e  rendela  assai  piii  forte  che  di  prima,  con  piü 
amenita  de  giardini  et  vaghezza  di  bei  colli,  oltra  alla  commo- 
dita  di  quelle  et  altri  paesi,  si  per  gli  passeggieri  come  per  gli 
mercanti,  che  di  continuo  negotiano  in  quella,  per  li  quali  b; 
andata  tanto  ampliando  di  ricchezza  et  belta,  che  si  puö  no- 
marla  tra  le  citta  famose,  e  da  indi  in  poi  ha  mutato  il  nome 
di  vecchia  in  nova.  voleva  adunque  detta  armata  pigliar  acqua 
per  poter'  poi  con  buona  pace,  tranquillita  et  gratia  del  christia- 
nissimo  re  passar  di  longo  per  il  detto  mare  al  viaggio  suo.  ma 
(signor  Dio!)  in  tanta  pace  e  concordia  della  Cesarea  Maestk 
et  christianissimo  re  tento  il  demonio  per  turbar  et,  si  fora  pos- 
sibile,  distrugger  tanta  alta  et  amorevole  amicitia  delle  prime 
corone  di  Christianita.  passava  sotto  i  stendardi  bianchi  di  si- 
curta  r  armata  di  Cesai'e  solamente  per  condui*e  Sua  Seren  iUi 
ale  desiate  nozze  et  al  gran  governo  di  Spagna.  erano  mille 
grate  accoglienze  di  varii  doni  et  di  realissime  cortesie  intra- 
venute   tra   l'Austria  e  la  Franzia.     perö   che   tanti  rinfrescha- 


*  Antibcs,    Cannes,    Fr^jus,    Saint -Tropez,   Fort  Urägan(;.on    an  der  ,Kade 

d'Hyeres'. 
'  Sciforni  ist  wolil  Six-Fours  unweit  Toulon,  La  Crocotta  wohl  La  Ciotat, 

Hafenstadt    an    der  Westseite    des  Golfs  von  Lecques;    Marchesato    nnd 

Millatesis  finde  ich  nicht. 


43 

menti  crano  stati  presentati  a  Sua  Maesta  et  lei  tante  colane, 
anella  e  ruboni  havea  ridonati  ai  presentatori  messi,  tal  che 
parea  che  il  cielo,  la  terra  et  il  mare  con  loro  giubilassero.  et 
ecco  che  ingombra  una  subita  gelosia  il  petto  del  prior  di  Ca- 
pua,  generale  dell'  armata  ehristianissima,*  che  sotto  il  fortissimo 
castello  di  Pomeses,  '  posto  sopra  uno  scoglio  dentro  del  mare, 
con  quatro  galere  benissimo  armate  et  pavesate  alla  frontiera, 
et  altre  venti  in  battaglia  fornite  de  soldati  et  artegliaria,  pa- 
vesate di  tutto  ponto,  sempre  stete  con  le  prode  volte  a  1'  ar- 
mata nostra.  per  la  quäl  cosa  il  prencipe  d'Oria  volse  provare 
se  r  amicitia  francese  era  vera  o  tinta,  et  avanti  che  lasciasse 
smoiitar  alcuno,  ando  1'  armata  imperiale  di  stendardi  bianchi 
ad  accostarsi  alla  sua.  per  una  lieve  sospitione  di  due  galere 
antiguardie  imperiale,  che  a  suo  giuditio  parea  che  si  fussero 
troppo  aprossimate,  benche  prima  havesse  cortesemente  presen- 
tato  il  re  et  Ini  havesse  ridonato  al  messo  una  grossa  colana: 
non  ostante  questo  mando  a  dir  al  re  et  rattificar'  al  prencipe 
d'  Oria  per  diversi  messi,  che  se  loro  volevano  passar  come 
araici,  doveano  tenere  il  viaggio  suo  fuor  delle  fortezze  al  dritto 
Camino,  et  che  non  si  volessero  un'  altra  volta  con  tanta  arro- 
ganza  et  superchiaria  accostar'  in  luoco,  dove  potesse  haver' 
alcun  sospetto,  e  che  cosi  facendo  gli  sarebbe  restato  quel  buon 
amico  come  prima;  ma  se  altrimente  facesse,  sarebbe  sforzato 
a  tenerlo  discosto  con  le  canonate.  alle  quäl'  parole  il  re  rimase 
tutto  ammirativo,  aspettando  con  gl'  occhi  rivolti  al  prencipe 
d'  Oria,  che  lui  facesse  la  risposta,  il  quäle  cosi  disse:  che  loro 
erano  passati  come  buoni  amici,  et  come  amici  erano  ancor  per 
passarli;  et  quando  il  geueral  suo  gl'  havesse  mostrato  segno 
alcuno  di  minaccia  o  inimicitia,  non  sarebbe  mancato  a  far 
quanto  importava  il  debito  et  honor  suo.  in  questo  tempo  una 
i^alera,  che  di  questo  nuUa  sapeva,  cosi  incautamente,  volendo 
alcuni  signori  ch'  erano  in  quella,  andar  a  veder  la  bellezza  di 
Marsigha  la  nova  et  la  vaghezza  del  bei  sito,  gionta  appresso 
al  castel  del  scoglio,  gli  fu  da  quello  tirato  una  canonata,  la 
quäle  gionse  la  cima  de  1'  arboro  di  detta  galera,  et  ella  diede 
subito   la  volta   in   dietro.     inteso  questo  il  prencipe  d'  Oria  fu 

*  Efl  war  dies  ein   Brader  Pietro  Strozzis  *U8  Florenz,    eines  gprimmigen 
Feinde»  des  Kaiser«,  gegen  den  sein  Vater  gefallen  war. 

*  Pomt'gue.  Die  beiden  befestigten  Inseln  Ratonneau  und  Pooiegae  schützen 
die  Einfahrt  in  den  Hafen  von  Marseille. 


44 

mosso  a  tanta  ira  et  iusto  sdegno  che  si  determinö  far  la  gior- 
nata  e  mostrar'  al  giovine  generale  di  Francia  quanto  nel'  armi 
del  vecchio  capitano  sia  maggior'  il  valor  suo.  a  pena  che  que- 
sta  deHberatione  s'  era  cominciata  a  spargersi  fuori  della  Impe- 
riale, che  il  cardinal  di  Trento  sali  sul  schifFo  della  Capitania 
del  valoroso  Antonio  d'  Oria,  e  portato  che  fu  a  quella  del  pren- 
cipe  con  conforti  e  vivacissime  raggioni  vinse  e  raqueto  1'  ira 
sua,  con  dirgli  che  la  commissione,  ch'  havea  da  1'  una  e  1'  altra 
Maesta,  non  era  per  venir  a  tal  effetto,  per  il  quäl  poi  si  po- 
trebbero  impedir  gli  altissimi  suoi  disegni,  ma  solamente  di  con- 
dur  il  re  a  salvamento  alle  nozze  et  governo  di  Spagna.  poi  sog- 
gionse:  signori,  quando  crediate  ch'  io  parli  per  codardia,  eccomi 
il  primo  a  investir'  ne  1'  armata  di  Francia  per  vincer'  o  morire. 
placato  il  prencipe  da  queste  sapientissime  parole,  comando, 
per  non  mostrar  codardia,  che  1'  armata  passasse  al  primo 
viaggio,  et  vogando  a  mezzo  remo  cosi  pian  piano  in  battaglia, 
altre^  galere  per  fila,  dove  la  prima  si  trovava  la  Imperiale,  su 
la  prora  della  quäle  stava  1'  invitto  re  con  suoi  gentil'  huomini 
vestiti  di  damasco  cremesino  in  habito  di  galeotto  con  suoi  ar- 
chibugi  in  mano,  con  la  capitania  d'  Antonio  d'  Oria  alla  destra, 
nella  quäle  era  il  cardinale,  et  quella  di  don  Gratia  a  la  si- 
nistra,  con  la  medema  antiguardia  di  due  galere  di  Monaco,  e 
con  questo  ordine  passo  tra  il  castello  di  Nostra  Dama,  posto 
a  1"  alto  dalla  banda  di  Marsilia,  et  il  castel  di  Pomeses,  con 
intentione  che,  se  il  general  Strozzi  facea  movesta  alcuna,  di 
andar  alla  volta  della  armata  sua  et  al  tutto  superarla,  il  quäl 
disegno  facilmente  e  con  picciol  danno  gli  sarebbe  riuscito,  che 
mescolandosi  con  le  galere  nemiche  le  dette  fortezze  havreb- 
bono  cosi  nociuto  a  suoi  come  a  loro  nemici.  aspettando  con 
questo  pensiero  che  '1  Strozzi  mandasse  a  essecutione  quello 
ch'  havea  mandato  a  dire,  nondimeno,  ancorch^  d'  ogni  cosa 
fussero  in  ponto  e  ben  provisti,  et  ingrossatosi  di  soldati,  cosi 
nei  castelli  et  armate,  come  anco  drieto  al  lito  del  mare,  come 
piaque  a  Dio  1'  armata  passo  di  longo  al  viaggio  suo  senza  altro  male. 
Allontanata  da  terra  et  lasciata  indrieto  Aqua  Morta  et 
Arli,  *   passö  il  golfo  di  Leone   di  150  miglia  di  passaggio,  ^   et 


*  So!  ich  möchte  vermuten:  a  tre  galere  per  lila. 

*  Aigucs  Mortes  und  Arles. 

'  Hier  war  es  wohl,  daß  die  Flotte  jenen  Sturm  (,ain  ganz  widerwertiger 
wind,  durch  wOlchen  das  mür  heftig  wüetend  worden')  erlebte,  von  dem 


45 

approssiraatosi  alla  Spagna  si  comincia  a  scoprir  i  monti  Pirenei 
et  gionse  a  Palamoses  ^  citta  di  Cathalonia,  rainata  et  disfatta 
da  Barbarossa,  come  testimonio  ne  danno  le  case  distrutte,  i 
tempii  rovinati,  le  statue  et  imagini  de  santi  disfatte,  la  dorne-  Ang.  5. 
nica  che  fu  a  5  d'  agosto,  su  le  20  höre,  1'  armata  misse  fuori 
tutti  gli  stendardi,  quali  non  erano  meno  che  20  per  galera,  et 
gionse  sopra  Barcelona,  et  calati  tutti  gli  trinchetti  dell'  armata 
il  prencipe  d'  Üria  apresso  al  faro  *  della  siia  Imperiale  misse 
il  stendardo  della  Nostra  Donna,  appoggiata  apresso  alla  croce 
col  Signor  nostro  Giesü  Cristo  in  grembo,  et  un'  altro  non  meno 
grandc  con  la  Hera  da  una  banda  et  1'  aquila  imperial  da 
r  altra,  d'  oro  ricchissimi  et  belli  di  pitture,  con  forsi  quaranta 
altri,  li  quali  facevano  bella  et  vaghissima  mostra.  e  con  questa 
tal  vaghezza  approssimandosi  alla  citta,  subito  le  navi  di  quella, 
che  s'  erano  allargate  in  alto,  cominciorono  a  salutar  il  re  con 
infinita  artegliaria,  dietro  alla  quäle  subito  segui  quella  della 
citta,  e  subito  che  forni,  1'  aimata  cominciö  a  rispondere,  et 
prima  fu  r  Imperiale  con  1'  artegliaria  grossa  e  minuta,  poi  tutte 
le  galere  di  mano  in  mano  e  con  tanto  bell'  ordine  e  concor- 
danza,  che  parea  musica  che  intonasse  il  cielo,  e  ribombava  la 
ten-a  et  il  mare.  il  marchese  d'Aguilar,  vicere  di  Cathalonia,^ 
mai  puote  impetrar  da  1'  ostinatione  de  i  congiurati  della  cittii, 
che  coprissero  il  ponte  fatto,  sul  quäle  s'  havea  a  smontar,  per- 
chfe  Barcellona  non  ha  porto,  e  che  facessero  un  baldacchino 
per  Sua  Maestk.  pero,  forsi  di  questo  sdegnata,  smontö  con  gli 
altri  personaggi  sopra  una  fregata  et  la  corte  sopra  di  schifi, 
et  cosi,  accompagnata  dal  vicere,  il  duca  di  Bransvich,  il  car- 
dinal   di  Trento   et  gli  vescovi  di  Barcelona,*   di  Lerida, *   da 

Maximilian  in  mehreren  Briefen  ans  Yalladolid  berichtete.  Loserth,  Nr.  153 
bis  165,  S.  435  ff. 

'  Palamoe. 

'  So  lese  ich  statt  ,fano'  der  Vorlage.  Faro  heißt  eigentlich  Lenchttarm, 
aber  es  bezeichnet  auch  aof  Schiffen  die  Raa  (Segelstange),  hier  wird 
die  Raa  des  Topmastes  gemeint  sein;  was  hier  mit  Hera  gemeint  ist, 
vermag  ich  nicht  za  sagen  (doch  wohl  keinesfalls  die  GOttin  Hera  oder 
Jnno?),   vielleicht  liegt  wieder  ein  Fehler  des  Abschreibers  vor. 

*  Jnan  Hemando  Marques  von  Agnilar,  seit  1543  Gouverneur  von  Cata- 
lonien,  vorher  seit  1536  kaiserlicher  Gesandter  an  der  päpstlichen  Kurie. 

*  Jacobus  Cassador  1546—1561. 

'  Ferdinand  Loaces  1544—1553.  —  Die  Worte  di  Lerida  sind  von  einer 
anderen,  flüchtigeren,  charakteristischen  Hand  in  die  von  dem  Schreiber 
des  Textes  hier  gelassene  LQcke  eingefügt. 


46 

Vigeven^  e  San  Marco  con  il  magistrato  entro  nella  citta,  nella 
qualc  per  tre  d\  e  tre  notti  si  fe'  continoa  et  grande  allegrezza 
di  sparar  artegliarie,  oltre  i  molti  fuochi  che  si  faceano  per  ogni 
contrata,  et  1'  infinite  lumiere  ch'  erano  sopra  le  torri  et  merli 
della  cittä.  et  non  era  casa  cosi  misera  che  non  havesse  almeno 
da  cinquanta  in  su  accomodate  per  le  finestre  et  a  gH  merli 
delle  loro  case,  che  cosi  sono  quasi  tutte  della  cittk:  a  tale  che 
parea  che  la  notte  fasse  mutata  in  chiaro  giorno,  e  sentivasi 
tutta  la  notte  per  ogni  strada  musiche  d'  ogni  sorte.  spendevasi 
la  notte  et  anco  il  giorno  in  canti,  balli  et  in  infiniti  giuochi  da 
huomini,  donne  et  donzelle,  il  quäl  ballare  e  in  modo  di  mo- 
resco,  ateggiando^  saltando,  scherzando  con  sonagli  alle  mani, 
facendo  cantar  i  deti,  ^  e  cosi  fanno  le  donne,  ma  con  acontio 
et  modesto  modo,  qui  il  prencipe  d'  Oria  ne  per  preghi  del  re 
ne  dil  cardinal  di  Trento  mai  volse  smontar'  in  terra,  non  che 
intrar  nella  citta,  et  dapoi  la  partita  sua  s'  andö  scorrendo  parte 
deH'Africa,  temporeggiando  sin'  alla  venuta  del  re  Filippo. 

Qaesta  citta  e  capo  del  regno  di  Cathalonia,  posta  alla 
riva  del  mare,  dalla  quäl  banda  v'  e  tiratä  dritta  una  longhis- 
sima  et  fortissima  muraglia  con  un  grossissimo  baloardo  per 
testa,  di  nuovo  fabricata  et  di  mirabil  fortezza  per  diffesa  de 
Corsari.  dalla  banda  da  terra  verso  Spagna  ^  tutta  debole.  le 
strade  sono  salleggiate  di  pietre  fatte  a  quadroni,  i  palaggi  sono 
di  pietra  quadrata,  della  forma  quasi  d'  una  torre  con  suoi  merli 
in  cima  con  un  puoco  di  pittura  per  adornamento,  per  la  quäle 
ancor  1'  antica  fabbrica  pare  che  mostri  alquanto  di  gravita, 
pero  alla  vista  h  piü  malenconica  che  allegra.  il  circuito  suo  e 
circa  cinque  miglia,  il  paese  h  per  venti  miglia  intorno  abon- 
dante  con  bellissimi  giardini  d'  uve,  fichi,  persichi,  meloni,  su- 
sini,  ^  granati,  datali,  *  olive,  cedri,  limoni,  aranci  et  altri  simili 
saporiti  et  soavisimi  frutti,  gli  quali  per  1'  intenso  calore  e  raris- 
sime  pioggie  (che  sara  tal  anno  che  gli  caderk  due  volte)  sono 
assai  piü  coloriti  et  saporiti  che  quelli  d'  Italia,  et  non  d'  altro 
si  nodriscono  che  di  copiose  ruggiade,  le  quäle  alle  volte  cag- 
giono  in  tanta  abondanza,  che  la  matina  pare  ch'  il  mare  v'  habbi 

*  In  Vigevano    (vgl.  oben  8.  37)  regierte  nocli  der  erste,    1529  eingesetzte 
liiscliof  Galeazzo  Petra  (bis  1552). 

»  D.i.  diti? 

'  Gewöhnlicli:    prngne  (Püaumen). 

*  Datteri. 


47 

allagato  e  soramerso  il  paese.  la  gran  comoditk  del  niare  la 
rende  d'  ogni  cosa  abondaute,  trafticabile  et  ricchissima.  oltra 
a  r  erario  della  Tavola,  il  quale  fe  (s*  io  non  m'  inganno)  come 
Santo  Georgio  a  Genoa,  il  domo  h  bellissimo  con  due  alte  torri 
a  canto  al  coro,  le  donne  bencliö  siano  alquanto  picciole  et 
brünette,  sono  pero  di  vagho  aspetto  et  amorevoli;  portano  gli 
zoccoli  alti,  le  sottoveste  stanno  sparse  con  certi  cordoni  a  modo 
di  campaue^  con  altri  sopramanti  neri.  le  donzelle  s'  involgono 
i  capigli  in  cordeile  di  varii  colori,  che  gli  pendono  dopo  le 
spalle,  e  cosi  usano  an  cor  alcune  monache  di  Les  luncheres, 
delle  Hieronimes  de  Vaglia  ^  donzeles,  et  de  Petralbas.  puoche 
donne  beono  vino,  et  meno  le  donzelle. 

Approssimandosi  il  tempo  de  partirsi,  perch^  in  detto 
l  viaggio  per  1'  estivo  calore  si  patisse  molto  della  sete,  et  rare 
sono  r  hostarie  et  alberghi  et  1'  acque  sono  puoche  e  mal  sane, 
[  che  quasi  in  tutto  il  Camino  non  si  trovano  ne  pozzi  r\h  fonti: 
;  mohi  si  preparano  d'  un  picciol  udrio,  ^  chiamato  da  SpagnoJi 
boracchia,  ^  della  tenuta  e  piü  e  meno  d'  un  fiasco,  *  col  suo 
bocchino  di  legno,  hello  e  ben  accomodato  per  bere,  il  quale 
s'  atacca  a  1'  arcione  del  cavallo  con  quella  e  maggior  devotione 
che  in  Italia  non  si  porta  gli  Agnus  Dei  al  collo.  con  questa 
provisione  si  parti  a  12  d' agosto  da  detta  citta^  et  passato  Aug.i2. 
r  Ospedaletto,  San  Feiice  e  Sant'  Andrea,  rivo  a  Martorello  et 
a  Molin  de  Roy  di  lä  dal  tiume  Robregrat,''  nel  quäl  luoco  e 
un  di  bei  giardini  di  tutta  Spagna;  ma  per  il  tardo  rivar  et 
-ubita  partenza  non  ne  puotö  pigliar  memoria,     la  vigilia  della  Aug.ii. 


*  Zu  lesen:  Vagliadolit  statt  Vaglia  donzeles?  Der  Text  ist  wohl  nicht 
ganz  in  Ordnung. 

'  8.  V.  a.  idria  (wSpia). 

•  Der  Ausdruck  borraccia  (Stw.  borra)  von  einem  auf  Reise  gebraucliten 
Weinbehälter  kommt  auch  im  Italienischen  vor. 

*  Der  Fiaaco  enthält  2V2  Liter. 

'  Ansehnliche  Geldgeschenke  des  Erzherzogs  an  das  Gesinde  des  ,Margesen' 
(Aguilar)  ,zur  Letz'  (d.  h.  beim  Abschied)  verzeichnet  die  Reiserechnung 
a.  a.  O.,  S.  303  f. 

•  Die  Reise  ging  den  unmittelbar  nördlich  von  Barcelona  mOndenden 
Llobregat  aufwärts;  hier  liegen  San  Feiice  de  Cudinas,  Möllns  de  Rey, 
Martorell.  —  Nicht  alle  der  im  folgenden  erwähnten  spanischen  Ort- 
schaften habe  ich  mit  Hilfe  der  mir  zur  Verfügung  stehenden  Karten 
u.  8.  w.  ausfindig  machen  können;  es  handelt  sich  zum  Teil  offenbar  um 
ganz  kleine  Orte,  anderenteils  sind  auch  die  Namen  entstellt. 


48 

Madonna  passö  Espeghera,  Colbato  ^  et  presa  la  via  di  Monserat,* 
gionse  a  Santo  Aloisius.  la  corte  tenne  alla  dritta  via  di  Mar- 
chesa,  Piera,  Vaibona  et  Plessa,^  perche  la  via  del  monte,  anci 
altissimo  sasso,  sarebbe  statta  troppo  malagevole  da  calvacare  et 
Aug.  15.  incommoda  per  gli  allogiamenti.  la  mattina  della  Madonna,  la 
solennita  della  quäle  celebrasi  al  bellissimo  monastero  posto  in 
meggio  al  detto  monte  dalla  banda  verso  Italia,  nel  quäle  offi- 
ciano  i  frati  Serviti,  li  quali  sono  tenuti  a  dar  a  peregrini  e 
passaggieri  vivere  per  tre  di,  di  pane,  vino,  oleo  et  aceto,  sali 
il  re  al  monastero  e  con  grandissima  devotione  udi  la  messa.^ 
da  li  in  su  sonvi  13  romitorii,  tutti  volti  verso  1'  Oriente,  ma 
sparsi  in  diversi  luochi.  il  piü  propinquo  h  San  Michele,  dipoi 
Sant'Anna,  S.  Croce,  S.  Dimas,^  S.  Trinita,  S.  Giacobo,  S.  Ca- 
therina,  S.  Gioanni,  S.  Honofrio,  S.  Madalena,  S.  Salvatore,  San 
Girolamo,  e  Sant'  Antonio,  all'  estrema  sommita  giace  una  croce, 
dove  sogliono  i  pelegrini  alle  volte  orare,  alla  quäle  si  va  per 
due  vie,  una  facile,  ma  longhissima,  per  la  quäl  si  conduce  il 
vitto  sopra  un'  asinello  a  i  romiti,  che  la  su  dimorano,  quali 
sono  da  detti  frati  mantenuti;  1'  altra  e  piü  breve,  ma  aspra  e 
malagevole,  per  la  quäle  bisogna  ascendervi  per  una  pericolosa 
scala  da  mano,  gli  scaglioni  della  quäle  sono  fissi  tra  le  fissure 
del  monte  da  V  una  a  1'  altra  sponda  del  sasso,  la  quäle  ascende 
tanto  alto  che  non  h  alchuno  di  si  grand'  animo  che  nel  ascen- 
der  non  si  sgomenti,  mirando  indietro  il  gran  periglio  de  V  al- 
tissimo precipitio,  che  solamente  il  considerarlo  rende  gran  spa- 
vento.  r  altezza  di  questo  monte  h  cerca  25  miglia;  la  summith, 
di  esso  scuopre  il  mare  et  i  monti  Pirenei,  1'  altezza  de  quali, 
ancorchfe  sia  grande,  non  arriva  perö  al  terzo  di  questo." 


*  Esparreguera  und  Capeilados  (?)  in  der  nördlichen  Fortsetzung  der  ein- 
geschlagenen Route. 

*  Die  altberühmte,  im  10.  Jahrhundert  gegründete  Benediktinerabtei,  auf 
halber  Höhe  des  ,gesägten  Berges'. 

'  Unter  Marchesa  ist  zweifellos  Manresa  nördlich  von  Monserrat  verstan- 
den; der  Erzherzog  bestieg  den  Berg  von  Norden  her  und  stieg  gegen 
Süden  (dalla  banda  di  Spagna,  s.  u.)  ab.  Statt  Plessa  wird  Olesa  —  an 
der  Straße  nach  Manresa  —  zu  lesen  sein. 

*  Nach  der  Keiserechnung  (a.  a.  O.,  S.  304)  verehrte  Maximilian  dem  Kloster 
124  Dukaten  (=  217  Gulden). 

^  Dieser  Heiligenname  existiert  nicht;   er  ist  wohl  verschrieben. 

*  Das  Verhältnis  ist  umgekehrt;  der  Berg  von  Monserrat  hat  eine  Höhe 
von  12ä7tn,  während  die  Pyrenäen  bekanntlich  bis  über  .'{400  m  ansteigen. 


49 

Descendendo  1' altra  matina  dalla  banda  di  Spagna  con  Aug.  16. 
inalagevol  via  gionse  a  Igolada.  ^  qui  s'  incomincia  a  trovar  il 
paese  alquanto  piü  sterile  et  le  case  di  terra  cruda.  e  perchfe 
si  coininciava  a  patir  de  loggiamenti  et  vettovaglie,  fu  bisogno 
che  le  corti  si  dividessero  et  per  1'  estivo  calore  la  piü  parte 
della  notte  si  cavalcasse  et  il  giomo  stavansi  a  possare.  et  per- 
che  Sua  Maesta  era  alquanto  di  febre  quartana  aggravata,  prin- 
tipiatali  in  Barcelona,  la  causa  della  quäle  si  giudicava  esser 
?tato  la  mutatione  del  bello  e  fecondo  paese  d'  Italia  in  quel  di 
Spagna;  altri  dubitavano  esser  la  causa  che  non  fu  ricevuta 
nel  sraontar  dell'  armata  con  quella  solennita,  che  richiedeva[si] 
al  degno  et  alto  suo  grado  et  al  modo  che  gli  fu  fatto  per  tutte 
le  cittk,  dove  passö  di  Italia.  *  volse  adunque  per  tal  impedi- 
raento  che  '1  cardinal  con  la  corte  sua  cominciasse  a  cavalcar 
inanti,  il  quäl  passato  Targa  albergö  a  Belpoggio;^  e  puoco  Aug.  17. 
dopo  vi  gionse  il  duea  di  Cardona*  et  allegratosi  con  il  cardi- 
nale,  di  longo  cavalcö  alla  volta  di  Massimiliano  per  fargli  ri- 
verenza  e  compagnia.  in  questa  cittä  v'  h  un  monasterio  di 
S.  Francesco  con  una  bellissima  capella,  nella  quäle  h  una  arca 
artificiosamente  intagliata  di  don  Kaimondo  di  Cardona,  giä 
capitano  generale  dell'  armata  del  papa  et  imperatore.  ^  atorno 
alla  quäle  erano  molti  stendardi,  tra  gli  quali  ve  n'  era  dil  fior 
il'  Italia  S.  Marco,  che  a  mille  torti  era  rivolto  al  contrario  de 
tutti  gl'  altri.  seguendo  il  camin  suo  passo  Comedes,  Beamont, 
Muglieruzza,  Belico  et  gionse  a  Ilerida,  cittä.  posta  su  la  riva 
del  tiume  Segro,*  che  con  quella  quasi  circonda  un  vaghissimo 
monticello,  sopra  il  quäle  giace  il  vescovato  con  un  bellissimo 
tempio,  che  con  bella  e  lieta  vista  scuopre  buona  parte  di  quel 
regno.    questa  antica  cilta  k  di  studio,    et  gia  fu  capo  di  detto 


*  Ignalada  sädwestlich  von  Moutserrat. 

'  Nach  den  oben  angefahrten  Briefen  Maximilians  aus  Valladolid  leitete 
er  das  Fieber  von  der  stQrmiscben  Überfahrt  ,und  andern  zufelligeu 
Ursachen'  her.  A.  a.  O. 

'  Bellpuig  (=  Waikho  der  Reisorechnung)  und  Tarrega,  wo  am  21.  das 
Frübmahl    statthatte,  etwa   in   der  Mitte  zwischen  Igualada  und  Lerida. 

*  Cardona  ist  ein  nOrdlich  von  der  Route  des  Erzhersogs  gelegenes  Städt- 
chen an  einem  Nebenfluß  des  Llobregat. 

^  Spanischer  VizekQnig  von    Sizilien    and  Heerführer   in   den  italienischen 

Kämpfen  im  ersten  Viertel  des  16.  Jahrhunderts. 
'  Lerida  am  Segre.  Von  den  angegebenen  Stationen  finde  ich  Golmes  (= 

Comedes)  und  Beiloch  (Belico). 
Fönte«.   I.  Abt.   B4.  IX.  4 


50 

regno;  puoco  fuori  della  quäle  fra  due  colinette  lo  esercito  di 
Giulio  Cesare  vince  quel  di  Pompeo.  ^  quivi  si  fece  una  bellis- 
sima  caccia  de  thori  con  giocondo  vedere  di  quei  Spagnoli,  che 
cosi  valorosamente  andavano  con  spada  e  cappa  ad  assalir  detti 
robusti^  et  arrabiati  tori,  et  ferirli  senza  esser  da  loro  oflfesi. 
Aug.  18.  r  altro  dl  passö  Coraz  e  Fraga,  prima  terra  che  si  trova  nel 
regno  d'  Arragona,  posta  su  la  riva  del  fiume  Cinca,  ^  la  quäl 
e  tanto  amorevole  che  mai  si  puote  impetrar  un  sol  bicchier 
d'  acqua  senza  los  dinieros.  et  con  simili  et  peggior'  cortesie  si 
passo  Pugnalba,  Burzelalos,  Pina  et  gionse  a  Ossera,  terra  posta 
sopra  al  fiume  di  Ebro,  *  d'  ogni  cosa  abondantissima  et  dove 
nasce  assai  tamarigio  et  requilitia.  ^  stando  qui  il  cardinale,  a 
temporeggiare  la  venuta  del  re  per  spassarsi  il  tempo  con  qual- 
che  apiacere,  fece  ballar  quei  contadini  e  contadine  con  gli 
gentil'huomini  di  sua  corte  all'  usanza  sua  moresca  con  gran 
spasso  d'  ognuno,  dapoi  fatogli  far  altri  diversi  et  ridicolosi 
giuochi  gettava  tra  loro  in  alto  da  doi  e  da  quatro  reali  alla 
Ventura  di  chi  piglia,  dove  si  vedea  1'  un  1'  altro  a  graffiarsi  il 
volto,  e  stracciavansi  le  vestimenta  da  torno  con  un  rumor  di 
gridi  et  una  faticha  piü  che  fachinesca.  stando  con  tali  spassi 
sin  al  quarto  giorno,  il  re  si  parti  da  Pina  sul  imbrunirsi  della 
notte,  et  a  meggio  a  quella  gionse  a  Ossera,  dove  dal  cardinale 
con  la  corte  sua  cosi  a  cavallo  era  aspettato.  e  cosi  di  com- 
pagnia  passato  Giavarin  e  Ferazim  gionsero  a  Villamaggiore,  ^ 
e  per  dar  spasso  a  Sua  Altezza  gli  fu  fatto  un'  altra  simil  caccia 
de  tori.  dopo  meggia  notte  cavalcorono  verso  Saragozza,  e  pas- 
sato il  fiume  Galago '   s'  incontro   in   molti   signori,    quali  erano 

^  Caesar  besiegte  hier  im  Jahre  49  die  Legaten  des  Pompejus,  C.  Afranins 
und  M.  Petrejus,  nicht  Pompejus  selbst.  Caesar,  Bell.  Civ.  I,  c.  41  sqq. 

'  Hs.  dett  rut  bustis. 

'  Ceros  und  Fraga,  letzteres  an  der  Cinca,  die  südlich  strömend  sich  in 
den  von  Nordnordost  kommenden  Segre  kurz  vor  dessen  Mündung  in 
den  Ebro  ergießt. 

■•  Pefialba,  Bujalaros  (hier  blieb  man  nach  der  Reiserechniing  am  24.  Au- 
gust über  Nacht),  Pina,  wo  der  Ebro  erreicht  wurde;  dann  nordwestlich 
dem  Laufe  des  Stromes  folgend  nach  Osera. 

^  Tamarisken  und  Lakritzeu. 

'  Villamayor  nahe  Zaragoza.  —  Unter  Ferazim  ist  vielleicht  Alfajarin  ver- 
standen, wo  nach  der  Reiserechnung  (die  den  Ort  Aschaferin  nennt)  das 
letzte  Nachtquartier  vor  Zaragoza  (am  27.  August)  stattfand. 

'  Der  von  Norden  kommende  Galago  mündet  unmittelbar  vor  Zaragoza  in 
den  Ebro. 


51 

venuti  dalla  eitta  per  ricever  et  Honorar  un  tanto  degno  pren- 
cipe,  scguiti  d'  altre  diverse  compagnie  cosi  d'  artisti  come 
d'  altre  sorte  di  persone  con  diverse  et  bellissime  inventioni 
d'  habiti,  chi  alla  moresca  et  chi  da  ninfe  et  pastori  con  diverse 
ballate,  et  chi  con  finti  et  bcllissimi  giardini,  con  fiori  dentro 
et  arborselli  carichi  di  frutti  tntti  natnrali,  con  Fauni  et  Ninfe, 
rhc  con  leggiadro  atto  scherzavano  insieme,  i  qiiali  giardini 
erano  tirati  da  molti  huomini  salvatichi.  dietro  a  qnesto  venne 
im'  horrendo  infemo,  pieno  di  mostruose  tigure  con  diversi 
color'  di  fuochi  artificiati.  questo  era  ingeniosamente  tirato  da 
loi  draconi,  dietro  a  i  qaali  ne  seguiva  im' altro  di  smisurata 
urandezza,  che  con  molti  schioppi  continuamente  gettava  fuoco; 
vennero  poi  altri  con  bandiere,  stendardi,  musiche  di  voci  et 
d'  instromenti,  con  trombe  e  tamburri,  et  altri  dilettevoli  spassi, 
tal  che  facevano  per  gran  stupore  stringer  le  labra  et  inaroar 
le  ciglia.  e  con  questi  spassi  gionse  al  mirabil  ponte  fatto  d'  un 
solo  arco,  ^  tanto  grande  che  il  grossissimo  fiume  Ebro  gli  passa 
>otto  senza  punto  restringersi,  e  tanto  ascende  per  la  gran  volta 
leir  arco  che  sopravanza  alla  porta  della  citta.  dapoi  descen- 
lendo  riva  sin'  alla  porta  della  cittä.  alla  quäle  eravi  un  bellis- 
-imo  arco  triomfale,  sopra  del  quäle  stava  una  fortuna  arbitra 
le  gl'  imperii  con  la  fama  alla  destra  et  la  speranza  alla  si- 
nistra,  dalle  bände  erano  due  vaghe  loggie  aperte,  depinte  a 
Historie  di  casa  d'  Austria  con  1'  alta  prole  di  quella.  si  fece 
poi  una  salva  d'  archibugi  solamente,  che  d'  artegliaria  da  Bar- 
celona in  poi  non  ne  fu  sentita.  et  creddo  che  se  le  cittk  ma- 
rittime  non  temessero  assalto  cosi  al  improviso  de  Barbari  e 
Oorsari,  puoco  si  curerebbono  n^  di  quella  n6  di  muraglia,  per- 
h^  la  grandissima  unione  di  quei  regni  la  rende  fortissima  e 
-icura.  et  mentre  che  osservaranno  la  sententiosa  impresa  sua 
li  quelle  sette  saette,  che  significano  gli  sette  regni,  einte  con 
quel  breve  VNITAS,  sempre  saranno  sicure  da  1'  altrui  offese. 
4uesta  cittk,  ancor  che  sia  regina  di  tutta  la  Spagna,  se  ne  stk 
sicura  senza  muraglia,  eccetto  che  di  due  di  terra  cruda,  quasi 
dalla  vecchiaja  disfatte,  e  posta  in  meggio  di  una  bellissima  et 
-"patiosa  campagna.  h  principale  del  regno  d'Aragona,  grande, 
inagnanima,  signorile,  mercantesca  et  ben  populata,    adoma  de 


'  Oegenwlrtig  fllhrt  eine  SteinbrOcke  ron  7  BOgen,  167  m  lang,  tlber  den 
Ebro. 

4» 


52 

tempii,  palaggi,  edificii  pubblichi  e  privati,  piena  de  cavalieri, 
abondante  d'  ogni  sorte  di  frutti  e  manna.  fa  molto  oleo  et 
buono,  ma  patisse  di  butiro  e  legna,  et  abruggiano  la  piü  parte 
rosmarino,  del  quäle  se  ne  trova  grandissime  campagne.  il 
domo*  h  arcipiscopale  et  h  congionto  con  quelle  una  bellissima 
fabrica,  et  h  in  gran  devotione.  la  chiesa  di  Santa  Maria  dal 
Pilaro  ^  v'  ^  un'  ancona  alta  da  terra  sin  sotto  al  ciel  del  coro, 
tutta  di  finissimo  alabastro  con  infinite  figure  di  tutto  rilevo, 
fra  le  quali  vene  son  due,  un  S.  Giacobo  et  un  San  Rocco 
grandi  dal  naturale,  con  una  simil  arca  su  la  piazza  di  S.  Fran- 
cesco, e  un  bellissimo  capitello  con  otto  colonne,  dove  gik  furon 
decapitati  18  martiri  Cesaraugustani  in  compagnia  de  santa 
Engratia,  la  quäl  fu  fatta  morir  con  un  chiodo  fisso  in  meggio 
alla  fronte,  che  dopo  con  detti  martiri  fu  sepolta  in  una  bellis- 
sima et  devota  chiesa  non  molto  lontana,  intitolata  Santa  En- 
gratia.  ^  y'  h  ancor  un  grandissimo  hospitale  honorevole,  ricetto 
d'  ogni  Sorte  d'  infermita.  fuori  della  citta  cerca  un  tirar  d'  arco 
v'^  un  antichissimo  palaggio  circondato  di  22  torri,  la  Zafi'aria 
over  inquisitione,  nel  quäle,  siccome  narrano  le  sue  croniche, 
fu  trattata  la  morte  dei  paladini  sotto  a  un'  altro  re,  e  non 
Marsilio.  ^ 

Occorse  che  nel  smontar  del  re  al  palaggio  reale,  che  una 
parte  di  quei  artisti  vennero  nel  preceder  a  gran  contrasto  e 
da  quelle  all'  armi,  e  ritrovandosi  ivi  molto  populo,  che  s'  era 
ridotto  per  veder  Sua  Maesta,  presero  le  parti,  chi  da  una  et 
chi  da  r  altra  banda,  di  sorte  ch'  era  per  riuscir  un  gran  male, 
ma  il  re  fece  si  ch'  ognun  si  raqueto  senz'  altro  danno  e  con 
sodisfattione  universale,  non  si  mancö  in  questa  citth.  di  dar  al 
re  quelli  honorati  piaceri  che  fusse  possibile,  tra  gli  quali  fu 
fatta  una  horrenda  et  pericolosa  caccia  de  tori  selvatici  et  ro- 
busti.  dopo  si  fece  quel  bei  giuoco  della  canna  da  honorati 
signori  e  cavalieri,  una  parte  de  quali  era  in  livrea  di  damasco 


^  Ursprünglich   arabische  Moschee,    die  Alfons  I.  von  Catalonien   bei    der 

Eroberung   der  Stadt    (1118)    zur  christlichen   Kirche   machte    und   dem 

Heiland  (San  Salvador)  widmbte. 
^  Nuestra  Sefiora  del  Pilar  mit  einem  als  wundertätig  verehrten  Bilde. 
'  Santa  Engracia,  Kloster  und  Kirche. 
*  So?   Die  Stelle  ist  nicht  ganz  klar;  vielleicht  ist  etwas  ausgefallen.     Es 

handelt  sich  um  einen  alten  maurischen  KOnigspalast,    der  hernacli  den 

Zwecken  der  Inquisition  diente. 


53 

pavonazzo  freggiato  d'  argento  con  sopramanti  di  damasco  bra- 
vamente  a  cavallo  di  bellissimi  gianetti,  ^  cavalcando  alla  mo- 
resca  con  le  stafFe  curtissiine,  con  targhe  e  zegalie,*  portate  da 
servitori  vestiti  di  veluto  nero,  anch'  eglino  sopra  bellissimi  gia- 
netti. e  r  altra  parte  vestiva  di  damasco  turchino  parimente  freg- 
giato d*  argento  con  sopramanti  di  giallo,  e  con  simili  cavaiii, 
zegalie,  targhe  e  servitori. 

Questo  regno  h  poco  difFerente  di  costumi  e  di  vestire  di 
quello  di  Catelonia,  eccetto  che  le  donzelle,  che  portano  le 
chiome '  scorciate  sin'  al  orecchie ,  alle  quali  portan  gli  pen- 
denti  et  1' anella  in  dito,  sono  picciole  di  statura;  e  che  sia  il 
vcro,  testimonio  ne  danno  le  lettiere,  le  quali  sono  tanto  curte 
che  bisogna  a  i  forestieri  che  tengano  o  le  gambe  in  se  rac- 
eolte  o  fuor  di  quelle,  ma  peggio,  e  mal  volentieri  il  dico,  che 
non  si  trova  pur  un  luoco  commodo,  se  non  si  va  alla  cam- 
pagna.  pare  che  in  questo  et  altri  luochi  di  Spagna  si  schivi  il 
niolto  bere,  ma  piü  le  donne  e  donzelle,  e  tengono  in  gran  ver- 
gogna  r  inebriarsi.  sono  molto  supersticiosi  et  pieni  d'  ambitione, 
e  dove  possono  pigliar  in  occulto,  non  dimandano  in  palese.  et 
chi  ha  da  cavalcar  per  la  Spagna  senza  1'  ombra  di  qualche 
lor'  signori,  oltra  al  pericolo  e  gran  disaggi,  h  bisogno  quando 
sono  gionti  a  1'  hosteria,  che  vadino  al  prestino  a  comperarsi  il 
pane  et  alla  cantina  per  il  vino  et  la  carne  al  maccello,  et  di 
tutte  quelle  cose  che  bisogni  al  comodo  humano,  ^  bisogno  qua 
e  Ik  in  diversi  luochi  andarli  a  comperar,  oltra  che  bisogna 
eomprar  la   legna,    cusina,    tovalie,    letti,   lumi   et   ogni    minima 

osa,  sichfe  la  cupidiggia,  che  ingordamente  regna  tra  la  plebe, 
-cema,   minuisse    et   macchia  la  fama  della  gloriosa  Spagna.    e 

juanto  piü  questi  plebei  sono  villani,  poveri,  tiranni  e  rozzi, 
tanto  piü  nella  nobiltä  e  illustre  progenie  sono  ricchezza,  cor- 
tesia  e  bella  creanza.  gli  mercanti  et  artisti  sono  di  puoche 
facende,  eccetto  in  qualche  citta  principale  o  marittima,  perchfe 
chi  vende  un  par  de  guanti,  non  possono  dargli  altra  contia, 
c  chi  fa  giuponi,  non  puonno  far  calze.  i  prencipi  e  signori 
vestono  pomposamente,  i  plebei  e  villani  miseramente  in  tela  e 
scarpe  di  corda. 


*  Gianetti  oder  ginnetti,  spanische  Pferde  (leichte  feine  Reitpferde). 

*  S.  T.  a.  zaga^lie,  lange  Lanzen. 
'  8.  ▼.  a.  capigliature  (Haare). 


54 

Statto  che  fu  quatro  giorni  in  questi  solenni  spassi,  parti 
indi  ed  andö  ad'  alloggiax-'  a  Mozotta,  giä  terra  di  Los  Moros,  ^ 
nella  quäle  ancor  si  serva  quella  superstitione  di  non  mangiar 
carne  di  porco  n^  bever  vino.  indi  passö  Muet,  Almogna,  Al- 
famorite,  11  Frassine  et  alloggio  a  Calataiu,  cittk  posta  in  una 
amenissima  pianuretta,  circondata  d'  ameni  monticelli  copiosi  di 
castella  et  d' ogni  sorte  di  frutti;  per  la  quäle  passa  il  fiume 
Salon,  che  vien,  come  dicono,  dalla  Castillia  et  passa  per  l'Ara- 
gona.  ^  qui  si  fa  pagar  a'  forestieri  non  tanto  per  la  persona, 
ma  anco  per  il  cavallo,  cani,  denari  et  vestimenta  dalla  ca- 
miscia  sin'  alli  sproni,  et  stimato  ch'  hanno  ogni  cosa,  fanno  pa- 
gar SU  la  rata,  fatta  qui  una  caccia  de  tori,  passö  Tarra  e 
Teche,  nella  quäl  cittk  si  spendono  le  monete  di  curame  di 
Valuta  d'  un  bagatino.^  e  seguendo  il  Camino  passö  Itabulberga, 
Amais,  Contamina,  Settina,  Tarran,  Pocciolo,  Istorli,  et  alloggio 
a  Risa,*  cittä  assai  buona  et  ivi  nasce  gran  quantitä  di  zaffrano. 
indi  passö  per  Mont'agutto,^  terra  d'  un  conte  Muupobra,  *"  che 
prima  si  trova  nell'  entrar  di  Castilia,  dove  fussimo  trattati  alla 
Cathelana  et  all'  Aragonese.  passando  di  longo  Leutisca  e  Mo- 
rone,  loggiö  ad  Almazano,  cittk  assai  buona  sotto  a  detto  conte 
di  Mont'agutto,  posta  su  la  riva  del  fiume  Duero.  qui  si  fece 
una  caccia  de  tori  et  una  di  picciolissime  lepre  alla  foresta. 
indi  passö  Madus,  Tesuocco,  Baiugas,  Valdunebro,  ^  et  alloggio 


^  Mozota.  Der  Erzherzog  schlug  von  Zaragoza  aus  die  in  südwestlicher 
Richtung  auf  Calatayud  führende  Heerstraße  ein. 

*  Als  Stationen  der  angegebenen  Heerstraße  finde  ich  La  Muela  und  La 
Almunia  de  Dona  Godina,  Alfam^n.  —  Der  Fluß,  an  dem  Calatayud 
liegt,  ist  der  Jalon  (Xalon)  oder  Jiloen,  der  wenig  unterhalb  Zaragoza 
in  den  Ebro  mündet. 

'  Curame  s.  v.  a.  cojame  (Leder).  —  Ein  Bagatino  ist  eine  alte,  eigentlich 
venezianische  Münze  von  geringem  Betrag,  ein  Bruchteil  eines  Quat- 
trino,  der  wiederum  der  vierte  Teil  eines  Soldo  ist. 

*  Ariza.  Bis  hierhin  ging  die  Reise  den  Jalon  weiter  aufwärts;  von  den 
angegebenen  Zwischenstationen  finde  ich  Ateca  (=  Teche),  Alhama  (= 
Amais?),  Celina  (=  Contamina?),  alle  drei  am  Jalon.  —  In  Ariza,  oder 
etwas  weiter  oberhalb,  bei  Toralba  (wo  jetzt  die  Eisenbahn  abzweigt), 
wird  man  den  Fluß  verlassen  haben,  um  in  nordwestlicher  Richtung  über 
Moron  ins  Quellgebiet  des  Duero  zu  kommen. 

"  Montagndo  (im  Bezirk  von  Almazan). 

*  So? 

'  Bayubas  de  Abajo  im  Bezirk  von  Almaz&u  und  Valdenebro  im  Bezirk 
von  Burgo  de  Osma. 


55 

a  Borgodosme,  *  sede  episcopale  e  molto  civile  et  dalle  acque 
favorita,  che  quasi  tutta  h  rigata.  ivi  si  fece  un'  altra  pericolosa 
caccia,  che  rompendo  un  toro  una  sbarra  fatta  di  grossissimi 
travi,  salto  con  fracasso  tra  la  geute,  urtando  e  gettando  hör 
questo,  hör  quello  sozzopra.  il  domo  di  questa  cittli  congiongesi 
con  un  yagho  chiostro  et  h  molto  hello  e  ricchissimo  et  h  ben 
ornato  di  capelle  di  marmo  ben  fabricate;  le  ferrate  che  le 
chiudono  sono  tutte  adorate;  nel  meggio  della  chiesa  di  lucidis- 
sima  pietra  rossa  messa  a  oro,  con  una  bellissima  arca  tutta 
d'  argento  adorata  et  ingioielata  di  grandissimo  preggio,  fatta 
per  voto  d'  un  decano  al  corpo  venerabile  di  S.  Pietro  confes- 
sore,  mostra  un  cristofisso,  che  volandoli  un  gallo  su  la  testa 
un  servitore  lo  volse  scacciar  con  un  sasso  et  percotendo  il 
crucifisso  nella  testa  subito  n'  usci  sangue.  occorse  questo  mira- 
colo  notato  e  scolpito  in  marmo  ne  1'  anno  1272  a  21  di  de- 
cembre. 

Lassata  questa  cittä  gionse  co'  1  cardinal  a  Verlanga,  nella 
quäle  e  uno  assai  forte  castello  con  un  bei  tempio  et  un  magni- 
tico  palaggio.*  dopo  passo  Valdiconentes,  Santa  Maria  la  via,' 
et  gionse  a  Randa  di  Duero,*  cittä  assai  bella,  buona  et  amena, 
nella  quäle  fu  creato  un  tempo  Ferdinande,  hora  potentissimo 
re  de  Romani,  Ongaria  et  Boemia,  che  neir  anno  1505  naque 
in  Alcala  felicissimamente.^  fatto  qui  una  caccia  de  tori,  nella 
quäle  morse  un  giovine  Spagnolo,  indi  passo  San  Stefano,  San 
Martino,  Sette,  Alanga,  Oraduero,  *"  nella  quäle  come  miracolo 
si  vide'  una  fönte,  et®  gionse  a  PinafieP  guardata  da  un  ca- 
stello, il  quäle  e  situato  sopra  d'  un  monticello  tutto  rotondo, 
cinto  di  tre  muraglie,  una  al  piede,  una  a  meggio  et  1'  altra 
alla  cima,    il  quäle  h  di  vaghissima  prospettiva.     quivi  il  re  et 


*■  Bnrgo  de  Osma,  wenig  nOrdlich  vom  Duero,  Bischofssitz,  ani  linken  Ufer 
des  diesem  zuströmenden  Ucero,  (gegenüber  am  rechten  Ufer  liegt  das 
kleinere  Osma). 

*  Wohl  Velilla,  halbwegs  nach  Aranda? 
'  So?  Undentlich  in  der  Handschrift. 

*  Aranda,  Straßenkrenzungspunkt  (Soria— Valladolid  und  Madrid — Bargos). 
'^  Vielmehr  1503,  am  10.  Man  (in  AlcaU). 

*  Wohl  Boa  am  Duero. 

'  si  vide  ist  von  der  oben  8.  21  erwähnten,  indiriduelleren  Hand  korrigiert 
ans  vie. 

*  et  von  der  nämlichen  Hand  hinsogeffigt. 

*  PenaSel. 


56 

il  cardinale  unirono  le  corti  insieme.  e  s'  inviorono  verso  la 
Cadelmonte  presso  a  Olivaro,  ^  terra  del  gran  contestabile  di 
Castilia,  dal  quäl  fu  incontrato  con  una  bellissima  compagnia 
di  gentirhuomini  con  servitori  ben  a  1'  ordine,  con  zegalie^  in 
mano  e  con  allegrezza  grande  di  trombe,  gli  quali  per  bisogno 
de  cavalli  chi  muH  e  chi  bovi  inghirlandati  de  frondi  havevano, 
sopra  quali  erano  huomini  che  sonavano  gnacchare.  gionsero  al 
predetto  luoco,  nel  quäle  per  commodita  dei  signori  erano  pian- 
tati  diece  padiglioni,  et  il  resto  della  corte  loggiö  a  Olivaro, 
qui  il  gran  contestabile  usö  la  piü  gran  cortesia,  ch'  ancor  per 
tutto  il  viaggio  d'  Italia  e  di  Spagna  fusse  usata.  oltra  ai  son- 
tuosi  conviti  fece  ancor  le  spese  a  tutte  le  corti,  cosi  de  ser- 
vitori come  cavalli,  dando  torze  grosse  et  lumi  di  cera  a  ognuno 
et  quanto  bisognava,  con  un  presente  di  150  scudi  fatto  alle 
musiche  di  detti  prencipi.  in  questo  felice  pasaggio  a  nonie 
della  Serenissima  Infante  Maria  furono  presentate  a  Sua  Maestk 
doi  bellissimi  bacilli  d'  oro,  pieni  di  camiscie,  fazzoletti  et  altri 
drappi  a  uso  d'  huomo  ricchissimamente  lavorati.  qui  su  la 
sera  il  Serenissimo  et  inclito  prencipe  di  Spagna  Filippo,  ac- 
compagnato  dal  duca  d'  Alva  et  altri  prencipi  con  30  poste, 
venne  a  veder  et  abbracciar  il  Serenissimo  cugino  et  cognato 
suo  Massimiliano,  che  per  inanti  ancor'  non  s'  erano  veduti. 
lasciovi  considerar  con  quanta  dolcezza  e  soavita  d'  animo  1'  una 
e  r  altra  Altezza  dovessero  trovarsi !  et  chi  vide  questi  primi 
e  soavissimi  amplessi  e  non  lagrimo  di  dolcezza,  fu  piü  duro 
che  il  freddo  marmo.  Filippo  era  d'  anni  piü  maturo,  ^  Massi- 
miliano era  maggiore  di  statura,  et  l'  uno  et  V  altro  tengono 
quel  hereditario  labro  di  casa  d'  Austria. 

Fatta  la  sontuosa  cena  il  Serenissimo  prencipe  con  detti 
Spagnoli  et  poste  tornö  a  Vagliadolit.  1'  altra  mattina,  lasciato 
il  detto  palaggio,  eterno  testimonio  dei  primi  abraciamenti  de 
gl'  altissimi  giovini,  venne  a  Tudella  di  Duero,  ^  ivi  quei  signori. 


*  Olivares  de  Duero. 

*  So  von  der  erwähnten  Hand  am  Rande  statt  des  ursprünglichen  gigli, 
was  ausgestrichen  ist. 

"  Tatsächlich  waren  beide  Prinzen  nahezu  gleichaltrig;  Philipp  war  am 
21.  Mai,  Maximilian  am  31.  Juli   1527  geboren. 

*  Tudela,  wo  die  Straße  den  Duero  verläßt  und  in  nordwestlicher  Rich- 
tung nach  Valladolid  (an  der  Pisucrga,  rechtem  Nebenfluß  des  Duero) 
führt. 


57 

che  vennero  in  compagnia  del  gran  contestabile,  fecero  iina 
bellissima  caccia  de  tori  selvatici  alla  campagna,  cacciandoli  e 
tomandoli  tre  e  quatro  miglia  con  quelle  zegaglie,  che  dietro 
gli  portavano  i  servitori  loro,  della  quäl  ne  prese  grandissimo 
spasso  Sua  Maestk  e  tutti  quei  signori.  dopo  cavalcando  tutti 
in  un  drapello  verso  la  bella  Valiadolit,  s'  incootrorono  nel  Se- 
renissirao  prencipe  di  Spagna,  accompagnato  dal  gran  conte- 
stabile, il  nontio  del  papa  monsignor  Pogio,  et  da  quasi  tutta 
la  nobiltiv  di  Spagna.  et  dopo  gl  amorevoli  saluti  et  grate  ac- 
coglienze,  s'  inviö  Massimiliano,  in  meggio  al  prencipe  et  Car- 
dinal di  Trento,  verso  la  villa,  seguiti  da  quella  nobilissima 
compagnia,  le  strade  della  quäle  sin'  al  reggio  palazzo,  che  quasi 
doi  miglia  n'  erano  distanti,  erano  coperte  di  bianchissimi  panni, 
gli  pareti  di  razzi,  le  porte,  boteghe,  finestre  erano  ben  ador- 
nate  e  piene  tutte  di  principesse  et  illustri  donne  di  Spagna. 
smontito  al  detto  palaggio,  il  quale  era  adornato  di  finissimi 
razzi,  subito  andö  a  visitar  1'  Infante  Maria,  la  quale  era  in 
compagnia  di  molte  prencipesse,  come  cugina  et  hora  come 
sposa,  la  quale  obedi  a  Sua  Altezza  come  marito  datoli  da  Dio 
e  da  Cesare.  in  questo  tempo  il  duca  d'  Alva  presento  al  Car- 
dinal di  Trento  doi  bravissimi  gianetti  bianchi  quanto  un  cigno 
et  belli  quanto  mai  creasse  le  natura,  guarniti  di  veluto  creme- 
sino  riccamato  d'  oro  et  d'  argento  sino  in  terra  con  le  cavezze  ^ 
di  grossi  cordoni  d'  oro  et  di  seta  cremesina. 

La  sera,  che  fu  a  13  de  settembre  1'  anno  1548,  con  bei-  Septl3. 
lissime  musiche  et  feste  si  fece  quel  grandissimo  et  tanto  desi- 
derato  sponsalitio  de  1'  Infante  maggiore,  la  Serenissima  Maria, 
figlia  di  Carlo  Quinto,  et  Massimiliano,  primogenito  et  berede 
del  re  de  Romani  Ferdinando,  alla  presenza  del  Serenissimo 
prencipe  Filippo  di  Spagna  et  molti  duchi,  marchesi,  conti,  et 
nobili  baroni  et  delle  prime  prencipesse  et  illustri  donne  di 
tutta  Spagna  con  incredibil  letitia  et  alto  tripudio  universale,  il 
Cardinal  di  Trento  adunque,  mandato  da  1'  una  et  1'  altra  Maestk 
in  compagnia  di  Sua  Altezza  per  si  longhi  camini  a  queste  fe- 
licissime  nozze,  disse  latinamente  con  bellissima  cerimonia  in 
lode  del  matrimonio,  le  quali'  ho  tratte  dal  proprio  originale 
de  verbo  ad  verbum:  ,Pater  humani  generis,  idemque  omnium 


*  Pferdesaam. 

*  Man  erginse  hienror:  1'  infrascritte  parole  oder  ähnliches. 


58 

conditor  et  propagator,  Deus  omnipotens,  maximus  in  ipso 
statim  exordio  amaenissimo  veraeque  voluptatis  Paradiso,  cum 
Evam  ex  dormientis  Adae  costa  finxisset,  ut  hoc  scilicet  exemplo 
intiraam  necessitudinem  et  indissolubilem  vitae  societatem  con- 
jugibus  commendaret,  maris  ac  feminae  foelix  dulceque  con- 
jugium  instituit,  ut  deinceps  relictis  sua  sponte  parentibus  ad- 
haereret  vir  uxori  suae  et  uxor  vicissim  viro,  essentque  duo  in 
carne  una.  hinc  in  sanctarum  scripturarum  oraculis  nihil  un- 
quam  legimus  aut  audivimus  frequentius  quam  has  et  hujusce- 
modi  nuptiarum  christiani  conjugii  ac  matrimonii  venerabiles, 
blandas  et  dulcissimas  voces  vel  divinitus  instituta  toties  repetita 
encomia,  quae  nobis  prodidit  spiritus  ille  sanctus  per  tot  patrum 
et  sanctorum  ora  beatissima  Deique  plenissima.  profecto  unus 
omnium  David  rex  et  vates  in  cor  Dei  sanctissime  cecinit  in 
egregio  suorum  psalmorum  poemate,  non  vulgarem,  sed  praeci- 
puam  esse  inter  divinas  benedictiones  uxorem  a  domino  sortiri 
foecundam  et  uberem,  et  charissimos  ex  eadem  liberos  instar 
novellarum  olivae.  Salomon  item,  Davidis  filius  et  Davidici  regni 
ac  pietatis  haeres,  in  institutione  charissimi  filii,  dum  de  matri- 
monio  tamquam  de  re  maxima  omnium  et  omnibus  semper  rel- 
ligionibus  aucta  penitissime^  cogitat,  erumpit  in  haec  gestientis 
laetitiae  verba:  laetare,  fili  mi,  cum  muliere  adolescentiae  tuae 
et  in  amorem  ejus  delecteris  jugiter.  sit  cerva  tua  charissima 
et  gratissimus  hinulus,  ubera  ejus  inebrient  te  omni  tempore.^ 
Divo  Paulo  hie  animorum  nexus,  quocum  concorditer  ac  jocunde 
in  mutuis  sanctis  osculis  vivunt  christiani  conjuges,  magnum  est 
in  Christo  et  in  ecclesia  sacramentum.  principes  serenissimi  et 
vere  coelestes  animae,  haec  est  non  tarn  corporum  quam  ani- 
morum admiranda  catena  et  inestricabilis  nexus,  quem  non  fictus 
ille  et  ethnicorum  Himeneus,  sed  spiritus  nectit  sanctus  et  in- 
dissolubilibus  vinculis  compaginat,  atque  ita  compaginat  ut  nodo 
amabilissimo  et  inexplicabili  fiant  maritus  et  uxor  caro  una: 
quid  dico:  caro  una?  imo  verius  cor  unum,  spiritus  unus  et 
anima  una.  proinde  non  sine  numine,  quin  potius  spirito  sancto 
afflati,  inspirati,  a  Deoque  impulsi,  D.  Carolus  Caesar  ter  ma- 
ximus et  Ferdinandus,  reguni  omnium  longe  potentissimus  et 
maximus,   pius,   duo  fulmina  nostri  imperii,  cum  sancte^   caste, 


*  Vorlage:  penitissima. 
«  Psalm  5,  V.  18  ff. 


59 

diuf'ius  atque  altius  cogitassent  de  deligenda  charissima  eadeni- 
que  pulcherrima  ex*  perpetua  Caesarum  ac  regum  serie  uxore 
nobilissima  Sereoissimo  principi  et  domino  meo,  divo  Maxiuii- 
liano  Austriae  Archiduci  et  tot  urbium,  tot  provinciarum ,  tot 
regnorum  haeredi,  una,  quod  milies  faastum,  felix  fortunatum- 
que  sit,  una,  inquam,  occurristi,  inclyta  et  serenissima  Domina 
Maria  spiritu  sancto,  sie  Carolo  Caesari  et  Ferdinando  regi,  divis 
fratribus,  placet  etc. 

Qui  il  R""  cardinale  muto  idioma  et  in  lingua  Spagnola 
perconto  tres  vices  le  Serenitk  degli  dua  sposi,  se  voleano  ra- 
tificar  quello  che  giä  dal  Ser""  Massimiliano  in  persona,  et 
dalla  Ser°"  Infante  per  procuratore  cerca  al  matrimonio  con 
molta  solennita  et  cerimonie  era  stato  promesso  in  Genoa 
nel  palaggio  del  prencipe  d'  Oria.  et  rispondendo  il  Ser"" 
et  Ser°"  ogni  volta  de  si,  fa  fatto  realissima-  et  christianissi- 
mamente  il  felice  et  alto  sponsalitio.  e  sederono  prima  i  doi 
sposi,  il  prencipe  Filippo,  et  1' Infante  sorella  minore,*  dopo 
tutti  di  mano  in  mano,  dove  si  ballo  con  ogni  sorte  di  musica 
sin  alla  meggia  notte.  al  quäl  sponsalitio  et  gran  festa  faron 
presenti  tutti  gli  signori  col  resto  della  nobiltk  di  Spagna.  il 
Cardinal  dopo  finita  la  festa  passö  quella  notte  in  una  reale  et 
richissima  camera  del  palazzo  reale,  e  la  mattina  nel  spontar 
del  sole  vestito  in  pontificale  con  molta  ceremonia  et  religione,  Septlt 
adorno  d'  un  bello  e  richissimo  manto,  accompagnato  dal  legato 
di  Sua  Santita  et  gli  vescovi  di  Vercelli  e  San  Marco  et  altri 
honorati  prelati  di  sua  corte,  venne  alla  porta,  dove  in  una 
realissima  stanza  stavano  i  Ser""'  sposi  aspettando  la  bene- 
dittione  et  la  messa  con  una  religione  incredibile.  e  vestitosi 
il  Cardinal  per  dir  la  messa  i  prencipi  sposi  s'  ingenochiorono 
sopra  UD  real  scabello  riccamente  adobato,  e  con  silentio  grande 
e  con  molta  devotione  udivano  la  messa,  all'  oflFertorio  della 
quäle  offerirno  una  cera  bianca  et  una  moneta  d'  oro  per  uno. 
dopo  detto  il  Pater  noster  furono  dal  cardinale  coperti  d'  un 
bellissimo  velo  et  legati  ambi  insieme  con  una  catena  d'  oro 
al  collo.  finita  la  messa  di  novo  li  benedi  et  oltra  le  con- 
saete   beneditioni   v'  agionse    d'  abondanza  del    suo    core   tutto 


*  Handschrift  et  and  gleich  hernach:  uxor. 

'  Johanna;  sie  beiratete  sp&ter  den  Thronfolger  von  Portogal,  Johann  IV., 
t  1554,  and  wurde  die  Matter  des  angiflcklichen  KOnigs  Sebastian. 


60 

devoto  delle  serenita  loro  con  un  zelo  ardentissimo  1'  infrascritte 
parole : 

Deus  pater,  precibus  ab  imo  pectore  profectis  supplex 
hodie  oro,  ut  hoc  matrimonium  tuis  auspiciis  initum  prosperare 
digneris,  ut  ambobus  in  te  super  omnia  diligendo  colendoque 
unus  sit  animus,  quemadmodum  unam  carnem  esse  voluisti, 
illosque  et  in  tuo  nomine  feliciter  copulatos  castus,  mutuus  ac 
perpetuus,  obsecro,  jungat  amor,  ac  te  largiente  proveniant 
sibi^  utinam  liberi,  inde  reges,  Cesares,  qui  patrem  amabili  oris 
similitudine  referentes,  maternae  pudicitiae  testimonium  per- 
hibeant  et  arctissimam  charitatem  reddant  arctiorem. 

Poi  volto  al  Serenissimo  sposo  con  una  maniere  grave  et 
riverentemente  disse:  En  tibi  serenissimo  principi  ex  veris  re- 
gibus  totidem,  totidemque  Cesaribus  edito,  nuptui  hodie  traditnr 
serenissima  eademque  pulcherrima  ac  nobihssima  Maria: 

omnes  ut  tecum  meritis  pro  talibus  annos 
exigat  et  pulchra  faciat  te  prole  parentem. 

0  ita  res  beatissime  habeat,  ut  in  senecta  uberi  videatis  iilios 
filiorum  vestrorum  usque  ad  tertiam,  quartam  quintamque  ge- 
nerationem.  amen. 

Finita  questa  religiosissima  benedittione  andorono  in  Ca- 
mera a  congiongersi  in  spirito  et  in  carne,  nella  quäle  stettero 
sin  air  hora  del  desinare;  dopo  usciti  con  una  consolatione  uni- 
versale andorono  a  sedere  alla  reale  e  splendidissima  mensa, 
alla  quäle  aedh  il  prencipe,  il  cardinale  con  il  Poggio  et  al- 
quanti  de  piü  segnalati  prencipi  e  principesse  di  Spagna,  dove 
si  fecero  divinissime  musiche  et  altri  spassi  con  infinita  letitia 
d'  ognuno.  finita  questa  cosi  alta  solennita  volse  il  cardinal  di 
Trento  mostrar  secondo  il  solito  suo  1' infinita  sua  cortesia;  pero 
convito  i  serenissimi  prencipi  con  tutta  quanta  la  nobiltk  di 
Spagna,  non  guardando  a  quäl  si  fusse  spesa,  che  per  le  gran 
corti,  che  ivi  si  ritrovavano,  ogni  cosa  era  oltra  modo  cara,  tra 
le  quali  pago  [per]  venti  pavoni  120  scudi  d'  oro;  il  quäl  ban- 
chetto  si  potea  chiamar  imperatore  de  tutti  gl'  altri,  si  per 
r  abondantissime  et  delicatissime  vivande  di  quelle,  come  per 
favorito    dagli    invitti    prencipi    et   da   cinquanta   due   honorate 


*  Die  Lesart  ist  zweifelhaft.  Es  steht:  perveniat  (oder  proreniat?)  si  (un- 
deutlich) utinam  u.  n.  w. 


61 

teste,  tra  le  qnali  erano  ventitre  fra  corone,  duchi  e  marchesi; 
gl'  altri  erano  cardinali,  vescovi,  e  conti  segnalati,  al  quäle  fu- 
rono  futte  divinissime  e  dolcissime  musiche.  il  seguente  giorno 
si  fece  alchuni  dilettevoli  giuochi,  non  meno  belli  di  quelli  di 
Saragosa.  dapoi  si  fece  una  bellissima  et  honorata  caccia  de 
tori  selvatichi  et  feroci,  ma  con  grandissimo  periglio  de  gli 
prencipi  gioveni  Spagnoli  sopra  bellissimi  gianetti,  con  zegaglie 
sopra  mano,  et  da  altri  giovini  a  piedi  con  spada  e  cappa,  dove 
prima  si  vedea  quei  giovinetti  a  pi^  andar  con  alcuni  stimoli  a 
lanciarglieli  contro,  per  gli  quali  crescea  la  rabbia  de  detti  tori, 
che  dapoi  stizzati  andavano  contra  detti  cavalieri  et  giovanetti 
a  pie,  gli  quali  tanto  bene  si  deflfendeano  dalla  furia  de  tori 
con  il  leggiadro  maneggio  de  quei  gianetti,  con  1'  offesa  di  dette 
zegaglie,  et  parimente  quelli  con  le  loro  cappe,  che  ritrovandosi 
alle  pericolose  strette  gliele  gettavano  contra,  che  lasciando  loro 
ferivano  con  le  corna  et  calpestravano  dette  cappe,  nel  quäl 
tempo  si  salvavano  et  davanogli  delle  ferite.  ma  un  di  detti 
giovanetti  a  piedi,  atendendo  alla  difFesa  d' un  toro,  vennegli 
un'  altro  a  1'  improviso  et  lo  feri  con  un  corno  nei  buci  del  naso 
e  gli  penetro  dentro  al  cervello,  e  puoco  dopo  di  quei  colpo  ne 
rimase  estinto.  rimasero  feriti  in  quella  festa  o  tragedia  alcuni 
bellissimi  gianetti  con  pericolo  de  i  loro  signori  dalli  detti  tori, 
che  al  fine  poi  loro  da  quelli  a  piedi  con  le  spade  rimasero 
morti.  r  altra  sera  l'Arico  Intronato  da  Siena^  fe  una  reale  et 
magnifica  scena  con  bellissimi  intermedii  de  musiche  itahane  e 
spagnole,  e  recitar  gli  Suppositi  dell'  Ariosto  ^  con  una  breve  e 
bellissima  gionta  da  dottissimi  huomini  et  d'  alto  ingegno  com- 
posta,  et  con  ricchi  et  vaghi  habiti  recitata;  et  vuole  che  Fi- 
lippo  e  Massimiliano  siano  i  Menechmi  di  Plauto,  anci  di  Maria 
Infante  la  sposa  serenissima.  la  quäl  comedia  con  grandissimo 
diletto  d'  ognuno  durö  quasi  tutta  la  felice  notte. 

Mi  resta   dire   che  VagliadoHt  e   amenissima    e    bellissima 
villa  di  dodeci  mila  fuochi:  villa,  perchfe  i  stessi  habitatori  non 


Soll  heißen:  Aricio.  Dies  ist  der  akademische  Name  des  dramatischen 
Dichters  Antonio  Vignali  aus  iSiena  als  Mitglied  der  ,Accademia  degli 
Intronati'  in  Siena. 

,1  Suppositi'  ist  eine  Komödie,  die  Ariosto  1505»  für  den  Hof  von  Fer- 
rara  verfaßte.  Sie  beruht,  wie  der  Name  besagt  (=  supposti)  auf  Verwechs- 
lung zwischen  zwei  Personen,  wie  die  hier  erwähnten  Menechmi  (Zwil- 
linge) des  Plautus  (und  die  Komödie  der  Irrungen  Shakespeares). 


62 

vogliono  ch'  ella  sia  cittk,  per  poter  dire  che  sia  di  tal  nome 
la  piü  moilinda^  di  todo  lo  mondo.  si  che  si  puo  chiaraar  gioiello 
di  tutta  la  Castilia  degnamente  et  iustamente,  c'  habitata  la  piü 
parte  del  tempo  dal  re  per  il  bellissimo  sito  et  la  villa  commo- 
datissima,  i  palaggi  reali,  le  strade  amplissime,  il  paese  piü  de 
gl'  altri  fertile,  nella  quäle  quasi  tutti  gli  illustri  prencipi  di 
Spagna  hanovi  o  vi  tengono  palaggi  per  cortegiare  la  Catholica 
Corona,  qui  e  il  consilio,  che  tratta,  iudica  et  determina  de  1'  oro 
et  altri  thesori  de  1'  India;  sonovi  ancora  bellissimi  tempii  et 
superbi  collegi.  passa  quasi  per  meggio  la  terra,  superato  da 
bellissimi  ponti,  il  bei  fiume  Pisciorgo,  ^  che  la  fa  vaghissima, 
e  tanto  piü  quanto  per  queste  real  nozze,  oltra  le  pompe  de 
tanti  signori,  tal  che  la  terra,  il  cielo  et  ogni  cosa  giubila  e 
ride,  il  Pisciorgo  talmente  e  insuperbito  che  non  si  degnarebbe 
scriver  al  Danubio :  fratel  carissimo !  1'  usanza,  il  modo  del 
vestir  et  il  proceder  di  questo  regno  e  quasi  conforme  a  quello 
d'  Aragona. 

E  perche  si  ritrovava  a  queste  si  alte  nozze,  come  ho  gia 
detto,  quasi  tutta  la  nobilta  di  Spagna,  m'  affaticai  e  per  via  di 
cancellieri  e  per  altre  vie  d'  haverne  il  nome  de  tutti,  gli  quali 
trovai  tanto  cortesi  che  non  solamente  mi  diedero  il  nome  de 
quelli  ch'  erano  alla  presenza,  ma  ancor  m'  agionsero  quelli 
puochi  che  mancavano.  si  che  primieramente  vi  furono  le 
corone : 

Filippo  re  di  Spagna 

Massimiliano  re  di  Boemia 

Monsignor  Pogio  legato  di  Sua  Santita 

II  prencipe  degli  Asturi^ 

II  duca  d'  Arsona 

II  contestabile  di  Castilia 

II  duca  di  Friese  cubiculario  del  re 

L'  armiraglio  di  Castilia 

II  duca  di  Medina 

II  duca  di  Briar 

II  duca  di  Scalona 


»  So? 

'  Pisuerga,  rechter  Nebenfluß  des  Duero. 

^  Don  Carlos,  der  Sohn  Philipps,  damals  ein  dreijähriger  Knabe   (geboren 
am  S.Juli  1546). 


63 


II  (Iiica  di  Medina  dclla  Sidonia 

11  duca  d'  Arcos 

II  duca  de  Y  Infantasgo 

11  duca  d'AIva 

11  duca  di  Nasara 

II  duca  d'  Aqueda 

II  duca  d' Albuquerque 

11  duca  di  Cardonia 

II  duca  di  Segove 

II  duca  di  Gandia 

U  duca  di  Villa  formosa 

II  duca  di  Savidrc 

II  duca  di  Maqueda 

II  duca  di  Sezza 

II  duca  d'AIberchec 

II  duca  di  Luna 

II  contestabile  d'Aragona 

11  marchese  di  Berlanga 

II  marchese  di  Cuelar 

II  marchese  di  Baile 

II  marchese  di  Cocogliuda 

II  marchese  d'  Aliena 

II  marchese  di  Pozas 

II  marchese  da  las  Naves 

II  conte  di  Benivento 

11  conte  di  Luna 

D  conte  di  Cirvele 

II  conte  di  Rivadavia 

II  conte  di  Bondia 

II  conte  di  Uruegna 

II  conte  di  Medelin 

11  conte  d'AIva 

II  marchese  d'  Oristan 

n  marchese  di  Gothia 

U  marchese  d'Astorga 

II  marchese  di  Tariffa 

n  marchese  di  Zante 

II  marchese  di  Comares 

II  marchese  di  Crabaleone 

D  marchese  di  Moliria. 


64 

Portugalesi : 

II  Fonteiro  cavalier  di  Rodi 

II  duca  di  Brigantine 

II  duca  di  Colimbria 

II  duca  di  Viseo 

II  duca  d'Auria 

II  duca  di  Tasco 

II  duca  di  Barcele 

II  marchese  di  Villa  reale 

II  marchese  di  Terra  nova 

II  marchese  di  Monte  magiore 

II  marchese  di  Ferriera 

II  Cardinal  Bora' 

II  Cardinal  Coiro^ 

L'  arcivescovo  di  SiviHa 

L' arcivescovo  di  Toledo^ 

L'  arcivescovo * 

et  molti  altri,  gli  quali  vennero  con  Sua  Maesta^  et  sono  no- 
mati;  perö  non  starö  a  fastidire  altrui  e  faticar  me  stesso  in 
narrar  piü  oltra.  le  donne  erano  molte  in  compagnia  di  loro 
mariti  piü  vicini,  ^  delle  quali  per  mancarmi  il  tempo  non  puote 
pigliar  memoria  del  nome  loro. 

Finite  che  furono  queste  cosi  sontuose  et  altissime  nozze' 
e  dato  ordine  a  Massimiliano  del  governo  di  Spagna,  il  pren- 
cipe  di  Spagna  Filippo  co  '1  cardinal  di  Trento  et  corti  sue 
afFrettandosi  di  solcar  il  mare  avanti  che  1'  inverno  sopragion- 
gesse,  acioch^  con  si  grossa  armata  potesse  sicuramente  rivar 
a  buon  porto,  fecero  che  le  corti  anticipassero  il  tempo  et  an- 
dassero  ad  aspettar  in  Barcelona,  le  quali  si  partirono  il  giorno 


^  Zu  lesen:  Doria? 

*  Francesco  de  Mendoza,  Kardinal  1544,  f  1566. 

^  Die  beiden  Erzbischöfe  waren  Ferdinand  Valdos  von  Sevilla  1546 — 1568 
und  Johann  VIII.  Martinez  Siliceo  von  Toledo  1546 — 1557. 

*  So!    Der  Name  des  Bischofssitzes  fehlt. 
^  Nämlich  Maximilian. 

"  piü   vicini    gibt    keinen    Sinn;    es   ist   wohl'  predotti    oder   ähnliches  zu 

lesen. 
'  Den  deutschen  Reichsfürsten  gab  Maximilian  durch  die  oben  angeführten 

Schreiben    (Loserth,    Nr.  153  ff.)    von    dem    Vollzug    seiner  Vermählung 

Kunde. 


65 

di  San  Matheo/  da  I\  a  otto  giorni,  nei  quali  diede  espeditione  ö«pt.2i, 
a  molti  importanti  negotii  di  quei  regni.  et  lasciando  un  cosi 
pradente  prencipe  in  vece  sua,  con  honorata  corte  de  signori 
si  parti  dalla  bella  Valiadolit  et  cavalcando  con  detti  signori  et 
cardinale  fece  anch'  egli  la  via  di  Monserat  per  visitar  una  cos\' 
Santa  devotione,  che  dopo  confessatosi  et  udita  la  raessa  devo- 
tissimamente  si  comunicö,  et  di  longo  cavalco  alla  volta  di  Bar- 
celona, senza  pur  an  sei  spasso  ricever  in  tutto  quel  viaggio, 
nel  quale  per  la  partenza  di  Sua  Altezza  sempre  si  dimoströ 
tristitia  e  dolore,  ma  il  cardinale,  che  si  trovava  de  simil'  animo 
lontano,  desideroso  d'  honorar  un  tanto  prencipe  et  tanti  illustri 
signori,  ch'  erano  venuti  a  compagnarlo,  et  di  lasciar  indrieto 
la  famma  de  1'  innata  cortesia  sua,  fecegli  un  splendido  et  di- 
lettevole  convito  al  paragon  d'  ogn'  altro  che  ancor'  in  tal  viaggio 
fusse  fatto,  si  per  esser  il  paese  abondante  d'  ogni  cosa,  il  tempo 
piü  fresco  et  per  esser  in  un  cosi  vaghissimo  palaggio,  il  quale 
era  del  vice-re  di  Cathalonia  fuori  della  cittk  cerca  un  tirar 
d'  archibugio,  al  quale  si  va  per  una  dritta  ampla  e  verdegiante 
via;  apresso  al  quale  h  un  di  [piü]  belli  giardini  di  tutta  Spagna, 
tutto  salegiato  di  finissima  maiolica,  depinta  a  varie  Fantasie  et 
inventioni  con  una  fönte  in  meggio  tutta  di  iinissimo  marmo, 
con  bellissime  figure  a  tutto  rilevo,  che  con  varii  modi  spargono 
abondantissima  aqua,  che  poi  per  molti  canaletti  similmente  di 
marmo  si  va  spargendo  et  adaquando  quelle  cosi  vaghe  colli- 
nette,  che  di  varii  fiori  et  saporite  herbette  sono  tanto  ben  Or- 
nate; le  quali  erano  divise  da  bellissimi  sciepi  fatte  di  cedri, 
limoni  et  altri  simili  frutti,  tanto  alte  e  tanto  ben  unite  che  con 
la  vagha  mostra  de  frutti  che  fuori  di  quelle  si  scoprivano, 
veramente  pareano  tanti  naturali  razzi.  e  tanto  soave  odore  da 
quelli  e  dalle  collinette  sortiva  fuori  che  era  una  maraviglia. 
al  capo  di  detto  giardino  era  un  luoco  verso  Oriente  della 
forma   d'  una   gran   loggia   meggio   coperto   et   depinto    a    varii 


'  Vom  21.  September,  aus  Valladolid,  datieren  Verwendungsschreiben  Ma- 
ximilians an  den  KOnig  Ferdinand  and  an  seine  Schwester,  Herzogin 
.Vnna  von  Bayern,  für  zwei  Personen  seines  Reisegefolges,  welche  sich 
jetzt  von  ihm  trennten  nnd  die  Rückreise  antraten :  Jaroslav  Smificky 
(Geroslaw  v.  Smiersitz)  nnd  einen  alten  Diener  Cima.  Loserth,  a.  a.  O. 
Nr.  157  f. 

'  Cosi  ist  nachgefttgt,  anscheinend  von  der  mehrerwähnten  individuelleren 
Hand. 

Pontes,  I.Abt.  Bd.  IX.  5 


66 

paesi ;  ^  1'  altra  parte  era  scoperta,  ma  cinta  tutta  d'  una  sot- 
tilissima  ragnata  con  molti  arborselli  di  lauri,  mirti,  mortelle  e 
ginepri,  che  la  rendevano  vaghissima;  sopra  gli  quali  givan  vo- 
lando  varii  angelli  scherzando  e  cantando,  bagnandosi  in  una 
fönte  a  meggio  detto  luoco  tutta  di  marmo  intagliato.  dalla  banda 
da  meggiogiorno  eravi  una  bellissima  et  grandissima  facciata 
depinta  a  paesi  e  caciaggioni,  la  quäle  divideva  quel  vago  orto 
da  un  grandissimo  et  amenissimo  giardino  pieno  d'  ogni  sorte 
de  frutti,  nel  quäle  s'  intrava  per  una  grandissima  et  bellissima 
porta,  sopra  la  quäle  era  una  grande  aquila  con  tutte  1'  arme 
depinte  de  regni  di  Spagna  con  quelle  sette  saette  einte  da 
quel  breve  degno  d'  esser  scritto  in  ogni  parte:  VNITAS.  et 
neir  entrar  di  quella  eravi  una  longhissima  pergola,  al  meggio 
de  la  quäle  si  faceva  in  croce,  et  tanto  era  ben  compartita  con 
detti  frutti  che  parea  che  '1  paradiso  terrestre  ivi  fusse  trasportato. 
qui  tutto  il  giorno  fu  dispensato  in  giuochi,  musiche,  facetie  et 
altri  spassi  e  piaceri  diversi. 

Approssimandosi  il  tempo  di  partirsi  il  prencipe  con  tutta 
la  Corte  sua  cavalcö  alla  volta  di  Roses,^  dove  d'Andrea  d'  Oria 
con  r  armata  era  aspettato,  che  dopo  doi  giorni  il  cardinale 
montato  sopra  una  galea  d'  Antonio  d'  Oria  sequi  il  prencipe, 
lasciando  che  la  corte  sua  lo  seguisse  sopra  breghentini.  ^  et 
passato  S.  Polo  furon  da  crudel  fortuna  assaliti  e  di  tal  sorte, 
che,  se  cosi  presto  non  si  giongeva  a  Blanes,^  dove  con  gran- 
dissima difficultä  si  smontö  per  1'  ingordissirae  onde,  che  non 
lasciavano  aprossimarsi  nh  fermarsi  presso  alla  piaggia,  puoco 
mancö  che  tutti  ivi  si  samano  affogati,  e  puoco  piü  che  si  tar- 
dava,  o  che  la  fortuna  tutti  ci  somergeva  o  ci  cacciava  in 
Africa.  la  quäl  fortuna  vedendo  noi  piü  cressere  et  in  quella 
villa  mancar  il  vivere,  quasi  ognuno  si  parti  da  detto  luoco  con 
grandissima  e  continoa  pioggia  et  cosi  a  piedi  pigliö  il  camino 
verso  la  falda  d'  un  monte,  dalla  quäle  descendea  un  picciol 
rivo,  che  poi  per  la  detta  pioggia  alquanto  era  cresciuto,  per  il 


^  D.  i.  Landschaften;  siehe  weiter  unten:  depinta  a  paesi  e  caciaggioni. 

'  Rosas,  Hafenstadt  in  der  Nordostecke  Spaniens. 

'  Im  Gegensatze   zu   den  hochbordigen  Galeeren  (galea),   den  eigentlichen 

Schlachtschiffen,    sind    die   brigantini    lange,    flache,   hauptsächlich   dem 

Transporte  dienende  Fahrzeuge. 
*  S.  Pol   und    Blanes,    Ortschaften   an   der  Küste   zwischen  Barcelona  und 

Palamos. 


67 

quäle  dalla  matina   fin   al   mezzo   giomo  ci  convene  hör  andar 
per  dritto,  hora  per  traverso. 

£  con  questi  grandissimi  stenti  caminando  per  quelle 
balce^  de  Monti  Pirenei,  quasi  a  mezza  notte  si  gionse  a  San 
Silich'  non  cibandosi  d'  altro  che  de  certi  frutti,  che  producono 
certi  arbuscelli  alquanto  piü  grossi  delle  fraghe  e  dil  medemo 
colore  et  sapore;  et  ivi  essendo  ognuno  dalla  pioggia  penetrati 
fin  dentro  la  camiscia,  fatto  buon  fuoco  si  asciugö  e  cen6  a 
galline  con  porai  invece  di  pane,  et  brodo  di  quelle  in  vece  di 
vino.  la  seguente  mattina  seguendo  drietro  il  mare  per  la  costa 
del  monte,  si  gionse  a  Palamoses,'  dove  era  il  cardinale,  che 
poi  montato  con  la  corte  sua  sopra  le  galere  di  Antonio  d'  Oria 
passö  Tosso,  Amparic,  Toreas,  Castilione  col  fiume  Fordetta,* 
e  la  sera  d'  Ogni  santi  gionse  a  Roses,  dove  re  Filippo  con  tutta  Not.  i. 
la  Corte  si  trovava  con  1'  armata  ingrossata  sin'  a  62  galere  e 
tante  altre  na  vi.  delle  quali  galere  21  era  sotto  al  prencipe 
d'  Oria  con  1'  insegne  rosse  et  nere  fatte  a  scaglioni,  il  nome 
delle  quali  era  la  Imperia,  de  cinque  remi  e  trenta  banchi,  la 
Capitana,  Signora,  Brava,  Vittoria,  Justitia,  Temperanza,  For- 
tezza,  Fortuna,  Doria,  Sirena,  Perla,  Marchesa,  Pelegrina,  Don- 
zella,  Comare,  Divitia,  Aquila  e  Villana;  quindeci  de  Spagna 
sotto  al  governo  di  don  Bernardin  Mendozze  con  la  livrea  tur- 
china  et  una  Stella  d'  oro  in  mezzo,  chiamate  Capitana,  Patrona, 
Santa  Barbara,  Luna,  Stella,  Vittoria,  Imperiale,  Spagnola,  Gra- 
nata,  Siviliana,  Francese,  Mendozza,  Vedoa  et  la  Cruciata  con 
la  croce  rossa;  diece  il  regno  di  Sicilia,  delle  quali  quatro  erano 
sotto  a  Berlinger  con  una  croce  rossa  in  campo  bianco,  queste 
ehiamavansi:  Capitana,  Patrona,  Aquila  e  Califfa,  due  di  Gri- 
maldi  bianche  e  rosse  a  mandole  scacate,  Capitana  e  Patrona; 
due  dil  capitano  Vesconte  Cicala,  a  liste  bianche  e  zizoline, 
Capitana  et  Gatta,  due  dil  marchese  de  Terranova  a  liste  nere, 
rosse,  gialle  etturchine:  Capitana  e  Sant'Angelo;  et  sei  d' An- 
tonio d'  Oria  con  liste  rosse  e  nere:  Capitana,  Patrona,  Fede, 
Speranza,  Amicitia  e  Ventura. 


'  leg.  falde? 

*  San  Feliz  de  Goixols? 

'  Palamos.  Im  ersten  s  ist  mit  stärkerer  Tinte  korrigiert. 

*  Toza  oder  Tosa,  Ort  mit  Vorgebirge;  weiterhin  begegnen  Ampnrias, 
Torroellas  and  Castellen  (oder  Castellen  de  Amparias);  in  der  NIhe  der 
Floß  Tordera. 

6* 


Imbarcatosi  adunque  il  re  et  il  cardinale  con  le  corti  e 
molti  soldati  spagnoli,  et  alciato  da  1500  stendardi  delle  dette 
livree  et  datto  alle  trombette,  ch'  erano  da  cerca  200,  et  con 
infinita  letitia  sparata  tutta  1'  artegliaria,  fecero  vela  a  la  volta 
della  bella  et  desiderata  Italia,  et  passato  Capoche,  Portoligado, 
Canzon,  Eingarta  e  Cova  gionse  a  Porto  Colibri,^  su  la  riva  del 
quäle  erano  ossa  dl  pesce  cosi  grandi  che  dalla  longa  da  molti 
furono  iudicati  tanti  travi.  qui  per  gli  venti  contrarii  si  fermö 
tre  di;  dopo  seguendo  drieto  al  lito  passö  Parpignano,  alquanto 
dentro  al  lito,  poi  Rochetta,  Canette,^  Enna,^  Villalonga,  Santa 
Maria  de  mar,*  Torelias,  San  Lorenzo  et  il  fortissimo  castel  di 
Salses,  il  quäle  giace  all'  incontro  di  Cavo  di  Locata,  confini  di 
Spagna  e  Francia,  che  nel  passar  di  quello  fu  dal  prencipe 
d'  Oria  scorta  una  picciolissima  nuvola,  la  quäle  sorgea  dalla 
banda  di  levante;  et  havendo  preso  di  quella  gran  sospetto 
fece  dar  la  volta  a  1'  armata  indrieto,  afFretandola  verso  il  detto 
Porto  di  Colibri,  et  non  pot^  esser  cosi  presta  che  la  fortuna 
con  crudelissimi  assalti  la  sopragionse  da  cerca  un  miglio  presso 
a  detto  porto  su  1'  oscurarsi  del  giorno,  e  con  grandissimo  pe- 
riglio  stentö  fino  a  mezza  notte  inanti  che  potesse  dar  a  riva 
con  puoca  speranza  d'  ognuno  di  potersi  per  la  rabbia  di  quella 
e  per  1'  oscurissima  notte  salvare.  qui  si  puö  considerar  quanto 
ci  importi  il  ritrovarsi  sotto  alla  custodia  d'  un  ottimo  e  pru- 
dente  duce,  massime  di  una  tanto  famosa  armata  come  era 
questa,  la  quäle  si  riposava  sotto  V  ombra  di  questo  vigilante  et 
esperto  vecchio,  che  senza  lui  tutta  quella  bella  armata  per  la 
distantia  de  porti  era  pericolosa  di  andar  a  male,  che  per  lui, 
mediante  la  gratia  di  Dio,  si  retirö  salva  in  questo  cosi  lontano 
porto  con  grandissima  pietk  di  quei  nudi  schiavi,  ch'  erano  tanto 
stanchi  per  il  longo  lor  vogare  ch'  a  pena  poteano  ripigliar  il 
spirito;  de  gli  quali  altri  si  continuamente   erano  con  sferze  et 

*  Die  Namen  sind  wohl  arg  entstellt.  Capoche  ist  vielleicht  Cadagnes  bei 
Cap  de  Creus  im  Distrikte  von  Gerona(?);  Porto  Colibri  ist  wohl  das 
Städtchen  Collebriöres  oder  Couloubri^res  im  Distrikte  von  Hyöres;  nach 
der  Lage  würde  allerdings  eher  an  Collioure  bei  Koussillon  zu  denken 
sein.   (Portoligado  =  Bellegarde?) 

'  Canet  wenig  nördlich  von  Perpignan. 

*  Eine  (Helena),  alte  Stadt  am  Flusse  Tet,  damals  noch  Sitz  des  1602 
nach  Perpignan  verlegten  Bistums. 

*  Sainte-Marie-de-Mer;  es  folgen  Torreilles;  Saint-Laurent-de-la-Salanque ; 
Salses;  Leucate. 


69 

corde   crudelmente   flagellati   che  le  cami  li  pioveano  di  abon- 
dante  sangue. 

Per  quel  che  da  1'  un  sol  a  1'  altro  io  scerno 
E  da  r  un'  hör'  a  1'  altra  i  provo  e  sento 
Una  galea,  dando  le  vele  al  vento, 
Si  puö  chiamar  con  veritk  1'  Inferno. 

In  lei  Caronte  sti  1'  estate  e  il  verno, 
Varcando  i  tristi  a  1'  ultimo  tormento, 
E  vi  siede  Pluton  con  1'  arso  mento, 
Vago  d'  udir  il  lamentar  etemo. 

In  lei  sono  le  fxirie  maledette, 
Mille  angeliche  torme  desperate 
Con  Radamante  giudice  severo. 

In  lei  s'  odono  voci  al  ciel  erette 
Delle  misere  genti  flagellate, 
Traendo  ai  piedi  un  carro  non  leggero. 

Fermatasi  tre  giorni  in  detto  porto  et  cessata  la  Fortuna, 
passati  un'  altra  volta  detti  luoghi  gionse  nel  golfo  di  Leone, 
e  radendo  sempre  dietro  al  hto  pass6  San  Pietro  di  Maragona, 
Narbona,  Agade,  Mompolier,  Frontignano,  Mugoli,  Isola  de 
r  Anguilade.  et  assaliti  un'  altra  volta  da  crudel  fortuna  fe  scala 
nel  porto  Hto  d' Aquamorta,  citt^  posta  tra  il  fiume  Araurius* 
et  il  Rodano,  temporeggiando  la  bonaccia  per  cinque  giorni.* 
passö  le  tre  Marie,'  Manguelomme,*  1'  isola  di  Sticados,'^  la  quäle 
h  dal  fiume  Rodano  tutta  circondata,   le   foce  del  quäle  in  piü 


*  Aranris  oder  Aramios  in  der  Gallia  Narbonensis,  jetzt  Höranlt.  Der  in 
den  Cevennen  entspringende  and  unweit  Agde  in  den  Golfe  da  Lyon 
mündende  Flaß  gibt  dem  Departement,  in  welchem  Montpellier  and 
Cette  liegen,  den  Namen. 

*  Narbonne,  Agde,  Montpellier,  Frontignan,  Magnelonne,  Aiguesmortes. 

'  Golfe  de«  Saintes-Maries  (oder  des  trois-Maries)  zwischen  den  Rhone- 
mündangen. 

*  Wiederam  Magnelonne? 

'  StoSchades  ist  ein  alter  Name  für  die  Hyerischen  Inseln,  an  die  hier 
jedoch  nicht  gedacht  werden  kann;  vielmehr  ist  aagenscheinlich  die 
Camargae  gemeint. 


rami  pigliano  cerca  trenta  miglia.  dopo  passo  Arli,  Le  Fosse, 
Martegue^  et  quella  matina  gionse  per  mezzo^  Marsilia,  le  for- 
tezze  della  quäle  erano  ancor  benissimo  proviste  et  V  armata 
alquanto  retirata  dentro  al  golfo.  pigliato  acqua  senza  disturbo 
alchuno  su  la  mezza  notte  si  parti  et  passando  tutte  quelle  no- 
minate  citta,  nel  passar  del  bei  castel  de  Monaco  posto  a  1'  alto^ 
fu  salutato  il  preneipe  di  222  canonate,  et  cosi  di  longo  gionse 
alla  bella  cittk  di  Savona,  guardata  da  un  moderno  et  fortissimo 
castello,  nella  quäle  soleva  esser  il  piü  bei  porto  di  tutto  il  Mare 
Mediterraneo,  il  quäle  la  faeea  molto  traficabile  per  la  commo- 
dita  del  passo  della  Francia,  che  dopo  i  Genovesi  per  il  danno, 
che  pativano  per  quello,  lo  guastorono.^ 

Et  ivi  affertossi*  ad  aspetar  le  navi,  che  nella  prima  for- 
tuna  s'  erano  alciate  in  alto  mare  et  dopo  sin'  all'  hora  non 
Nov.  25.  s'  erano  piü  viste,  gionto  il  di  de  santa  Catherina  fece  vela  e 
sul  mezzo  giorno  gionse  al  bei  luoco  di  Sesse,^  nel  quäl  naque 
il  preneipe  d'  Oria,  adorno  di  bellissimi  palaggi  et  amenissimi 
giardini.  ivi  riposati  et  rinfrescatisi  con  una  mirabil  colatione, 
che  il  detto  preneipe  havea  fatta  praeparare,  con  infinita  letitia 
universale  per  il  desiderio  ch'  havea  ogn'  uno  dal  longo  et  pe- 
ricoloso  viaggio  d'  arrivar  in  porto,  con  il  suono  di  tante  trombe 
furono  alciati  tutti  quei  stendardi  bellissimi  e  bandiere,  e  con 
bellissima  ordinanza  di  tre  galere  per  fila,  alla  testa  della  quäle 
era  1'  Imperiale  dove  era  Sua  Altezza,  con  la  Capitania  d'  An- 
tonio d'  Oria,  dove  era  il  cardinale,  a  banda  destra,  et  quella 
di  don  Bernardin  Mendozza  a  sinistra,  seguitate  dalla  Capitania 
del  marchese  di  Terranova,  quella  di  don  Gratia  et  quella  di 
don  Berlingeri,  et  cosi  da  1'  altre  con  detto  ordine,  con  1'  anti- 
guardia  delle  due  da  Monaco  di  Grimaldi  et  retroguardia  del 
Cicala.  et  con  questa  abondante  allegrezza  insieme  con  le  navi 
inviandosi  verso  Genova  gionse  alla  bella  ed  altissima  torre 
della  Lanterna,  la  quäl  fece  segno  alla  cittk  et  altri  luochi  con 
r  artegliaria.  e  discoprendosi  a  puoco  a  puoco  gli  monti,  castelli, 


^  Arles,  Le  Bausset,  Martignes. 

*  So  Handschrift,  wohl  kaum  richtig. 
»  Im  Jahre  1525. 

*  Soll  heißen:   afferratosi,   von   afferrare,  in  der  Bedeutung  sich  festlegen, 
vor  Anker  gehen. 

'  Sestri   Ponente,  kurz  vor   Qenua?  Geburtsort  Andrea  Dorias  ist  jedoch 
Oneglia  an  der  Riviera  di  Ponente   zwischen  Savona  und  Vontimiglia. 


71 

bastioni,  la  citth  insieme  col  mole,  el  porto  con  le  navi,  corain- 
ciorono  detti  luochi  a  sparar  tanta  artegliaria,  tanta  da  Y  armata, 
che  oltre  al  grandissimo  strepito,  che  intonava  il  ciel,  i  monti, 
il  mare  et  la  terra  si  st^  gran  pezza,  avanti  che  detti  Inoghi  si 
potessero  scoprire  pel  grandissimo  ftimo  di  quelle. 

Gionti  al  palazzo  del  prencipe  d'  Oria  ivi  dal  duce  e  dalla 
Signoria  di  Genoa  con  la  guardia  di  300  corsaletti  sotto  a  bel- 
lissimi  archi  triomfali  fu  ricevuta  et  accompagnata  dentro  a 
quello,  et  la  guardia  allogiö  di  fuori. 

Accadfe,  perchö  ogni  giomo  gli  Spagnoli  veniano  licentio- 
samente  dentro  la  citta,  che  havendo  gli  cittadini  per  il  disturbo 
che  gli  davano,  alquanto  sospetto,  impetrorono  dal  re  Filippo 
an  bando,  che  dovessero  star  fuori  a  suoi  logiamenti  a  loro 
consignati.  e  perch^  non  restas-ano  per  questo  di  venir  dentro 
in  diverse  sette,  gU  cittadini  dubitandosi  di  maggior  disturbo, 
tenevano  buona  guardia  alla  piazza  et  alle  porte  della  citta,  et 
parimente  gli  mercanti  et  artisti  stavano  armati  nelle  boteghe 
loro  mezze  chiuse  et  ben  proviste  d'  armi,  d'  aste  et  archibugi. 
standosi  dunque  con  questo  sospetto,  ecco  che  tre  Spagnuoli 
ritrovandosi  su  la  porta,  dove  sta  la  guardia  della  Signoria,  con 
suoi  archibugi  apparati  sotto  alle  cappe,  dubitando  la  guardia 
di  costoro  gU  dissero  che  dovessero  levarsi  dalla  porta  et  andar 
al  viaggio  suo,  overo  mozzar^  le  corde.  gli  quali  risposero  non 
voler  far  n^  Tun  ne  1'  altro;  per  la  quäl  cosa  misero  mano  alle 
alabarde  e  con  quelle  n'  uccisero  doi  di  loro.  alcuni  altri,  che 
potevano-  esser  da  trenta,  anch'  eglino  con  suoi  archibugi  a 
r  ordine,  gli  quali  erano  sparsi  ivi  di  fuori  e  per  la  scala  della 
Signoria,  sentendo  il  romore  corsero  a  quella  volta,  ma  presto 
furono  pentiti,  perch^  dalla  detta  guardia  furono  rebatuti  et  a 
colpi  di  picche  et  allabarde  discaciati  a  buon  passo.  non  cosi 
tosto  fu  sentito  il  romore  nella  cittä,  che  subito  tutta  salto  in 
arme  et  corse  alla  volta  di  detti  SpagnoH,  gli  quali  piü  che  in 
fretta  si  retirorono  sotto  riva,  dove  stavano  da  cerca  300  altri 
cosi  armati  d'  archibugi.  ma  tanto  grande  e  presto  fu  1'  impeto 
de  cittadini,  che  se  presto  non  si  salvavano  nel  palazzo  di  don 
Gratia,'  era  pericolo  che  restassero  tntti  morti.  in  questo  tempo 


^  So  ist  wohl  statt  morzare  za  lesen. 

*  So,  wohl  Garcia  zu  lesen ;  vermutlich  ist  der  Palajst  des  kaiserlieheu  oder 
spanischen  Gesandten  in  Genua  gemeint. 


72 

il  signor  Antonio,  correndo  con  suol  servitori  a  una  porta  U 
vicina  per  sicurarla,  un  giovinetto  soldato,  ch'  era  alla  guardia 
di  quella,  non  sapendo  ancora  il  successo,  s'  oppose  con  1'  archi- 
bugio  contra  detto  signore;  per  il  quäl  atto  fu  mosso  a  tanto 
sdegno  che  segli  aventö  adosso  con  detti  servitori,  dai  quali  fu 
ferito  e  preso,  che  inteso,  poi  che  cessato  fu  il  romore,  la  escu- 
sation  di  fedeltk  sua  non  tanto  gli  perdonö,  ma  gli  duplicorono 
la  paga  in  vita  sua.  inteso  questo  il  re  di  novo  fece  un  bando, 
che  tutti  detti  Spagnoli  stessero  a  suoi  loggiamenti  in  pena  della 
disgratia  sua. 
Dez.  8.  n  di  della   Concettione    della   Madonna    Sua  Maestk  fece 

1'  entrata  in  detta  cittk,  inanci  alla  quäle  andavano  da  600 
gentil'  huomini  Spagnoli,  Todeschi  et  Italiani  sopra  bellissimi  e 
ben  guerniti  cavalli,  gli  quali  con  bei  ordine  procedevano  a  tre 
per  fila  con  suoi  staffieri  riccamente  vestiti  alle  loro  livree.  dopo 
seguiva  la  guardia  di  Sua  Maestk  di  50  Spagnoli  con  le  alla- 
barde  et  cappe  con  due  bände  di  veluto,  una  bianca  et  una 
rossa,  et  50  Tedeschi  con  tabarri  in  simil  livrea.  nella  quäl 
guardia  veneva  il  marchese  di  Pescara  a  par  a  don  Francesco 
da  Este,  dapoi  il  duca  di  Sezza  et  1'  almirante  di  Castilia,  il 
duca  d' Alva  et  don  Ferante  Gonzaga;  poi  seguiva  dodeci  trom- 
betti  et  12  staffieri  in  simil  livrea  inanci  a  Sua  Maestk,  la  quäl 
veneva  in  mezzo  al  cardinal  di  Trento  et  al  cardinal  Coiro 
sopra  un  bellissimo  gianetto,  tutto  guernito  di  veluto  nero  ricca- 
raato  d'  argento  con  cappa  casacca  et  beretta  di  veluto  simil- 
mente  guernite  d'  argento,  seguitata  dal  cardinal  d'  Oria  et  il 
cardinal  Cibo.  drieto  a  questi  veniva  il  duca  di  Savoia  vecchio 
et  r  ambasciatore  de  Venetiani,  quali  volendo  ambi  di  compagnia 
seguir  Sua  Maestk  vennero  a  gran  contrasto  del  preceder  del 
luoco  loro  con  dire  uno  esser  e  d'  antichitk  e  dignitk  un  de 
primi  duchi  d'  Italia,  et  1'  altro  in  rapresentar  la  piü  alta  et  po- 
tente republica  di  tutta  la  Christianitk ;  che  non  volendo  il  detto 
ambasciatore  per  1'  inclita  degnitk  de  suoi  signori  in  alcun  modo 
ceder'  al  detto  duca,  fu  pregato  dal  re  Filippo,  che  posponendo 
la  degnitk  da  banda  fusse  contento  per  suo  amore  di  cederli 
solamente  per  1'  antichitk  de  V  etk  sua ;  alli  preghi  del  quale 
air  hora  si  piegö  a  quella  sol  dimanda  a  dargli  il  luoco  che  a 
lui  perveneva.  dopo  seguirono  gli  altri  a  confusione.  e  nell'  in- 
trar  della  porta  fu  salutata  d'  alquanti  pezzi  d'  artegliaria  e  cosi 
and6   passo   passo   mirando  V  infiniti  archi  trionfah,  sopra  quali 


73 

erano  dilettevoli  musiche,  tra  i  quali  archi  v'  en*  era  uno  che 
rapresentava  tutti  gli  paessi  sudditi  8uoi,  et  iin'  altro  maggiore 
con  quatro  gran  figure  a  color  di  bronzo  con  suoi  brevi  in 
mano,  che  significava  la  Spagna,  la  Francia,  la  Germania  et 
r  Itaha.  piü  inanti  v'  en'  era  un'  altro  di  vaghezza  et  belta  non 
inferiore  a  gl'  altri  con  altre  quatro  maggior'  figure,  le  quali 
con  suoi  brevi  denotavano  1'  Asia,  1'  Africa,  1'  Europa  et  il  Monde 
novo,  gli  quali  nel  mirargli  li  rendevano  molto  diletto.  raa  piü 
era  quello  di  quelle  vaghe  finestre,  sopra  le  quali  stavano  quelle 
gentilissime  signore  Genoese  con  quelle  teste  cosi  ben  adornate 
di  bellissimi  tiori,  come  se  fusse  stato  di  primavera,  che  gion- 
gevano  vaghezza  di  quelli  alle  tante  angeliche  figure.  tanto  che 
con  questa  felicitk  gionse  su  la  piazza  del  domo,  dove  il  duce 
con  la  Signoria  sotto  alla  guardia  di  ducento  alabardieri  era 
aspettante.^  nell'  intrar  della  porta  era  un  grandissimo  Hercole 
con  un  mondo  sopra  gli  humeri,  inchinato  in  atto  di  presentarglielo. 
rivato  al  choro,  dove  era  un  frontispicio  con  le  arme  de  pren- 
cipi  christiani,  salvo  ehe  del  Christianissimo  re  di  Francia, 
andato  a  1'  altare,  sopra  il  quäle  era  quel  bellissimo  cadino  di 
smeraldo,  fece  1'  ofterta  et  dopo  s'  ando  a  sentare  in  una  bel- 
lissima  sedia,  sotto  a  un  baldachino,  il  quäle  con  la  sedia  era 
di  brocato  d'  oro  riccio  sopra  riccio  con  franze  del  medemo  a 
torno,  e  cosi  tutti  gl'  altri  prencipi  sedettero  secondo  il  grado 
loro.  udita  la  messa,  la  quäle  con  cerimoniosa  pompa  et  divi- 
nissima  musicha  fu  cantata  dal  cardinal  d'  Oria,  con  quella  me- 
desima  compagnia  et  istesso  ordine  ritorno  al  palaggio. 

Non  vedro  biancheggiar  forsi  il  levante 
Diece  volta  dai  raggi  de  l' Aurora, 
Che  da  basso  nel  schifib  e  a  poppa  e  prora 
Non  piü  me  corcaro  fiocco  e  tremante. 

Nfe  vedrö  voci  gridar  chiama  Gigante, 
Chiama  Gigante  repetendo  ogn'  hora, 
Che  raostacciuto  a  guisa  della  suora 
Del  sol,  quand'  el  riguarda  fiss'  inante. 

Nfe  v'  andran  ribombando  ne  1'  audito 
Dei  marinari  le  parole  strane 
E  i  fischi  intesi  dalla  turba  ignuda, 


*  So?  Text  aspetUU. 


u 

N6  terremoto  horrendo  aspro  mugito 
Di  squassate  catene  e  d'  onde  insane 
Mi  fark  viver  d'  una  vita  cruda. 

Essendo  statto  da  vinti  giorni  in  detta  citta,  parsegli  d'  an- 
dar  a  far  natale  in  Milano,  e  fatta  marchiar  la  corte  inanci, 
passü  per  Seravalle^  e  Tortona  sul  fiume  Ambro  ^  et  Voghera 
e  gionse  a  Pavia  sopra  al  bei  Ticino,  di  fuori  della  quäle  e  una 
bellissima  abatia  detta  la  Certosa,  circondata  con  un  muro  di 
quatro  miglia  quasi  in  fortezza,  nel  quäl  barco^  fu  fatto  prigione 
il  Christianissimo  re  Francesco,  udita  ivi  messa  cavalcö  di  longo 
alla  volta  di  Milano  et  gionto  presso  a  quello  tre  miglia  fu  in- 
contrato  da  una  banda  di  trecento  archibugieri  a  cavallo  et 
due  altre  di  cavai  leggieri.  non  cavalco  molto  che  s'  incontrö 
in  cinque  bellissimi  squadroni  di  gente  d'  arme  in  ricchissime  e 
variate  livree.  gionto  con  questi  apresso  le  mura  s'  incontrö  nei 
senatori  della  citta  tutti  ricchissimamente  adobati,  e  nell'  entrar 
della  porta  Ticinese  fu  incontrata  da  un  drapello  di  gentil'  huo- 
mini  con  ruboni  di  veluto  pavonazzo  riccamati  d'  oro.  puoco 
dopo  fu  incontrata  dal  marchese  di  Caravaggio*  con  24  gen- 
til' huomini  giovinetti,  tutti  vestiti  di  veluto  bianco  con  le  azze 
del  medemo  guernite  del  medemo  brocato  d'  oro,  dove  apresso 
a  detta  porta  era  un  ponte  postizzo,  il  quäle  passava  sopra  via 
alle  mura  con  otto  grandissime  statue  di  color  di  marmo  a  tutto 
rilevo,  che  rapresentavano  le  cittk  di  quel  stato,  le  quali  mos- 
travano  di  ofFerirgli  quelle  cose  che  piü  a  quelle  apartenevano ; 
le  quali  erano  Pavia  con  una  Corona  regale  in  mano,  Cremona 
con  un  castel  in  mano,  Alessandria  con  corno  di  spiche,  Lodi 
con  le  mamelle  in  atto  di  lattare,  Como  con  un  vaso  che  parea 
versar  grand'  aqua,  Tortona  con  un  monte;  Vigeven  con  Ver- 
zeih havean  altri  significati.  alla  summitä  del  ponte  era  una 
bellissima  torre,  nella  quäle  eran  depinte  Y  arme  imperiali  et 
di  casa  d'Austria  con  la  vitta  di  Sua  Altezza.  alla  porta  della 
cittä  di  dentro  era  un'  altro  arco  tutto  di  simile  et  altre  diverse 


*  Serravalle  am  Austritte  der  Scrivia  aus  dem  Gebirge. 
'  Tortona  ebenfalls  an  der  Scrivia. 

'  Soviel  als  parco. 

*  Caravaggio,  bekanntlich  der  Geburtsort  des  nach  dem  Orte  benannten 
Malers  Michelangelo  Amerighi  (1569 — 1609),  liegt  38  km  östlich  von 
Mailand. 


75 

arme;  non  molto  longi  da  quello  v'  en'  era  un'  altro  fatto  a  bel- 
lissime  Fantasie,  all'  incontro  di  quello  sene  rapresentava  un'  al- 
tro non  meno  vago  del  compagno.  gionto  alla  piazza  ne  trovö 
un'  altro  piü  grande  e  piü  hello  de  tutti  gl'  altri,  alla  summitk 
del  quäle  era  uua  graudissima  Aquila  Imperiale  con  una  fama. 
per  banda  su  le  spatiose  sponde  tra  una  cantonata  a  1'  altra 
erano  otto  bellissime  figure  in  eolor  di  bronzo  di  casa  d' Austria; 
le  quatro  a  banda  destra  erano  Massimiliano  imperatore,  Filippo 
re  di  Spagna/  Carlo  quinto  et  il  Serenissimo  prencipe;  a  sinis- 
tra  erano  Ferdinando  re  de  Romani  con  gli  tre  figliuoli  Massi- 
miliano re  di  Boemia,  Ferdinando  areiduca  d' Austria  et  Carlo 
il  prencipe.^  a'  1'  intrar  del  gran  domo  eranvi  due  grau  statue 
di  tutto  rilevo,  una  era  David  col  capo  del  gigante  Golia  in 
mano,  et  1'  altra  Judit  col  capo  d'  Oloferne  in  mano.  sopra  la 
porta  del  domo  eravi  depinto  a  chiar'  e  scuro  il  nascimento  de 
Sua  Altezza  adorno  di  varie  Fantasie,  rivata  al  choro,  dove 
tutta  la  chieresia  della  detta  citta  vi  s'  era  ridotta  e  dove  si 
Faceva  una  divinissima  musica  di  voci  et  instromenti,  andö  a 
r  altare  a  Far  1'  ofFerta  et  in  quel  tempo  Fu  dal  Fortissimo  cas- 
tello'  sparata  infinita  artegliaria.  uscita  dil  domo  inti'6  in  Corte 
Vecchia,*  alla  porta  della  quäle  era  un'  arco  con  due  statue  a 
tutto  rilevo,  una  era  Marte  e  1'  altra  era  Mercurio,  con  altre 
quatro  apresso,  che  erano  la  Justitia  et  Temperanza  a  banda 
destra,  et  la  Fortezza  con  la  Prudenza  alla  sinistra.  alla  scala 
del  palazzo  era  1'  altro  arco  con  doi  huomini  selvatichi  a  tutto 
rilevo,  dal  mezzo  in  giü  Fassati,  e  sopra  1'  arco  era  una  figura 
con  il  scettro  in  mano  a  tutto  rilevo,  che  figurava  Sna  Altezza 
con  doi  angioli  in  aria,  che  gli  tenevano  una  corona  imperiale 
sopra  al  capo.  entrata  nella  gran  sala  tutta  adobata  di  bellissi- 
me tapezzarie,  Fu  da  molti  illustri  signori  con  divinissime  mu- 
siche  recevuta,  stando  con  infiniti  intratenimenti  tin  al  Natale.  Des.  25. 
n  Cardinal  di  Trento   in   su  la  mezza  notte  in  pontificale  ando 


'  Erzherzog  Philipp,  Sohn  Maximilians  und  Vater  Karls  V.,  Gemahl 
Juanas,  der  Erbin  Spaniens,  f  25.  September   1506. 

•  Ferdinand,  geb.  1529,  f  1595;  Karl,  geb.  1640,  f   1590. 

'  Das  Castello  (Kastell)  im  Westen  der  Stadt,  zuerst  von  Galeozzo  ü.  Vis- 
conti 1368  erbaut,  noch  jetzt  ruinenhaft  erbalten,  aber  neuerdings 
wieder  ausgebaut  und  zur  Anfiaahme  der  städtischen  Sammlungen  herge- 
richtet. 

♦  Vgl.  oben  8.  36. 


76 

a  udir  messa  in  Corte  Vecchia  con  Sua  Maestk,  dove  con  so- 
lennita  grandissima  di  musica  si  cantö  il  Matutino,  il  Te  Deum 
con  la  risposta  dell'  organo  et  una  divina  voce,  che  dentro  can- 
tava,  e  cosi^  la  messa  con  solenni  cerimonie  alla  Spagnola, 
degne  veramente  da  esser  da  un  tanto  prencipe  e  signori  udite 
e  Vedute. 

Approssimandosi  il  tempo  che  il  re  si  dovea  partire,  il 
cardinale  lasciatolo  in  quei  trionfi  et  dilettevoli  spassi,  che  ogni 
di  si  facevano  per  la  cittk,  con  tutta  la  corte  si  parti  et  passato 
Cassano  sopra  Ada,  Trevino^  et  Martinengo  col  fiume  Serio 
sul  paese  Venetiano,  passö  ancora  Olio  a  Pontoio^  e  La  Mela 
appresso  a  Brescia,  dapoi  il  fiume  Chiese,  Lonado/  Desenzano 
alla  riva  del  lago  di  Garda,  Peschera,  dove  il  Mentio  riesce 
dal  detto  lago,  la  Chiusa^  sopra  Adice,  et  intrato  nel  Trentino 
seguendo  drieto  al  fiume  per  la  bella  e  spaciosa  valle  gionse 
a  Trento  et  ivi  fece  preparare  da  recever  et  honorar  Sua  Maesta 
al  par  d'  ogn'  altra  cittä,  che  dapoi  compite  le  feste  in  detta 
citta  di  Milano  si  voltö  verso  Mantoa,  nella  quäle  fu  con  gran- 
dissima pompa  ricevuta  et  honorata.  et  venendo  poi  alla  volta 
di  Trento  et  passando  per  il  paese  Venetiano  non  mancorono 
quelli  magnifici  Signori  delle  sue  sollte  amorevolezze  e  cortesie. 
in  questo  tempo  il  cardinale  con  bellissima  compagnia  de  gen- 
^^^^  tir  huomini  et  sei  insegne  de  soldati  il  di  de  s.  Sebastiano  1549 
rivo  ai  confini  del  paese  suo  et  con  grate  e  riverenti  accoglienze 
ricevutala  quella  sera  con  crudelissimi  freddi  allogiorno  a  Hala, 
et  la  medema  notte  agiacciö  1'  Adice  et  morsero  doi  Spagnoli 
alla  guardia  di  Sua  Maestk  di  freddo. 

In  questo  tempo  il  cardinale  hebbe  nuova  che  il  duca 
Mauritio  novo  elettore^  et  il  cardinal  d'Augusta'  venevano 
per  le  poste  a  far  riverenza  a  Sua  Maesta.  lasciata  dunque 
quella  a  Hala,  ritornö  un'  altra  volta  con  detta  corte  a  Trento, 


*  Hier  ist  wohl  zu  ergänzen:  si  compiS  oder  ähnliches. 
'  Treviglio,  wenig  östlich  von  der  Adda. 

*  Pontoglio  am  Oglio  unweit  Brescia. 

*  Jetzt  Lonato. 

"  Die  sogenannte  Veroneser  Klause. 

*  Kurfürst  seit  1647,  feierlich  belehnt  zu  Augsburg  am  24.  Februar  1548. 
—  Über  Moritz'  Abstecher  nach  Venedig  vgl.  v.  Langenn,  Moritz,  Herzog 
und  ChurfUrst  zu  Sachsen  I,  S.  416. 

'  Otto  von  Truchseß,  Bischof  von  Augsburg  1543—1673,  Kardinal  1644. 


77 

et  1'  altro  di  li  andö  a  incontrar  da  cerca  doi  miglia  fiiori  della  Jan.  21. 
cittk.  et  depo  i  debiti  saluti  donö  al  duca  Mauritio  im  bellissi- 
ino  gianetto  bianeo  quanto  un  arraelino,  tutto  guernito  di  veluto 
ereraesino  riccamato  d'  oro,  et  al  cardiaale  una  bellissima  mula 
<ruernita  di  veluto  nero  cosi  riccamato,  gli  quali  haveva  in  detto 
terapo  condotti  di  Spagna,  con  grate  et  amorevoli  parole.  in- 
trorono  in  detta  cittk.  V  altro  di  tutti  di  compagnia  venero  a  Jan.  22. 
ricever  il  Serenissimo  prencipe,  il  quäle  con  detta  sua  corte  et 
insegne  di  casa  Madruzza  s'  era  apressato  alla  cittk.  et  ivi 
fattogli  ognuno  riverenza  con  amorevoli  accoglienze  gli  presento 
un  bellissimo  turco  ricchissimamente  guernito,  et  montatogli  so- 
pra  vennero  alla  volta  della  citta.  le  strade,  dove  dovea  passar', 
erano  dalla  porta  di  quella  sin  al  castello  coperte  di  bellissimi 
panni  con  le  porte  et  finestre  adomate  di  tapezzarie,  sopra  le 
quali  stavano  molte  illustri  donne,  cosi  Germanie  come  Italiane; 
et  entrati  dentro  visitorono  il  tempio  e  dapoi  vennero  alla  piazza, 
dove  era  un  bellissimo  castello  di  legno,  e  fu  sparato  molte 
bocche  di  fuoco  con  infiniti  raggi,  che  poi  ataccato  il  fuoco 
dentro  dalle  grandissime  vampe  in  un  subito  fu  consumato.  se- 
guendo  per  detta  strada  sotto  a  bellissimi  archi  gionse  alla 
piazza  del  castello,  su  la  bocca  della  quäle  nel  mezzo  della  via 
era  una  statua  inargentata  e  tutto  rilevo  di  30  cubiti  alta,  posta 
sopra  a  una  grandissima  basa  di  color  di  pietra,  nella  quäle 
erano  scritte  le  laudi  di  Sua  Maestk.  nell'  entrata  di  quella  era 
un  meraviglioso  arco  di  color  di  bronzo  con  molte  figure,  sopra 
dil  quäle  era  una  grandissima  aquila  imperiale,  la  quäle  nei 
suoi  artigli  teneva  le  due  colonne  d' Hercole  con  questo  breve: 
PLVS  VLTRA!  di  sopra  alla  testa  stavano  doi  angeli  con  una 
Corona  imperiale  in  mano,  et  ogni  cosa  era  apartata  et  a  tutto 
rilevo  con  infiniti  troffei  di  veri  corsaletti,  corazze,  celate,  ala- 
barde,  spedi,  spade,  scudi  et  rodeile  degnaraente  lavorate  et 
messe  a  oro,  poi  v'  erano  stendardi,  bandiere,  trombe,  tamburri, 
gnaccare  et  altri  simili  istromenti  da  guerra,  gli  quali  in  vero 
per  essere  altresi  ogni  cosa  naturale  rendevano  mirabile  spet- 
tacolo. 

Rivata  su  la  piazza,  dove  erano  piantate  due  altissinie  pi- 
ramidi  di  Giulio  Cesare  nella  mederaa  forma  di  quelle  di  Koma, 
discese  dalla  piü  alta  torre  del  castello  un  drago,  che  conti- 
noamente  gettava  fuoco,  il  quäle  andö  a  percuoter  in  una  balla 
rotonda   della  grandezza  di  una  gran   böte,   che   significava  il 


78 

mondo,  il  quäle  era  depinto  a  torno  con  bei  compartimento, 
che  stava  sospeso  in  aria  in  mezzo  della  piazza,  et  subito  da 
quello  pereosso  cominciö  a  sparar  tanti  schioppi  e  per  1'  aria 
scorrer  tanti  raggi  con  il  furore  dell'  artegliaria,  che  da  ogni 
banda  si  sparava,  che  1'  un  da  V  altro  non  tanto  non  si  udiva, 
ma  neanco  si  scorgeva,  n^  peranco  sapevano  dove  ritrarsi  al 
sicuro.  finiti  questi  strepitosi  lampi  entrö  in  castello,  sula  porta 
del  quäle  era  una  statua  grandissima  d'  huomo  a  tutto  rilevo, 
collegata  sopra  a  una  riva  con  un  gran  vaso  sotto  al  braccio 
destro,  che  mostrava  di  versar  aqua,  che  voleva  significar 
l'Adice,  che  con  alcuni  versi  gloriavasi  della  venuta  di  Sua 
Altezza. 

Dapoi  la  sontuosa  cena,  la  quäle  fu  continoata  da  dilette- 
voli  musiche  et  piacevoli  trattenimenti,  per  dar  spasso  a  Sua 
Maestk  fece  comparer  un  smisurato  drago,  il  quäle  da  ogni 
banda  gettava  fuoco  et  andava  con  la  testa  tant'  alta  che  gion- 
geva  alle  finestre  adornate  di  signore  Italiane  e  Germane.  in 
questo  tempo  comparse  un'  asino  naturale,  al  quäle  con  ingegno 
li  havevano  posto  al'  orecchie  et  alla  coda  alcuni  cononi,  che 
senza  nocerlo  continoamente  gettavano  fuoco,  il  quäle  per  il 
spavento  di  quello  si  misse  a  muggiare  et  a  scorrer  di  tal  sorte 
per  la  gente  ch'  era  su  la  piazza,  che  con  gran  risa  d'  ognuno 
ffe  sgombrarla  tutta.  dapoi  questo  si  mostro  un  grandissimo 
Hercole  su  la  bocca  d'  un  horrendo  inferno,  il  quäle  domava 
un  smisurato  mostro,  che  di  continuo  gettava  fuoco,  dal  quäle 
subito  sorti  un  Cerbero,  il  quäle  anch'  egli  dalle  bocche  et  orec- 
chie gettava  fuoco,  che  dapoi  tutti  rimasero  da  Hercole  vinti 
et  superati,  et  con  questo  solenne  spasso  si  fece  fine. 
Jan.  23.  L'  altra  sera  il  cardinale,   il    quäle   mai  si  trovava  stanco 

d'  honorar  secondo  il  suo  costume  ogni  sorte  di  prencipi,  massi- 
mamente  questo  cosi  grande,  con  tanti  altri  ch'  all'  hora  si  ri- 
trovavano  alla  presenza  sua,  f^  ordinär  un  bellissimo  combatti- 
mento  alla  sbarra,  a  picea  e  stocco,  gli  mantenitori  del  quäle 
furono  tre  illustri  e  ben  nominati  signori  Bresciani,  splendor  a 
tempi  nostri  di  quella  honorata  patria,  Gio.  Battista  Gavardo, 
Marc'  Antonio  et  Lucca  Calini,  gli  quali  con  bella  mostra  et 
honorata  livrea  comparsero  in  campagna;  gli  venturieri  furono 
molti  con  belle  et  variate  livree.  dopo  finito  con  grandissima 
meraviglia  d'  ognuno  si  f^  una  bellissima  festa  alla  Tedesca  et 
Italiana,   dove   ballö   il  re  con  tutti   quelli  honorati  prencipi,  il 


79 

quäle  cominciava  a  domesticarsi  e  tener  il  brindice  con  il  duca 
Mauritio  et  altri  prencipi  a  suasione  dei  cardinale  et  di  lettere 
di  Cesare,  essortandolo  a  sapersi  intratener  con  i  prencipi 
Qermani. 

Finito  con  questi  si  solenni  spassi  tutto  il  niese  di  genaro, 
il  re,  desideroso  di  ritrovarsi  in  Fiandra,  dove  dal  genitor  suo 
Carlo  Quinto  era  aspettato  nella  cittk  di  Brusello  con  grandis- 
simi  et  magni  preparamenti  di  feste,  giostre  e  triorafi,  che  da- 
poi  si  haveva  da  conferire  insieme  gli  alti  et  importanti  secreti 
loro,  con  molte  cerimoniose  parole  et  grate  Offerte  da  1'  una  e 
r  altra  parte  si  part\  con  1'  honorata  sua  corte  dal  cardinale,  et 
gionto  a  Berselle^  con  inünita  letitia  fu  ricevuto  dal  padre  e 
dalla  citta,  la  quäle  non  inancö  di  honorarlo  et  riverirlo  con 
detti  et  altri  spassi. 

Dopo  la  partita  del  re  detto  da  Trento  fu  datto  principio 
al  sacro  conciiio  in  detta  cittk,  alla  guardia  del  quäle  fu  eletto 
capitano  il  conte  Silvio  di  Porcia,  come  per  le  sue  qaalitä  ha- 
bilissimo  a  tale  et  si  degno  ufficio. 

Desideroso  il  duca  Mauritio  di  haver  una  musica  Italiana, 
ne  pregö  il  cardinal  di  Trento  che  di  questo  lo  volesse  favo- 
rire.  il  quäl  fatta  una  elettione  di  sei  della  sua  propria  gl'  ene 
ffe  benigno  dono.*  et  avanti  che  tornasse  in  Germania,  volse 
veder  una  parte  de  1'  Italia,  e  partito  con  il  cardinale  d'  Augusta 
piegö  il  Camino  verso  Venetia,  e  gionti  che  furono  in  quelia 
inclita  cittk  cosi  mezzi  incogniti,  furono  da  quelli  incliti  signori 
subito  discoperti,  dai  quali  con  ogni  sorte  di  cortesie  furono  et 
in  quelia  et  altre  citta,  dove  per  il  dominio  suo  passarono,  hono- 
ratamente  ricevuti  et  riveriti.  stati  a  Mantoa,  Milano  et  altre 
citta  di  Lombardia  con  grandissima  sodisfattione  delle  cortesie 
in  quelle  ricevute,  fecero  ritomo  a  Trento.  et  ivi  firmatisi  alcuni 
giomi  nel  principio  de  marzo  seguitorono  il  lor  Camino  verso  ii»rx. 
Germania,  et  passata  la  bella  valle  rigata  dal  fiume  Adice,  di 
terre,  castelli  et  vigne  copiosissima,  gionsero  a  Bolzano,'  cittk 
con  molte  hosterie  per  il  grandissimo  trafico  di  tre  fiere  che  vi 
si  fanno  a  1'  anno,  cosi  de  Italiani  come  Tedeschi.  et  torgen- 
dosi  per  un'  altra  valle  piü  stretta,    per  la  quäle  con  strepitoso 

»  D.  i.  BrQMel  (oben  Brusello). 

*  Unter  diesen  sechs  Musikern  befand  sich  auch  unser  Autor,  s.  die  Ein- 
leitung (8.  11). 

•  Bozen. 


80 

corso  descende  il  fiume,  passo  il  colmo,  dove  h  im  bellissiino 
palaggio  imperiale/  et  la  Chiusa,  Persanone  cittk  episcopale, 
Sterzen  et  il  Prenec,^  dal  quäl  luoco  descendono  doi  piccioli 
rivi,  uno  volto  verso  Germania  et  1'  altro  verso  Italia,^  e  creddo 
che  qui  sia  il  piü  alto  luoco  di  detto  viaggio.  passato  Leur, 
dove  in  una  stretta  valle  h  una  bellissima  tavola  di  bronzo  da 
cerca  doi  brazza  in  ogni  banda,  benissimo  nel  sasso  incastrata 
sotto  a  una  ferrata,  nel  proprio  loco,  dove  le  due  corone  altis- 
sime  Carlo  Quinto  et  Ferdinande  il  fratello  con  infiniti  abbra- 
ciamenti  s'  incontrorono,  che  per  molti  anni  inanci  non  s'  erano 
ancor  visti,  nella  quäle  per  eterna  memoria  era  scolpito  nel 
medemo  luoco,  dove  s'  incontrorono  con  le  due  grosse  compagnie 
et  le  due  Maesta  agiontesi  per  mano  ritratto  dalla  vera  finoso- 
mia  loro  a  meggio  rilevo,  con  questa  memoria  sotto,  sicome  fin 
al  dl  d' hoggi  si  puö  chi  vuol  vedere:* 

jimperatori  Caesari  Carole  V.  P.  F.  Aug.  ex  Hispaniis  Italiaque 
susceptis  imperialibus  coronis  advenienti;  et  Ferdinande  Hun- 
gariae  Boemiaeque  regi  e  Pannoniis  occurrenti,  optimis  princi- 
pibus  ad  perpetuam  publicae  laetitiae  memoriam,  quod  fratres 
ante  annos  VIII  digressi  summis  inter  mortales  honoribus,  re- 
gnis,  triumphis  aucti  hoc  in  loco  salvi  sospitesque  convenerunt 

anno  salutis  MDXXX. 
Frid.  Franciscus  a  Monte  Niveo  Stenaci 
praefectus  mandato  regio 
fieri  curavit.' 

^  Die  Trostburg  oberhalb  Waidbruck? 

*  Klausen,  Brixen,  Sterzing,  Brenner. 

'  Die  dem  Inn  zuströmende  Sill  und  der  Eisack,  Nebenfluß  der  Etsch. 

*  Besozzos  Angaben  hier  sind  ebenso  zutreffend,  wie  er  die  Inschrift  mit 
Ausnahme  von  ein  paar  unwesentlichen  Abweichungen,  die  wohl  auf 
Rechnung  des  Abschreibers  kommen,  genau  kopiert  hat.  Der  Ort  der 
Zusammenkunft  war  der  Paß  Lueg,  ungefähr  zwei  Gehstunden  nördlich 
von  Innsbruck.  Das  Monument  selbst,  welches  bis  etwa  vor  tiO  Jahren  an 
jener  Stelle  sich  befand,  ist  seitdem  verschwunden,  ohne  daß  man  weiß, 
wohin  es  gebracht  und  auf  wessen  Anweisung  oder  bei  welchem  Anlasse 
es  entfernt  wurde.  Eine  Abbildung  findet  sich  in  Bodenehrs  ,Curioses 
Staats-  und  Kriegstheatrum  dermahliger  Begebenheiten  in  Tyrol';  hier  liest 
man  auch  die  Inschrift;  außerdem  findet  sich  letztere  mitgeteilt  in  dem 
Werke  des  tirolischen  Historikers  Staffier:  »Tirol  und  Vorarlberg,  Inns- 
bruck 1842',  I,  S.  970.  —  Ich  verdanke  diese  Angaben  der  freundlichen 
Mitteilung  des  Vorstandes  des  k.  k.  Statthaltereiarchivs  zu  Innsbruck 
Herrn  Prof.  Dr.  Michael  Mayr. 


81 

Passato  Stena,  Motra  gionse  in  Sprue,*  cittk  metropolitana 
nobile  et  molto  bella,  posüi  in  una  bellissima  et  spatiosa  cam- 
pagna,  pur  con  le  sponde  d'  aitissimi  et  horridi  monti  non  mai 
di  neve  privi,  per  mezzo  la  quäle  passa  il  iiume  Eno  rigando 
le  mura  di  detta  eitth.  qui  per  la  vaghezza  et  amenitä  cosi  de 
giardini  come  de  palaggi,  che  quasi  tutti  sono  depinti  et  messi 
a  oro,  la  piü  parte  del  tempo  demorano  le  regine  figliole'  di 
Ferdinand©  all'  hora  re  de  Romani.  de  qui  ancor  passano  quasi 
tutti  gli  principi  et  mercanti  che  negotiano  per  tutta  Germania, 
Fiandra,  Hongaria  et  Italia.  di  faori  di  detta  cittji  h  fondata 
una  bellissima  chiesa,  dove  sono  tutte  le  imagini  de  prencipi 
di  casa  d'Austria  di  bronzo  cavate  dal  proprio  naturale.'  ivi 
con  amorevoli  parole  et  grate  Offerte  si  licentio  il  cardiuale  dal 
duca  et  presa  la  via  d'Augusta  a  man  manca  cavalco  in  detta 
banda.  et  Mauritio  si  torse  drieto  il  fiume  et  passö  Hala,  nella 
quäl  cittk  si  fa  bianchissimo  sale  d'  un'  aqua  mirabilmente  per 
certi  canali  dagl'  aitissimi  monti  condotta.  poi  passö  Sboz*  citta 
ben  populata,  dove  si  cava  gran  quantitk  di  argento  et  rame; 
poi  passo  Rotembbergo  e  Copstan,^  dismontato  a  Bosserborgo,*' 
cittk  bellissima  del  duca  di  Bavera,  quasi  tutta  cinta  dal  fiume 
Eno.  passö  ancora  Enaspergo^  monastiero  di  grande  entrata  et 
di  puoca  charitä,  che  essendo  obligati  per  la  lontananza  de 
loggiamenti  ad  albergar  ogni  passaggiere,  gli  pascono  con  uno 
vade  in  pace!  non  si  cavalco  molto  che  intrato  in  un  grandis- 
simo  bosco*  si  vide  piü  di  500  tra  caprioli  e  cervi.  passato 
quello  con  una  bellissima  campagna  da  frunienti  gionse  alla 
bella  citta  di  Monaco  sopra  il  fiume  Iser,  della  quäle  in  altro 
luoco  ne  farö  mentione.'  desideroso  il  duca  Mauritio  di  veder 
Ingolstadio    con   il   sito   degli  esserciti  Cesarei  et  Protestanti,  ** 

'  Steinacb,  Matrei,  Innsbruck. 

*  Vgl.  anten. 

'  Ob  die  Prämonstratenserabtei  Wüten,  eine  Viertelstunde  vor  Innsbruck, 
nach  dem  Berge  Isel  zu,  gemeint  ist? 

*  Schwaz  am  Inn. 

'  Rattenberg  und  Kufetein. 

*  Wasserburg  zwischen  Rosenheim  und  Mahldorf  am  Inn. 
'  Ebersberg. 

*  Der  Ebersberger  Forst. 

*  Vgl.  den  Schluß  des  ganzen  Werkes. 

"  Nämlich   während   des   Herbstes    154«,    wo  sich    die   beiden    Heere   hier 
längere  Zeit  gegenübergelegen  hatten. 
Fontes.    I.Abt.  Bd  IX.  r. 


82 

si  volse  in  quelle  parti  et  passato  Pruc,  FaflPenoffcn^  com  .  .  .  .^ 
gionse  a  detta  fortissima  citta,  la  quäle  e  cinta  di  due  fosse, 
tra  le  quali  h  uno  bastione  tanto  alto  che  cuopre  non  tanto  tutte 
le  case  di  dentro,  ma  anco  tutta  la  muraglia,  di  sorte  che  non 
si  scuopre  altro  che  la  cima  delle  spessissime  torri.  sono  gli 
baloardi  di  fuori  e  di  dentro  spessi  e  ben  forniti  d'  artegliaria 
grossa  e  minuta  et  le  porte  da  simili  molto  ben  guardate  oltra 
li  portoni,  sarasinesche  ^  con  tre  et  quatro  ponti  levatori  per 
una.  dalla  banda  del  Danubio  ha  doi  grossissimi  baloardi  et 
bastioni  alle  teste  col  fortissimo  castello  ben  fornito  d'  artegliaria 
e  monitione.  dalla  banda  dove  erano  gli  essersiti,  h  la  chiesa 
della  Madonna*  con  due  fortissime  torri,  sopra  le  quali  e  una 
colubrina^  per  daneggiar  molto  forte  il  campo  de  nemici;  nella 
quäle  **  sono  alcuni  depositi  dei  piü  famosi  che  morsero  in  detta 
cittk  et  impresa  con  li  epitafii   del  nome  loro,  in  questo  modo: 

Hie  Malspina  jacet  Latie  Constantius  ore 
Nobile  qua  florent  Ascula  rura  decus:'^ 

Hie  ductor  peditum  pugnans  constanter  in  hostem 
Caesaris  et  fidei  fortiter  occubuit. 

Virtutis  merito  socii  monumenta  locarunt 
A  patria  propere  quae  potuere  procul. 


Molliter  hoc  Jani  Thomae  tegit  ossa  sepulcrum 
Ascula  bizarrum  quem  sua  terra  vocat.  ^ 


'  Unterbruck  an  der  Amber;  Pfaffenhofen  an  der  Um. 

^  Kleine  Lücke  in  der  Handschrift. 

«  D.  i.  Fallgatter. 

■*  Die  gotische  Frauenkirche,  ein  Bau  des  15.  Jahrhunderts,  in  der  unter 
anderen  Johann  Eck  begraben  liegt. 

^  Geschütz  (Feldschlange). 

®  Nämlich  in  der  Kirche. 

'  Ein  marchio  a  Malaspina,  der  bei  Marxheim  Ende  September  1546  ver- 
wundet wurde,  kann  wohl  hier  nicht  gemeint  sein,  da  er  Reiterführer 
war  (DrufFel,  Viglius  von  Zuichem,  S.  261).  Aus  Ascoli  waren  anderer- 
seits mehrere  der  Hauptleute  des  päpstlichen  Fußvolkes  (vgl.  unten);  so 
ein  Costantino  d'Ascoli,  der  —  laut  Nuntiaturberichte  aus  Deutschland, 
Bd.  9,  S.  219  —  bei  Ingolstadt  am  28.  August  1646  fiel;  aber  war  er  ein 
Malaspina? 

*  Wohl  Tommaso  von  Ascoli,  der  ebenfalls  am  28.  August  1546  fiel.  Nnn- 
tiaturbericlite  a.  a.  O. 


83 


Non  minus  hie  virtiite  fuit  quam  sanguine  clarus, 
Cum  vixit  patriae  gloria  magna  suae. 

Pro  Carolo  fortis  peditum  sie  principe  ductor 
Dimicat  ut  vitam  negligat  ille  suam. 


Dum  Petrus  Laurentius  a  cognomine  Cornix* 
Pro  Carolo  pugnat,  victus  ab  hoste  cadit: 

Ilic  generisque  fuit  clari  ductorque  cohortis, 
Quem  genuit  prestans  Ascula  terra  virum. 

Huic  tumulo  socii  mandarunt  ossa  deoque 
Permittunt  animam  vivere  Christe  tibi! 

Eravi  quello  del  signor  Gioanni  Nicello  Piacentino  con- 
duttore  de  cavaUeggieri'  et  dil  capitano  Hercole  Laneino,  fa- 
mosissimo  Perugino  d' eta,  d' anni  29:^  Allessandro  da  Rimine 
di  18  anni  et  Hercole  Bornato,  tutti  uccisi  nel  principio  di  set- 
tembre  1546.* 

Visto  ogni  cosa  si  parti  da  detta  cittä  et  passato  Chipel- 
borgo  Tolmazii  Ilpulstan^  ti'a  fultissimi  boschi  gionse  a  Norem- 
bergo,  cittk  metropolitana,  grande,  bella  et  ben  populata,  no- 
bile, ricca,  mercantesca  et  di  grandissimi  trafichi,  cinta  di  due 
grosse  et  alte  mura  di  durissima  pietra  rossa  e  con  un  bellis- 
simo  e  forte  castello  di  simil  pietra.  le  strade  sono  spatiose  et 
ben  salegate^  et  sempre  si  tengono  monde  in  quäl  si  voglia 
luoco.  i  palazzi  sono  universalmente  belli,  grandi  et  con  suoi 
fonteghi  e  boteghe  piene  d'  ogni  sorte  di  mercantie,  nelle  quali 


*  Nicht  nachweisbar. 

'  Johannes  Nicelius  Placentinos,  Befehlshaber  von  50  Reitern,  wird  von 
Dmffel  a.  a.  O.,  S.  264  (nach  Mameranns)  erwähnt;  vgl.  Nuntiatarberichte 
a.  a.  O.,  S.  263,  wo  er  noch  am  25.  September  als  lebend  erwähnt  wird; 
wann  er  gefallen  ist,  läßt  sich  nicht  ersehen. 

'  Nach  den  Nuntiaturberichten  a.  a.  O.,  S.  226,  Anm.  1,  fällt  er  am  1.  Sep- 
tember vor  Ingolstadt  in  einem  verlustvollen  Gefecht.  Er  heißt  dort 
Lantino  da  Perugia. 

*  Alessandro  da  Rimini  und  Ercole  Bornati  kann  ich  nicht  nachweisen; 
sie  gehörten  wohl  nicht  zu  den  FQhrem. 

'  Die  Reise  ging  direkt  nördlich  zur  Altmühl,  die  bei  Kipfenberg  (Chipel- 
borgo)  erreicht  wurde,  dann  diesen  Floß  und  die  Schwarzach  aufwärts 
—  über  Thalmässing  (Tolmazi),  hierauf  Ober  Uilpoltstein  (Ilpulstan)  zur 
Rednitz. 

'  Soviel  als  selciate. 

6* 


84 

si  negotiano  ogni  di  da  mercanti  cosi  di  Levante  come  di  tutta 
Europa  per  la  commoditk  del  fiume  Peglinczo,  che  per  mezzo 
gli  passa  sotto  a  molti  ponti,  che  col  lento  corso  va  a  imbos- 
carsi  col  fiume  Menuo,  puoco  piü  oltre  a  Pambergo,  et  quel 
rigando  quietamente  la  Franconia  divide  la  parte  alta  di  Ger- 
mania et  la  bassa.  va  a  finir  il  dolce  corso  col  nome  suo  nel 
fiume  Reno  a  1'  incontro  di  Magontia,  che  poi  passando  per  la 
Fiandra  va  piacevolmente  et  hello  a  far  sua  foce  nel  mar 
Oceano,  per  il  quäle  vengono  le  navi  di  Calicut  et  altri  paesi. 
März25.  Qui^  il  dl  della  Annuntiata  andö  al  tempio,^  nel  quäle  e 

un  bellissimo  organo,  nel  quäle  si  sentono  voci  d'  ocellini,  tam- 
borrij  störte,  treversi,  tromboni  et  altri  molti  registri,  che  ren- 
devano  miracoloso  et  dilettevole  sentire.  su  la  piazza  h  una 
mirabile  fontana,  tutta  di  pietra  intagliata  con  molte  figure  grandi 
dal  naturale  messe  a  oro  con  1'  insegne  in  mano  di  potentati 
imperiali,  tra  le  quali  v'  h  ancor  quella  del  ducato  di  Milano, 
con  molte  bocche,  che  abondantemente  spargano  1'  aqua  in  un 
gran  vaso  atorniato  da  una  bellissima  ferrata  dorata,  che  ri- 
guarda  il  detto  vaso  che  non  si  possi  pigliar  aqua,  salvo  che 
per  alcuni  canaletti  di  rame,  che  comodamente  si  pongono  a 
dette  bocche  tanto  che  la  detta  aqua  si  piglia,  che  levatili  via 
r  aqua  ritorna  nel  vaso  suo. 

Lasciato  Norembergo  passo  Erlang  Hauzez^  Forichen  et 
gionse  a  Bamberg,  citta  episcopale  et  molto  bella  et  abondante, 
per  la  quäle  passa  il  fiume  Peghniz.  il  vescovo  di  questa  citta 
h  ancor  signor  in  temporale  et  ha  cittk  et  altri  luoghi  sotto  a 
suo  dominio,  che  gli  danno  di  rendita  a  1'  anno  trenta  mila  to- 
leri.  passato  il  fiume  Meno  et  intrato  nella  Toringia  passo  Albrun,^ 


*  Vgl.  mit  diesen  Angaben  über  Nürnberg  die  ausführliche  Schilderung, 
die  gerade  zwei  Jahre  vor  Besozzos  Aufenthalt  dort  ein  anderer  Italiener, 
nämlich  der  Modenese  Girolamo  Faleti,  uns  gegeben  hat,  da  er  die  Stadt 
mit  dem  Kaiser  im  Frühling  1547  betrat.  Der  Bericht  ist  von  mir  kürz- 
lich im  15.  Hefte  der  ,Mitteilungen  des  Vereines  für  Geschichte  der  Stadt 
Nürnberg'  veröffentlicht  worden. 

*  Die  Frauenkirche  am  Markte. 

^  Hausen,  wenig  südlich  von  Forchheim. 

*  Ob  unter  Albrun  (zu  lesen:  Ahurn?)  das  Lustsclilob  Ahorn  unweit  (süd- 
lich) Coburg  zu  verstehen  ist?  Weiter  folgen  dann  Neustadt,  Judenbach, 
Gräfenthal  u.  s.  w.,  die  indes  insgesamt  nicht  an  der  Saale  liegen;  dieser 
Fluß  wurde  erst  viel  nördlicher  erreicht.  —  Baisenfeltz  ist  Weißenfels, 
Lutzel  ist  Lützen. 


85 

Coburg,  fitth  del  duea  Giovanni  Federico,  Neustat  sul  fiuuie 
Sala,  Judembac,  Greffentol,  Cale,  Jene,  Naumborg,  tutte 
sul  detto  fiume,  Baisenfeltz,  Lutzel.  et  il  primo  di  d'  aprile  April  i. 
i^ionse  a  Laipizic,  citta  ehe  divide  la  Turingia  dalla  Misna, 
bella,  grande  e  ben  populata  con  bellissimi  palazzi  e  grandis- 
sirae  hosterie  e  tante  che  capiscono  per  cinque  milla  cavalli;  et 
luolto  ricca  per  tre  fiere  che  ivi  si  fanno  al'  anno,  tanto  grosse 
che  si  Cava  di  detta  fiera  trecento  milla  tolleri  al'  anno  di  ga- 
belle.  et  per  la  commoditk  dei  loggiamenti,  perch^  dette  hosterie 
non  sarebero  capaci  a  tanta  moltitudine,  che  ivi  concorre,  h  le- 
eito  a  ognuno  ad  allogiar.  qui  sono  raolte  staraparie  e  tredeci 
collegii  di  studio;  la  piü  parte  e  della  sacra  scrittura.  questa 
cittk  al  tempo  che  Giovanni  Federico  abandono  1'  impresa  de 
Ingelstado  per  tornar  a  raquistar  il  paese  suo,  che  ogni  di  gli 
occupava  il  duca  Mauritio,  fu  assediata  et  abbatuta  da  lui  con 
infinite  canonate,  di  sorte  che  fece  nel  castello  una  spianata  di 
forsi  quaranta  passa ;  ma  dapoi  non  osö  a  dargli  1'  assalto  per 
il  timore  de  Cesariani,  che  gli  seguivano  dietro  a  la  coda.  ^  or- 
dinato  qui  alcune  cose  per  esser  questa  una  delle  piü  impor- 
tanti  del  suo  novo  stado,'  si  parti  et  passato  ch'  hebbe  Eilem- 
borgo  sul  fiurae  Mulda  gionse  a  Ferga,'  citta  assai  grande  posta 
SU  la  riva  del  fiume  Albio,  hereditaria  del  duca  Mauritio,  usur- 
patagli  dal  detto  duca  suo  zio  al  tempo  de  1'  amministratione 
sua,  con  un  bellissimo  palaggio  quasi  in  fortezza,  adomo  di 
bellissimi  luoghi  et  vaghissime  torri,  su  le  quali  ascender  si  puo 
con  le  carette  fino  alla  cuba.  su  la  cima  di  una  di  quelle  h  un 
pomo  tanto  grande  che  capisce  una  tavola  per  otto  persone,  con 
la  commoditk  di  far  ascender  il  vino  dalla  cantina  lin  su  la  ta- 
vola.*    questa   era   la   piü  confederata  cittä  del  duca  Giovanni 


'  Zu  der  Tergebliclien  Belagerang  von  Leipzig  durch  Jobann  Friedrich  im 
Januar  1547  vgl.  Voig^,  Moritz  von  Sachsen  1541  —  1647,  S.  271;  s.  auch 
Nuntiaturberichte  Abt.  I,  Bd.  IX,  S.  474  nebst  Anm.  1. 

'  Es  bedarf  nicht  der  Bemerkung,  daß  Leipzig  zum  väterlichen  Erbe 
Moritz'  gehörte;  auch  im  folgenden  ist  unser  Autor  schlecht  unterrichtet, 
wenn  er  andererseits  annimmt,  daß  Torgau  ursprünglich  Moritz  gehört 
habe. 

»  So!  statt  Torgau. 

*  Infra  1'  altre  commoditji  (des  Torgauer  Palastes  des  Kurfürsten  Johann 
Friedrieb)  v'  i  una  stufa  capacissima  et  bella,  nello  cui  mezzo  ö  posta  una 
sede   ricchissima  acanto  a  certo  occbio  di   pietra  mista   nel   pavimento 


86 

et  piü  devotta  di  Martin  Liithero.  nel  quäl  palazzo  fece  far  una 
bellissima  chiesiola  adorna  di  bellissime  pitture  del  vecchio  e 
novo  testamento  con  un  solo  altare,  sicome  s'  usa  per  tutta  la 
Sassonia  et  paese  luterano,  per  celebrar  la  messa  al  tempo  delle 
dominiche  et  feste  da  loro  osservate  per  tutto  1'  anno,  che  sono 
la  circoncisione  [Januar  1],  1'  epifania  [Januar  6],  la  purifica- 
tione  della  Madonna  [Februar  2],  la  Nontiata  [März  25],  la 
pasca  con  le  seguenti  feste,  1'  ascensione,  la  penthecoste  con  le 
due  feste,  santo  Giovanni  Battista  [Juni  24],  la  visitatione  della 
Madonna  [Juli  2],  la  Madalena  [Juli  13],  s.  Michele  [Septem- 
ber 29],  la  nativita  del  nostro  Signor  [Dezember  25],  santo 
Stefano  [Dezember  26],  san  Giovanni  Evangelista  [Dezember  27]: 
la  quäl  messa  per  tutto  il  detto  paese  basso  cantano  alla  Ro- 
mana, replicando  1'  epistola  et  1'  evangelio  in  pülpito  in  sua 
lingua,  dopo  che  s'  h  cantato  a  1'  altare,  et  il  credo  dopo  can- 
tato  similmente  in  suo  idioma  lo  replicano,  dopo  li  quali  si 
predica.  finita  quella  et  detto  il  prefatio  con  incredibil  riverenza 
si  consagra  ad  alta  voce  senza  perö  levar  il  sacramento,  che 
poi  al  tempo  del  ricever  si  vanno  a  communicarsi  sub  utraque 
spetie,  confessati  perö  prima  a  Dio  et  al  sacerdote,  confessione 
perö  generale,  celebrasi  anchora  in  dette  chiese  inanci  a  1'  al- 
tare il  matrimonio  con  grandissima  riverenza  et  devotione  alla 
presenza  de  parenti,  amici  cosi  di  donne  et  vergini  come 
d'  huomini  et  giovini,  dai  quali  con  bei  ordine  sono  a  dette 
chiese  accompagnati.  hör  tornando  al  primo  parlare:  alla  banda 
dritta  del  detto  altare  era  1'  immagine  scolpita  del  duca  Gio- 
anni  con  questa  impresa  sopra  la  testa:  V.  D.  M.  I.  JE.,  che  vuol 
significar:  verbum  over  veritas  domini  manet  in  aeternum.^  tro- 
vasi  questo  titolo  scritto  per  tutta  la  Sassonia  et  gran  parte  di 
Germania,  a  presso  a  questa  figura  v'  e  ancor  quella  di  Martin 
Lutero    con   un    crocifisso   in   meggia  a  un  cuore  aperto  et  un 


d'  esso,  il  quäle  risponde  in  una  cantina  profonda,  in  uno  vaso  della 
quäle  sempre  pleno  di  vino  pretioso  et  fresco  stA  certa  congegnata,  di 
Sorte  che  quando  il  duca  batteva  al  pavimento  col  piede,  la  fiasca  ve- 
niva  per  quell'  occhio  con  facilitä  et  presteza.  So  schildert  der  Floren- 
tiner Concino,  der  nach  der  Schlacht  bei  Mühlberg  im  Gefolge  Karls  V. 
Torgau  betrat,  den  Palast  Johann  Friedrichs  und  jene  sinnreiche  Auf- 
zugsvorrichtung. Nuntiaturberichte  aus  Deutschland,  Abt.  I,  Bd.  X,  S.  679. 
*  Bekanntlich  der  Wahlspruch  der  Evangelischen  .schon  auf  dem  Spcirer 
Reichstage  von  1626. 


87 

spirito  Santo  sopra  le  teste  ad  ambe  due.  di  sotto  poi  di  dette 
Hgure  v'  e  una  bellissima  et  ampla  tavola  di  lucidi:>sima  pietra 
nera  posta  nella  pariete  con  questi  versi  in  lettere  di  latone 
adorate/  dentro  intarsiate: 

Extructum  est  hoc  templum  anno  1544  ab  illastrissimo 

principe  Joanne  Federico  electore,  duce  Saxoniae, 

landgravio  Turingiae,  marchione  Misnae 

et  burgravio  Magdeburgensi  etc. 

Qua  Deus  aeternae  uobis  dat  gaudia  vitae, 

Vidt  Evaugelii  vox  ut  ubique  sonet, 
Ac  hominum  mandat  caetus  in  templa  vocari, 

Addant  ut  studiis  vota  ibi  vera  piis. 
Joannes  ideo  princeps  Federicus,  ab  alto 

Nobile  Saxonico  sanguine  stemma  trahens, 
Possit  ut  hie  etiam  Christi  doctrina  doceri, 

Hoc  templum  patria  jussit  in  urbe  strui. 
lam  quia  Saxonica  Deus  editione  renasci 

De  nato  voluit  dogmata  vera  suo, 
Prima  Deo  hie  posita  est  puris  affectibus  aedes, 

Omnia  quae  merito  vincere  templa  potest. 
Quotquot  adhuc  etenim  vel  totus  continet  orbis, 

Auspiciis  papae  structa  fuere  malis: 
Degener  hoc  nunquam  doctrinae  posuit  usus 

Utque  novum  est,  pura  hie  pietate  viget. 
Primus  vera  docens  habito  hie  sermone  Luterus 

Principium  a  Christi  dogmate  dulce  dedit. 
Laus  tibi,  summe  decns,  tibi  sit  gratia,  princeps, 

Qui  non^  intrepide  quod  jubet  ille  facis! 
Sit  tna,  Christe,  tibi  jugis^  ecclesia  cara,* 

Quae  tremit  in  medio  seu  vaga  cymba  freto. 
Da  pacem,  defende  tuos,  tibi  semper  ut  omnis 

Posteritas  laudes  hie  et  ubique  canat! 

Non  contentandosi  di  questo  solamente  in  calonniar  la  santa 
chiesa  Romana  havea  fatta  depinger  in  una  saletta  un  spatioso 

'  Vergoldete  Blecbbnchstaben  (1*^^>  Uttone  =  Blech). 

*  So?  Dem  Sinne  nach  müßte  non  fehlen. 

*  Augenscheinlich  falsch;  wie  ist  su  lesen? 

*  Hs.  carae. 


88 

fregio  con  molti  prelati  et  raonaci  in  una  selva  cacciati  fuori 
per  una  campagna  verso  a  un  inferno  da  molte  vilanelle  con 
forche  e  rastelli.  da  1'  altra  parte  erano  monache  che  con  di- 
vers! e  dishonesti  atti  erano  cacciate  a  detto  inferno  da  molti 
veltri.^  nella  quäl  sala  un  giorno  magnando  Carlo  quinto  dopo 
la  memorabile  e  gloriosa  vittoria  del  detto  aquisto  et  mirando 
questa  sua  vituperosa  inventione  sorrise  alquanto  con  animo 
sdegnato,  e  tanto  piü  ch'  havendo  Torghesi  ricevute  molte  offese 
da  Spagnoli  si  nell'  honore  delle  mogli  e  figliuole  loro,  come 
ancor  che  per  dispreggio  pigliavano  alcuni  pani  grandi  et  in- 
cavandoli  in  mezzo  scargavano  dentro  il  corpo :  occorrendo  poi 
un  giorno  alcuni  barcaroli  Torghesi  condur  una  barcata  de 
Spagnoli  a  Vittembergo,  desiderosi  per  i  tanti  stracii  ricevuti  di 
far  Vendetta  fecero  con  ingegno  fondar  la  barca  con  gli  Spa- 
gnoli^ et  loro  si  salvorono.  inteso  questo  Sua  Maesta  determino 
di  far  abruggiar  la  detta  cittk;  ma  i  preghi  del  duca  Mauritio 
furono  di  tanta  auttoritä  apresso  a  Carlo  che  perdono  a  detta  citta. 
Molti  credono  che  Sassoni  et  altri  paesi  bassi  siano  di  una 
medema  opinione  con  quelli  di  Suetia  et  paesi  alti;  nondimeno  sono 
in  cose  assai  diversi  per  quelle  che  si  pu6  comprendere,  massime 
nella  celebratione  della  messa  et  altri  divini  officii,  perche  Lu- 
therani  cantano  la  messa  cerimoniosamente  con  suoi  paramenti 
tutte  le  dominiche  et  feste,  come  ho  su  detto,  et  con  quella 
Sorte  di  confessarsi  et  communicarsi  con  le  hostie  picciole  et 
calici  come  anco  s'  usa  alla  Romana,  et  cosi  ogni  di  dicono  il 
vespro  con  le  cerimonie  dell'  organo,  le  chiese  depinte,  cosa 
che  non  fanno  le  parti  alte  verso  Italia,  che  sono  due  sette, 
cio^  Calvina  e  Lutherana,^  una  puoco  buona  et  1'  altra  peggiore. 
ma  nel  ministrar  giustitia  e  raggione  sono  molto  ben  conformi, 
et  cosi  alle  opere  pie,  come  nel  mantener  scole,  coUeggi,  hospi- 
tali  et  far  elemosine.  fanno  raggion  summaria  con  un  puoco 
d'  un  scritto  o  testimonia  senza   spesa  de  litiganti.     non   astrin- 


^  Bluthunde. 

'  Am  28.  April  (vier  Tage  nach  der  Schlacht  von  Mühlberg)  kam  der 
Kaiser  nach  Torgan  per  vedere  el  palazo  del  duca  prigione,  il  quäle  ö 
di  si  mirabil  struttura,  oltre  &V  essere  ripieno  di  pitture  et  ornameuti 
singulari,  che  ugni  uno  resta  admirato.  So  erzählt  der  schon  oben  an- 
geführte Augenzeuge,  der  florentinische  Sekretär  Bartolommeo  Concino, 
am  genannten  Orte. 

'  Soll  wohl  heißen:  Zwingliaua? 


89 

crono  alcuno  alia  preggione  se  non  ha  ii  modo  di  pagare,  et 
havendo  beni,  li  fanno  pagar  sopra  quelli.  cerca  alla  giustitia 
sono  severi  et  agli  tormenti,  per  haver  la  confession  del  reo, 
usano  alcune  picciole  serrature  con  alcuni  feracioli  a  modo  d'  un 
rastellino  discosti  cerca  un  dito  1'  uno  da  1'  altro;  tra  gli  quali 
fanno  cacciar  i  deti  della  mano  eecetto  il  police,  et  con  una 
vida  gli  vanno  stringendo  con  la  costa  di  qaelli  tanto  che  quasi 
e  impossibile  a  soportar  una  minima  parte  di  quel  dolore,  altri 
distendono  sopra  una  scala  et  con  un  torchiello  tanto  li  stirano 
che  gli  dislongano  le  giontnre  dal  luoco  suo.  danno  gli  ancora 
il  fuoco  con  le  candele  accese  nel  modo  dove  confina  '1  braccio 
con  la  spalla.  dapoi  convinto  il  reo  lo  conducono  in  palazzo, 
dove  sono  congregati  gli  senatori  et  il  giudice  et  borgomastro 
et  ivi  lo  fanno  venir  inanzi  al  tribunale  facendolo  rattificar  ciö 
che  per  inanti  ha  confessato,  et  con  molte  cerimoniose  parole 
gli  fanno  dir  dal  cancelieri,  se  han  raggion  alcuna  da  diffendersi, 
che  la  dica,  che  non  trovando  scusa  buona  lo  consegnano  nelle 
mani  del  ministro,^  nonciandogli  di  che  morte  lo  debba  far  morire. 
Intervennero  alcune  rare  et  memorabili  giustitie  nel  tempo 
ch'  io  fui  apresso  al  duca  Mauritio;  tra  le  quali  una  fu  questa, 
che  havendo  alcuni  cittadini  di  Madeborgo  preso  un  Giudeo  et 
condutolo  a  un'  hosteria  per  farh  far  talia,  gionti  al'  hosteria  co- 
mincio  forte  a  gridar,  a  tale  che  il  populo,  sicome  in  simile 
occasione  e  per  costume  et  per  leggi  h  obligato.  saltö  in  arme, 
et  de  quattordeci  ch'  erano  ne  presero  sette  col  capo  loro  et 
condottili  alla  citta  et  confessato  il  delitto  con  la  scusatione 
d'  esser  stati  condotti  incautamente  dal  capo  loro,  il  quäle 
anch'  egli  verificava  l'  innocentia  sua,  nondimeno  nh  per  questo 
n^  per  alcune  meretrici,  che  gli  dimandavano  in  gratia  per  loro 
mariti,  non  potero  schivar  che  non  gli  fusse  a  tutti  con  la  spada 
gettata  la  testa  via  dal  busto.  un'  altra  fu  che  havendo  un  fa- 
miglio  amazzato  nel  letto  il  padron  suo,  che  dormiva,  il  quäle 
anch'  egli  era  mercante  hebreo,  e  toltoli  da  300  toleri,  se  ne 
fngi  lontano  da  cerca  a  70  miglia.  ma  perche  assassini  o  ladri 
et  altri  simili  malfattori  non  puono  esser  sicuri  in  tutta  la  Ger- 
mania, et  meno  vogUono  che  quella  sia  ricetto  di  gente  trista 
ne  le  chiese,  come  Christo  dice,  spelonca  de  ladroni,  fu  gli 
mandate  lettere  drieto  con  il  contrasegno  della  persona  et  vesti- 


*  D.  i.  des  tkbarfrichten. 


90 

menta  sua.  et  conosciutolo  fu  preso  et  conduttolo  a  Dresen, 
dove  havea  fatto  il  male,  et  dopo  confessato  il  delitto  lo  con- 
dussero  sopra  un  solaro^  in  meggio  alla  piazza  et  spogliatolo 
nudo  lo  distesero  sopra  quello  et  alargandoli  le  gambe  et  le 
braccia  a  modo  di  croce  lo  ligorono  per  le  maiii  et  piedi  a 
quatro  anella  in  quello  fissi.  et  perch^  la  piazza  era  tutta  piena 
di  gente  et  le  finestre  di  donne,  tra  quali  segli  trovava  ancora 
la  duchessa  di  Sassonia  con  molta  nobilta  di  donne,  gli  tagliorno 
via  il  membro.  et  dapoi  scopertolo  1'  apersero  tanto  che  il  mi- 
nistro  potesse  cacciar  dentro  la  mano,  con  la  quäle  li  estirpö  il 
cuore  fuor  del  petto,  et  con  quello  li  percosse  cinque  volte  la 
faccia,  dicendogli;  questo  e  quello  che  ti  ha  condotto  a  far 
tanto  male,  il  quäle  giustitiato  bench^  gli  fusse  cavato  il  cuore, 
vivendo  ancora  torgeva  la  testa  hör  da  una,  hör  da  V  altra 
banda.  et  dapoi  fattolo  in  quarti  lo  posero  in  quatro  luoghi  fuori 
della  citta  a  esempio  d'  altri  simili.  quest'  altra  fu  che  havendo 
una  bellissima  giovinetta  partorito  un  figliuolino,  poi  volendo 
occultar  T  error  suo  lo  affogö  et  sotteroUo.  venuto  tal  delitto  in 
luce  fu  condotta  costantissimamente  sopra  al  ponte  del  fiume 
Albio  et  ivi  in  compagnia  d'  un  cane,  d'  un  gatto,  una  simia  et 
una  vippera  fu  posta  in  un  sacco  et  gettata  nel  detto  fiume 
secondo  1'  antico  costume  delli  parricidi,  assomiliandola  per  il 
cane  che  nascendo  cieco  non  conosce  il  sangue  suo  et  puoco 
di  quello  si  cura;  per  il  gatto  esser  animale  süperb o  e  lusu- 
rioso;  per  la  simia,  perche  ha  forma  humana  et  1'  opere  sue 
sono  bestiali;  per  la  vippera,  che  nel  coito  uccide  il  maschio  et 
gli  figliuoli  nascendogli  dai  fianchi  uccidono  lei. 

Havendo  uno  Boemo  abruggiato  un  stallo  con  mortalita  di 
gente  et  animah,  fu  preso  et  ligato  a  una  colonna  in  mezzo  alla 
piazza  con  una  catena  tanto  longa  che  si  scostava  tre  passa  da 
quella  dove  terminava  il  fuoco,  il  quäle  a  modo  d'  una  siepe  lo 
circondava  a  torno,  e  cosi  a  puoco  a  puoco  cocendosi  correva 
hör  qua  hör  Ik,  hora  gettandosi  a  terra,  hora  levandosi  in  piede 
con  grandissime  strida.  da  li  a  un'  hora  e  mezza  non  potendo 
piü  sostenersi  in  piede  si  lascio  cadere,  che  in  puoco  spatio 
dapoi  tutto  ritratto  e  rostito  se  ne  mori. 

Fu  anco  imputato  a  un  giovane  d'  haversi  mescolato  con 
la  sorella.  per  il  quäl  peccato  confessando  dovea  esser  sotterrato 


*  Soviel  als  solajo,  Brettergerüst,  Podium. 


m 

vivo  cinqiie  brazza  sotto  terra  con  un  canone  in  bocca  di  rame, 
per  il  quäle  potessc  respirar  di  sopra.  et  un  palo  con  una  ponta 
acuta  sopra  la  parte  del  cuore,  che  parendo  alia  giustitia  di 
farlo  morire  con  quello  gli  havrebbero  penetrato  '1  cuore.  il 
quäle  stando  costante  ai  tormenti  fu  da  quella  horrenda  morte 
liberato. 

Le  citta  di  questa  parte  di  Sassonia  et  paesi  vicini  sono 
governati  da  plebei  et  11  gentil'  huomini  attendono  alla  civilta. 
gl'  huomini  attendono  a  le  arti  manuali,  nelie  quali  massime 
in  legno  et  in  ferro  sono  ingeuiosissimi,  et  questo  procede  che 
uno  non  puo  esser  maestro  in  quäl  si  voglia  arte,  se  prima 
non  fa  qualche  nuova  inventione  nella  profession  sua,  che  sia 
lodata.  le  donne  poi  vendono  et  comprano  et  attendono  ai  ne- 
gotii di  casa;  U  vestir  delle  quali  e  molto  humile  et  honesto,  e 
portano  li  busti  suoi  chiusi  tin  sotto  il  mento,  et  alle  volte  con 
sotilissimi  veli  si  cuoprono  buona  parte  della  faccia,  e  la  bellezza 
sua  non  consiste  in  alti'o  che  nella  natural  candidezza  delle  loro 
cami  et  di  loro  biondi  capilli.  sonovi  ancora  altri  bellissimi  in- 
gegni  nelle  fabriche  di  levar  un  sasso  et  ogni  gran  peso  con 
una  gran  rota,  la  quäle  volgendosi  un  putino  sarä  sufficiente  di 
condur  tal  peso  nel  luoco  suo  o  dove  s'  ha  da  ponere.  hauno  un 
ordigno,  col  quäle  doi  soli  huomini  agevolmente  cargaranno  e 
scargaranno  un  legno,  di  quäl  grandezza  si  sia,  sopra  le 
ruote  d'  un  carro,  et  con  un'  altro  ingegno  levaranno  un  carro 
carico  levando  via  le  ruote  e  tornandoglieli  a  sua  commodita. 
adoprano  nel  tagliar  le  biade  una  falce  da  herba  tanto  ben  ac- 
comodata  con  alcune  bacchettine  drieto  alla  costa  di  quella,  che 
raccolgono  le  spiche  cosi  ben  unite  che  pur  una  sola  non  ne  va 
di  male,  et  tanto  opra  una  di  queste  come  sei  de  1'  altrc 
picciole. 

Questo  paese  e  assai  hello,  raa  patisce  assai  de  frutti  per 
il  gran  freddo,  che  longo  tempo  dura,  salvo  che  de  frumenti 
orzo,  segala  et  vena.^  fa  assai  pomi,  pere,  brogni,*  noci  et  qual- 
che puoco  di  vino  drieto  al  fiume  Albio  solamente  nella  Misnia, 
ma  alquanto  zerbetto'  et  gli  frutti  di  puoco  sapore.  e  dove 
manca  il  vino,  sopplisse  la  cervosa,  la  quäle  si  fa  di  lavertigi* 

'  D.  i.  avena  (Hafer). 

'  D.  i.  prugne  (Pflaomen). 

'  Soviel  als  acerbetto,  säuerlich,  etwas  herb. 

«  =  tuffoli  (Hopfen)? 


et  d' orzo;  e  dovc  manca  1' olio,  soplisse  il  botiro,  come  all' op- 
posito  si  fa  nella  Spagna.  di  pane,  cervosa,  carne,  legne  et  qual- 
che  frutti  vi  e  bonissima  conditione;  il  pesce  si  vende  vivo,  di 
rane,  lumache  ^  gli  sono  stomacose  r\h  possono  sentir  1'  odor  de 
r  aglio,  del  vivere,  del  vestire  pomposo  et  delle  creanze  sono 
assai  inferiori  a  1'  Italia.  — 

Havendo  il  duca  Mauritio  dato  alchuni  ordini  al  suo  no- 
vello  paese,  parsegli  d'  andar  a  visitar  il  re  de  Romani^  e  tolto 
1549  seco  400  gentilhuomini,  12  paggi  et  12  trombetti  a  21  di  maggio 
Mai  21.  1549  si  parti  da  detta  citta  e  con  bella  ordinanza,  sicome  Ger- 
mani  sempre  costumano  di  cavalcar  a  tre  per  fila,  passö  Colau, 
Oitzutz  ^  e  gionse  a  Maisen,  cittk  episcopale  et  principale  della 
Misnia,  sopra  al  fiume  Albo,  nella  quäle  e  un  bellissimo  vesco- 
vato  con  alcuni  frati  dentro  et  un  convento  di  raonache,  i  quali 
il  duca  Georgio,  avo  di  questi,  catholichissimo  reservö  al  tempo 
che  la  religione  fu  da  Martin  Luthero  dissipata,  finch^  vivevano, 
in  habito  perö  sacerdotale,  che  dapoi  la  morte  loro  fusse  poi 
finita  la  regola  sua. 

Dapoi  stato  ivi  doi  giorni  gionse  a  Dresen,  cittk  bella  et 
allegra  cosi  di  palazzi  come  ancor  di  contrate,  per  le  quali  corre 
continuamente  un  rivo  che  sempre  le  tien  purgate  e  monde.  il 
fiume  Albo  la  divide  in  due  cittk,  la  maggiore,  dove  il  duca  fa 
sua  residenza,  e  cittk  vecchia,  1'  altra  cittk  picciola.  da  le  quali 
si  va  per  un  belHssirao  ponte  di  pietra  di  18  grandissimi  archi, 
che  si  stendono  800  cubiti.*  da  qui  cavalcö  a  Pierna  sopra  detto 
fiume  con  un  castel  a  1'  altro,  ultima  cittk  della  Misna,  et  intrato 
nei  monti  Boemi  seguendo  drieto  al  fiume  s'  incontrö  nei  signori 


*  Noch  gegenwärtig  gelten  Schnecken  (lumache)  und  Froschschenkel  den 
Italienern  als  große  Delikatessen;  ebenso  ist  in  Italien  der  Gebrauch  von 
Knoblauch  (aglio)  sehr  verbreitet. 

*  Über  diesen  Besuch  Moritz'  in  Pi'ag,  der  natürlich  politische  Ziele  ver- 
folgte, vgl.  Ißleib,  Magdeburg  und  Moritz  von  Sachsen  bis  zur  Belage- 
rung der  Stadt  (September  1560)  in  Neues  Archiv  f.  Sachs.  Geschichte, 
Bd.  4  (1883),  S.  300  f.  Ißleib  erwähnt,  daß  die  Unterhandlungen  sehr  ge- 
heim gehalten  werden  sollten  und  daß  deshalb  Moritz  nur  von  wenigen 
Vertrauten  begleitet  gewesen  sei;  gleichwohl  ist  nach  Besozzis  detail- 
lierter Schilderung  nicht  zu  bezweifeln,  daß  er  die  Reise  mitgemacht  hat. 

'  Oschatz;  Colau  ist  wohl  Zschöllau,  unmittelbar  vor  Oschatz. 

*  Die  Augustusbrücke,  die  älteste  der  Eibbrücken  Dresdens,  die  schon  im 
13.  Jahrhundert  urkundlich  als  steinerne  erwähnt  wird.  Gegenwärtig  zählt 
sie  16  BUgen. 


93 

Boemi  mnndati  dal  re  de  Romani  per  ricever  un  tanto  amico 
suo,  e  con  questi  passo  Ausich,  1  ..aitemeritz,  cittk  abondante  de 
vigne,  ßodin,'  Bolghern  et  gionto  presso  a  Praga  s'  ineontro  in 
Sua  Maestii,  laquale  con  grosissüua  compagnia  d'  Alemani  Hon- 
gari  Boemi  Spagnoli  et  Italiani  era  venuta  fuori  della  cittii  per 
incontiarlo  et  riceverlo.  laonde  essendo  Sua  Maestii  smontata 
a\ncinatosi  al  duca  a  piedi,  il  qaale  avertito  di  tanta  benignitk 
salto  da  cavallo,  senza  che  gli  fusse  tenuta  la  staffa,  et  andogli 
riverentemente  ineontro,  et  ivi  con  grati  saluti  s'  abbracciorono 
et  baciornosi  et  dapoi  risaliti  a  cavallo  con  infinita  letitia  et 
spasso  di  quei  Hongari,  ch'  andavano  scorrendo  per  quella  spa- 
tiosa  campagna  con  suon  di  molte  trombette,  entrarono  nella 
citta  et  smontorono  al  real  palaggio,'  dove  con  ogni  sorte  di  cor- 
tesie  et  molti  spassi  fu  accarezzato;  dove  il  di  glorioso  della 
ascensione  di  Nostro  Signore  fece  far  nella  gran  sala  del  pa-  Mai  30. 
laggio,  la  quäle  h  tutta  in  volto  longa  102  passa  et  larga  35, 
una  beUissima  giostra  de  sedici  honorati  cavalieri,  il  capo  de 
quali  era  V  arciduca  Ferdinando,  con  bellissime  livree.  alla  testa 
della  detta  sala  era  un  belüssimo  palco,  dove  Sua  Maesta  con 
molti  prencipi  et  illustre  donne  sedeva,  tenendosi  il  duca  Mau- 
ritio,  abench^  facesse  grandissima  resistenza,  sempre  a  banda 
destra.  qui  si  pu6  comprendere  quanto  la  gentilezza,  bontk  e 
cortesia  regna  in  quella  eccelsa  casa  d'Austria,  che  ancorchfe 
havesse  ricevuto  per  inanti  1'  elettorato  da  Cesare  in  ricompensa 
del  aiuto  a  loro  datto  puochi  anni  inanzi  contra  al  zio  et  al 
socero,  mostrava  che  non  si  scordava  i  beneficii  ricevuti  in  hono- 
rarlo,  riverirlo,  ancorch^  fusse  suo  inferiore;  onde  per  questa 
via  s'  aquista  1'  amore  et  benevolenza  de  populi  et  sudditi  suoi. 
et  se  un  tanto  prencipe  si  mostra  grato  del  ben  ricevuto  dal 
suddito  suo,  quanto  maggiormente  lo  deve  mostrar  un  servitore 
ricevendolo  dal  suo  signore! 

Finita  questa  bellissima  giostra  e  la  sontuosa  cena,  si  fece 
una  bellissima  festa.  la  seguente  dominica  Sua  Maesta  fece 
far'  una  grosissima  et  mirabilissima  scaramuccia  un  miglio  fuori 


'  Badin  an  der  Eger,  geuaa  sQdlicb  tou  Leitmeritz,  wo  Moritz  die  Elbe 
verließ.  Bolgberu  iat  vielleicht  Welwarn  zwischen  Badin  and  Prag. 

'  Nämlich  die  von  Karl  IV'.  begründete  Burg  aaf  dem  Hradschin;  der  im 
Text  erwähnte  Tomiersaal  (der  sogenannte  Wladislawische  oder  Huldi- 
g^ngssaal)  ist  68  m  lang,  19  m  breit  nnd  13  m  hoch. 


94 

Juni  2.  della  cittk  alla  campagna  in  un  luoco  chianiato  Belvedere  ^  atto 
a  simili  trattenimenti  per  esser  posto  tra  il  fiume  Multavia  et 
una  altra  colina,  laquale  h  fatta  dalla  natura  in  forma  di  teatro, 
6  tänto  si  Stande  che  puo  capir  20  millia  persone.  nella  quäl 
scaramuccia  oltre  ad  altri  molti  signori  v'  intervenne  1'  arciduca 
Ferdinande  con  50  cavalieri  in  bellissiraa  et  vaghissima  livrea, 
et  il  duea  Mauritio  con  altri  cinquanta  in  livrea  di  casa  d'Austria 
al'  Hongaresca  guerniti  di  penne  blanche  e  rosse;  apresso  a  quali 
ve  n'  erano  quatro  altre  compagnie  del  medemo  numero  con 
suoi  honorati  capitani  in  diverse  livree,  le  quali  si  divisero  tre  per 
parte  con  tre  millia  fanti  per  banda  in  bellissima  bataglia.  et  comin- 
ciando  con  tamburri  a  sfidarsi  sorti  d'  ambe  le  parti  doi  corsaletti 
con  le  picche  et  doi  archibuggieri,  et  s'  atacco  la  scaramuccia,  et 
secondo  che  si  dava  et  toleva  la  carga,  si  soccorevano  hör  da 
r  una,  hör  da  1'  altra  parte  radopiandosi  di  volta  in  volta,  et 
cosi  crescendo  con  continuo  sparar  d'  artegliaria  et  datto  alle 
trombette  sorü  fuori  doi  de  piü  honorati  cavalieri,  gli  quali 
anch'  egli  dando  et  togliendo  la  carga  s'  ingrossorono  a  tale  che 
si  venne  al  fatto  d'  arme,    il   quäle    con   grandissimo  piacer  de 

Juni  4.  ognuno  duro  fin  alla  sera,  la  sera  del  martedi  seguente  si  com- 
batt^  alla  sbarra  a  piccha  e  stocco.  gli  mantenitori  furono  1'  ar- 
ciduca d'  Austria  et  un  signore  di  natione  Hongaro  giovine  et  di 
gran  statura,  il  quäle  con  la  destra  et  stanca  mano  fece  prove 
mirabili.  gli  cavalieri  erranti  erano  120,  tutti  honorati  signori 
in  diverse  et  leggiadre  livree.  il  quäl  combatimento  fu  fatto  con 
mirabil  sodisfattione  d'  ognuno  et  con  1'  intratenimento  di  dilette- 

Juni  6.  vole  musiche.  lo  giovedi  di  sera  fu  combattuto  un  bellissimo 
castello  nella  cittk  da  basso  dai  proprii  cittadini  con  archibugi 
senza  balla  et  le  aste  senza  ferro,  et  con  raggi  che  continua- 
mente    si   mandavano    fuori;    et   al   fine    con   gran    delettatione 

Juni  7.  d'  ognuno  fu  preso  et  bruggiato.  fatto  poi  1'  altro  giorno  una 
bellissima  scrimia  da  li  gladiatori  d'  ogni  sorte  d'  arme  fecesi 
ancor  una  mirabil  moresca  con  forsi  quaranta  spadoni  non 
manco  artificiosa  che  bella:  sich^  non  manco  Sua  Maestk  di 
fargli  quelle  cortesie  e  carezze  che  fusse  possibile. 

Questa  cittk  di  Praga  e  la  principale  del  regne  di  Boemia, 
archiepiscopale,   et  per   la   grandezza    sua  ^  divisa  in  tre  regi- 

*  Dieses  noch  innerhalb  der  Umfassungsmauer  des  Hradschin  gelegene 
Landhaus  hatte  Kaiser  Ferdinand  für  seine  Gemahlin  Anna  1534  im 
italienischen  Renaissancestile  aufführen  lassen. 


95 

menti,  tutti  cinti  dentro  da  una  sol  muraglia,  la  quäle  s'  apre 
dove  il  fiume  Multavia  entra  et  riesce,  che  dapoi  doi  niigiia 
fuor  di  quella  perdesi  col  nome  nel  Hume  Albo.  il  primo  regi- 
mento  si  chiama  cittk  vecchia,  posta  su  la  riva  del  detto  iiume 
verso  Oriente,  nella  quäle  h  il  palazzo  maggiore  del  consilio  con 
bellissimo  et  artiiicioso  horologgio/  il  quale  mostra  le  höre  a 
r  usanza  tcdesca  et  italiana  con  li  quarti  da  T  un'  hora  a  1'  al- 
tra,  et  con  un'  altro  segno,  che  si  volge  solamente  una  volta  a 
r  anno,  dal  quäl  si  puo  cognoscere  quanti  di  s'  ha  del  mese  et 
qunli  siano  gli  suoi  segni,  con  una  balla  a  modo  di  luna,  la 
quäl  girando  ogni  28  di  una  volta  si  puo  cognoscere  se  quella 
cala  0  cresce  et  in  che  quarto  si  ritrova  et  quanti  di  la  puo 
havere,  con  altri  segni  celesti  et  altre  bellissime  inventioni. 
questa  prima  cittk  h  la  piü  civile  et  adorna  di  bei  palazzi. 
r  altra  piü  volta  al  mezzo  giorno  si  chiama  cittk  nova,  maggior 
assai  della  prima,  le  quali  sono  da  una  longhissima  muraglia 
divise.  1'  altra  cittk  h  di  qua  dal  fiume  verso  Oriente,  la  quale 
si  chiama  cittk  minore  et  h  alquanto  montuosa  et  molto  allegra, 
la  quale  di  tempo  in  tempo  si  fa  piü  bella.  et  per  esser  il  real 
palaz20  in  quella,  h  molto  piü  habitata  dalla  corte  Cesarea  et 
Regia  et  per  la  commoditk  di  tali  vi  si  fabricano  moderni  et 
bellissimi  palazzi.  questa  si  congionge  con  cittk  vecchia  con  un 
bellissimo  et  spatioso  ponte  di  22  archi  grandissimi,  che  si  sten- 
dono  871  cubito,^  sopra  la  quale  al  tempo  della  notte  se  gli 
fanno  diversi  delitti.  il  castello,  dove  Sua  Maestk  fa  residenza, 
e  posto  al'  alto  in  un  vaghissimo  sito,  che  scuopre  tutte  le 
cittk  et  e  grande  e  capace  per  tutte  le  corti  di  Cesare  et  figli- 
uoH.  apresso  al  quale  e  un  beUissimo  giardino  con  un  vaghis- 
simo et  adornato  palazzo.  tutte  queste  cittk  sono  grandissime, 
e  testimonio  ne  fanno  le  sue  beccarie,  che  oltre  che  siano  di 
puoco  manco  che  di  200  boteghe,  1'  una  vi  h  ancor  la  princi- 
pale,  che  h  di  424  boteghe.^  la  quäl  perö  non  s'  usa  salvo  che 
il  sabato  per  la  commoditli  della  moltitudine,  che  in  quella  con- 
corre  in  simil  giorno;  le  quali  ancor  che  siano  benissimo  fornite, 
in  puoco  spatio  sono  vodate,  di  Sorte  che  bisogna  che  le  rimettino; 

*  Das  Rathans  an  der  Westseite  des  .Großen  Ringes';  ein  Teil  davon  mit 
dem  großen  Turme  von  1474,  an  dem  sich  das  im  Text  beschriebene 
Uhrwerk  befindet,  ist  noch  vorhanden. 

*  Die  KarlsbrQcke,  die  heute  freilich  nur  aus  16  BOgen  besteht. 
'  E^  ist  natürlich  von  einem  großen  Fleischmarkte  die  Rede. 


96 

le  quali  carni  bisogna  che  siano  amazzatte  et  scorticate  fuori 
della  cittk,  sicome  quasi  s'  usa  per  tutta  la  Germania,  salvo  se 
le  beccarie  non  fussero  sopra  a  qualche  fiume. 

Quivi  si  vive  alla  romana,  alla  [hussitana]/  ma  piü  alla 
lutherana  nel  intrinseco  suo.  gli  huomini  sono  ladri  crudeli,  salvo 
la  civiltä.  le  donne  sono  belle,  piacevoli  e  vestono  civilmente. 
il  regno  e  tutto  alla  pianura,  circondato  da  amenissimi  monti- 
eelli  con  bellissime  selve  et  molti  frutti  con  grandissime  cain- 
pagne  di  frumenti  et  altre  biade.  fa  communemente  vino  et 
d'  ogni  Sorte  di  carni,  pesci  et  polami  abondantissimo.  — 

Parendo  al  duca  Mauritio  tempo  di  tornar  nel  paese  no- 
vellamente  da  lui  ottenuto,  del  quäle  non  era  ancora  ben  sicuro 
per  la  devotione  che  quei  populi  haveano  al  loro  primo  signore, 
con  grate  parole  et  molte  ofFerte  prese  licenza  da  Sua  Maestk 
et  figliuoli,  invitandola  altresi  alle  caccie  et  altri  spassi  del  paese 
suo;  gli  quali ^  per  esser  questo  un  de  singolari  suoi  apiaceri 
molto  allegramente  accettö  V  invito.  et  con  questa  favorevole 
Junis,  risposta,  che  fu  a  otto  di  giugno,  si  parti  da  Praga^  et  accom- 
pagnato  da  una  continoa  pioggia  con  rabiosi  venti  et  acutissimi 
freddi  gionse  a  Rauntz,*  et  entrato  su  la  prima  via  gionse  con 
miglior  tempo  a  Torga  et  ivi  si  temporeggiö,  finche  hebbe  aviso 
che  Sua  Maesta  si  dovea  partir  da  Praga,  dove  con  quella  me- 
dema  compagnia  cavalcö  a  Xanda,^  viletta  posta  su  la  riva  del 
fiume  Albo  tra  la  Misna  e  la  Boemia,  nella  quäle  erano  pre- 
parate  alcune  navi  belle  et  depinte  insieme  con  le  vele  a  la 
livrea  di  Sua  Maesta  et  Sassonia,  giale  et  nere,  con  le  quali 
andö  a  incontrar  Sua  Maestk,  che  ancor  lei  veniva  per  il  me- 
demo  fiume  in  compagnia  delli  doi  figliuoli  arciduchi  Ferdinando 
e  Carletto  et  il  marchese  di  Brandeborgo,  il  nontio  di  Sua 
Santitk  et*  quelle  de  Venetiani''  con  molti  altri  signori.    li  quali 


*  Der  Text  hat  Jauuasana,  worin  wohl  ein  Fehler  des  Abschreibers  zu  er- 
kennen ist,  der  den  Ausdruck  des  Originals  nicht  verstand. 

*  Es  ist  wohl  zu  lesen:  il  quäle,  nämlich  König  Ferdinand. 

'  Wie  der  kaiserliche  Kommissär  Lazarus  von  Schwendi  am  15.  Juni  dem 
Kaiser  aus  Prag  berichtet,  hatte  Moritz  einige  Tage  vor  seiner  Ankunft 
unter  Hinterlassung  seines  Kates  Carlowitz  die  Heimreise  angetreten, 
v.  Druflfel,  Beiträge  zur  Keichsgeschichte  I,  Nr.  306  (S.  232). 

*  Wohl  Raudnitz  an  der  Elbe  oberhalb  Theresienstadt. 
^  Schandau. 

*  Ober  diesen  seinen  Gegenbesuch  bei  Moritz  berichtete  König  Ferdinand  am 
21.  August  aus  Prag  dem  Kaiser:  je  me  suis  allä  k  la  chasse  vers  l'ÖIeoteur 


97 

tutti  entrorono  nella  nave,  dove  era  il  duca  MauritiO;  et  invian- 
(losi  verso  di  una  caccia  preparata  su  1'  aqua,  alla  scorta  della 
quäle  era  ia  duchessa'  con  molte  donzcile  et  altre  illustri  donne 
sopra  picciole  navicelle,  con  diverse  et  dilettevoli  musiche  smon- 
torono.  nel  quäl  terapo  gionsero,  che  apunto  li  cervi,  cacciati 
da  400  saiusi,'  cominciavano  a  saltar  nel'  aqua,  dove  alla  [pre- 
senza  della]  duchessa  con  spedi  et  balestre  erano  alla  volta  di 
detti  principi  cacciati,  nella  quäle  caccia  furon  morti  13  cervi. 
et  cosi  seguendo  di  longo  per  il  fiume  et  la  corte  con  la  guar- 
dia,  ch'  erano  1012  cavalli,  gionsero  la  sera  a  Pierna,  dove  dopo 
la  sontuosa  cena  si  ballö  et  ancora  ballo  Sua  Maestli  con  tutti 
gli  detti  principi.  1'  altra  matina  il  duca  havea  fatto  ordinär  una 
bellissima  caccia  cinta  di  tele  sopra  a  1'  aste  de  V  altezza  quasi 
d'  una  aiabarda,  la  quäle  circondava  da  cinque  miglia  di  bosco 
e  campagna.  et  cacciati  gli  saiusi  con  gli  cacciatori  a  cavallo 
et  molti  viilani  dentro  al  bosco  fecero  sortir  da  quello  alla  cam- 
pagna molti  cervi,  nella  quäle  erano  alcuni  belli  cespugli  fatti 
di  frasche,  dentro  ai  quali  erano  occultate  quelle  illustri  donne 
con  suoi  levreri,  che  correndo  i  cervi  per  salvarsi  gli  erano  da 
quelle  lasciati  detti  cani  al  fianco  con  il  seguito  di  Sua  Maesta 
et  altri  principi;  li  altri  tutti  stavano  fuori  delle  tele,  che  sca- 
pando  detti  cervi  fuor  di  quelle  cadevano  nelle  raani  loro.  finita 
la  caccia  andorono  la  sera  a  Torante,^  terra  posta  con  un  cas- 
tello  in  mezzo  un  bosco;  et  la  matina  vi  si  fece  una  bellissima 


de  Saxen  par  son  pays  de  Meixen,  oii  semblablement  s'est  trouv6  l'^lectear 
de  Brandenboarg  (Joachim  n.,  1535—1571),  aiant  vacquä  k  la  ditte  chaase 
vingt  jours,  bien  que  me  fasse  voulontiers  plastost  retournö,  n'eust  est6 
la  tr^s  instante  priöre  du  dit  ölecteur  et  de  la  duchesse  sa  corapaigne, 
k  laquelle  ne  povois  bonnement  pour  si  peu  de  chose  contrevenir  u.  s.  w. 
V.  Druffel,  Beiträge  zur  Reichsgeschichte  I,  S.  281,  Nr.  330.  Vgl.  auch 
Ißleib,  a.  a.  O.,  S.  304,  und  den  bei  W.  Wenck,  Kurfürst  Moritz  und 
Herzog  Augustus  (im  Archiv  für  sächs.  Gesch.,  Bd.  9,  S.  414)  angeführten 
Brief  Moritz'  an  seinen  Bruder  über  diesen  Besuch.  —  Der  päpstliche 
Nuntius  war  Prospero  di  Santa  Croce  (mit  dem  bei  diesem  Anlasse  Muritz 
über  die  Angelegenheiten  des  Bistums  Meißen  etc.  sich  besprach);  der 
venezianische  Gesandte  bei  KGnig  Ferdinand  war  Francesco  Badoer; 
vgl.  Venetianische  Depeschen  vom  Kaiserhofe,  Bd.  2,  S.  X  f. 

*  Agnes,  Tochter  des  Landgrafen  Philipp  von   Hessen,    vermählt  Januar 
1541. 

'  Eine  Handeart;  vgl.  hernach  levrieri  (=  Windhunde). 
»  Tbarand. 
Fontei.    I.  Abt.  B4,  IX,  7 


98 

caccia  d'  orsi.  gionti  a  Xope,^  cittk  anch'  ella  con  un  bellissimo 
castello  ad  un  gran  bosco  sopra  d'  un  fiumicello  del  nome  della 
cittk  cosi  chiamato,  et  fatto  \k  un'  altra  simil  caccia  tra  la  prima 
et  questa  furono  morti  23  orsi  con  una  grandissiraa  mortalita  de 
cani  et  molti  feriti.  qui  il  duca  liavea  fatto  ordinär  una  giostra 
alla  Italiana  et  alla  Tedesca  sopra  a  grandissime  chinee^  con 
arme  tanto  grosse  e  pesanti  ch'  apena  gl'  huomini  si  ponno  dentro 
movere,  et  le  lancie  ch'  adoprano,  sono  tanto  smisurate  che  uno 
havrä  assai  fatica  a  portarla  alquanto;  il  ferro  della  quäle  pesa 
cinque  lire,  nel  restar  delle  quali  s'  intertengono  con  un  grosso 
ancino  drieto  al  destro  fianco,  et  a  questo  modo  si  vanno  ad 
incontrar  a  capo  aperto  sopra  le  seile  basse;  e  tanto  forti  sono 
li  urti  che  si  danno,  che  bisogna  che  un  di  loro  et  spesso  am- 
bidoi  vadino  per  terra,  accade  che  giostrando  il  duca  Mauritio 
col  arciduca  Ferdinando  gli  ruppe  una  simil  lancia  nel  petto, 
che  a  raccordo  d'  huomo  mai  occorse  simil  caso.  et  fu  1'  in- 
contro  tanto  gagliardo  ch'  ambidoi  andorono  a  terra  et  apena  i 
cavalli  si  puotero  tener  in  piedi.  1'  altro  di  nell'  andar  fecero 
un'  ältra  caccia  de  cervi  et  di  longo  gionsero  a  Freiborgo,^  et 
ivi  volse  vedere  le  minere  del'  argento,  del  quäl  ognuno  tro- 
vando  sul  suo  le  vene  ne  puol  cavare  pagando  la  decima  et 
venderlo  al  loro  signore  a  otto  per  sette.  *  partitisi  da  questa 
cittk  andorono  a  finir  le  caccie  a  San  Mariaberg,  ^  cittk  princi- 
piata  V  anno  di  nostra  salute  1525,  nella  quäle  si  sono  ritrovate 
molte  di  dette  minere,  per  le  quali  di  anno  in  anno  si  va  au- 
mentando  et  facendosi  ricca  a  bella. 

Finite  adunque  qui  le  caccie,  delle  quali  oltra  li  altri  ani- 
mali  furonvi  morti  162  cervi,  parve  tempo  a  Sua  Maestk  di 
partirsi  con  grandissima  sodisfatione  degli  spassi  in  detto  paese 
havuti,  e  cosi  con  infiniti  ringratiamenti  e  molte  ofFerte  d'  ambe 
Aug.  14.  le  parti  la  vigilia  della  Madonna  d'  agosto  tolto  seco  quella 
memorabil  lancia  cavalcö  alla  volta  di  Prag,  et  il  duca  man- 
data  la  duchessa  con  una  parte  della  corte  per  la  via  de  Bol- 
ghestain,   Penec,   Porna   et   Onfobria   gionse   a   Chemez,^    cittk 


*  Zschopau  an  dem  gleichnamigen  Nebenflusse  der  Freiberger  Malde. 
'  D   i.  Streitrosse;  arme  soviel  als  Panzer,  Harnische. 

'  Freiberg.  *  Zu  lesen:  otto  per  cento? 

'  Marienberg,  nördlich  von  Annaberg. 

•  Waidenstein  an  der  Zschopau,  oberhalb  der  gleichnamigen  Stadt.  Porna 
ist  wohl   Gornau,   nordwestlich   von   Zschopau,   wo   man    also   den  Fluß 


99 

assai  buona,  fuori  della  quale  giace  im  ampio  et  bellissimo  mo- 
nastero  sopra  un'  auenissima  collina;  del  quale  sene  accomodato 
per  residentia  sua  volse  veder  il  paese  suo  con  le  cittk,  che 
sono  cerca  ottanta,  e  dopo  doi  mesi  in  compagnia  dclla  duchessa 
passo  Rauntzuain,  Celle,  gih  grandissimo  monastero,  Milberg, 
Claoc*  et  gionse  a  Dresen,  nella  quäl  cittk  havea  fatto  venir 
molti  maestri  inuratori  et  marangoni  per  agrandirla  et  fortifi- 
carla  et  agrandir  ancora  il  castello,*  nel  qnale  consumö  Cinque- 
cento milla  toUeri,  che  lavorando  continuamente  in  puoco  tempo 
fu  fatta  grande,  adorna  di  bellissinn  palaggi  e  tanto  forte  qnanto 
altra  cittk  di  Germania. 

Dehbero  adunque  il  duca  di  far  quivi  la  residenza  sua, 
si  per  esser  la  cittk  hora  fatta  sicura  di  furtezza,  come  ancor 
per  la  bellezza  sua  et  amenitk  del  sito  et  del  paese  fertilissimo, 
ultra  alla  abondanza  che  gli  porge  il  fiume  d'  infinite  cose  della 
Boemia,  oltre  che  e  posta  in  una  bellissima  campagna  adorna 
di  vigne  e  di  biade  abondantissima  cou  bellissiini  et  fruttuosi 
giardini  et  fertilissime  ortagHe  atorno,  nelle  quali  domesticamente 
vengono  le  lepri  et  altri  animali  a  pascersi,  senza  perö  esser 
per  la  pena  grande  molestati. 

Qui  cresciuta  la  corte  sua  d'  honorati  cavaglieri  et  molta 
servitü  fece  chiamar  tutti  gli  principali  delle  cittk  e  castelli  del 
paese  suo  et  fatta  una  dieta  li  fe  giurar  fedeltk.  non  passo  gran 
tempo  che  vennevi  molti  signori  et  parenti  a  visitare  et  allegrarsi 
seco,  tra  gli  quali  furono  Alberto  figliuol  di  Casimire,  et  Gio- 
anni  di  Gioachino,  marchesi  di  Brandeborgo.'  questi  doi  prin- 
cipi  furono  de  primi  oltraggiati  insieme  col  duca  di  Bransvico 
da  Fihppo  l'Angravio  et  il  duca  Gioanni  Federico  nel  tempo 
che  ribellorono  a  Cesare,  che  poi  successe  la  total  ruina  loro. 
vennevi  ancora  la  duchessa  vedoa  de  Lunemborgo,  giovane  et 

verlassen  m  haben  scheint;  fflr  Onfobria  vermute  ich  Erfenschlag,  nord- 
westlich von  Gornau  auf  Chemnitz  zu. 

'  Roßwein;  Zella  (Altenzell);  was  unter  Milberg  und  Ciaoc  gemeint  ist, 
weiß  ich  nicht. 

'  Moritz  vergrößerte  das  Schloß  (das  noch  jetzt  bestehende  königliche  Ke- 
sidenzschloß),  indem  er  den  WestflUgel  abbrach  und  den  Neubau  um  die 
Breite  des  Hofes  vorrückte,  so  daß  der  breite  Turm,  der  bis  dahin  das 
Ende  der  Gesamtanlage  nach  dieser  Seite  hin  gebildet  hatte,  von  nun 
an  die  Mitte  des  großen  Hofiraumcs  einnahm. 

'  Albrecht  (Alcibiades)  von  Kulmbach  und  Johann  von  der  Neumark  (Hans 
von  Küstrin),  der  Bruder  des  Kurfürsten. 

T 


100 

bella  quanto  creasse  la  natura.^  vennevi  il  duca  Augusto  suo 
fratello  con  la  duchessa  figliuola  del  re  di  Danisraarca,*  la 
duchessa  di  Bransvic  et  la  marchesa  di  Anispac,  ambe  sue  so- 
relle,^  con  molti  altri  signori,  agli  quali  non  manco  d'  ogni  sorte 
di  cortesie  et  spassi^  dispensando  la  piü  parte  del  tempo  in 
1550.  feste  et  caccie  fino  al  carnevale,  che  fu  1'  anno  1550.  nel  quäl 
tempo  per  dar  maggior  spasso  a  quei  signori  che  ivi  si  retro- 
vavano,  fece  fare  su  la  piazza  della  cittk  un  bellissimo  castello 
tutto  depinto  con  arme  et  insegne  turchesche,  alla  guardia  del 
quäle  si  puose  il  duca  Augusto  con  alcuni  cavalieri  et  soldati 
in  livrea  turchina  alla  turchesca.  et  di  fuori  era  assediato  dal 
duca  Mauritio  con  molti  cavalli  et  compagnie  de  soldati,  arte- 
gliaria  et  cavalieri  di  legno,  che  superavano  le  mura  di  quello. 
gli  quali  si  potevano  condur  inanci  e  indrieto  dove  piü  bisognava 
a  dar  1'  assalto;  che  tanto  che  si  meteva  a  1'  ordine  per  baterlo 
et  dar  la  battaglia,  il  duca  Augusto  lasciando  gli  capitani  con 
suoi  soldati  alla  diffesa  di  quello  dava  fuori  con  suoi  cavalli; 
scorrendo  per  1'  ampia  via  che  va  da  quello  dritta  al  palaggio; 
dove  il  duca  Mauritio  si  trovava  con  suoi  cavallieri  in  bellissima 
livrea  a  1'  Hongaresca,  et  datoli  la  carga  fin'  al  castello  sorti- 
vano  altri  cavalli  et  soldati  a  1"  incontro  e  con  grandissimi  gridi 
li  rinculcavano  fin'  al  palaggio.  le  quäl  correrie  dando  et  tolendo 
la  carga  per  quella  bellissima  contrata,  le  finestre  della  quäle 
erano  adorne  di  molte  illustre  donne,  durö  per  il  spatio  di  due 
höre,  che  dapoi  cominciando  a  batter  il  castello  con  continoe 
scaramuccie  s'  aprossimava  la  battaglia,  che  retiratisi  gli  Turchi 
dentro  aspettavano  l'  assalto  valorosamente  con  forchette  di  legno 
et  pignatte  di  terra  mal  cotta.  et  attacatisi  cominciorono  a  postar 
le  Scale  a  le  mura  et  salendo  su  erano  ribattuti  da  quei  di 
dentro.  al  fine  cacciato  inanci  quei  cavaliero  gettorono  ingenio- 
samente  un  ponte  sopra  le  mura,   con  il  quäle  fu  con  grandis- 


^  Die  duchessa  vedova  di  Lunemborgo  wird  auch  weiterhin  zu  den  Er- 
eignissen von  1661/1552  erwähnt;  wohl  Klara  von  Sachsen-Lauenburg, 
geb.  1518,  Witwe   (des  Herzogs  Franz   von  Giffhorn)   seit  1549,  +  157G. 

*  Die  Vermählung  Augusts,  des  Bruders  und  späteren  Nachfolgers  Moritz', 
mit  Anna,  der  Tochter  König  Christians  III.  von  Dänemark,  hatte  am 
7.  Oktober  1548  unter  großer  Prachtentfaltung  stattgefunden. 

'  Emilie,  geb.  1616,  vcrmälilt  1532  mit  Georg  Markgraf  von  Ansbach,  ver- 
witwet 1543;  und  Sidonie,  geb.  löKJ,  seit  1546  Gemahlin  Herzog  Erichs  II. 
von  Calenberg. 


101 

simo  diletto  d'  ognuno  superato  et  vinto.  la  seguente  estate  fu 
consumata  la  piü  parte  in  bellissime  cacciaggioni  et  altri  spassi, 
passando  il  tempo  in  qiiesti  solenni  apiaceri. 

L'  anno  1551  *  il  signor  Sforza  Palavicino'  et  il  signor  Gio. 
Battista  Gastaldo,'  huomini  ingeniosissimi  ne  1'  arte  niilitare  et 
molto  periti,  furono  inandati  da  Ferdinande  re  de  Romani  alla 
Yolta  de  1'  Hongaria  per  impedir  il  tradiraento  che  trattava  il 
frate  Vaivoda*  con  il  Gran  Turco.  gli  quali  intrepidi  signori 
con  r  industria  e  1'  audatia  loro  non  tanto  impedirono  il  detto 
trattato,  ma  ancora  dettero  il  dovuto  castigo  al  detto  frate,  che 
passando  con  alcune  insegne  di  fanteria  apresso  un  fortissimo 
castello,  nel  quäle  con  buona  guardia  dimorava  1'  empio  tradi- 
tore,  e  fatta  una  scielta  d'  alcuni  soldati  de  piü  eletti  in  habito 
humile,  ordino  che  si  fermassero  nel  borgo  a  mangiare,  fra 
tanto  che  1'  insegne  monstravano  di  passar  inanci,  et  dapoi  con 
qualche  scusa  venissero  a  contentione  de  danari  con  gli  hosti, 
o  con  dir  che  t'ussero  da  loro  agravati  di  pagar  troppo,  e  da- 
poi mostrassero  volersi  di  questo  querelare  al  loro  signore,  intra- 
tenendosi  con  quelli  della  gnardia  della  rocea.  pigliata  1'  occa- 
sione  il  Sforza  con  alcuni  puochi  d'  entrar  nel  castello  sotto 
color  di  voler  presentar  lettere  et  parlar  al  signor,  gionse  con 
li  detti  soldati,  che  tuttavia  contristavano  con  detti  hosti  et 
intratenendosi  a  parlamento  con  quelli  della  guardia  et  detti 
hosti.  intanto  il  Palavicino  presentö  la  lettera  al  frate,  il  quäl 
aprendola  et  cominciato  la  leggere,  fu  da  un  di  quelli  passato 
con  una  archibugiata,  et  subito  il  signor  Sforza  lo  fini  con  le 
pugnalate  d'  amazzare.  sentendo  gli  altri  il  tuono  dell'  arcobugio, 
al  quäle  stavano  attenti,  dettero  di  mano  alle  alabarde  de  1'  in- 
cauta   guardia,   et   con   1'  aiuto    di   quelli    ch'  erano   in   aguaito, 

^  Haudschrifl  lö5  ,  für  die  letzte  Ziffer  eine  Lücke. 

'  Anfällglich  im  Dienste  der  Farnesen  (vgl.  Nuutiaturberichte  aus  Deutsch- 
land,  1.  Abt.,  Bd.  9),  dann  iu  denen  Ferdinands  in  Ungarn  (Venetiani- 
scbe  Depeschen  vom  Kaiserhofe,  1.  Abt ,  Bd.  2,  S.  520). 

'  Generalquartiermeister  des  Kaisers  im  schmalkaldischen  Kriege  (Nuntia- 
turberichte,  a.  a.  O.);  hernach  ebenfalls  in  Diensten  Ferdinands  in  Un- 
garn (Venetianische  Depeschen  vom  Kaiserhofe,  a.  a.  O.,  S.  517.  619). 

*  Der  bekannte  .Bruder  Georg',  oder  Georg  Utieienoviö,  auch  Martinuzzi, 
Bischof  von  Großwardein,  das  Haupt  der  auf  die  Türken  gestützten  anti- 
habsburg^ischen  Partei  in  Ungarn,  ermordet  am  17.  Dezember  lööl,  nach- 
dem er  kurz  vorher  zum  Erzbiflcbof  von  Gran  und  Kardinal  erhoben 
worden  war. 


102 

presero  la  fortezza,  che  puoco  teinpo  di  piü  che  si  havessero 
tardati,  era  pericolo  di  perder  tutta  1'  Hongaria.  per  la  quäl  ira- 
presa  ne  porto  gloriosa  fama  per  tutta  la  Germania  con  gran- 
dissima  meraviglia  d'  ognuno. 

Havendo  Carlo  quinto  lasciato  Filippo  il  figliuolo  al  go- 
verno  de  Fiandra  et  avisato  Ferdinando  il  fratello  con  molti 
1550.  altri  prencipi  venne  in  Augusta/  nella  quäl  cittk  fece  chiamar 
ancora  tutti  gli  elettori  per  far  ivi  una  dieta.  in  questo  tempo^ 
il  duca  Georgio  da  Mechelborgo,  colonello  di  Cesare,  giovine 
di  21  anni,  generoso,  gentile,  hello  et  di  suprema  forza  et  per 
la  cortesia  sua  molto  da  soldati  amato,  volendo  tornar  al  paese 
suo  confine  della  Sassonia  verso  il  mare  Oceano,  chiese  a  Ce- 
sare le  paghe  che  avanzava  nelle  guerre  passate.  considerato 
Cesare  che  havea  lasciato  alcuni  luoghi  bassi,  gli  quali  non 
volsero  venir  a  humiliarsi,  ma  perseverare  nella  rubellione,  ti'a 
le  quali  et  di  piü  importanza  era  Madeborgo,  la  quäl  cittk  al 
tempo  che  Martin  Luthero  infettö  quelle  parti  d'  heresia,  dis- 
caccio  il  vescovo  di  quello  et  tolsero  il  duca  Gioanni  per  signor 
et  defensor  loro:  parve  dunque  a  Cesare  con  il  mezzo  di  costui 
di  dar  a  quelli  luoghi  qualche  meritevole  castigo;  al  quäle  con- 
signoli  che  si  volesse  pagar  sopra  agli  detti  luoghi  con  suoi 
soldati.  hauta  ch'  hebbe  questa  risposta  da  Cesare  misse  in  or- 
dine  3000  fanti  de  suoi  proprii  et  forsi  cinquanta  cavalli  e  gionto 
in  detto  paese  comincio  hör  in  questo,  hör  in  quello  luoco  a  de- 
predar.  et  passando  apresso  a  Madeborgo  da  cerca  a  diece 
miglia,  sorti  dalla  cittk  cerca  cinque  milla  tra  soldati,  cittadini 
et  villani  ivi  ridotti  con  50  pezzi  d'  artegliaria,  la  quäle  acco- 
modamente  si  poteva  incattenare  a  modo  di  trinciera,  et  apros- 
simatisi  a  1'  improviso  apresso  a  quelli  di  detto  duca,  comincio- 
rono  ataccar  la  scaramuccia  con  la  retroguardia.^  che  accortosi 

*  Seine  Ankunft  dort  erfolgte  am  7.  Juli  1550;  über  die  Begegnung  mit 
König  Ferdinand  s.  Venetianische  Depeschen  vom  Kaiserhofe  II,  S.  439, 
Nr.  181;  der  Infant  Philipp  befand  sich  übrigens  in  Karls  Begleitung. 

'  Im  September  1550.  Vgl.  Ißleib,  .Magdeburgs  Belagerung  durch  Moritz 
von  Sachsen  1550—1551'  in  Neues  Archiv  f.  Sachs.  Gesch.  V  (1884),  S.  178. 
Die  Angaben  unseres  Autors  sind  hier  und  im  folgenden  nicht  immer 
ganz  richtig;  er  schreibt  eben  hier  nicht  als  Augenzeuge,  sondern  regi- 
striert die  ihm  zugekommenen  Berichte  anderer.  Vgl.  den  erwähnten 
Aufsatz  Ißleiba  sowie  F.  W.  Schirrmacher,  Johann  Albrecht  I.  Herzog  von 
Mecklenburg,  2  Teile,  Wismar  1885. 

•  Das  hier  ausführlich  geschilderte  Ereignis,   der  nach  dem  Dorfe  Hillers- 


103 

di  questo  1'  intrepido  duca,  ancorchfe  fusse  con  minor  numero 
di  gente  et  disvantaggio  d'  artegliaria,  non  perdendosi  punto 
d'  animo  misse  in  nn  subito  tutta  la  sua  gente  in  ordine  et  andö 
per  assaltar  i  suoi  nemici;  ma  vedatosi  il  passo  d'  artegliaria 
impedito  si  ritirö  et  ordinö  a  suoi  capitanei  che  con  qualche 
leggier  scaramuzza  s'  intratenessero  iin  tanto  che  lui  andava  a 
salirgli  da  un'  altra  banda.  et  cosi  nlnrgandosi  con  tinta  di  fii- 
gire  fece  una  gran  volta  con  qiiei  puochi  cavalli,  aspettando 
che  un'  altra  parte  11  assalissero  per  fianco,  gli  quali  in  un 
tempo  con  tanto  empito  li  assalsero  che  oltre  a  li  preggioni,  che 
furono  la  piü  parte  soldati,  ne  amazzorono  piü  della  terza  parte, 
et  presa  tutta  T  artegliaria;  e  mai  cessorono  di  cacciarli,  finchfe 
furono  dentro  alle  porte.  qui  si  comprende  quanto  importi  in 
simili  inprese  esser  periti  e  sui^  fatti  nelle  guerre,  che  col  dis- 
vantaggio di  gente  et  artegliaria  vinsero  et  superorono  V  inimico, 
come  ancor  fecero  quei  puochi  d'Alessandro  Magno,  avezzi 
longo  tempo  su  la  guerra,  che  tra  un  cosi  numeroso  et  inesperto 
essercito,  come  fu  quel  di  Dario,  hebbero  la  vittoria.  ma  non 
contento  di  questo  1'  animoso  giovine  di  questa  sua  vittoria 
s'  accampö  con  detti  suoi  soldati  et  artegliaria  sotto  a  detta 
cittk*  et  subito  per  la  posta  scrisse  il  successo  a  Cesare,  il  quäle 
subito  ch'  hebbe  inteso,  spedi  per  il  duca  di  Bransvic  et  il  duca 
Mauritio  con  1'  arcivescovo  di  Magonza  et  il  vescovo  di  Bam- 
bergo,'  che  con  quanta  prestezza  potessero  assoldar  gente  per 
la  Spedition  di  Madaborgo  in  soccorso  del  duca  Georgio.  et  cosi 
quei  di  dentro  vedendo  il  grand'  apparecchio,  che  si  faceva  in 
danno  loro,  cominciorono  a  fortificarsi  et  fomirsi  de  ciö  che 
bisognava  alla  diffesa  loro,  scrivendo  in  molti  luochi  a  suoi  amici 
per  soccorso  loro. 

In  questo  tempo  ritrovandosi  il  duca  Mauritio  con  bellis- 
sima  compagnia  di  400  cavalli  in  via  per  ritrovarsi  alla  dieta 
d'Augusta,  hebbe  nove  da  Cesare  che  dovesse  andar  in  soc- 
corso  di    detto    duca   Georgio/   il   quale   subito  volto  con  detti 

leben    benannte  Sieg  Herzog  Georgs   Aber  die  Magdeburger,  hatte  am 

22  September  sUtt.  Ißleib,  S.  180  f 
^  Handschrift  sue. 

'  Er  nahm  seine  Stellung  bei  Schöneberg,  wenig  südlich  von  Magdeburg. 
'  Sebastian    von    Heusenstamm    1545—1556    und    Weigand    von    Redwitz 

152J— 1556. 
*  Moritz    hatte    seinen   Aufbruch   nach  Augsburg  auf   den   26.  September 

festgesetzt;  doch  gaben  ihm  dann  die  Nachrichten  von  den  Wirren  um 


104 

cavalli  verso  Madaborgo,  lasciando  ordine  ad  alcuni  suoi  capi- 
tani  da  soldar  gente  nel  suo  paese,  dal  quäle  all'  hora  ne  trasse 
alcune  insegne,  le  quali  erano  in  guarnigione  in  alcune  fortezze. 
con  le  quali  gionto  a  detta  cittk  s'  accampö  dalla  banda  dil 
ponte,  il  quäle  passa  sopra  un  ramo  dil  fiume  Albo  fin  alla 
riva  de  1'  isola  posta  in  mezzo  a  quello  che  da  quella  si  va  nella 
cittk  con  un'  altro  ponte  che  con  quello  si  congionge.  questa 
isola  era  tenuta  da  quelli  della  citta  con  buona  guardia  e  buoni 
ripari,  all'  incontro  della  quäle  il  duca  Mauritio  gli  fh  far  un 
forte,  nel  quäl  misse  diece  pezzi  d'  artegliaria  con  una  grossa 
guardia,  e  col  resto  de  soldati  ch'  ogn'  hora  giongevano,  andö 
dair  altra  banda,  et  congiontosi  col  duca  Georgio  la  seguente 
notte  dettero  il  fuoco  a  una  villa  per  far  che  quei  di  dentro 
attendessero  a  quella  parte,  che  cosi  riusci  il  disegno.  hebbero 
adunque  commodita  di  dar  V  assalto  a  Naustot,  cio^  Citta  nuova,^ 
et  scalate  le  mura  il  primo  ch'  ascese  fu  quel  valoroso  duca 
Georgio,  il  duca  Mauritio  poi  et  gli  giovini  conti  di  Mantzfelt, 
che  dopo  loro  ogn'  uno  montava  a  regatta  1'  un  de  1'  altro.  e 
questo  gli  fu  facile,  perche  ogn'  uno  atendeva  verso  la  villa  che 
brusava;  che  trovato  un  puoco  di  sentinelle  li  amazzorono.  che 
dapoi  accortisi  quei  di  dentro  corsero  alle  difFese,  ma  non  pe- 
tendo resistere  a  quei  di  fuori  si  dettero  a  fuggire  in  Mada- 
borgo.  questa  impresa  fu  di  grandissima  importanza  et  salute 
a  Cesariani,  perche  oltre  ch'  era  cinta  di  mura  si  congiongeva 
a  modo  di  un  borge  con  1'  altra  citta,  tra  le  quali  erano  alcune 
ortaglie,  nella  quäle  era  gik  in  soccorso  suo  gionto  il  principale 
di  conti  di  Mantzfelt  contrario  de  gli  altri,  et  il  baron  di  Dech 
con  buon  numero  de  soldati  a  pi^  et  a  cavallo,  huomini  esper- 
tissimi  ne  1'  arte  militare^  et  di  grandissima  autoritk  apresso  a 
quei  paesi  bassi,  gli  quali  ogni  giorno  con  gagliarde  scaramuccie 
tenevano  desti  quei  di  fuori. 

Magdeburg  den  willkommenen  Vorwand,  den  Reiclistagsbesuch  zu  suspen- 
dieren, was  der  Kaiser  nachträglich  guthieß. 

^  Die  Eroberung  der  Neustadt  fand  in  der  Nacht  vom  28.  auf  den  29.  No- 
vember statt.  Ißleib,  S.  208  f. 

'  Hier  scheint  eine  Verwechslung  vorzuliegen.  Qraf  Albrecht  von  Mansfeld 
befand  sich  mit  seinem  Sohne  Karl  in  der  Stadt;  ein  anderer  Mansfelder 
aber,  Graf  Volrad,  befehligte  neben  Hans  von  Heideck  (der  wohl  unter 
jbaron  di  Dech'  gemeint  ist)  eine  der  evangelischen  Sache  dienende 
Schar  von  Kriegsknechten  im  Bremischen  und  Verdenschen  (s.  weiter 
unten  im  Text). 


105 

Gionse  in  questo  tempo  Alberto  marchese  di  Brandeborgo, 
il  duca  di  Bransvic/  Lazaro  Spagnolo'  a  nome  di  Cesare,  gli 
detti  vescovi,  il  prencipe  di  Analt/  tutti  con  gran  numero  de 
soidati  a  pi^  et  a  cavallo,  et  oceuporono  d'  ogni  banda  la  cittk, 
la  quale  aspettava  nuovo  soecorso  da  le  cittk  basse.  et  gia  si 
ritrovavano  in  esser  16  insegne  di  fanteria  con  alcuni  cavalli 
nella  cittk  di  Bremo,  che  hautili*  per  spia  il  duca  Mauritio  tolse 
in  compagnia  sua  il  duca  di  Bransvic  et  gli  conti  di  Mantzfelt 
col  principe  di  Analt  con  alcuni  squadroni  de  cavalli  et  ando- 
rongli  a  occupar  il  passo,  et  gli  ruppero  di  tal  sorte  che  sban- 
dendosi  non  si  puotero  riffare.^  sapendo  Madeborghesi  che  li 
detti  prencipi  s'  erano  partiti  dall'  assedio  con  buon  numero  de 
cavalli  e  che  s'  erano  cosi  allontanati,  cominciorono  si  fattamente 
a  molestar  quei  di  fuori  che  non  li  lasciavano  riposare  n^  di 
ne  notte.  tra  le  quali  una  fu,  di  grandissimo  danno,  che  uscendo 
fuori  SU  r  hora  del  priuio  sonno  assalirono  il  quartiero  de  V  arci- 
vescovo  di  Magoncia  et  gli  presero  250  cavalli.  continuando 
ogni  dl  con  grosse  scaramuccie  una  matina  con  grosso  sforzo 
di  cavalli  assalsero  gli  alloggiamenti  del  duca  Georgio,  il  quale 
valorosamente  sostenendo  1'  assalto  et  rinculcandoli  cosi  scara- 
muciando  gli  cad^  sotto  il  cavallo  et  rimase  preggione.^  che 
dapoi  ritornati  li  detti  prencipi  vittoriosi  da  detta  cittk  comin- 
ciorono a  restringerli  il  passo  piü  che  di  prima.' 

In  questo  tempo®  alcuni  prencipi  et  amici  d'  ambe  le  parti 
cercavano  1'  accordo,  al  quale  Madaborghesi  mai  volsero  inten- 

*  Herzog  Heinrich  von  Wolfenbüttel. 

'  Lazarus  von  Schwendi,  kaiserlicher  Kommissär. 
'  Georg  von  Anhalt. 

*  Soll  wohl  heißen  haate  queste  nuove  oder  ähnlich. 

'  Vielmehr  kam  es  im  Januar  1651  zu  einer  gätlichen  Vereinbarung. 
Ißleib,  S.  223  S. 

*  Dies  ereignete  sich  am  20.  Dezember,  zwei  Tage  nach  dem  Abzug  Moritz*, 
^  In  der  Handschrift  ist  der  Raum  von  fQnf  Zeilen  freigelassen;  es  scheint 

aber  doch  kaum  etwas  zu  fehlen. 

*  Im  folgenden  faßt  unser  Autor  die  Magdeburg  betreffenden  Ereignisse 
des  Jahres  1551  kurz,  aber  nicht  ganz  richtig  zusammen.  Von  der  FQrsten- 
begegnung  zu  Dresden,  die  Besozzi  auf  die  Kamevalszeit  (d.  h.  etwa  die 
Woche  vom  4.  bis  10.  Februar)  verlegt,  ist,  soviel  ich  sehe,  sonst  nichts 
bekannt.  Wichtig  dagegen  war  die  Begegnung  Moritz'  mit  Markgraf 
Johann  von  Brandenburg,  die  —  unter  Anteilnahme  Markgraf  Albrechts 
von  Kulmbach  —  am  20.  Februar  in  Dresden  stattfand.  Im  übrigen  er- 
scheint in  obiger  Darstellung  besonders  der  Anteil,  den  Melanchthon  an 


106 

dere  di  sottoporsi  a  1'  imperatore,  sich^  col  mezo  di  Filippo  Me- 
lanthone  conclusero  di  venir  a  parlamento  nella  cittk  di  Dresen. 
et  lasciato  il  duca  di  Bransvic  et  Lazaro  Spagnolo  a  1'  assedio 
della  cittk,  venne  il  duca  Mauritio  con  la  duclicssa  di  Bransvic 
sua  sorella,  il  marchese  di  Brandeborgo  ellettore  et  il  marchese 
Alberto  di  Casiiniro,  gli  detti  vescovi  et  Guielrao  jfigliuol  de 
r  Angravio  ^  et  altri  prencipi  et  donne  illustri  a  far  carnevale  a 
Dresen,  nella  quäl  cittk  si  ritrovava  ancora  il  duca  Augusto''' 
1551.  et  le  duchesse  Agnese  moglie  del  duca  Mauritio  et  Anna  dil 
duca  Augusto.  nel  quäl  tempo  venuto  il  Melanthone  si  fecero 
grandissimi  parlamenti.  al  fine  si  risolsero  di  tuor  dentro  il  duca 
Mauritio  nella  cittk.  fatto  dunque  carnevale  retornorono  tutti 
con  Filippo  al  campo  e  col  mezzo  del  quäle  et  altri  amici  con- 
chiusero  tra  il  detto  duca  et  cittk  1'  accordo  et  amicitia,  et 
uscii'ono  fuori  quatro  insegne  de  soldati  et  lasciorono  il  duca 
Georgio  in.  libertk,  il  quäle  era  secondo  cugino  del  duca  Mau- 
ritio.^ mandato  dentro  cinque  di  sue  insegne  con  grandissimo 
trionfo  et  honore  entro  ancor  lui*  e  con  lieta  chiera  fu  dal  se- 
nato  ricevuto.  stando  li  alcuni  giorni  fu  visitato  dal  duca  Gioan 
Alberto,  fratel  maggiore  dil  duca  Georgio,  la  marchesa  di  Ans- 
pac  sua  sorella,  la  duchessa  vedoa  di  Lunemborgo^  et  d'  altri 
signori  et  cittk,  gli  quali  tutti  dopo  fatti  alcuni  spassi  furon  dal 
detto  duca  Mauritio  invidati  nel  paese  di  Misna,  nel  quäle  hör'  in 
questa,  hör'  in  quella  cittk  non  gli  manco  d'  ogni  sorte  di  spassi 
e  cortesie  che  fusse  possibile. 

Essendo  il  tempo  di  partirsi  raunati  insieme  dopo  molte 
et  infinite  parole  sogionsero  che  horaraai  era  il  tempo  che  si 
dovea  raccordarsi  di  non  mancar  del  debito  suo  verso  Filippo 
r  Angravio   socero    suo   d'  impetrarlo    da   Sua   Maestk  Cesarea, 


der  Ergebung  Magdeburgs  hatte,  belangreicher,  als  er  in  Wirklichkeit 
war.  —  Vgl.  die  angezogene  Abhandlung  von  Ißleib  sowie  v.  Langenn, 
Herzog  und  Kurfürst  Moritz  von  Sachsen;  Voigt,  Aibrecht  Alcibiades; 
Wenck,  Kurfürst  Moritz  und  die  Ernestiner  1551  und  1552  (in  Forsch, 
zur  deutschen  Gesch.  XII,  1872,  S.  1  ff.);  sowie  v.  Druffel  I. 

^  Wilhelm,  der  älteste  Sohn  des  gefangenen  Landgrafen  Philipp  von  Hessen. 

^  August  wurde  von  Moritz  durch  ein  Schreiben  vom  3.  Februar  zu  wich- 
tigen Besprechungen  eingeladen,  v.  Druffol  I,  Nr.  585,  1   (S.  578). 

'  Georgs  Vater,  Herzog  Albrecht  VII.  von  Schwerin,  und  Moritz'  Muttor 
Katharina  waren  Geschwister. 

*  Am  5».  November  1551.  Ißleib,  S.  306. 

»  Vgl.  oben  S.  100,  Anm.  1. 


107 

che  non  facendo  altra  dimostratione  si  sarebbe  mostrato  iniquo 
contra  di  lui  et  Agnese  sua  figliaola,  che  era  la  consorte  sua, 
et  tenitto  [in]  odio  da  tutta  la  Germania,  agii  quali  rispose  Mauritio 
che  fin'  hora  et  per  via  di  lettere  et  per  via  d'  amici  non  era 
mancato  a  tutto  suo  potere  di  trarlo  in  libertä  e  che  meno  per 
r  avenire  era  per  mancargii,  et  quando  non  lo  potra  liavere  con 
amore  (cosa  che  non  si  crede),  lo  cercark  d'  haverlo  con  1'  arme 
in  mano  o  che  vi  lascera  la  vitta  e  il  stato  suo.  di  questu  ris- 
posta  rimase  ogn'  uno  sodisfatto  e  con  larghissime  Offerte  s'  ac- 
combiatorno.  et  restando  Mauritio  con  qnesto  animo  scrisse  una 
lettera  a  Cesare,  con  la  quäle  supplicava  lo  che  fusse  content© 
di  concedergli  in  dono  l'Angravio  socero  suo,  il  quäle  sapeva 
bene  che  per  la  promessa  che  gli  fece  di  pardonargli  il  fallo 
contra  lui,  promesso  glielo  havea  sotto  alla  sicorta  sua  et  pre- 
sentato  ai  piedi,  che  dapoi  da  molti  prencipi  germani  n'  e  stato 
improverato,  et  che  di  novo  lo  replicava  con  ogni  humilta  di 
cuore  che  non  li  volesse  lasciar  questa  tal  infamia  sopra  '1  capo 
suo.  a  gli  quah  preghi  Cesare  rispose  di  voler  dar  prima  espe- 
ditione  alle  cose  della  dieta,  alla  quäle  era  da  lui  aspettato,  et 
dapoi  havrebbe  di  qaesto  conferito  seco  in  persona,  intcso  Mau- 
ritio r  animo  di  Cesare,  il  quäle  all'  hora  si  ritrovava  in  Sprue,* 
con  bellissima  corte  di  gentil'  huomini  et  servitü  con  buona  spe- 
ranza  di  recuperar  Filippo,  1'  anno  1552,*  che  fu  il  secondo  di  1552 
febraio,  si  parti  da  Dresen^  et  passato  per  Maisen,  Mugel,  Lo-    Febr.  2. 

'  Karl  hatte  Augsbni^  am  21.  Oktober  1551  verlassen  und  sich  nach  Inns- 
bruck gewandt,  wo  er  residierte,  bis  Moritz'  Nahen  ihn  anfscheacbte. 

*  Handschrift  1551. 

•  Unser  Chronist  schildert  im  folgenden  nicht  sowohl  die  Route  Moritz', 
als  die  seines  Hofgesindes  (dem  er  selbst  offenbar  angehörte),  das  unter 
Führung  des  Kanzlers  Dr.  Mordeisen  und  des  kurfQrstiichen  Rates  Chri- 
stof von  Carlowitz  die  Reise  nach  Landshnt  antrat.  Moritz  folgte  den 
Seinen,  aber  nur  bis  Chemnitz  (am  3.  war  er  noch  in  Dresden,  am  5.  in 
Chemnitz,  v.  Druffpl,  a.  a.  O.  II,  Nr.  965.  970),  von  wo  er  insgeheim  nach 
Friedewald  in  Hessen  zur  Zusammenkunft  mit  Landgraf  Wilhelm  und 
zum  Abschlüsse  mit  Frankreich  ging  (v.  Druffel,  Nr.  987,  14.  Februar). 
Am  20.  war  Moritz  wieder  in  Leipzig,  am  22.  abends  in  Dresden  (ebendas., 
Nr.  995.  1006).  Vgl.  Ißleib,  Moritz  von  Sachsen  gegen  Kart  V.,  1552 
(Neues  Archiv  f.  sächs.  Gesch.  VII),  S.  2  f.  Augenscheinlich  erhielt  man 
das  Hofgesinde  geflissentlich  in  dem  Glauben,  daß  der  KurfQrst  ihm  auf 
der  gleichen  Route  folge;  wie  gut  das  gelang,  zeigt  die  Bestimmtheit, 
mit  der  Besozzi  von  Moritz'  Reise,  dem  Aufenthalte  in  Regensburg,  der 
warnenden  Begegnung  in  Landsbut  berichtet. 


108 

mitz/  Grim,  Laypzic,  Rot,  Peneh,  Chemetz,  Tum,  Sant'Am- 
bergi,  Santa  Mariaberg,  Tel,  Baisentoli,  Jacomtol,  Slachebalt, 
Falchenau,  Egher,  sul  fiume  cosi  chiamato,  cittä  gik  fu  impe- 
riale, sottoposta  al  regno  di  Boemia  a  quell o  impegnata;  dopo 
Valsaxen,  monastiero  episcopale,  Preset^  et  lasciando  la  via  di 
Norembergo  a  man  destra  passö  Duschenfurt,  Bernau,  Tem- 
burg,  Sfreim,  Nonburg,  Sebandorf,  Langhefelt,  Regenstot,  et 
gionse  a  Regenspurc,  ciofe  Ratisbona,  citta  grossa  imperiale  et 
episcopale  sopra  al  Danubio  ai  confini  della  Baviera  bassa,  nella 
quäle  sono  due  belle  fabriche  fatte  quasi  in  un  medemo  tempo 
da  doi  maestri  a  regatta  Tun  da  1' altro;  una  h  il  tempio,  1' al- 
tra  h  il  superbo  ponte,^  sopra  al  quäle  sta  una  figura  di  pietra 
a  tutto  rilevo,  la  quäle  con  una  mano  sopra  la  fronte  mostra 
da  riguardar  sul  tempio  insieme  cominciato  e  col  ponte  era  an- 
cor  finito. 

Riposato  ivi  doi  giorni  passö  Abach,  Meimbruc,  Gisenfelt* 
et  gionse  a  Lanzuot,  citta  posta  su  la  riva  del  fiume  Iser,  assai 
bella  con  un  bellissimo  et  de  alti  campanili  di  Germania.^  nella 
quäl  cittk  fu  sopragionto  da  un  de  suoi  consiglieri,  dal  quäle 
fu  disuaso,  che  non  volesse  passar  piü  oltra  per  il  pericolo,  che 
facilmente  sarebbe  potuto  incorrere  cosi  della  liberta  come  di 
qualche  altro  danno,  dubitandosi  che  questa  fusse  una  trama 
ordita;  et  tanto  piü  essendoli  il  sospetto  d'  haversi  accordato  con 
Madaborghesi  senza  il  consenso  di  Cesare.  et  ancorch^  questo 
non  fusse,  non  sperasse  perö  cosi  facilmente  d'  haver  1'  Angravio 
se  non  per  forza  d'  arme,  sicome  il  marchese  Alberto  gli  havea 

^  Mügeln  und  Lomatsch.  In  den  ferner  genannten  Ortschaften  sind  zu  er- 
kennen: Rötha,  Penig,  Chemnitz,  Thum,  Annaberg,  Marienberg;  das  fol- 
gende Tel  kann  ich  nicht  deuten  (=  Cranzahl?);  Wiesental,  Joachinis- 
tal,  Schlackenwerth  (nordöstlich  von  Karlsbad),  Falkenau  (an  der  Eger), 
Waldsassen. 

*  Diesen  Ortsnamen  vermag  ich  nicht  zu  deuten  (=  Wondreb?).  Die  ferner 
angegebenen  Ortschaften  sind  Tirschenreuth,  Bärnau,  Tenneberg,  Pfreimbd 
(wo  die  Naab  erreicht  wurde),  Nabburg,  Schwandorf,  Burglengenfeld| 
Kegenstauf. 

"  Die  nach  Stadt  am  Hof  führende  steinerne  Brücke  von  347  m  Länge 
und  8  m  Breite,  ein  Bauwerk  des  12.  Jahrhunderts. 

*  Abbach,  etwas  Donau-aufwärts,  dann  Mainburg  an  der  Abens;  Gisenfelt 
ist  wohl  Geisenhausen,  13  km  vor  Landshut. 

'  D.i.  der  130  ni  hohe  Turm  der  im  15.  Jahrhundert  erbauten  St.  Martins- 
kirche. In  Landshut  befanden  sich  Mordeisen  und  Carlowitz  am  25.  Fe- 
bruar:   Ißleib,  Moritz  von  Sachsen  gegen  Karl  V.,  S.  4,  Anm.  1. 


109 

referto,  che  volendo  per  questa  migHor  via  rihaverlo,  il  re  di 
Francia  gli  offeriva  pagar  la  gente  de  suoi  danari,  et  che  gik 
il  detto  marchese  et  Guielmo  iigliuol  di  Fihppo  havea  assai 
ojente  in  ordine. 

Inteso  adunque  ^[auritio  il  pericolo  et  1'  incerta  liberatione 
et  questa  cosi  larga  oflFerta,  mutö  pensiero  et  fece  tornar  in- 
drieto  la  corte  sua,*  et  lui  cavalcö  alla  volte  d'  Hesia  et  ivi* 
con  detto  marchese  Alberto,  Gulielmo  1'  Angravio  suo  cugnato 
et  alcuni  altri  colegati  con  ogni  prestezza  diede  ordine  all'  apa- 
recchio  della  guerra,  et  mandorono  per  ostaggio'  uno  de  figliuoli 
de  r  Angravio  et  uno  fratel  minore  del  duca  Gioan'  Alberto  di 
Mechelborgo,  cugino  di  Mauritio;  il  quäle  ritornato  nel  paese 
suo  et  subito  gionto  a  Torga,*  si  parti  il  duca  Augusto  da  Dresen 
con  le  duchesse  et  tutta  la  corte,*  et  montati  sopra  al  fiume 
Albo  passorono  Maisen,  Strale,^  Mulicbergo,  luoco  raemorabile 
della  rotta  et  presa  del  elettore  di  Sassonia;  et  passato  Peli- 
gherna  gionse  a  Torga,  nella  quäl  cittk  gik  havea  fatto  congregar 
tutti  li  principali  del  stato  suo.  a  gli  quali  fece  sapere'  come 
piü  volte  e  per  piü  vie  havea  pregato  Cesare  che  volesse  re- 
lasciar  1'  Angravio  in  liberta  et  che  mai  havea  possuto  impetrar 
gratia  alcuna  n^  manco  era  per  poterlo  liberar  se  non  per  forza 
d'  arme;  con  le  quali  sperava  ancor  di  diffender  la  religion  et 
libertä  di  quella  patria  meglio  che  non  havevano  fatto  il  socero 
et  il  zio  suo,*  e  tanto  piü  essendosegli  ofFerta  la  Corona  di 
Francia  in  aiuto  suo.  et  che  gik  Alberto  di  Casirairo,  marchese 
de  Brandeborgo,  et  Guielmo  1' Angravio  et  altri  amici  haveano 
buono  numero  di  gente  a  pi^  et  a  cavallo  con*  artegliaria  in 
campagna. 


^  Mittels  Nachschrift  zu  einem  am  20.  Februar  aus  Leipzig  datierten  Briefe. 

V.  Druffel,  H,  Nr.  1000;  Ißleib,  S.  3  f. 
'  Nämlich  in  Friedewald  (s.  oben  S.  107,  Anm.  3). 

•  Nämlich  an  König  Heinrich  II.  von  Frankreich. 

•  Am  1.  März.    v.  Druffel,  II,  Nr.  1039. 

'  Eis  ist  leicht  ersichtlich,  daß  unser  Chronist  sich  hier  wiederum  unter 
dem  Hofgesinde  befand ;  er  war  also  damals  schon  aus  Bayern  nach  Dres- 
den zurückgekehrt. 

•  Strehla;  Peligherna  hernach  ist  Beigern. 

'  Die  Akten  des  Landtages  vom  1.  März  ff.  s.  bei  v.  Druffel,  III,  Nr.  1039, 
S.  350  ff. 

•  D.  i.  der  ehemalige  Kurfürst  Johann  Friedrich. 

•  Hier  setzt  der  Abschreiber  der  Chronik  neu  ein. 


HO 

Furon  molti  che  di  tal  parole  restarono  sbigotiti,  al  quäle 
con  le  lagrime  agl'  occhi  et  vive  raggioni  cereavano  di  dissua- 
derlo,  che  quello  che  non  havea  potuto  far  gli  doi  Filippo  et 
Gioan  Federico  con  un  cosi  grosso  essercito,  che  cosi  dubita- 
vano  che  intervenesse  ancora  a  lui,  et  molto  piü  peggio,  che 
havendo  con  si  puoco  numero  de  soldati  Cesare^  non  tanto 
fatto  resistentia  a  tutto  sforzo,  ma  ancor  vinti  et  soggiogati  detti 
prencipi.  et  se  in  quel  terapo  uso  clemenza  contro  a  tanti  rubeUi, 
gh  quaH  dapoi  se  gli  humiliorono  con  promissione  d'  essergli 
fedeli  sempre  per  1'  avenire,  che  hora  restando  vittorioso,  ado- 
prando  la  giustitia  potrebbe  esser  la  total  rovina  loro,  et  che 
questo  era  per  riuscir  piü  facile  a  Cesare  per  ritrovarsi  li  esser- 
citi  all'  opposito  di  gente,  le  quali  havrebbe  presto  potuto  raetter 
in  ordine. 

Per  li  quali  essempi  et  vive  raggioni  il  duca  Mauritio  non 
si  mutö  perö  del  intrepido  animo  suo;  anci  diede  oi'dine  di  far 
alcuni  squadroni  de  cavalli  et  tratto  10  insegne  de  soldati  fuor 
de  Madeborgo  et  altre  fortezze.  et  fattone  colonello  il  baron  di 
Decho  ^  con  quelle  s'  inviö  alla  volta  del  campo,  che  gia  s'  era 
messo  in  campagna.  et  congiontisi  con  Guielmo  1'  Angravio  fecero 
un  numero  di  30  insegne  di  fanteria  et  20  squadroni  de  cavalli; 
che  poi  unitisi  col  marchese  Alberto,  il  quäle  anch'  egli  havea 
levato  47  insegne  di  fanteria  et  5  squadroni  de  cavalli,  oltra  ad 
altre  20  insegne,  che  conducea  il  conte  di  Aldemborgo^  con 
buon  numero  d'  artegliaria  da  batter  et  da  campagna,  marchio- 
rono*  alla  volta  di  Bambergo  et  Wertzbergo,  gli  vescovi  delle 
quäl  cittk  sono  ancora  duchi  di  Franconia,  sotto  a  quali  sono 
ancora  altre  cittk,  che  gli  dano  piü  di  300  milla  toleri  al  anno, 
vedendosi  detti  vescovi  venire  un  tanto  sforzo  incontra  a  danni 
suoi,  deliberorono  di  rendersi  d'  accordo.  et  pagata  una  quan- 
titk  de  danari  si  levorono^  col    campo    et   andorono  verso  Tin- 


*  So  verbessere  ich  das  sinnlose  ,haver'  der  Handschrift. 

'  Der  oben  genannte  Hans  von  Heideck,  der  durch  die  erwähnte  Abkunft 

in  Moritz'  Dienste  getreten  war. 
'  Graf  Christof  von  Oldenburg,  der  aus  Niedersachsen  im  Anmärsche  war. 

*  Der  Aufbruch  aus  Torgau  erfolgte  am  15.  März.  Vgl.  hier  und  zum  fol- 
genden das  Tagebuch  des  sächsischen  Rates  Damian  von  Sibottendorf 
bei  V.  Druffel,  Beiträge  zur  Keichsgeschichte  HI,  Nr.  1085  (S.  356  flf.). 

*  Nämlich  die  Kriegsfürsten  Moritz  und  Landgraf  Wilhelm.  Diese  hatten 
am  24.  März  Schweinfurt  eingenommen,  wo  sie  drei  Tage  rasteten,  um 
Musterung  zu  halten.    Auf  dem  Wettermarsche  nach  DinkelsbUhl  stieß 


111 

ghilspil;  Nerlinga  et  August«,*  tutte  tre  citth  grasse,  grosse, 
belle,  rieche  et  d'  ogni  cosa  abondanti,  et  molte  altre,  le 
quali  tutte  seguirono  1'  essempio  delle  due  prime.  gionte  a 
Olma  s'  acamporono  atorno,  la  quäle  per  esser  forte  con  V  a- 
vantaggio  dil  Danubio  fece  al  detto  essercito  resistenza.  ina  pa- 
rendo  al  duea  Mauritio  che  [se]  troppo  temporeggiassi  qui,  potrebbe 
dar  tempo  a  Cesare  di  provedersi  di  ciö  che  bisognava,  il  lunedi  Apr.  18. 
della  resurretione  del  predetto  anno  dapoi  una  longa  battaria 
levossi  il  campo,  et  diviso  in  due  parti  il  marchese  Alberto  et 
il  conte  d'  Aldemburgo  andavano  sacheggiando  et  brugiando 
(^uanti  luochi  trovavauo  a  quello  circonvicini,  et  il  duca  Älau- 
ritio'  con  Guielmo  l'Angravio,  il  duca  giovine  di  Luneinborgo, 
Alberto  et  Georgio  fratelli  duchi  di  Mechelborgo,  il  duca  gio- 
vine di  Bransvic,  il  prencipe  d'Aoalt,  gli  conti  di  Mantzfeld,  il 
conte  di  Casel,  il  vescovo  di  Baiona  et  il  prencipe  de  1'  Anges, 
ambi  a  nome  del  re  di  Francia,'  andorono  a  far  alto  su  la  cani- 
pagna  di  Condelfigno  fra  il  Danubio  et  il  finme  Printz.* 


am  28.  bei  Rotenbnrg  an  der  Tauber  das  Kriegsvolk  des  Markgrafen 
Albrecht  za  ihnen. 

Augsburg  wurde  seit  dem  1.  April  umlagert,  am  4.  ergab  es  sich;  bis 
zum  9.  weilten  die  Verbündeten  hier,  wo  sich  noch  Johann  Albrecht  (im 
Text:  Alberto)  von  Mecklenburg  einfand. 

Moritz  persönlich  hatte  den  Fortgang  der  Unternehmung  gegen  Ulm  nicht 
abgewartet,  sondern  schon  am  14.  das  Heer  verlassen,  um  zur  Verhand- 
lung mit  KOnig  Ferdinand  nach  Linz  zu  gehen.  Von  hier  aus  traf  er 
dann  Anfang  Mai  in  dem  unten  erwähnten  Feldlager  bei  Gnndelfingen 
(Condelfigno)  wieder  beim  Heere  ein. 

Bei  den  Kriegsf^rsten  befand  sich  Wilhelm,  der  jüngste  Sohn  des  Herzogs 
Ernst  des  Bekenners  von  Brannschweig-Lüneburg,  geb.  153ö  (vgl.  Schirr- 
macher, I,  S.  189;  V.  Druffel,  H,  Nr.  1428,  8  497);  femer  anscheinend 
auch  Herzog  Ernst  von  Grnbenhagen  (s.  v.  Druffel,  II,  Nr.  1688,  S.  627  f.). 
Fürst  Wolfgang  von  Anhalt  war  mit  den  Kriegsfürsten  im  Einvernehmen, 
nahm  aber  an  dem  Kriegszage  nicht  persönlich  Anteil;  es  ist  wohl  hier 
ein  jüngeres  Mitglied  des  Hanses  Anhalt  gemeint.  Unter  dem  conte  di 
Casel  ist  anscheinend  Graf  Friedrich  von  Castel  zu  verstehen,  der  im 
französischen  Auftrage  das  Heer  begleitete  (vgl.  v.  Druffel,  II,  Nr.  1428, 
und  nnten  S.  113,  Anm.  1).  Der  eigentliche  französische  Bevollmächtigte 
war  bekanntlich  der  Bischof  von  Bayeux,  Jean  de  Fresse  (Fraxinens). 
Wer  aber  ist  der  prencipe  de  1' Anges?  Es  kann  kaum  ein  anderer  sein  als 
jener  Sieur  de  Lansac,  den  KOnig  Heinrich  II.  am  3.  Mai  bei  den  Kriegs- 
fürsten  beglaubigte  (v.  Druffel,  II,  Nr.  1379)  und  der  zu  Gundelfingen  ins 
Lager  kam  (ebendas.,  Nr.  1567). 
Die  Brenz. 


112 

In  questo  tempo  gionse  un  bellissimo  squadrone  di  Cinque- 
cento cavalli,  nel  quäle  era  tutta  la  nobilta  del  duca  Mauritio, 
sotto  a  una  insegna  tutta  bianca  con  altri  soldati  a  pie  et  a  ca- 
vallo  dil  paese  di  Misna.  et  lasciando  indrieto  quella  et  intrando 
nella  Turingia  erano  passati  per  Rot,  Porna,  Alemborg,  Lant, 
Zuica^  et  entrati  per  il  paese  de  prencipi  di  Blau,^  passa  quella 
cittk  sul  fiume  Elster,  dapoi  Hoff  dil  marchese  Alberto,  Coper- 
berg^  del  vescovo  di  Bamberg,  Colombaht  con  un  fortissimo 
castello  del  detto  marchese,*  Paiestorf  sul  fiume  Peghnez,^  Ans- 
pac,  Rit  et  Etin,^  ambe  dil  vescovo  d'  Aystat,^  Nerlinga  e  Tilinga 
sul  Danubio  del  vescovo  d'  Augusta  con  un  bellissimo  castello  et 
giardino,  et  cominciosi  a  dar  la  paga  tutta  di  scudi  francesi 
mandati  dal  re  di  Francia. 

Conoscendo  Ferdinando  che  questa  nova  guerra  non  potea 
sortire  se  non  in  danno  de  Christiani,  perch^  il  Turco  anch'  egli 
si  preparava  di  venir  in  Hongaria,  si  volse  intrometter  di  trattar 
la  pace  tra  il  fratello  et  Mauritio,  nel  quäle  per  esperienze 
passate  havea  grandissima  speranza  di  salute  contra  a  detto 
Turco.  e  con  questa  deliberatione  scrisse  a  Cesare,  pregandolo 
che  per  ben  della  Christianita  e  salute  de  1'  Hongaria  non  volesse 
ricusare  1'  Angravio  a  Mauritio,  avertendoJi  il  danno  che  per  si 
lieve  caggione  potria  incorrer  alla  Corona  et  paese  suo,  oltra  a 
molti  altri  incommodi.  et  cosi  scrisse  a  Mauritio,  pregandolo  che 
fusse  contento  di  trasferirsi  fino  a  Possa,^  dove  ancora  lui  si 
sarebbe  ritrovato  per  conferir  tra  loro  quello  che  piü  ben  fusse 
per  r  una  et  l'  altra  parte,  assicurandolo  con  la  fede  della  Co- 
rona sua.  havendo  inteso  Mauritio  la  buona  volontk  dil  re  et 
conoscendo  quanto  da  lui  era  araato,  toltosi  in  compagnia  sua 
il  conte  di  Cassel  et  forsi  vinti  cavalli,  si  parti  dal  campo  et 
prese  il  Camino  verso  Possa,  nella  quäl  cittk  fu  dal  re  ricevuto 
et  honorato. 


^  D.  i.  Rötha,  Borna,  Altenburg,  Lauterbach  (?),  Zwickau. 

*  Die  Reuße  von  Plauen 

*  D.  i.  Hof   an  der  Saale;  Kupferberg,   nördlich   vom   Main,   ostnordöstlich 
von  Kulmbach. 

*  Kulmbach  mit  der  Plassenburg. 

'  Bayersdorf,  nördlich  von  Erlangen,  an  der  Regnitz. 

*  Wohl  Großried  und  Ehingen,  beide  in  geradester  Richtung  zwischen  Aus- 
bach und  Nördlingen. 

'  Moritz  von  Hütten,  seit   1639,  gestorben  im  Dezember  1552. 
"  Vielmehr  Linz. 


113 

In  questo  tempo  qnatro  Spagnoli,  che  sapevano  che  il 
conte  di  Cassel  era  bandito  da  Cesare  con  taglia  grossa,  ando- 
rono  una  matina  al  suo  loggiamento  con  animo  d'  amazarlo  et 
entrati  nella  stufa,  nella  quale  all'  hora  si  lavava  le  mani,  et 
assaltatolo  lo  ferirno  sopra  la  faccia,  ma  non  senza  yendetta, 
che  n'  uccise  un  di  loro  et  altri  feri.^  il  quäl  atto  spiaque  tanto 
al  re  et  a  Maaritio  quanto  dir  si  possa.  qui  Maaritio  fu  assai 
acarezzato  da  Ferdinando  et  pregato  che  volesse  demetter  questa 
dannosa  impresa,  et  che  per  il  mezzo  suo  havrebbe  talmente 
operato  col  fratello  che  sarebbe  rimaso  sodisfatto  del  intento 
suo.  al  quale  rispose  Mauritio  che  ben  Sua  Maesta  sapeva  con 
quanto  amore  et  fedelta  1'  havea  servito  nella  passata  guerra 
contra  il  suo  sangue,  per  il  quäl  aiuto  ne  consegui  la  vitto- 
riosa  palma,  che  senza  quello  non  era  per  trame  quella  im- 
presa a  fine  senza  gran  danno  e  pericolo  d'  ambe  le  corone, 
et  forsi  non  sarebbe  passato  piü  oltra  a  Ingolstado:  siehe  da 
tutta  la  Germania  e  di  questo  e  della  religion  sua  n'  era  molto 
imputato,  et  che  non  era  per  levarsi  da  questa  impresa,  finchfe 
l'Angravio  non  era  in  liberta  et  la  religion  sua  sicura  di  non 
esser  molestato.  et  che  facendo  questo  Cesare,  gli  sarebbe 
sempre  quel  amico  et  vasallo  che  sempre  gli  era  stato.  al  quäl 
rispose  il  re  di  non  mancar  a  tutto  suo  potere.* 

Tornato  Mauritio  al  campo  subito^  lo  fh  marchiar  alla 
volta   della   Chiusa,   et   passato  il  Danubio  a  Chember^  et  se- 


'  Vgl.  hierzu  t.  Draffel,  11,  Nr.  1633  (und  Ernst,  Briefwechsel  Christofs  von 
Württemberg  ü,  1900,  Nr.  614),  einen  Bericht  der  württembei^ischen 
Bäte  an  ihren  Herrn  ans  Passan,  11.  Juni:  J>er  Graf  von  Castell,  der 
mit  dem  Kurfürsten  [Moritz]  hier  ist,  hat  dem  Römischen  KOnig  einen 
Schreiber  erstochen  in  der  Herberge,  wo  die  französische  Botschaft  lag; 
der  Graf  hat  4  Wunden  empfangen,  da  3  Personen  gegen  ihn  waren.' 
Noch  am  30.  Juni  wird  beiläufig  des  Grafen  als  eines  Verwundeten  ge- 
dacht; er  lag  in  Neuburg  a.  D.  v.  Druffel,  ebendas.,  Nr.  1618  (S.  666). 
Vgl.  noch  über  ihn  Ernst,  a.  a.  O.  II,  Nr.  729,  Anm.  1. 

*  Bekanntlich  wurde  in  Linz  eine  weitere  Konferenz  in  Passan  fQr  den 
26.  Mai  vereinbart,  von  welchem  Tage  ab  Waffenstillstand  sein  sollte. 
Die  ihm  hierdurch  gebotene  Frist  aber  nutzte  dann  Moritz  zu  dem  Ein- 
falle in  Tirol  aus,  durch  den  er  die  SOstungen  des  Kaisers  zu  hemmen 
und  letzteren  selbst  womöglich  gefangen  zu  nehmen  hoffte. 

*  Der  Aufbrach  erfolgte  am  12  Mai. 

*  =  Gfinzbarg? 

Fontes.    I.  AU.   B4.  IX.  8 


114 

guendo  drieto  al  fiume  Berta^  passö  Mendelerin  e  Cofpani^ 
et  andö  a  far  loggiamento  apresso  a  Fiessen.  et  lasciata  ivi  la 
eavaleria  et  cinque  insegne  di  fanteria,  si  parti  col  resto  et 
passata  la  cittk  con  il  fiume  Licus  quel  di  medemo  prese  un 
18  19.  castello  et  1' altro  di,  che  fu  a  19  di  maggio,^  ando  alla  volta 
di  detta  Chiusa,^  nella  quäle  erano  sei  insegne  de  soldati  del 
contado  di  Tirolo,  ch'  essendo  sortiti  alla  diffesa  furon  tutti  rotti, 
et  volendosi  in  quella  ritirare  trovorno  che  il  duca  Georgio  era 
passato  per  certi  diruppi  dalla  banda  d'  Italia  et  era  entrato 
dentro.  preso  che  hebbe  questa  seguitö  a  buon  passo  il  camin 
suo  verso  Inspruc:  che  di  ciö  avisato  Cesare,  il  quäle  con  puoca 
guardia  si  trovava  in  detta  cittk  come  sicuro,  che  mai  non  ha- 
rebbe  creduto  che  una  simil  fortezza  con  tanti  soldati  cosi  fa- 
cilmente  si  dovesse  perdere,  et  sapendo  1'  ardire  e  1'  animo  di 
Mauritio,  determinö  di  ritirarsi  a  Vilacco.^  et  non  bisognava  che 
piü  tardasse,  che  subito  partito  gionse  Mauritio  et  entro  nella 
cittk,  dove  ancora  erano  molti  mercanti,  che  non  s'  erano  cosi 
presto  possuto  partire.  gli  quali  furono  tutti  saccheggiati  reser- 
vando  la  cittk,  che  per  amor  del  re  a  lui  sottoposta  non  volse 
che  fusse  punto  molestata.  dal  quäle  un'  altra  volta  fu  pregato 
che  si  volesse  ritrovar  con  lui, 

Ordinato  adunque  Mauritio  che  li  soldati  tornassero  al  campo 
et  che  doppoi  marchiassero  alla  volta  delle  cittk  franche,  fra- 
tanto  lui  andö  e  ritornö  da  Possa,^  et  levatosi  passö  Landzperg 
sul  fiume  Lico,  Fridberg  et  Augusta,  et  seguendo  detto  fiume 
passö  il  Danubio  a  Tonavert,  cittk  imperiale,  et  andö  a  far 
loggiamento  fra  Naumborgo,  cittk  sopra  '1  Danubio  con  un  bel- 
lissimo  castello/  et  Ingolstado.    et  fra  tanto  che  Älauritio  tornö 


*  Die  Wertach. 

*  Mindelheim  und  Kaufbeuren. 

*  Die  Handschrift  hat  giugno. 

*  Die  sogenannte  Ehrenberger  Klause. 

"  Villach  in  Kärnten.  Der  Aufbruch  aus  Innsbruck  erfolgte  am  Abend  des 
19.  Mai. 

"  Die  Passauer  Verhandlungen  begannen  am  I.Juni;  am  24.  reiste  Moritz 
aus  Passau  ab  und  war  am  26.  im  Lager,  von  wo  aus  er  aber  schon  am 
2.  Juli  wieder  nach  Passau  eilte,  um  den  kaiserlichen  Bescheid  über  die 
Passauer  Abmachungen,  den  Ferdinand  einzuholen  unternommen  hatte, 
zu  erfahren;  am  5.  verließ  er  dann,  da  der  Kaiser  bekanntlich  sich 
weigerte,  jene  Beschlüsse  gutzuheißen,  Passau  endgültig. 

*  Neuburg  a.  D. 


115 

da  Possa,  il  fratel  del  Conte  Palatino  del  Rheno^  havea  poste 
r  arme  del  re  di  Francia  su  le  piazze  et  porte  delle  cittk  che 
gik  s'  erano  rendute,  eon  questo  titolo:  Vindex  libertatis*  Ger- 
maniae  et  prineipum  captivorum. 

Stato  li  alquanti  giomi  and6  a  loggiar  a  Heistet,  cittk 
episcopale,  nella  quäl  puochi  d\  dapoi  gionse  da  Possa  il  duca 
Mauritio  senza  conclusione  alcuna,  che  ancorach^  il  re  assai 
s'  havesse  faticato  con  il  fratello  per  metterli  d'  accordo,  lo  trovö 
sempre  diiro  e  ritroso,  che  sentendosi  a  grande  ingiuria  V  ha- 
versi  convenuto  ritirare  non  lo  potea  tolerare.  e  con  questo 
sdegnoso  animo  misse  il  duca  Gioan  Federico  in  liberta,'  con 
proposito  che  dovesse  poi  conturbarlo  nel  proprio  suo  paese,  il 
quäl  pensiero  poi,  non  trovandosi  detto  duca  n^  gente  nfe  da- 
nari,  gli  ando  fallito.  e  sapendo  di  questo  il  duca  Mauritio  fk 
marchiar  il  campo  alla  volta  delle  cittk  hasse,  nel  quäl  tempo 
gionse  un'  altra  lettera  dil  re,  pregandolo  che  volesse  in  fretta 
ritrovarsi  nel  medemo  luoco.  alla  volta  del  quäle  si  misse  in  Camino 
[e  r  essercito]  a  marchiar  alla  volta  di  Edech,  Pleibet,  Einspac, 
Laidesauze*  e  con  graüdissimi  freddi,  che  a  li  doi  di  luio  passö 
Rotembergo,  e  descendendo  per  una  picciol  valle  di  frutti  e  vigne  juli  2. 
copiosissima,  rigata  dal  Tauber  picciol  fiume,  passö  Laut,  Ober- 
berg, Paideslutz^  et  rivö  a  Mergethol,^  cittk  assai  fertile  e  buona, 
del  granmastro  di  Germania,  et  ivi  aspetto  il  duca,  che  tornasse 
da  Possa.  nel  quäle  tempo  Guielmo  l'Angravio  fece  bruggiar 
et  metter  a  sacco  un  beUissimo  castello  posto  su  la  colina  a 
r  alto  quasi  un  miglio  distante  dalla  cittk,  et  se  la  venuta  di 
Mauritio  non  era  cosi  presta,  facea  il  medemo  della  cittk.  il 
quäl  non  volse  permetter  tanto  male,  anci  per  tutto  dove  pas- 
sava,  con  una  convenevol  taglia  si  contentava,  non  lasciando 
pigliar  cosa  alcuna  eccetto  che  fieno  e  paglia.  havea  dunque 
Mauritio  lasciato  gli  capitoli  al  re  e  voleva  o  che  fussero  osser- 

'  Pfalzgraf  Wolfgang,  Bruder  des  KarfQrsten  Friedrich  11. 

*  So  aogeDscheinlich  zu  lesen  statt  Yindorum  libertas  der  Handschrift. 

*  Die  Befreiung  war  bekanntlich  im  Augenblicke  des  Aufbruches  aus  Inns- 
bruck (s.  o.)  erfolgt;  doch  mußte  Johann  Friedrich  noch  in  der  Beglei- 
tung des  Kaisers  verbleiben. 

*  Wohl  öttingen,  Pleinfeld,  Ansbach  and  Leutershausen. 

*  Wohl  Weikersheim?  Laut  =  Lauderbach  nahe  Weikersheim?  Oberberg 
finde  ich  nicht. 

*  Mergentheim,  Residenz  des  Deutschmeisters  (damals  Wolfgang  Schutzbar, 
gen.  Milchling). 

8* 


116 

vati  0  veder  il  fine  di  quella  impresa,  nei  quali  in  sostantia  si 
conteneva  la  liberation  di  Filippo  et  confirmation  della  religion 
sua.  et  levatosi  col  campo  et  entrato  nel  paese  dell'  arcivescovo 
di  Magonza  passo  Cuniestan,  Distelahin,  Pissofza,  Pehn,  Culza, 
Miltemberg,^  cittk  longhissima  drieto  alla  riva  del  fiume  Meno. 
et  seguendo  per  la  bellissima  et  fruttuosissima  valle  dal  detto 
fiume  adaquata  passö  ancora  Oberberg,  Valstat,  Stocstat,  Esem- 
burg,  Cinghelstot,  Dibert  e  Stana,^  tutte  quante  dil  detto  arci- 
vescovo, che  gli  dano  di  rendita  500  milla  tolleri  all'  anno,  con 
bella  ordinanza  gionse  sotto  a  Francoforto,  cittk  imperiale,  grossa 
e  per  le  grosse  fere,  che  ivi  si  fanno  per  V  anno,  molto  ricca. 
per  mezzo  della  quäle  passa  il  detto  fiume,  che  dividendola  in 
due  parti  la  maggior  tien  il  proprio  nome  et  la  menore  si  chiama 
Sexause.^  et  cosi  in  battaglie  con  continoe  scaramuccie  et  sparar 
d'  artegliaria  s'  accampö  dalla  banda  della  cittk  maggiore. 

In  questo  tempo  tenendo  il  marchese  Alberto  assediata  la 
cittä  di  Norembergo,  devastando  e  bruggiando  molti  villaggi  e 
monasteri,  et  vedendo  quelli  della  citta  il  grandissimo  danno 
del  paese  suo,  si  convenero  con  detto  marchese*  in  200  milla 
tolleri,  30  pezzi  d'  artegliaria  da  batter  con  sua  provisione  et 
altre  munitioni  da  campo.  et  con  questa  taglia  levö  il  campo 
et  passando  per  Snaten,  la  quäl  cittä  havea  contribuito  in  detta 
taglia  con  Norembergo,  nondimeno  volse  ancora  chiederli  50 
milla  tolleri,  la  quäl  citta  conoscendo  la  crudeltk  sua  gl' offerse 
25  milla,  chiedendo  termine  tre  di,  solamente  ch'  andassero  a 
sovenirsi  da  Noremberghesi.  tolti  quelli  il  maichese  et  non  vo- 
lendo  piü  aspettare  la  face  tutta  quanta  bruggiare  et  saccheg- 
giarla,  et  seguendo  con  questa  crudeltk  verso  Francoforte  gionse 
tre  di  dapoi  il  duca  Mauritio.    il  quäl  mandogli  cinque  squadroni 


*  Die  Stationen  sind  Königshofen,  Distelhansen,  Tauberbischofsheim,  Dien- 
stadt, Külsheim. 

'  D.  i.  Obernburg,  Groß -Wallstadt,  Stockstadt,  Seligenstadt,  Steinbeim. 
Esemburg  und  Dibert  kann  ich  nicht  deuten  (bei  Esemburg  wird  an 
Isenburg  zwischen  Frankfurt  und  Darmstadt  doch  nicht  gedacht  werden 
dürfen). 

'  Sachsenhausen. 

*  Am  19.  Juni  nach  siebenwOchentlicher  Belagerung.  Vgl.  Job.  Voigt,  Mark- 
graf Albrecht  Alcibiades  von  Hrandenburg-Culmbach  I,  S.  813  ff.  Die 
nachstehend  geschilderte  Episode  mit  der  Stadt  Snaten  (?)  finde  ich  dort 
nicht  erwähnt. 


117 

de  cavalli  in  aiuto  suo  sotto  al  governo  degli  doi*  fratelii  duchi 
di  Mechelburg,  et  con  questi  s'  accampö  da  I'  altra  parte  del 
tiume,  che  Sorten do  ogni  di  fuori,  hör  da  questa,  hör  da  quel- 
r  altra  banda  soldati  a  pi^  et  a  cavallo,  si  facevano  grossissime 
scaramnccie,  nelle  quali  la  piü  parte  si  ritrovava  il  valoroso 
duca  Georgio,  11  qnale  havendo  tutta  una  mattina  scaramucciato 
et  retiratoso  alquanto  apresso  alle  trincere  per  riposarsi,  et  mi- 
rando  incautamente  agil  altri  a  scaramucciar  al  basso,  fu  spa- 
rata  una  artegliaria  della  citt^,  che  gli  portö  via  la  cossa  dritta 
dal  corpo,  ehe  poi  fra  due  höre  mori.* 

Sdegnato  di  questo  il  marchese  Alberto  fece  metter  tutta 
r  artegliaria  a  segno,  eh'  erano  46  pezzi,  tutta  grossa,  et  quatro 
mortari,  e  mai  cesso  di  batter  fin  sera  la  ciltä  dentro  e  fiiori, 
eh'  essende  quella  discoperta  da  una  eolina,  dove  era  posta 
detta  artegliaria,  si  poteva  con  grandissimo  danno  di  quella 
batterla  in  ogni  luoco.  et  V  altro  d\  havendo  lasciato  il  fratello 
del  duca  Georgio  luoeotenente  del  campo,  tolto  con  esso  lui  il 
conte  d'  Aldemborgo  con  quelle  20  insegne  di  fanteria,  si  volse 
drieto  al  Rheno  depredando  e  bruggiando  tutto  quel  paese  fin 
a  Cologna;  che  voltato  dalla  banda  dil  fiume  tomo  con  suoi 
soldati  carichi  di  bottino  al  campo.' 

In  tanto  quelli  del  duca  Mauritio  haveano  trovati  molti 
pezzi  d'  artegliaria  dell'  arcivescovo  Magontino  nel  fiume  presse 
a  Hus,^  che  cavatala  da  quelle  la  condussero  nel  campo.  e  tanto 
che  si  preparava  di  batter  la  cittk  et  dargli  1'  assalto,  gionse  il 
prencipe  di  Blan,  grancancellier  del  re  de  Romani,*  con  li  capitoli 
confirmati  della  pace  cosi  della  religione  come  della  liberatione 
deir  Angravio.  per  la  quäl  causa  crebbe  in  tanta  devotione  et 
autoritk  di  tutta  la  Germania  et  era  d'  ognuno  chiamato  diffensor 


Handschrift  doi  soi.     Gemeint   sind   die  Herzöge  Johann   Albrecht  und 
Georg  von  Mecklenburg. 

.Unser  Bruder  seliger  h.  Jurg,'  schreibt  Johann  Albrecht  am  Tage  nach 
der  Katastrophe,  21.  Juli,  an  den  dritten  Bruder  Ulrich,  ,i8t  nit  uffn  Schar- 
mützel, sondern  vor  der  schanz  mit  einem  grossen  stuck  der  rechte  Schen- 
kel abgeschossen  worden,  sein  lib  hat  nit  über  anderthalb  stunde  darnach 
gelebt'  u.  s.  w.    Schirrmacher,  Johann  Albrecht  I.,  Bd.  2,  S.  187,  Nr.  71. 
Man  sieht  hier,  wie  genau  die  Angaben  unseres  Chronisten  sind. 
Vgl.  Voigt  a.  a.  O.,  Bd.  1,  8.  333  f. 
=  Höchst? 
Heinrich  V.  Beoß  von  Plauen,  Burggraf  von  Meißen,  Kansler  von  Böhmen. 


118 

et  signor  loro.^  soggionse  il  detto  prencipe  da  parte  del  re,  che 
lo  pregava  non  gli  volesse  mancar  di  quanto  gl'  havea  promesso 
di  soccorrerlo  contra  al  Turco,  et  quanto  piü  presto  lo  poteva 
fare,  tanto  piü  gli  sarebbe  stato  grato.  preso  adunque  Mauritio 
con  sodisfattione  delli  doi  signori  francesi  il  Camino  verso  Tona- 
bero,  fece  ivi  la  mostra  et  mandö  la  cavaleria  per  terra  et  la 
fanteria  per  aqua^  lasciando  indrieto  le  donne  et  cavalli,  ch'  e- 
rano  infiniti,  a  tale  che  se  un  cavallo  valeva  10  toUeri,  volon- 
tieri  lo  dovano  per  tre. 

Gionto  in  Hongaria  fu  lietamente  ricevuto   et  accarezzato 

da  quella  tanto  cortese  casa  d'Austria,  nella  quäl  parte  poi  fece 

Nov.     honoratissime  imprese.    gionto  il  mese  di  novembre  il  Turco  si 

ritiro  nel  paese   suo   et  Mauritio   ritorno  alla  volta  di  Dresen.^ 

In  questo  mezzo  il  marchese  Alberto,  restato  forsi  otto  di 
dapoi  a  1'  assedio  di  Francoforte,  si  levö^  col  campo  suo  et  un 
regimento  di  10  insegne  di  quei  di  Mauritio,  il  quäle  era  nel 
levarsi  passato  nel  suo,  si  volse  alla  volta  di  Mez  per  andar  a 
servir  la  Corona  di  Francia.*  che  servitola  per  un  tempo  ven- 
nero  in  differenza  per  causa  delle  paghe,  delle  quali  passava  il 
termine,  e  sdegnato  si  lev6  col  campo  et  venne  a  humiliarsi  a 
Cesare,  che  dapoi  alcuni  giorni  gli  dimandö  le  paghe  et  ristoro 
della  impresa  de  Madeborgo.  Cesare,  che  desiderava  teuer  dis- 
cordia  nelle  parti  di  Germania,  et  massime  tra  questi  doi  poten- 
tissimi  guerrieri  Alberto  e  Mauritio,  dissegli  che  quella  guerra 
non  era  fatta  per  lui,  ma  si  per  gli  vescovi  et  per  quelli  che 
s'  erano  di  quella^  impatroniti:  sich^  si  volesse  adunque  pagar 
sopra  de  tali.  il  marchese,  che  altra  risposta  non  desiderava, 
ritrovandosi  quasi  in  esser  di  gente,  non  gli  fu  difficile  il  crescer 
numero  a  1'  essercito  suo,  perche  gli  soldati  assai  piü  si  conten- 


^  Am  1.  August  1552  zeichnete  Moritz  in  Rödelheim  den  Vertrag,  der  frei- 
lich keine  dauernde  Religionsversicherung  für  die  Neugläubigen  enthielt. 

2  Über  den  Türkenfeldzug  Moritz'  vgl.,  außer  v.  Druffel,  II,  Ißleib,  Von 
Passau  bis  Sievershausen  (Neues  Archiv  f.  sächs.  Gesch.  VIII),  S.  41 — 43, 
49  f.     Anfang  Dezember  traf  der  Kurfürst  wieder  in  seinem  Lande  ein. 

»  Am  9.  August.  Voigt,  Albrecht  Alcibiades  I,  339. 

*  Vielmehr  nach  Trier  und  vyeiterhin  Diedenhofen.  Vor  Metz  erschien  Al- 
brecht erst  nach  seiner  Versöhnung  mit  dem  Kaiser,  um  in  Karls  Inter- 
esse sich  an  der  Belagerung  der  bekanntlich  von  Frankreich  eingenom- 
menen Stadt  zu  beteiligen.  Alles  Nähere  s.  bei  Joh.  Voigt,  Albrecht  Alci- 
biades, Ende  des  ersten  und  Anfang  des  zweiten  Bandes. 

'  Zu  lesen:  quelli? 


119 

tavano  della  libertk  che  gli  dava  del  saccheggiare  et  robare 
che  non  facevano  dell' istesse  paghe:  sichö  in  puoco  tempo  f^ 
quindeci  squadroni  de  cavalli  et  cinquanta  tre  insegne  di  fan- 
teria.  accortosi  di  questo  il  duca  Mauritio  tolse  seco  trecento 
cavalli  de  sua  corte  et  andö  rivedeudo  alcune  citta  del  paese 
suo,  dove  passo  per  Hon/  Torga,  Eilemburg  et  Laispic,"  nella 
quäl  cittk,  per  esser,  corae  gik  dissi,  di  stndii  molto  adornata, 
gli  fu  da  due  milla  e  Cinquecento  Scolari  fatta  la  dimostratione 
di  Sansone  in  lingua  latina  in  figura  sua  per  la  liberatione  della 
religione  Sassonica.  la  quäl  puoco  doppo  quasi  divenne  in  pro- 
fetia,  che  volendo  diffender  et  liberar  la  patria  vi  lasciö  la  pro- 
pria  vita. 

Segnende  il  camin  suo  et  fatto  avisar  al  paese  sno  et  quelle 
delle  parti  basse  ch' a  li  20  d'aprile'  1553  si  volesse  ritrovar 
nella  citta  di  Magdeborgo,  passö  fra  tanto  Naumbergo,  Pega, 
Freiburg,  Aisleben,  Dasfort,  Soiditz,  Mosburg  et  Hala,  ambe 
episcopali,  sopra  al  fiume  Sala  nella  Tuiingia,*  et  entrato  nella 
Sassonia  pass6  Vittembergo,  citta  di  academia,  nella  quäle  so- 
leva  leggere  Filippo  Melanthone^  et  dove  giace  la  sepoltura  di 
Martin  Luthero  con  questo  epitafio: 

Pestis  eram  vivus,  moriens  tua  mors  ero  papa! 

Questa  citta  h  posta  su  la  riva  del  fiume  Albo  assai  forte 
et  una  delle  principali  de  Lutherani.  qui  vidi  un  cane  a  menar 
un  spedo  di  rosto  longamente  in  quell'  hoste  ria  avezzo.  e  se- 
guendo   drieto  a  detto   fiume   passo   Zerbetz,   cittk  grande   del 


'  Großenhain? 

'  In  Leipzig  befand  sich  Moritz  Anfang  März  1553  (vgl.  Dmffel-Brandi, 
Beiträge  zur  Reichsgescbichte  IV,  Nr.  57).  Er  erhielt  hier  eine  unbefrie- 
digende Antwort  Albrechts  auf  die  Anfragen,  die  er  an  diesen  gerichtet, 
ob  er  ihn  als  Freund  oder  Feind  zu  betrachten  habe.  Voigt,  a.  a.  O. ;  Iß- 
leib,  Von  Passan  bis  SieTershansen,  S.  58  ff. 

•  Soll  wohl  heißen:  März.  Vgl.  weiter  unten. 

*  Naumburg;  Pegau;  Freyburg  (an  der  Unstrut,  nOrdlich  von  Naumburg); 
Eisleben;  Staßfurt;  Schkeuditz;  Merseburg;  Halle.  ,Ambe  episcopali* 
kann  Hieb  doch  nur  auf  Merseburg  und  Naumburg  beziehen,  ,8opra  al 
fiume  Sala'  dagegen  außerdem  auch  auf  Halle;  die  Anordnung  der  ein- 
zelnen Ortschaften  entspricht  offenbar  auch  der  Reihenfolge  nicht,  in 
der  Moritz  sie  besuchte.  —  In  Torgau  war  Moritz  am  13.  März,  laut  des 
Briefes  bei  v.  Druffel-Brandi,  Nr.  66. 

'  Melanchthon  gehörte  bekanntlich  auch  damals  noch  —  und  bis  an  seinen 
Tod  —  der  Wittenberger  Hochschule  an. 


120 

prencipe  d'  Hanalt,  dapoi  Barbe,  Salsc  e  Sorabre/  et  gionse  in 
Madeborgo,^  nella  quäl  cittk  vi  si  trovorono  tutti  gli  capi  delle 
citta  basse,  come  Lubec,  Lunenburg,  Bremo,  Berlin,  Hamburgo, 
Corsleben^  et  molti  altri  di  molti  luochi  di  Sassonia,  gli  quali 
congregati  nel  palazzo  gli  espose  quäl  fusse  1'  intento  di  Cesare 
et  di  Alberto  di  Casemiro,  sogiongendo  che  secoudo  fin'  a  quel- 
r  hora  era  stato  difensor  di  tutta  la  Germania,  a  quelle  et  alla 
patria  sua  ofFerendo  1'  havere  et  la  persona  sua  in  salute  loro, 
essortandoli  ancli'  egli  che  non  volessero  in  dar  aiuto  esser  scarsi 
contro  a  un  si  crudel  tiranno,  che  d'  altro  che  di  bruggiar  et 
saccheggiar  [non]  si  dilettava,  et  che  non  meno  havrebbe  11 
medemo  di  loro  fatto  quando  non  si  volessero  diffendere.  dagli 
quali  non  trovö  gran  difficulta  al  voler  suo,  con  intentione  perö 
di  non  offender. 

Stabilito  questo  ando  di  longo  d' AUesleben*  del  vescovo 
d'  Alberstat,  nella  quäl  cittä  vi  si  trovava  Enrico  duca  di  Bran- 
svic  et  gli  conti  di  Mantzfelt  per  quietar  una  diflferenza  nata 
tra  di  loro,  che  dapoi  repacificati  et  confederati  insieme  fecero 
ritorno  nel  paese  loro  per  far  soldati.  et  Mauritio  passato  per 
Salse,  Calbe,  Perneb erg,  Coderne,^  cittk  tutte  drieto  al  fiume 
Sala,  dove  per  carestia  di  legne  altro  fuoco  non  si  fa  che  di 
paglia,  de  la  quäle  per  la  grandissima  abondanza  di  seminati 
se  ne  serve  per  tutto  1'  anno,  ch'  essendo  in  tal  uso  longamente 
avezzi  cuoceno  comodamente  il  viver  loro  et  ogn'  altra  cosa. 
dapoi  gionse  a  Saitz,  cittk  episcopale  sul  fiume  Elster,^  su  la 
piazza  della  quäle  vi  k  una  colonna  di  legno,  alla  quäle  sono 
molte  sorti  di  arme  attaccate,  le  quali  tolgono  a  quelli  che  bat- 
tono  gl'  inimico  in  terra  o  disvantaggio  d'  arme.'  stando  ad  as- 
pettar  la  duchessa  sua  et  la  sorella  sua  duchessa  di  Bransvic, 


^  Zerbst,  Barby,  Alt-Salze,  Schönebeck. 

'  Hier  ist  Moritz  am  25.  März  nachweisbar  (v.  Druffel-Brandi,  Nr.  85),  mag 

aber  auch  vor  der  Zusammenkunft  von  Neuhaldenslebeu  (s.  unten)  dort 

gewesen  sein. 
'  Zu  lesen  Goslar  statt  Corsleben?   Wohl  sicher  mit  Unrecht  ist  auch  die 

fürstliche  Stadt  Berlin  hier  mit  aufgeführt. 

*  Neuhaldensleben,  wo  Moritz  vom  22.  bis  24.  März  aufs  neue  mit  Hein- 
rich verhandelte  und  ein  enges  Bündnis  abschloß.  Ißleib,  S.  63  f.; 
V.  DruflFel-Brandi,  Nr.  84. 

•  Kalbe,  Bernburg,  Köthen. 
"  Zeitz. 

'  Der  Text  ist  hier  offenbar  verderbt  oder  es  fehlt  etwas. 


121 

et  Joachino  marchese  di  Brandeborgo  elettore,  il  marchese  di 
Vesterin^  suo  fratello,  il  prencipe  di  Hanalt  et  molti  altri  si- 
gnori,  et  cosi  di  brigata  andorono  alla  volta  de  Torga.  fatto  ivi 
alcuni  discorsi  si  parü  ogn'  ano  per  giugner  nei  loro  paesi  a 
far  gente  et  la  duchessa  andö  alla  volta  di  Hesia,  nella  cittk  di 
Cassel,  dove  da  Filippo  il  padre  era  aspettata. 

Havendo  il  marchese  Alberto  eominciato  a  depredar  il 
paese  del  veseovo  d' Hala*  et  altri  luochi,  cominciorono  anch' e- 
glino  a  soldar  gente,  ricorrendosi  con  1'  elettor  di  Magontia  a 
Mauritio  et  al  duea  Bransvic,  gli  quali  insieme  con  gli  vescovi 
de  Vertzbei^  et  Bamberg  haveano  messe  insieme  30  insegne 
di  fanteria  et  28  squadroni  de  cavalli,  olti*  alla  guardia  di 
Mauritio,  ch'  era  di  secento  cavalli  de  suoi  gentil'  huomini,  et 
Cinquecento  Hossari  di  fiorita  gente. 

Rivato  il  marchese  Alberto  nei  confini  dil  stado  di  Mau- 
ritio, fugli  da  lui  fatto  sapere  che  si  levasse  da  suoi  confini.  il 
quäle  rispose  non  esser  venuto  in  quelle  parti  per  danneggiare 
il  paese  suo,  come  parente  che  gli  era  et  amico,  et  che  a  lui 
non  accadeva  a  volersi  cercar  pugna  contra  de  lui.  pur  Mau- 
ritio conoscendo  la  natura  sua  non  si  volse  punto  di  lui  fidare, 
anci  si  volto  con  1'  essercito  suo  in  quelle  parti.  avedutosi  il 
marchese  di  questo  si  volto  con  il  campo  verso  Bransvic,  la 
quäl  cittä  a  quel  tempo  era  ribellata  al  signor  suo.  che  accor- 
tosi  di  questo  Mauritio  afireto  il  passo  per  impedirgli  che  non 
potesse  entrar  in  detta  citta,  perche  assicurandosi  il  marchese 
in  quella  sarebbe  stato  di  grandissimo  disvantaggio  et  danno  a 
quel  duca  et  a  Mauritio.  et  incontratisi  una  sera  con  gli  esser- 
citi  da  r  una  e  1'  altra  banda  d'  un  paduloso  et  profondo  fiumi- 
cello  per  far  loggiamento  si  fece  alquanto  di  scaramuccia  con 
alcuni  inviti  di  brindeci  d'  ambe  due  le  parti.  sapendo  il  mar- 
chese r  intento  de  suoi  awersarii,  fece  la  medema  notte  occul- 
tamente  levar  il  campo  per  poter  senza  impedimento  entrar 
nella    citta.    che  accortosi    di    questo    Mauritio   fece   ne  1'  alba 


*  Soll  heißen  Küstrin  (Johann  von  der  Neumark). 

•  So!  Vielleicht  ist  Halberstadt  gemeint,  wohin  der  Markgraf  im  Juni  d.  J. 
vorgedrungen  war.  Er  zog  dort  am  11.  Juni  ein,  brandschatzte  das  Dom- 
kapitel und  zwang  es,  den  brandenburgischen  Prinzen  Sigismund,  der 
kQrzlicb  zum  Erzbischof  ron  Magdeburg  erhoben  worden  war,  auch  zum 
Bischof  Ton  Halberstadt  zu  ernennen.  Dann  brach  er  ins  brannschwei- 
gische  Gebiet  ein.  Voigt,  a.  a.  O.  II,  S.  76  f. 


122 

anch'  egli  il  suo  et  messa  la  gente  sua  in  ordinanza  la  fece 
afFrettar  il  Camino  per  impedirgli  il  passo.^  et  fatto  da  cerca 
10  millia  nell'  entrar  d'  un  bosco  in  una  amplissima  campagna 
da  quello  circondata,  scoperse  1'  insegne  dil  marchese,  che 
anch'  eile  entravano  in  detta  campagna.  onde  in  un  subito 
misse  Mauritio  la  gente  sua  in  battaglia  et  con  tre  squadroni 
de  cavalli  cacciö  inanci  1'  artegliaria  sopra  d'  un  basso  colle,  la 
quäle  comincio  forte  a  danneggiar  nel  campo  d' Alberto,  cosa 
che  non  poteva  far  la  sua  in  quel  di  Mauritio.  che  vedendo  il 
gran  fracasso  che  facea  nel  campo  suo,  s'  afFrettava  di  venir 
inanzi  verso  1'  insegna  bianca  di  Mauritio,  con  presupposito  che 
superata  che  fusse  quella,  perch^  era  di  secento  cavalU  della 
piü  fiorita  gente  di  tutto  1'  essercito  suo  con  lance  et  archibugi, 
che  facilmente  col  resto  havrebbe  ottenuto  la  vittoria.  et  messi 
cinque  squadroni  sotto  a  una  sol  insegna,  fingendo  che  fusse 
un  sol  squadrone,  venne  alla  volta  de  1'  insegna  di  Mauritio, 
alla  testa  della  quäle  era  il  duca  di  Bransvic,  condutier  suo, 
con  ambidoi  figliuoli  et  il  giovinetto  duca  di  Lunemborgo  suo 
confalonieri.2  in  questo  tempo  Mauritio  havea  raandati  cinque 
squadroni  de  cavalli  a  pigliar  una  gran  volta,  aciö  investissero 
i  nemici  per  fianco,  et  altri  havea  messo  alla  guardia  della  fan- 
teria,  la  quäle  era  a  Y  incontro  a  quella  d'  Alberto,  havea  poi 
messa  la  banda  sua  in  mezzo  agl'  altri  squadroni  et  cosi  an- 
dando,  pro  vedendo  hör  in  questa,  hör  in  quella  parte,  si  comin- 
ciorono  a  vicinar  i  campi  cosi  a  passo  a  passo.  et  quando  si 
furono  apresso  manco  d'  un  tiro  d'  un  sasso,  la  detta  banda  di 
Mauritio  abassate  le  lancie  si  serro  contro  al  detto  squadrone 
con  tanto  impeto  che  puoco  mancö  che  non  gli  disordinasse. 
ma  per  esser  assai  di  maggior  numero,  sostenne  valorosamente 
quel  assalto,  gli  quali  auch'  eglino  con  suoi  archibugi  fecero 
grandissimo  danno  in  detta  banda,  nella  quäl  ferirono  a  morte 
amendui  gli  figliuoli  del  duca  di  Bransvic  et  il  duca  di  Lunem- 
borgo. in  questo  tempo  i  cinque  squadroni  che  doveano  investir 
nel   campo    del   marchese,   lasciorno   entrar  dentro  gli  capitani 


^  Zur  Schlacht  von  Sievershausen  (zwischen  Burgdorf  und  Peine  im  Han- 
noverschen) am  Sonntag  den  9.  Juli  1663  vgl.  Voigt,  a.  a.  O.,  S.  92  ff.; 
Ißleib,  S.  96  ff. 

'  Karl  Viktor,  geb.  9.  April  1626,  und  Philipp  Magnus,  geb.  26.  Juni  1627, 
die  beiden  älteren  SOhne  Heinrichs  von  Wolfenbüttel,  und  Herzog  Fried- 
rich von  Lüneburg,  der  zweite  Sohn  Ernst  des  Bekenuers,  geb.  1632. 


123 

loro  et  piantatili  detero  la  volta  verso  dil  bosco.  di  che  aecor- 
tosi  Mauritio,  il  quale  era  sopra  un  eaval  Turco  donatogli  dal 
duca  di  Ferrara,  corse  a  quella  volta  per  fargli  ritornar  indrieto, 
gli  quali  o  perch6  erano  amici  dil  duca  Gioan  Federico  o  per- 
ch6  forsi  si  dilettavano  d'  attender  alle  possessioni  o  alle  loro 
raoglie,  non  si  curorono  piü  oltra  de  suoi  preghieri.  ma  li  altri 
cinque  squadroui,  quali  havea  raesso  per  cura  della  fanteria, 
non  volsero  imitar  gli  primi,  anci  non  potendo  piü  aspettare 
disse  il  baron  di  Dech/  colonello,  al  Comestorf  capitano  de 
eavalli:'  che  stiamo  piü  a  indugiare?  et  intrando  nella  fanteria 
d' Alberto  la  disordinorono  di  tal  sorte  che  sopragiungendo  la 
fanteria  di  Mauritio  tutta  in  battaglia  la  superö,  et  di  cinquanta 
tre  insegne  non  se  ne  salvorono  altro  che  vinticinque,  le  altre 
furono  prese  et  gli  soldati  chi  morti,  chi  feriti  et  chi  fatti  pre- 
gioni.  vedendo  Mauritio  esser  da  detti  squadroni  schernito,  ri- 
tornö  a  punto  dove  la  battaglia  s'  era  incominciata,  nel  quäl 
luoco  vide  il  figliuol  minore  del  duca  di  Bransvic  in  terra  morto 
et  r  altro  non  molto  lontano  star  con  le  man  gionte  e  gli  occhi 
fissi  al  cielo  con  una  archibugiata  in  meggio  la  fronte,  che 
puoco  dipoi  lo  guido  al  fine  di  sua  vita.  poi  vide  il  duca  di 
Lunemborgo  ferrito  et  da  molti  atorniato  per  levargli  V  insegna 
di  mano,  il  quale  valorosamente  si  diflFendeva.  ma  sopragionti 
un  numero  de  cavalli  di  Mauritio  fecero  si  che  lui  si  salvö  et 
loro  si  diedero  a  fuggire  con  il  resto  de  suoi,  di  sorte  che  mai 
piü  si  puotero  riffare.  tal  che  il  marchese,  affaticandosi  hör  in 
questa,  hör  in  quella  parte  fu  assalito  da  un  gentil'  homo  de 
Mauritio,  il  quale  havendogli  posto  V  archobugio  per  meggio  '1 
petto  hebbe  Ventura  che  nel  sparar  non  volse  tuor  il  fuoco,  che 
poi  alciato  detto  arcobugio  per  darli  in  su  la  testa,  tolse  il  colpo 
sul  braccio  destro,  il  quale  fu  si  gagliardo  che  quasi  piü  di 
quello  non  si  potea  aiutare.  et  cosi  retirandosi  al  meglio  che 
potea  fu  da  un'  altro  gentil'  huomo  sopragionto,  dal  quale  non 
potendo  diflfendersi  fu  fatto  pregione;  ma  tanto  sepe  fare  e  dire 
che  donatagli  la  collana  d'  oro  ch'  havea  al  coUo,  lo  lascio  an- 
dare,  et  con  doi  squadroni  de  suoi  cavalli  si  salvö  in  Bransvic' 


»  Heideck,  s.o.  8.  110,  2. 

•  Oswald  von  Kromesdorf ;  vgl.  Voigt,  a.  a.  O.,  8.  93. 

•  Über  Albrechts  Verwundung  und  Gefangennahme  vgl.  besonder*  Voigt, 
8.  98,  Anm.  1  und  2.  Die  Nachricht  unseres  Autors,  daß  der  Markgraf  am 


124 

In  tanto  Mauritio  havea  cacciati  i  suoi  nemici  dalla  cam- 
pagna  et  tanto  era  intrato  dentro  inanci  al  bosco,  che  nel  tor- 
nar  s'  incontrava  in  quelli  dil  marchese,  eh'  ancora  fugivano. 
doi  nemici  suoi,  vedendo  che  Mauritio  era  solo,  gH  andorono 
incontro,  il  quäle  defendendosi  valorosamente  sparato  1'  arcobugio 
contra  un  di  loro  lo  cacciö  morto  da  cavallo  e  nel  metter  mano 
alla  spada  il  compagno  gli  sparo  il  suo  nel  sinistro  fianco  et  li 
passö  la  balla  alla  destra  cossa,  dil  quäl  fraudolente  si  sospet- 
tava  che  piii  presto  fusse  un  de  suoi  che  dil  marchese.^  rivati 
li  alcuni  de  suoi  gentil'  huomini  lo  condussero  sopra  d'  una 
riva,  fatto  ivi  venir  subito  un  cocchio  lo  guidorno  al  padiglione, 
dove  ritornando  i  vittoriosi  capitanii  con  suoi  soldati  chi  con 
bottoni  e  chi  con  preggioni,  in  vece  d'  alegrezza  rimasero  tutti 
colmi  d'  affanni  e  di  dolore,  che  di  ciö  acortosi  1'  invitto  duca 
si  sforzava  non  solamente  confortarli  con  parole,  ma  ancor  di 
sostenersi  in  piede.  pur  cominciando  le  virtu  del  corpo  piü  di 
quelle  dell'  animo  ad  abandonarlo  e  sentendosi  venir  meno, 
chiese  la  confessione  et  dapoi  ricevuto  il  santissimo  sacramento 
et  perdonato  a  tutti  gli  suoi  nemici  pregö  che  tutti  li  preggioni 
fussero  lasciati.  poi  soggionse:  acciochö  a  alcuno  non  dolga  la 
morte  mia,  imperoch^  io  vado  a  1'  eterna  vita,  lasciovi  il  fratel 
Juli      in  vece  mia.  questo  disse  il  lunedi  et  il  martedi,  che  f u  a  11  de 

10.  11.  lugho^  1553  dopo  1'  hora  di  terza,  fini  sua  gloriosa  vita  con  tre 
altri  prencipi,  con  gli  figliuoli  del  sconsolato  duca  di  Bransvic, 
magnanimi,  gentili,  bellissimi,  parlatori  in  lingua  italiana,  fran- 
cese,  spagnola  et  altre  sorti,  con  il  giovinetto  et  virtuosissimo 
in  ogni  instrumento  duca  di  Lunemborgo,  con  forsi  da  cento 
gentil'  huomini  et  capitanii.  et  de  nemici  ne  mori  circa  cinque 
milla  e  tre  milla  preggioni. 

Juli  23.  Imbalsemato  a  23  del  detto  fu  portato  a  Freiborgo  et  ivi 

in  presenza  della  mestissima  duchessa  fu  posto  apresso  al  padre 
con  28  insegne  de  nemici  et  le  arme,  in  che  fu  morto,  sopra  la 
sepoltura.  venuto  poi  il  duca  Augusto  et  la  duchessa,  gli  quali 
nel  tempo  della  guerra  s'  erano  retirati  dal  re  di  Danismarca, 
impose  che  fusse  ordinato  un  deposito  di  bronzo   tutto  istoriato 


rechten  Arme  verwundet  wurde,  wird  durch  das  Zeugnis  des  Herzogs 
von  Mecklenburg  bestätigt  (ebendaselbst). 

*  Nach  dem  weiteren  Berichte  unseres  Autors  (s.  w.  u.)  war  dieser  Ver- 
dacht unbegründet. 

'  Der  Monatsname  fehlt  im  Text,  es  ist  eine  entsprechende  Lücke  gelassen. 


125 

con  le  13  imprese  fatte  con  tanta  gloria  cos\  nella  Germania 
alta  et  bassa  come  nella  Francia  et  Hongaria  contra  il  Turco, 
con  quella  maestranza  et  diligentia  che  fasse  possibile  con  spesa 
di  cinquanta  milla  tollen.^ 

Illastrissimo  principi  Mauritio  duci  Saxoniae  electori,  def- 
fensori  patriae,  inclito  victori  comunium  Germaniae  hostium. 

Relatus  est  in  castra  accepto  vulnere  ictus  fraudulenti'  in 
proelio,  fuso  dissipatoque  exercitu  hostium,  ibique  obiit  diem 
s[uum]  5  id.  jul.  princeps  optimus  et  maximus,  cum  v[ixisset] 
a[nnos]  32,  m[enses]  3,  d[ies]  20,  h[oras]  10'  placidissimo  et 
religiosissimo  fine. 

Indicatio  anni  mortis. 
Teutonicus  fiiror  ut  turbabat  saeviter  oras, 
Manritius  princeps  victor  et  ictus*  obit.^ 

J[oachimas]  C[amerariu8]  P[ambergensis]  F[ecit]. 


'  Eine  ausführliche  Beschreibung  des  von  Kurfürst  August  seinem  Bruder 
im  Freiburger  Dome  errichteten  Monuments  findet  sich  in  Andr.  Mollers 
Theatrum  Freibergense  Chronicum  .  .  .  Beschreibung  der  alten  Berg- 
hauptstadt Freyberg  in  Meissen  (Freyberg  1653),  S.  62  f.  Hiernach  sind 
es  20  Tafeln,  welche  die  Schicksale  und  Taten  Moritz'  künden  und  deren 
Inschriften  Moller  mitteilt.  Außerdem  veröffentlicht  der  nämliche  im  Theatri 
Freibergensis  chronici  pars  posterior  nach  einer  Beschreibung  der  Bei- 
setzung Moritz'  ein  längeres,  von  Melanchthon  herrührendes  Epitaph  und 
das  auch  in  unserer  Chronik  mitgeteilte  Chronostichon  des  Joachim  Came- 
rarius.  Letzteres  bringt  femer  nebst  der  hier  ebenfalls  folgenden  Notiz 
über  das  Alter  Moritz'  als  Anhang  zu  der  Trauerrede,  die  Camerarius 
in  Leipzig  beim  Durchtransport  der  Leiche  hielt,  Simon  Schardius  im 
zweiten  Buche  seines  Historicum  Opus  (ed.  1673,  Schardius  Redivivus), 
wo  auch  ein  heroisches  Gedicht  über  die  Schlacht  von  Sievershausen 
u.  dgl.  m.  Zur  Baugeschichte  des  Monuments  vgl.  femer  J.  Schmidt,  Bei- 
träge zur  Kunstgeschichte  Sachsens  im  16.  Jahrhundert,  S.  86  ff.  (Archiv 
f.  Sachs.  Gesch.,  Bd.  XI,   1873). 

*  Schardius  1.  1.:  improvisi. 

'  Moritz  war  geboren  am  21.  März  1521. 

*  Handschrift:  ictibus. 

'  Um  auf  das  Todesjahr  1553  zu  kommen,  sind  sämtliche  Buchstaben 
mit  Zablenwert  zu  addieren,  also 

TeVtonICus  fVror  Vt  tVrbabat  saeVIter  ora«, 

MaVrICIVs  prInCeps  ViaVs  et  ICtVs  oblt. 

Ein  anderes  Chronostichon  gibt  Schardius  1.  1.  p.  567: 

MaVrICIVs  fVrIas  hostls  fera  beLLa  repeLLens 

eXpIrans  VlUe  VVLnere  CLaVsIt  Iter. 

Ferner  ebendaselbst  ein  Doppeldistochon,  welches  Monat,  Tag  und 

Stunde  des  Todes  meldet: 


126 

Mauritius^  cecidit  bello,^  Germania  plange 

Amissa  imperii  quanta  columna  tui! 
In  tua  Mars  armis  cur  impie  viscera  saevis? 

Namque^  tuum  cecidit  saeva  per  arma  decus. 
Mauritii  tumulum  cernens  Germania  plange, 

Pectore  magnanimo  non  habitura  parem. 

G[eorgius]  Fab[ricius].* 

Havea  in  questo  tempo  il  duca  di  Bransvic  fatto  squar- 
tare  quel  gentil'  huomo  che  lasciö  fugir  il  marchese,  da  quatro 
cavalli  in  meggio  il  campo;  et  saputo  che  lui  s'  era  salvato  nella 
propria  cittk^  et  che  cercando  la  pace  con  il  duca  Augusto,  in 
breve  non  tanto  ottenne  quella,  che  havendo  gia  cassata  la  gente 
del  fratello  molti  di  quelli  andorono  al  servigio  di  detto  mar- 
chese,  tanto  che  si  rifece  di  7  squadroni  de  cavalli  et  alcune 
insegne  di  fanteria.  ma  il  duca  di  Bransvic,  desideroso  piü  di 
vendicar  la  morte  de  figliuoli  che  il  duca  Augusto  quella  del 
fratello,  andö  ad  assediarlo  in  Bransvic,  minacciando  i  cittadini 
di  brugiarli  dentro  tutti,  se  lo  tenevano  nella  citta.  gli  quali 
temendo  queste  minacciose  parole,  e  tanto  piü  havendo  1'  esser- 
cito  atorno,  lo  mandorono  fuori.  il  quäle  con  detti  soldati  assaltö 
il  duca,  il  quäle  tutto  arabbiato  fattosigli  incontro  lo  ruppe  et 
gli  tolse  Cinquecento  cavalli.*'  et  andö  di  longo  verso  la  citta  et 
gli  cittadini  gli  venero  incontra  et  impetrata  la  pace  et  la  gratia 
sua,  r  accetorono   dentro   obediendolo    come   loro  vero  signore. 

In  questo  tempo  il  re  de  Romani,  la  citta  de  Norembergo 
e  gli  vescovi  de  Vertzberg  et  Bamberg  gli  occuparono  una  gran 


mauricIVs  martern  pro  LIbertate  gerendO 

ediDIt  EXemplar  quod  decultque  ducem, 

non  HOstem  metuit  RApidum,  NON  Alta  frementem, 

sed  mente  infracto  et  pectore  victor  OBIT 
(=  Julio  die  11  hora  nona  obit). 
^  Ebenfalls  bei  Schardius  1.  1.  p.  559. 
'  Schardius:  beilax,  auf  Germania  bezogen. 
'  Schardius:  ecce. 

*  Georg  Fabricius  1516 — 1671,  Rektor  der  1543  durch  Moritz  gegründeten 
Fürstenschule  von  Meißen,  bekannter  Dichter,  Historiker  und  Schulmann. 

*  Nämlich  Braunschweig,  welches  Albrecht  stets  offen  stand. 

*  In  dem  TreflFen  von  Steterburg  unweit  Braunschweig  am  12.  September 
1668.  Albrecht  mußte  infolge  dieser  Niederlage  die  Stadt  Braunschweig 
aufgeben. 


127 

parte  dil  paese  suo.  vedendosi  il  marchese  da  tante  bände 
opresso,  si  ritiro  in  Svainfurt,  cittk  imperiale  posta  tra  gli  detti 
vescovi.  ma  ivi  non  stete  molto,  che  il  vecchio  duca  lo  venne 
ad  assediario.  contra  il  quäle  sorti  il  marchese  et  combattendo 
da  r  una  e  V  altra  parte  valorosamente,  al  fin  il  marchese  fu 
rotto  con  perdita  di  quatrocento  cavalli  et  8  insegne  di  fanteria. 
et  retiratosi  un'  altra  volta  in  detta  cittk,  il  duca  fece  intender 
a  cittadini  che  se  non  gli  lo  davano  nelle  mani,  voleva  arder 
la  cittk.  gli  quali  ancorche  glielo  promissero,  la  seguente  notte 
lo  lasciorono  fugire.  sdegnato  di  questo  il  duca  cominciö  a  bom- 
bardar  la  cittk  et  intrato  con  1'  essercito  degli  altri  prencipi  la 
bruggiorono  tutta  quanta.^  non  contentandosi  di  questo  il  duca 
andö  alla  volta  di  Columbac,  principal  cittk  d'  Alberto,  guardato 
da  an  de  fortissimi  castelli  di  Germania,^  posto  su  un  arduis- 
simo  monte,  il  quäle  scuopre  tutta  la  cittk,  acanto  alla  quäle 
passa  il  fiume  Meno.  alla  diffesa  di  questa  era  an  conte  gio- 
vinetto,  il  quäle  sorti  da  quella  con  ducento  cavalli.  et  havendo 
tutto  un  giorno  scaramucciato  e  volendosi  per  stanchezza  retirar 
nella  cittk,  fu  tolto  in  mezzo  et  amazzato  con  molti  de  cavalieri 
suoi,  tra  li  qoali  vi  era  quello  che  amazzö  il  duca  Mauritio,  che 
ritrovandosi  al  ponto  della  morte  liberamente  confesso  esser  stato 
lui.  gli  soldati  ch'  erano  restati  dentro,  vedendo  non  poter  con 
cosi  puochi  resister  a  tanti,  fecero  intender  al  marchese  che 
non  soccorrendoli  erano  sforzati  a  rendersi.  agli  quali  fe  inten- 
der che  non  potendo  resistere  dovessero  prima  dar  fuocho  alla 
cittk,  acciö  la  roba  non  restasse  in  preda  a  nemici.  et  cosi  la 
seguente  matina,  che  fu  nel  fin  d'  ottobre,  senza  faiiie  motto  a 
cittadini,  dettero  il  fuoco  in  ogni  banda  di  detta  cittk,  et  dapoi 
fugendo  da  quella  furono  seguiti  dalla  cavalleria  dil  duca,  dalla 
quäle  quasi  tutti  faron  morti  et  presi.  entrato  il  duca  nella  cittk 
salvö  tutti  quanti  li  cittadini  cosi  maschi  come  femine  con  quella 


*  Die  Einnahme  Schweinfarts  erfolgte  am  13.  Juni  1554,  nachdem  Albrecht 
in  der  Nacht  zuvor  die  Stadt  geräumt  hatte. 

*  Kalmbach  mit  der  Plassenbnrg.  Letztere,  seit  acht  Monaten  belagert,  fiel 
am  22.  Juni  1554.  Kulmbach  andererseits  war  schon  bei  Gelegenheit  der 
ersten  Angriffe  der  Feinde  auf  die  Plassenburg,  im  Herbst  1553,  einge- 
ischert,  damals  auch  die  fliehende  Besatzung  unter  Hieronjmos  von 
Brandstein  von  den  Gegnern  ereilt  und  zum  Teil  niedergemetzelt  wor- 
den. Voigt,  n,  S.  151  f.  und  8.  207  f.  Unser  Autor  hftlt  diese  verschiedenen 
Phasen  des  Kampfes  wider  Albrecht  nicht  genflgend  auseinander. 


128 

puoca  roba  che  puoterono  trar'  dalla  furia  del  fuoco,  sich^  heb- 
bero  piü  pace  da  stranieri  che  da  suoi  proprii  vicini,  che  ha- 
vendogli  brugiate  le  case  furono  sforzati  cosi  privi  di  loro  beni 
ad  abandonar  la  loro  patria  et  girsene  mendicando  per  altri 
paesi.  il  marchese  non  potendosi  piü  riffare,  come  desperato  si 
retiro  verso  la  Prusia,  che  poi  per  mezzo  di  quel  duca,  il  quäle 
era  suo  parente,  et  altri  suoi  amici  tento  d'  haver  la  pace  con 
tutti  quei  signori,  ch'  erano  contra  lui,  da  quali  con  il  tempo 
ne  conseqm  qualche  gratia.^  — 

In  questo  tempo  gionse  lettera  dil  re  di  Danismarca^  al 
duca  Augusto  della  morte  d'  Odovardo  re  d'  Inghelterra  et  suc- 
cesso  di  quella,  il  quäle  morse  a  6  di  luio  del  detto  anno,^  et 
come  Maria,  alla  quäle  aparteneva  il  detto  regno,  per  il  timor 
dil  duca  di  Notamberlano^  se  era  ritratta  verso  il  mare  dalla 
banda  di  Francia,  la  quäl  poi  con  1'  aiuto  dil  conte  di  Arondel 
et  il  conte  di  Pembruc,  gli  quali  havevano  voltato  quasi  tutto 
il  consilio  del  regno  alla  devotion  sua,  pigliö  il  possesso  quasi 
per  forza  d'  arme  contra  al  detto  duca  di  Notemberlano,  il  quäl 
con  presuposito  d'  usurparsi  il  detto  regno  havea  congionto  in 
matrimonio  il  conte  Vardic/  suo  primogenito,  con  Giana  nipote 
d'  una  sorella  di  Henrico  padre  d'  Odoardo.^  la  quäl  Giana  fece 
grandissima  resistenza  a  questo  maritaggio,  parendogli  che  questa 
cosa  fusse  illicitamente  ordinata;  ma  le  minaccie  della  madre  la 
constrinsero  ad  accettarlo.  per  il  quäl  poi  ne  successe  la  total 
rovina  di  detta  parte,  che  dapoi  a  puoco  tempo  Maria  fö  tagliar 
la  testa  al  detto  duca,  al  figliolo  et  a  molti  altri,  et  cosi  fece 
ancor  della  innocente  et  dottissima  Giana,  la  quäl  inanti  alla 
morte  sua  havea  scritto  1'  innocentia  sua  in  lingua  greca,  latina 
et  in  suo  idioma,  chiamando  Idio  et  il  consiglio  et  altri  in  sua 
testimonianza;  che  intrepidamente  rivoltisi  li  capigli  inanci  agl'oc- 
chii   constantissimamente   misse   il   collo   sotto   al  suplicio  et  ivi 

^  Hier  ist  —  inmitten  der  Seite  —  ein  Raum  von  sieben  Zeilen  freige- 
lassen. 

*  König  Christian  III.  (1533 — 1559),  der  Schwiegervater  Augusts. 

*  t  6.  Juli  1553. 

*  Northumberland. 
'  Warwick. 

"  Jane  Gray.  Sie  war  die  Urenkelin  Heinrichs  VII.,  des  ersten  TudorkOnigs, 
von  dessen  Tochter  Margareta.  Auf  Betreiben  des  Schwiegervaters  Janes, 
Northumberland,  bestimmte  Eduard  VI.  jene  zu  seiner  Nachfolgerin  statt 
seiner  Schwestern,  deren  Legitimität  angezweifelt  wurde. 


129 

con  grandissima  pietk  d'  ognuno  gli  fa  levata  la  testa  dalle 
spalle.^  accoraodata  ogni  cosa  si  stabih  il  matrimonio  col  re  Fi- 
lippo,  il  quäle  con  grandissima  solennitii  c  ponipa  fu  celebrato 
in  Vincestre,  che  fu  il  di  di  santo  Giacomo  1'  anno  1553.' 

In  questo  tempo  il  duca  Augusto  s'  era  repacificato  col 
duca  Gioan  Federico  et  figliuoli  con  restitutione  di  tre  cittk 
toltegli  dal  duca  Mauritio  et  ducento  milla  tolleri,^  il  quäle  al- 
r  hora  si  ritrovava  infermo,  che  poi  il  primo  d\  de  maggio 
morse  Sibilla,  che  fu  1'  anno  1554,  et  il  terzo  di  drieto  morse 
anch'  egli.*  partita  poi  Agnese,  che  fu  moglie  del  duca  Mauritio, 
andö  a  stantiar  a  Vaisanfels,  cittk  lasciatali  con  due  altre  da 
lui  per  dote  sua,  il  duca  restö  al  possesso  del  fratello  da  lui 
lasciatoli. 

Fatto  adunque  il  duca  Augusto  giurar  fedeltk  a  tutti  del 
State  suo,  comincio  a  legerir  la  corte  e  di  gente  e  di  spesa, 
che  giä  il  fratello  tanto  honorata  e  splendida  tenea,  et  comincio 
darsi  alla  caccia  et  altri  spassi  e  giuochi,  tra  quali  uno  fu  di 
tirar  de  balestrar,  come  quasi  per  tutta  Germania  s'  usa.  1'  ap- 
parato  del  quale  fu  fatto  fuori  della  citta,  dove  era  una  bel- 
lissima  et  spatiosa  campagna,  con  spesa  di  cinque  milla  tolleri. 
il  quale  apparato  era  uno  theatro  a  modo  di  luna,  che  da  un 
corno  a  1'  altro  distava  trecento  passa,  sotto  al  quale  dovevano 
Stare  gli  giuocatori  con  suoi  banchi  accomodati  da  seder;  al 
mezzo  dil  quale  eravi  quello  dil  duca,  et  dalle  bände  eranvi 
altri  signori,  et  cosi  di  mano  in  mano  secondo  il  grado  loro 
come  gentil'  huomini  et  artisti.  sopra  a  questa  era  accomodato 
un  bellissimo  palazzo  tutto  fatto  come  il  resto  di  tavole  con 
camare,  loggie  et  sale  depinte  et  riccamente  adornate,  nel  quäl 
dovea  stare  la  duchessa  et  altre  illustri  donne  con  gli  senatori 
da  una  banda  et  gli  trombetti  da  1'  altra.  al  incontro  di  questo 
era  una  beUissima  machina  fatta  in  sestile  accomodata  per  ber- 


'  Der  Todestag  Johannas  war  der  12.  Februar  1554. 

•  Vielmehr  1554.  Der  Tag  des  Schutzpatrons  Spaniens,  St.  Jakob,  war  ge- 
flissentlich für  die  Feier  ausersehen  worden. 

■  In  dem  Naumburger  Vertrage  vom  24.  Februar  1564  vertrugen  sich 
Johann  Friedrich  und  August;  letzterer  restituierte  jenem  Altenburg  und 
einige  Amter. 

*  Es  ist  wohl  marzo  statt  maggio  zu  lesen;  Johann  Friedrich  starb  am 
3.  März  1554,  seine  Gattin  freilich  schon  am  21.  Februar,  nicht  am 
1.  März  d.  J. 

Vontes,  I.Abt.  Bd.  IX.  9 


130 

saglio,  della  grandezza  di  un  gran  pergolo  con  sei  facciate  a 
imitatione  di  tante  porte  con  suoi  cornici  et  pilastrate  fatte  con 
bella  ai'chitettura  et  varie  depinture,  le  quali  erano  cliiuse  di 
terra  tinta  de  nero  con  le  sue  brocche  ^  in  mezzo,  il  tondo  tutto 
inargentato.  tre  delle  quali  servirono  da  ogni  banda  del  theatro, 
che  finito  poi  di  tirare  la  machina  si  volgeva  e  rapresentava 
le  altre  tre.  e  fratanto  che  da  una  banda  s'  acontiava,  si  tirava 
r  altra. 

Questo  gioco  dnrö  per  dieci  giorni  continui  cominciando  dalla 
matina  dil  levar  del  sole  fin'  a  1'  hora  della  cena,  con  bellissirai 
et  dilettevoli  intermedii  di  altri  giochi  et  spassi.  1'  ordine  di 
questo  giocar  era  di  giocar  cinque  milla  tolleri  divisi  in  piü 
parti,  secondo  che  si  facevano  ancor  piü  botte.  il  precio  mag- 
giore  era  di  Cinquecento  tolleri  et  calando  le  botte  diminuiva 
ancora  il  precio.  gli  giocatori  erano  224,  venuti  da  diversi 
luochi  d'  apresso  et  di  lontano  di  diverse  nationi,  gli  quali  tutti 
stavano  alla  spesa  del  senato,  la  quäle  gl'  era  in  belhssima  or- 
dinanza  portata  fin'  al  luoco  dove  giocavano  da  li  giovani  della 
cittk.  et  tanto  che  questi  desinava,  per  intratenimenti  di  tanti 
circostanti  ch'  erano  venuti  da  diversi  luochi  per  vedere  un  tal 
spettacolo,  si  faceano  altri  giochi.  il  primö  giorno  molti  giovini 
si  provorono  d'  ascender  duoi  altissimi  abeti  tutti  mondi  e  scor- 
ciati,  salvo  che  le  cima,  su  la  quäle  erano  doi  caponi  dentro 
le  gabie;  che  chi  poteva  cavar  di  quelle,  guadagnavano  con 
quelli  cinque  altri  tolleri.  questo  gioco  durö  quatro  giorni,  avanti 
che  alcuno  potesse  arrivar  alla  summitk  per  la  difficultä  ch'  ha- 
vea  fatto  1'  onto^  di  salirvi,  et  diede  grandissimo  spasso  a  ognuno. 
il  secondo  giorno  giostrorono  gli  villani  sopra  bellissimi  cavalH 
senza  sella  con  armature  di  paglia  et  uno  coccone  di  legno  per 
ferro  delle  lancie  sue;  il  prezzo  fu  di  diece  brazza  di  panno 
alto.  il  terzo  di  giostrorono  gli  gentil'  huomini  in  diverse  livree, 
il  precio  suo  fu  di  una  beretta  di  veluto  con  una  medaglia.  il 
quarto  di  si  fece  ballar  molti  giovani  et  giovane  cittadini,  i 
quali  erano  venuti  con  sue  inamorate  per  vincer  uno  par  di 
calce  per  loro  et  cinque  braccia  di  panno  per  la  sua  ballarina 
a  chi  piü  si  manteneva  in  ballo.  il  quinto  di  fece  tirar  d'  arte- 
gliaria  separatamente:   gli  gentil'  huomini  tirorono  su  la  grossa, 


^  Das  Zentrum  der  Scheibe. 
*  Soviel  als  unto. 


131 

i  cittadini  sa  la  me^ana,  gli  bombardieri  sa  la  minuta  et  gli 
archibugieri  d'  arcobugio.  il  bei-saglio  della  grossa  distava  dalla 
brocca  a  1'  orlo  nove  braccia  et  il  tondo  della  brocca  era  assai 
piü  grande  di  una  rotella,*  la  distantia  sua  era  di  meggio  mi- 
glio:  gli  altri  secondo  la  qualitk  di  pezzi  piü  apresso,  gli  quali 
erano  quaranta  fra  grossa  e  minuta  et  ogn'  uno  p'oteva  giocare 
quello  che  piü  gradiva  loro.  il  sesto  di  si  fece  correr  un  palio 
di  cose  pertinenti  a  donzelle  di  precio  di  diece  toUeri  e  vi  fu* 
da  ottanta  vergini  villane,  la  correria  delle  quali  era  il  quarto 
d'  un  miglio.  il  settinio  dl  fu  d'  alcuni  buffoni  et  raolte  altre  per- 
sone  fatti  diversi  giochi  et  spasai,  che  imitavano  le  cerimonie 
de  processioni,  prediche  et  altri  usi  Romani.  1'  ottavo  di  fu  fatta 
una  mirabilissima  et  intricatissima  moresca'  da  32  gladiatori 
con  spadoni,  che  batendo  ogn'  hora  il  tempo  si  rivolgevano  et 
intreciavano  in  molte  et  diverse  sorti,  la  quäl  con  meraviglia 
d'  ognuno  durö  il  spacio  di  due  höre,  il  di  nono  si  diede  fine 
al  grandissimo  gioco  et  si  atese  a  decider  gli  preci.  il  decimo 
et  ultimo  di  sorti  dalla  citta  12  delle  piü  belle  et  nobili  vergini 
della  cittii,  le  quali  distribuirno  li  precii  a  vincitori  con  picciole 
banderole  di  ormesino,*  nelle  quali  erano  segnate  a  oro  tutte  le 
botte  da  lor  fatte  con  una  borsa  a  quelle  sospesa  e  dentro  gli 
danari  ch'  haveano  vinti,  che  dapoi  incoronatili  d'  una  bellissima 
ghirlanda  de  fiori  con  una  bellissima  danza  fecero  fine  al  di- 
lettevol  gioco  et  honorata  festa.  et  cosi  menando  in  delicie  sua 
vita  ordino  una  caccia  generale,  alla  quäle  si  ritrov6  1'  arciduca 
Ferdinande  con  molti  altri  prencipi,  tra  gli  quali  erano  tutti  tre 
gli  figliuoli  del  duca  Gioan  Federico.^  uella  quäl  caccia  furono 
morti  262  porci  et  fu  visto  quasi  tanti  alti'i  cervi,  caprioli  et 
altri  animali,  gli  quali  si  lasciorono  da  cacciare  per  non  esser 
all'  hora  il  tempo  di  simil  cacce.  dapoi  fatta  una  bella  giostra 
alla  Alemana,  nella  quäl  corse  1'  arciduca  Ferdinando  contra  al 
duca  Augusto,  con  bellissimi  festi  s'  acombiatorono  detti  signori 

'  D.  i.  eio  kleines  Rad. 
'  Za  ergänzen:  corso? 

•  Maurischer  Waffentanz. 

*  Oder  ermesino,  eine  Art  leichter  Seide.  Der  Name  wird  von  der  Stadt 
Ormos  abgeleitet. 

'  Nämlich:  Johann  Friedrich  der  Mittlere,  geb.  1529;  Johann  Wilhelm, 
geb.  1530,  und  Johann  Friedrich  der  Jüngere,  geb.  1538.  Ein  vierter 
Bruder  (den  Jahren  nach  der  dritte),  Johann  Ernst  II.,  geb.  1686,  starb 
bereits  am  8.  Februar  156&. 

9» 


132 

dal  detto  duca  con  sodisfation  grandissima  de  spassi  da  lui  re- 
cevuti  in  detto  suo  paese.  — 

Moltiplicando  ogn'  hör  piü  la  setta  lutherana  et  allargan- 
dosi  d'  ogn'  intorno  ai  confini  de  Sassonia  et  Misna  massime 
nelle  parti  di  Boemia  et  Lusatia,  parse  al  re  catholichissimo  de 
Romani  di  non  lasciar  sparger  tal  semenza  nel  stato  suo,  che 
gik  havea  fatta  la  radice.  dove  mando  un  bando  per  tutte  quelle 
parti  che  tutti  gli  theologi,  pastori,  predicatori,  mastri  da  scola 
della  setta  lutherana  dovessero  levarsi  in  termine  di  tre  giorni 
fuor  del  paese  suo  in  pena  della  disgratia  sua.  ma  tanto  fece 
questa  prohibitione  de  Lutherani  come  farebbe  un  debil  argine 
contra  a  1'  empito  d'  un  grosso  fiume,  col  quäle  volendogli  im- 
pedir  il  corso  suo,  acciö  non  gli  danneggiasse  gli  suoi  vicini 
luochi,  quello  sgomfiandosi  per  superbia  ogn'  hör  piü  rompendo 
poi  r  argine  e  con  maggior  furia  e  fracasso  si  stende  piü  oltra, 
et  non  tanto  rovina  quelH  ch'  erano  pericolosi,  ma  anco  quelli 
che  non  si  sarebbero  imaginati.  cosi  fece  anco  questa  setta  lu- 
therana, che  sentendosi  impedir  la  libera  opinione  sua  si  con- 
gregorono  nella  cittk  di  Dresen  tutti  gli  theologi  predicatori  di 
Sassonia  et  Misna;  dove  insieme  con  FiHppo  Melanthone  fatto 
sopra  di  ci5  molti  discorsi  dettero  1'  assonto  al  Melanthone  di 
comporre  una  epistola  per  confirmatione  della  dottrina  loro  in 
consolatione  delli  detti  banditi.  il  quäle  ancorch^  continuamente 
con  gli  detti  congregati  et  molti  altri,  che  ogn'  hör  venevano  et 
andavano  a  ragionar  seco,  oltra  che  ancora  era  occupato  da 
un  depintore,  il  quäle  lo  ritrava,  fatto  venir  il  suo  cancelüeri 
cosi  glie  la  dittö  come  puoco  piü  inanci  intendereti: 

Epistola  di  Filippo  Melanthone  contra  la  catholica  chiesa 
Romana. 

Epistola  consolatoria  theologorum  in  Misna  ad  pastores  in 
finibus  Boemiae  et  Lusatiae,  qui  persecutionem  propter  puram 
evangehi  doctrinam  jam  passi  fuerunt.     anno  1555. 

Venerandis  viris  eruditione  et  virtute  praestantibus,  docen- 
tibus  incorruptam  evangelii  doctrinam  in  finibus  Boemiae  et 
Lusatiae  amicis  suis.^ 


*  Der  Text  des  Briefes  wird  nicht  mitgeteilt;  doch  ist  die  Seite,  auf  der 
nur  wenige  Zeilen  stehen,  im  übrigen  freigelassen.  Das  in  Rede  stehende 
Schreiben  ist  gedruckt  im  Corpus  Reformatorum,  ed.  Bindseil,  vol.  VIII, 
p.  428  sqq.,  Nr.  5737.    Die  Überschrift  lautet  dort  fast  genau  mit  Besozzis 


133 

Subito  che  qnesta  tal  epistola  fu  scritta,  la  fccero  stam- 
pare  in  detta  citt&  et  ne  mandorono  puoi  per  tutta  In  Germania 
et  altri  lor  confederati  paesi,  per  la  quale  tutti  i  prencipi  di 
Sassonia,  Misna,  Turingia,  Hessia  et  molte  altre  cittä  si  con- 
gregorono  nella  citt^  di  Naumborgo  posta  sul  fiume  Sala,  sotto- 
posta  al  duca  di  Sassonia,^  nella  quale  fra  gli  altri  di  autoritk 
ritrovoronsi :  il  duca  Augusto  elettore,  il  marchese  di  Brande- 
borgo  elettore,  il  duca  di  Bransvic  con  tre  nipoti  fratelli,*  1'  An- 
gravio  et  Guielmo  il  figliuol  maggiore,  gli  tre  duchi  figliuoli  di 
Gioan  Federico,  il  marchese  d'  Anspac,'  il  prencipe  d'  Anhalt, 
gli  conti  di  Manezfelt  et  altri  molti.  fra  gh  quali  assettate  al- 
eune  diflFerenze  prima  nate  tra  alcuni  di  loro,  stabilito  il  matri- 
monio  tra  il  duca  Gioanni  primogenito  di  Gioan  Federico  et 
la  vedoa  dil  duca  Mauritio  figliuola  di  Filippo  1'  Angravio,*  sta- 
bilirono  ancora  una  congiura  et  confederatione  simile  alla  [Smal- 
caldiana]*  con  altre  ordinationi  contra  alla  Romana  chiesa,  per 
la  quale  ne  consegui  maggior  rovina  che  di  prima,     et  cos\  di 


Angabe  übereinstimmend:  Venerandis  viris,  emditione  et  rirtute  prae- 
stantibns  pastoribns  docentibas  vocem  evangelii  incormptam  in  finibos 
Bohemiae  et  Lasatiae  amicis  suis-,  der  Brief  ist  vom  13.  (Idibus)  Februar 
(aas  Dresden)  datiert  nnd  von  zehn  evangelischen  Geistlichen  unter- 
schrieben, darunter  Melanchthon. 

Dem  zeitlichen  Zusammenhange  zufolge  ist  der  zweite  Naumburg^r  Kon- 
vent gemeint,  der  am  6.  März  1555  stattfand.  Es  handelte  sich  sowohl 
um  die  Bekräftigung  der  wiederhergestellten  Eintracht  zwischen  den 
Albertinem  und  Emestinem  in  Sachsen,  als  um  die  Erneuerung  der 
Erbverbrüderung  zwischen  den  Häusern  Sachsen,  Brandenburg  und 
Hessen,  endlich  um  Stellungnahme  gegenüber  den  Keligionsverhandlun- 
gen  auf  dem  am  5.  Februar  d.  J.  eröffneten  Augsburger  Reichstage.  Vgl. 
Ranke,  Deutsche  Geschichte  V*,  S.  261;  Drojsen,  Preußische  Politik  11, 
2,  S.  377;  E.  Schmidt,  Philipp  Melanchthon  (Elberfeld  1861;  Väter  und 
Begründer  der  luth.  Kirche),  8.  551  f. 

Die  tre   nipoti  A-atelli  sind  wohl   die  drei  Sohne  Herzog  Emsta  des  Be- 
kenners  von  Lüneburg,  Franz  Otto,  Heinrieh  und  Wilhelm  der  Jüngere; 
der  Oheim  wäre  dann  Franz  Heinrich,  der  jüngste  Bruder  Eriista,  ohne 
besondere  Herrschaft. 
Georg  Friedrich  von  Ansbach,  geb.  1539. 

Der  Bräutigam  war  der  älteste  Sohn  Johann  Friedrichs,  des  ehemaligen 
Kurfürsten,  Johann  Friedrich  der  Mittlere.  Die  Vermählung  fand  am 
26.  Mai  1555  statt;  noch  im  gleichen  Jahre,  am  4.  November,  starb  Agnes. 
Im  Text  ist  eine  Lücke  für  ein  bis  zwei  Worte  gelassen;  vielleicht  stand 
im  Autograph  Smalcaldiana,  welches  Wort  der  Abschreiber  nicht  ver- 
stand und  deshalb  ausließ. 


134 

gioi'no  in  giorno  pare,  se  Iddio  per  mezzo  dil  sanctissimo  con- 
cilio  non  gli  provede,  che  ogn'  hör  s'  andera  ampliando  di  mal 
in  peggio. 

De  concordia  dncnm  Saxoniae  gratnlatio. 

Convenere  duces  laeti,  Germania,  gaude, 

Jam  tibi  pax  vultu  candidiore  venit. 
Pax  iterum,  pax  alma  veni,  pax  sancta  revise 

Saxoniae  quassum  Marte  furente  solum; 
Tecum  religio  vigeat  moresque  probati 

Et  cum  Pieriis  caetera  dona  sacris! 
Sit  felix,  quiquunque  tibi  [se]^  subjicit  aequus, 

At  pereat  quisquis  bella  nefanda  probat. 

Georgias  Fabritius.^ 

Havendo  Massimiliano  re  di  Boemia  alcuni  anni  inanci  con 
diligente  cura  et  universal  sodisfatione  governato  quei  regni  di 
Spagna,  parsegli  di  ritornar  in  Germania,  nella  quäl  patria  era 
molto  amato  et  desiderato,  cosi  da  tutti  gli  elettori  come  da 
ogn'  altro  prencipe  et  populi  di  quella :  sichfe  nel  mese  d'  agosto 
1550.  1550  con  la  regina  et  corte  sua  si  parti  dalla  bella  Vagliadolit/ 
facendo  la  medema  via  che  per  inanci  havea  fatto  nell'  andar- 
gli.  nella  quäle  non  meno  fu  con  quella  immensa  letitia  et  cor- 
tesia  ricevuto  che  di  prima:  a  tale  che  tra  gli  spassi  ch'  hebbe 
per  tutto '1  viaggio  d' Italia  et  gl' intratenimenti  di  Elesponte* 
con  le  vergine  regine  Madalena,  Margareta,  Barbara,  Giana  et 
Helena,    sorelle   sue,^   quasi   compi^   1' anno    quando    gionse    a 


*  Der  Vers  scheint  diese  Einschiebung  zu  erfordern. 
^  Über  Fabricius  s.  oben  S.  126,  Anm.  4. 

'  Zum  erstenmale  wurde  Maximilian  im  Herbst  1550  nach  Deutschland 
zurückberufen,  von  wo  er  aber  im  Sommer  1551  wieder  nach  Spanien 
ging,  doch  nur  um  seine  Familie  von  dort  abzuholen.  Bereits  im  No- 
vember war  er  wieder  in  Genua  und  um  Mitte  Dezember  in  Tirol.  Vgl. 
Loserth,  Die  Registratur  Erzherzog  Maximilians  1647 — 1651,  a.  a.  O. 

*  Innsbruck. 

"  Das  sind  die  jüngsten  Töchter  Kaiser  Ferdinands;  es  fehlt  indes  zwischen 
Magdalena  (geb.  1532)  und  Margareta  (geb.  1536)  Eleonore,  geb.  1534; 
dann  folgen  Barbara  (geb.  1539),  Helene  (geb.  1543)  und  Johanna  (geh- 
1547),  deren  Geburt  der  Mutter,  Königin  Anna,  das  Leben  kostete.  Der 
bis  zum  22.  Januar  1662  währende  Aufenthalt  Maximilians  und  seiner 
Gemahlin  in  Innsbruck  galt  freilich  nicht  sowohl  den  Schwestern  als  dem 
Kaiser,  der,  wie  oben  S.  107,  Anm.  1,  bemerkt,  damals  in  Innsbruck  weilte. 


135 

Viena.  che  poi  temporeggiando  secondo  il  solito  suo  con  amore 
e  tranquilitk  d'  ogn'  uno  hor  in  questa  parte,  hör  in  quella  passi 
il  tempo  a  quel  modo  che  gik  v'  ho  detto,  sin'  al'  anno  1557.*  .  1557. 
nel  quäl  tempo  sentendosi  Carlo  quinto  per  i  molti  travaglii  et 
incommodi  continoamente  patiti  in  tante  mirabili  e  gloriose  im- 
prese  da  lui  fatte  cominciargli  piü  tosto  a  mancar  la  virtü  del 
corpo  che  quelle  dell'  invitto  animo  suo,  parsegli  di  lasciar  Fer- 
dinando  il  fratello  in  vece  sua  et  ritornarseue  nell'  amata  Spagna 
per  requiarsi  il  rimanente  di  sua  immortal*  vita,  che  ben  sapeva 
che  FiHppo  il  figliuolo,  ancorachfe  la  maggior  parte  de  elettori 
gli  havessero  per  inanzi  promesso  di  elegerlo  re  de  Romani, 
non  era  perö  per  riuscire,  perchfe  stava  al  re  di  Boemia  a  con- 
firmarlo,  il  quäle  era  JVrassimiliano,  che  gik  dal  daca  Mauritio 
haveva  havuta  la  promissione  confirmata  da  tutti  gli  elettori, 
gli  quali  piü  assai  si  contentavano  di  elegerlo  lui  per  la  sua 
benignita  che  Filippo,  che  ancora  servava  alquanto  della  creanza 
spagnola,  massime  verso  ad  alcuni  di  detti  elettori,  e  per  esser 
altresi  prencipe  potentissimo.  succedendo  adunque  Ferdinando 
al  fratello  con  piü  paeifico  et  quieto  vivere  se  ne  passo  sin'  al- 
r  anno  1562.  e  perchfe  assai  piü  era  inchnato  alla  vita  spiri-  i562. 
tuale  che  mondana,  e  tanto  piü  che  conosceva  che  questa  im- 
perial degnita  si  conveniva  meglio  alla  vigorositk  del  figliuolo 
che  alla  gravezza  degl' anni  suoi:  parsegli  di  coronarlo  re  de 
Romani,  non  parendogli  questo  difficile  per  le  predette  ragioni, 
oltra  che  da  tutti  gU  prencipi  et  populi  germani  era  molto 
amato  e  desiderato.  e  perch^  non  havea  ancora  preso  la  Corona 
di  Boemia,  volse  prima  di  quella  coronarsi. 

Sparsa  adunque  la  fama  in  molte  parti  della  Germania  1502 
come  nel  mese  di  setterabre  si  doveva  far  questa  regal  solen-  Sept 
nitä,  si  preparorono  molti  prencipi  e  parenti  per  andar  a  ho- 
norar  nn  tanto  prencipe.  tra  gli  quali  che  questo  piü  d'  ogn'  altro 
prencipe  desiderava,  furon  gli  doi  splendori  de  tempi  nostri  di 
Germania,  anci  di  tatta  1'  Europa,  Alberto  duca  di  Bavera  et 
Anna  la   duchessa,   Y  an    cugnato    et   l'  altra   sorella  di    Massi- 


Vgl.  Tarba,  Beiträge  zur  Geschichte  der  Habsbarger  II.  Zar  Reichs-  and 

Hauspolitik  1648—1553,  im  Archiv  f.  österr.  Gesch.,  Bd.  90  (1901),  S.  16. 
'  Maximilian    lebte  seit  1552    meist  in  Wien,  von  wo  aas  er  seitweise  in 

Abwesenheit   KOnig  Ferdinands    die    Osterreichiflciien   Lande   verwaltete. 

155C  besuchte  er  Kaiser  Karl  in  Brüssel. 
*  So!  wohl  mortal  tn  lesen. 


136 

miliano,  che  con  honorata  compagnia  di  707  cavalli  et  d'  il- 
lustre donne,  paggi,  musici/  allabardieri  et  altre  servitü  il 
Aug.  24.  24  d'  agosto  si  parti  da  Monaco  con  taleri  dugento  milia  per 
la  spesa  et  cinquanta  milia  per  giocar,  et  altri  cinquanta  milia 
dette  alla  duchessa  da  dispensar  a  suo  beneplacito,  mandando 
inanti  le  rieche  sue  bagalie  sotto  la  custodia  di  allabardieri  et 
dugento  arcabugieri,  tanto  che  si  passo  li  monti  di  Boemia  non 
molto  sicuri  dagli  assassini,  et  seguendo  drieto  al  fiume  Iser 
passö  Fraisin,  citta  vescovale,  Erdin,  Musbergi,  Lanzuot,  Tin- 
ghelfinghe,  Lande, ^  et  passato  il  Danubio  a  Straubing  entro 
nei  monti  che  dividono  la  Bavera  dalla  Boemia,  et  passö  ancor 
Cam  col  fiume  Reghen  et  Furt,^  cittk  tutte  del  detto  duca.  indi 
passö  Clotta,  prima  cittk  che  si  trova  nella  Boemia,  Canca, 
Preset,*  Pilzen,  citta  bella  et  per  la  fedeltk  sua  h  essenta,  dal 
re  molto  amata  et  da  bellissime  donne  habitata.  indi  passö  Roc- 
caza,  Sebrac,  Berone^  et  gionto  quindeci  migha  presse  a  Praga 
si  congionse  con  Massimiliano  et  la  reina,  gli  quali  con  grossis- 
sima  et  honorata  corte  de  signori  et  donne  illustre  si  erano 
puoco   inanzi  partiti  da  Lintz.     nel  quäl   loco  la  medema  sera, 

Sept.  7.  che  fu  la  vigilia  della  madonna  di  settembre,^  furono  visitati 
dalli  invitti  arciduchi  Ferdinando  et  Carletto''  con  honorata 
compagnia.  et  qui  oltre  alle  amorevoli  et  grate  accoglienze  stet- 

Sept.  8.  tero  parte  della  notte  in  festa  et  dilettevoli  musiche. 

La  mattina  seguente  presero  il  Camino  verso  la  cittk  di 
Praga,  dalla  quäle  erano  sortite  le  corti  di  Cesare  et  figliuoli 
con  tutti  quelli  prencipi,  che  gik  erano  venuti  a  celebrar  detta 
solennitk,  con  le  sue  bellissime  et  pompöse  compagnie,  le  quali 
non  manco  si  stimavano  di  diece  milia  cavalli,  e  tante  erano  le 
catene  et  richezze  che  haveano  atorno,  che  sarebbero  stati  bas- 
tanti  a  tener  longo  tempo  la  guerra  al  Turco.  et  incontratisi 
con  molta  letitia  di  trombe    et   gnaccare    s'  inviö   verso  la  cittk 


^  Unter  diesen  musiui  befand  sich  zweifellos  unser  Autor,  dem  wir  jetzt 
in  herzoglich  bayrischen  Diensten   begegnen;    vgl.  die   Einleitung. 

'  Erding,  Moosburg,  Landshut,  Dingolfing  und  Landau,  sämtlich  an  der 
Isar. 

'  Cham,  Furt  (am  Cham,  der  bei  dieser  Stadt  in  den  Regen  mündet). 

*  Klattau  im  Quellgebiet  der  Angel,  (Swihau?),  Pfestiz. 

'  Rokitzan,  2ebrak,  Beraun. 

"  Das  Fest  der  Geburt  Maria,  8.  September. 

^  Karl,  damals  22jährig. 


137 

di  compagnia.  la  prima  che  andava  inaiizi,  era  qucila  di  Cesare 
con  molti  signori,  conti,  baroni,  paggi,  trombette,  allabardieri  et 
staffieri  in  livrea  nera  guernita  di  veluto  nero.  dapoi  quella 
deir  arcidaca  Ferdinande  in  livrea  di  veluto  nero  ricamata  di 
beretino.  ma  quelle  che  facea  meravigliosa  mostra,  erano  Cinque- 
cento Hongari  della  guardia  sua,  gli  quali  haveano  le  banderole 
all'  insegna  d'  Austria,  ch'  erano  due  liste  rosse  con  una  bianca  in 
mezo,  le  quali  si  stendcvano  sin  sotto  a  mezza  hasta.  inanzi  ai 
quali  venevano  un  numero  de  camelli  carichi  di  honorate  ba- 
gaglie,  sopra  gli  quali  sedevano  i  suoi  custodi,  i  quali  chi  con 
pive  e  chi  con  piffari  secondo  1'  usanza  loro  andavano  sonando. 
drieto  a  quelli  venevano  gli  trombetti  con  gnaccare,  seguiti  dalla 
cavalleria  in  bellissima  ordinanza  con  longhissime  veste  all'  u- 
sanza  sua  di  brocato  et  chi  di  tela  d'  oro,  d'  argento,  veluti  et 
rasi  cremesini  et  di  grana  et  altre  honorate  varietk  con  spes- 
sissimi  bottoni  d'  oro  et  d'  argento  sin  in  fondo  delle  vestimenta 
loro,  con  le  targhe  adornate  chi  de  ale  di  aquile  et  chi  d'  altre 
bellissime  penne  con  bellissime  et  superbissime  pennachiere 
sopra  gli  elmetti  divinamente  adorati  et  argentati,  et  cosi  alle 
testiere  de  lor  cavalli,  le  quali  insieme  con  le  cropiere  la  piü 
parte  erano  piastre  d'  argento  lavorate  a  rilevo  et  adorate  be- 
nissimo,  et  con  grossissime  catene  al  collo  de  loro  cavalli.  da 
le  quali  catene  pendevano  bottoni  grossissimi  d'  oro  et  d'  argento 
ingioielati,  alli  quali  erano  ataccati  bellissimi  tiocchi  d'  oro  et 
di  seta,  et  chi  mazzi  di  zibellini,  pelli  di  leoncini  et  altri  rari 
animali  tutti  con  suoi  tapedi  all'  arcione,  che  faceano  gli  suoi, 
non  che  gli  altri  meravigliare.  seguivano  drieto  a  questa  mira- 
bile  compagnia  tutte  le  altre  procedendo  secondo  il  grado  suo 
in  variate  livree.  1'  ultima  et  di  maggior  numero  era  quella  di 
Massimiliano  in  livrea  di  veluto  nero  con  liste  bianche  et  giale. 
drieto  a  questa  venevano  i  capi  loro  come  conti,  baroni,  mar- 
chesi  et  duchi.  dapoi  veneva  Rodolfo  prencipe  di  Boemia  et 
Ernesto  arciduca  d'Austria,  figliuoli  di  Massimiliano.^  drieto  a 
questi  veneva  il  duca  di  Bavera  in  mezo  all'  arciduchi  Ferdi- 
nande et  Carlo,  dapoi  veneva  Sua  Maestk  Regia  et  drieto  la 
regina  con  la  duchessa  di  Bavera,  cugina  et  cognata  sua,  dentro 
a  una  caretta  tutta  divinamente  intagliata  et  adorata  con  una 
coperta  di  broccato  d'  oro  riccio   sopra  riccio   con  una  lista  di 


*  Der  spätere  Kaiser  Rudolf  II.  (geb.  1652)  and  Erzherzog  Ernst  (geb.  1553). 


138 

superbissimo  riccamo  di  grosse  perle  atorno  tutta  rilevata,  fo- 
drata  di  raso  cremesino  ponteggiato  et  riccamato  a  cordoncini 
d'  oro.  la  quäle  era  tirata  da  sei  bellissimi  corsieri  di  pelo  bianeo 
et  rosso. 

Doppo  la  quäle  veneva  Anna  principessa  di  Boemia,  sua 
primogenita,^  sopra  una  chinea  riccamente  guernita,  la  quäle 
haveva  una  veste  di  tela  d'  argento  pavonazza  guernita  di  una 
lista  riccamata  di  perle  et  una  cinta  d'  oro  masiccio  tutta  legata 
a  diamanti,  et  un'  altra  simile  al  collo  legata  a  smeraldi,  e  con 
tante  gioie  in  testa  ch'  ei'a  una  meraviglia  da  mirare ;  la  quäle 
era  accompagnata  da  molte  damigelle  riccamente  adornate  sopra 
a  palafreni  guidati  da  suoi  staffieri,  et  da  infinite  carette  della 
reina  et  duchessa  di  Bavera  con  molte  altre  illustri  donne  et 
donzelle  sotto  alla  custodia  di  molti  honorati  vecchi  di  corte  et 
dalla  guardia  di  Sua  Maestk.  et  cosi  con  questo  ordine  gionsero 
presso  alla  cittk. 

Nel  intrar  della  porta  Sua  Maestk  fu  tolta  dagli  senatori 
della  cittk  sotto  a  un  bellissimo  baldachino  della  divisa  di  casa 
d'Austria  et  di  Boemia,  et  cosi  passando  per  Cittk  Nova  per 
la  salva,  la  quäl  tendeva  dalla  detta  parte  ^  sin'  al  real  palaggio,^ 
che  sono  di  spatio  piü  di  doi  grossi  migliä,  v'  era  anco  quasi 
tutti  gli  artisti  della  cittk  con  suoi  bellissimi  confaloni  et  insegne 
di  casa  d'  Austria  et  Boemia  fatti  a  oro  con  bellissime  pitture. 
la  quäl  via  era  tutta  di  gente  piena  et  le  finestre  adorne  di 
quelle  bellissime  et  vaghissime  donne.  fugli  in  diversi  luochi 
recitati  alcuni  versi  dalle  nove  Muse  in  laude  sua.  passata 
Cittk  Nova  et  Cittk  Vecchia  gionse  al  bellissimo  ponte,  su  1'  en- 
trata  dil  quäle  era  una  colonna  con  1'  arma  di  Boemia  con  un 
leone  bianeo  in  campo  rosso  con  queste  parole:  ,Deus  dea^ 
leo  providebit.'  su  le  pilastre  della  magnifica  porta  erano  due 
tavolette  messe  a  oro,  una  alla  destra  et  1'  altra  alla  sinistra, 
nella  prima  erano  questi  versi: 


*  Geboren  1649;  sie  starb  1580  als  vierte  Gemahlin  Philipps  von  Spanien 
(seit  1571). 

*  Sol  Zu  lesen:  porta? 
'  D.  i.  der  Hradschin. 

*  Diese   Lesart  der   Handschrift  gibt   keinen   Sinn;   ob  statt  dea  zu  lesen 
ceu? 


139 

Haxime  progenies  divura,  AemilianO;  parentum 
Aurea  dum  tibi  dent,  Auguste,  vivida  secl» 
Xersis  opes,  Syllae  fortunam,  Caesaris  audax 
Invictumque  malis  pectus  dextramque  Severl, 
Munificam  et  similem  Trajano  ante  omnia  Titam, 
Imperii  justa  consors  aetate  paterni, 
Laetos  ut  optatum  f§Iici  sorte  tribunal 
Inscendas  tantique  obeas  nova  munia  regni 
Arte  togae  bellique  potens  cum  conjuge  dir» 
Natorum  natos  videas  conscendere  eulmen 
Eximium  tua  quod  virtus  tibi  praestitit  ante, 
Rcx  simul  Eois  domineris  et  Hesperiis  rex. 

Et  populi  sunt  Vota  tui,^  sunt  vota  senatus, 
Totius  et  regni  Maximiliane  tui! 

Maria  Acidaliae  referens  insigniter  orA, 
Aurea  te  virtus  Animo  conjuneta  virill 
Regina  Magno  lunxit  Begi  pia  mateR 
Innumeros  orbi  Augustos  regesque  daturA, 
Acceptam  genti  patriae  RelaturA  quieteM. 

Matemas  vultu,  patrias  in  pectore  dotes 
Cumque  tuo  proavum  nomine  stemma  geris. 

Questa  era  alla  sinistra  con  gli  nomi  di  Maria  adomi  di 
gilei  in  lettere  d' oro  et  li  cinque  scudi*  erano  in  campo  azuro 
pur  con  le  lettere  d'  oro. 

Nel'  entrar  dil  gran  ponte  fu  da  navaroli  et  piscatori  in 
livrea  del  re  combattuto  un  bellissimo  castello  in  meggio  al 
fiume,  il  quale  in  modo  di  un  laghetto,  che  con  gli  argini  tra- 
versano  da  1'  una  et  1'  altra  citt^  [et]  intratengono  1'  aqua  per  poter 
da  r  una  e  1'  altra  traghettar,  passa  vago  sotto  a  ditto  ponte:  U 
quale  per  esser  altresi  spatioso  per  la  capacitk  di  quatro  carra 
a  fronte,  oltra  alle  sponde  che  servono  a  passaggieri,  quando 
il  Camino  k  malagevole,   diedesi   commodita  a  ogpiuno  di  poter 


*  Handschrift  taa. 

*  Die   fünf  Mittelbuchstaben   der  2.,   3.  nnd  4.  Verszeile,   die   den   Namen 
Maria  bilden.  In  der  Handschrift  sind  sie  mit  einem  Schilde  umrahmt. 


140 

vedere  agiatamente.  passato  il  ponte  et  Cittk  Menore  ascese  al 
Castello,  dal  quäl  con  infinita  artegliaria  fu  salutato  con  la  salva 
de  cittadini,  che  si  stendeva  per  la  citta,  et  con  grandissimo 
giübilo  di  trombe, .  gnaccare  et  altri  istromenti.  entrato  nella  gran 
sala  fu  da  Cesare  il  padre  con  immensa  letitia  lui,  la  regina  et 
tutta  quella  nobilta  ricevuto,  et  quella  medesima  sera  in  pre- 
senza   d' ogn' uno  fu  dall' arcivescovo   di  Praga^  benedetto.     il 

Sept.  9.  seguente  giorno  il  senato  mandö  a  donare  alla  reina  sedeci 
bellissimi  cavalli  da  caretta,  otto  de  quali  erano  di  mantello 
rosso  e  bianco,  et  otto  neri  quanto  carboni. 

Sept.  17.  II  venerdi  18^  ambi  gli  arciduchi  con  gli  dodici  capi  del 

regne  andorono  al  castel  di  Carlostein,  nel  quäle  sempre  sogliono 
tenere  la  corona  et  altre  reliquie  del  regno  per  esser  questo  il 
piü  forte  luoco  di  tutta  Boemia:^  che  oltra  che  si  bisogna  as- 
cender  cercä  un  miglio,  h  ancora  circondato  da  una  grossissima 
muraglia,  et  inanzi  che  si  gionga  al  luoco,  dove  e  la  corona, 
si  ha  da  passar  per  dodici  porte  tutte  di  ferro,  delle  quali 
ogn'  uno  dei  detti  capi  tien  una  chiave  a  posta  sua,  a  tale  che 
uno  non  puo  aprire  senza  gh  altri  tutti.  passate  le  dette  porte 
si  trova  una  bellissima  chiesiola  tutta  messa  a  oro  con  una  ca- 
pella  chiusa  da  una  ferrata,  auch'  ella  tutta  adorata,  nella  quäle 
b  una  mediocre  cassa  di  ferro  tanto  ponderoso  che  sei  huomini 
n'  havrebbono  assai  a  maneggiarla.  questa  cassa  tengono  chia- 
vata  con  molti  luchetti  e  dapoi  rompano  le  chiavi,  a  tale  che 
volendola  poi  aprirla  a  detta  occasione,  bisogna  che  un  fabro 
sia  quello  che  gli  spezzi.  in  questa  capella  alcuno  non  vi  puö 
entrare  salvo  che  gli  detti  principali,  gli  quali  hanno  ancor  il 
maneggio  di  tutto  '1  regno  e  tengono  uno  inventario  delle  reli- 
quie di  detta  cassa,  le  quali  sono  la  corona,  il  scettro,  il  mondo^ 
et  una  crocetta  adorno  di  gemme.   stati  ivi  la  notte  con  buona 

Sept.  18.  custodia,  la  seguente  mattina  posero  detta  cassa  sopra  a  un' ho- 
norato  carro  et  con  allegrezza  di  trombe  la  compagnorono  a 
Praga,   la   quäl    dista   quindeci   miglia  dal  detto  castello,    et  la 


*  Anton  Brus,  Erzbischof  von  1561  bis  1580. 
'  Handschrift  17,  wohl  nur  Schreibfehler. 

'  Die  Burg  Karlstein,  etwa  30  km  von  Prag  entfernt,  wurde  von  Karl  IV. 
erbaut,  um  als  Aufbewahrungsort  der  böhmischen  Kronkleinodien  sowie 
wichtiger  Dokumente  zu  dienen.  Ihren  Mittelpunkt  bildet  die  Kreuz- 
kapelle, wo  die  Krone,  auch  Reliquien  u.  s.  w.  sich  befanden. 

*  Die  Weltkugel  als  Reichsapfel. 


141 

posero    nella    chiesa    del    Castello    nella    capella  di  santo  Vin- 
cisiao. 

La  mattina  seguente,  che  fu  la  domenica  a  20  di  settem-  86pt20. 
bre,  due  ore  inanzi  dl,  tutti  insieme  gli  prencipi,  ch'  erano  in 
detta  cittk,  andorono  al  real  palaggio  per  aecompagnar  Massi- 
miliano  alla  chiesa,  et  cosi  inviatisi  molti  gentU'  huomini,  cosi 
d'  altri  prencipi  come  suoi,  inanci  cominciavano,  dapoi  gli  paggi, 
camerieri  et  altri  officiali  di  grado,  seguiti  da  conti,  baroni, 
marchesi  et  duchi  con  gli  quatro  eraldi  in  habito  con  sue  bac- 
chetine*  in  mano  et  le  teste  scoperte:  doi  de  1' imperio,  uno  di 
Boemia  et  1'  altro  d'  Hongaria,  dapoi  veneva  il  granmarescalco 
de  r  imperio'  con  la  spada  nuda  in  mano  in  regum  actum ;^ 
dapoi  veneva  Cesare  con  il  re  a  man  sinistra  un  passo  piü  in- 
drieto.  rivato  in  chiesa  fu  condutto  alla  capella  di  santo  Vin- 
cisiao re  di  Boemia,^  nella  quäle  e  dipinta  tutta  la  vita  sua  me- 
canica  et  rustica  dal  mcggio  in  sü,  et  dal  meggio  in  giü  gli 
muri  sono  tutti  di  grandissimi  pezzi  di  diaspis  riccamente  d'  oro 
adomati.  et  ivi  dal  grancamerier  dil  paese  fu  vestito  d'  un  manto 
regale.  dapoi  tutti  gli  officiali  dell'  imperio  tolsero  quelle  reliquie 
regali  che  a  loro  apartenevano  a  portare,  uno  de  quali  portava 
r  anello,  1'  altro  il  scettro,  1'  altro  il  mondo  et  1'  altro  la  Corona, 
il  primo  de  questi  andava  inanzi  solo  et  gli  altri  tre  a  fronte, 
inanci  a  questi  andavano  doi  gran  signori  con  un  gran  pane 
per  huomo,  uno  adorato  et  1'  altro  argentato,  et  altri  doi  con  doi 
bottesini  di  vino,  similmente  uno  adorato  et  1'  altro  argentato 
per  il  sacrificio.  dopo  questi  veneva  il  granmarescalco  con  la 
spada  di  s.  Vincisiao  nuda  in  mano.  seguiva  poi  Sua  Maesta  in 
pontificale.  stava  1'  arcivescovo  di  Praga  anch'  egli  vestito  da  dir 
messa  con  il  vescovo  di  Misna  et  vescovo  di  Olmiz^  et  altri 
molti  honorati  prelati  in  pontificale  con  i  suoi  pastorali  et  ric- 
chissime  mitrie  in  testa  inanci  a  1'  altare,   et  disse  questa  ora- 

»  Heroldatäbe. 

*  Wohl  der  nachher  genannte  Reichserbmarschall  Heinrich  von  Pappenheim 
als  Vertreter  des  nicht  anwesenden  Erzmarschalls,  nämlich  des  Kurfürsten 
Ton  Sachsen. 

'  So!  offenbar  irrtümlich;  ich  weiß  nicht,  wie  za  lesen  sein  mag. 

*  Die  Wenzelskapelle  im  Dome  zo  Prag  mit  dem  Grabmale  des  Heiligen. 
Die  Kapelle  ist  mit  —  jetzt  halbverblichenen  —  Fresken  der  alten 
Prager   Schale  geschmückt  und   mit   böhmischen  Edelsteinen   ausgelegt. 

'  Johann  von  Haagwitz,  1555 — 1581,  letzter  Bischof  von  Meißen;  Markus 
Koen,  Bischof  von  Olmfits,  1563—1566. 


142 

tione:  ,Omnipoten8  sempiterne  deus,  qui  famulum  tuum  Maxi- 
milianum  regni  fastigio  dignatus  es  subliraare'  etc.  la  quäl  finita 
subito  la  capella  della  musica  cominciö  a  cantare:  ,ecce  mitto 
angelum  meum,  qui  praecedet'  etc.  nel  quäl  tempo  1'  arcivescovo 
et  prelati  sotto  a  una  bellissima  crocetta  con  1'  hasta  tutta  d'  ar- 
gento  in  bella  processione  andorono  a  ricever  Sua  Maesta  et 
ne  r  intrar  in  coro  si  senti  un  giubilo  di  trombe  grandissimo. 
al  quäle  era  preparata  una  bellissima  sedia  sotto  a  un  baldu- 
chino  a  banda  destra  de  1'  altare,  ogni  cosa  di  brocato,  per 
r  imperatore ;  in  meggio  al  coro  a  1'  incontro  de  1'  altare  era 
quella  di  Sua  Maestk  capace  per  tre  persone  sotto  a  simil  bal- 
duchino.  et  le  sedie  intorno  a  detto  coro  erano  similmente  guer- 
nite  con  suoi  cuscini  di  veluto  cremesino  guerniti  d'  oro.  di  fuori 
dal  coro  era  un  tribunale,  che  tutto  il  circuiva.  a  1'  incontro  a 
r  altare  alquanto  discosto  ve  n'  era  un'  altro  assai  grande  ac- 
comodato  per  la  nobiltk.  la  regina  con  gli  prencipi  e  prencipesse 
suoi  figliuoli,  la  duchessa  di  Bavera  con  molte  illustre  donne 
era  sopra  al  solito  paico  et  poggioli,  che  sopra  via  circuivano 
detto  coro,  dalla  banda  sinistra  dell'  altare  era  preparata  una 
tavola,  sopra  alla  quäle  si  haveva  a  deponer  1'  ofFerte  dei  detti 
pani  et  vasi  per  il  sacriiicio,  che  subito  rivati  a  1'  altare  furon 
dati  al  sacerdote,  il  quäle  poi  gli  pose  sopra  di  quella.  sentato 
1'  imperatore  nella  sedia  sua  e  cosi  Massimiliano  nel'  altra  tra 
mezo  a  gli  vescovi  di  Misna  et  Olmitz,  presentate  le  reliquie  a 
r  altare  sentorono  gli  arciduchi  al  luoco  suo  con  il  duca  di 
Bavera  in  meggio  di  loro.  accomodati  tutti  gli  altri  principi  al 
luoco  suo  deputato  et  fattosi  silentio  il  re  si  levo  dalla  sedia  et 
accompagnato  dagli  detti  vescovi  andö  a  ingenocchiarsi  inanci 
a  r  altare  sopra  un  scabello  tutto  guernito  d'  oro.  1'  arcivescovo 
gli  lesse  sopra  un'  oratione,  dopo  la  quäle  gli  vescovi  auch'  e- 
glino  in  genochioni  pregorono  1'  arcivescovo,  al  quäle  aperteneva 
ongerlo  et  coronario,  che  fasse  contento  di  coronar  Massimiliano 
in  nome  della  santa  madre  chiesa.  gli  quali  da  lui  furono  inter- 
rogati  se  lui  era  degno  di  tal  coronatione,  gli  quali  risposero  de 
si.  et  subito  tutti  gli  circostanti  s'  ingenocchiorono  et  la  capella 
musicalmente  cantö  le  letanie.  et  quando  fu  a  questo  ponto:  ,ut 
obsequium  servitutis  nostrae  tibi  rationabile  facias,  te  rogamus, 
domine'  —  cessö  di  cantare,  tanto  che  1'  arcivescovo  1'  hebbe 
tre  volte  benedetto,  alle  quali  beneditioni  il  coro  rispose:  ,te 
rogamus,  domine*,     finita  la  beneditione  i  detti  vescovi  lo  con- 


143 

dussero  alla  sua  sedia  et  gli  sederono  uno  alla  destra  et  uno 
dalla  sinistra  in  pontificale.  alla  destra  stavano  il  maggiordomo, 
il  gran  camcrieri  con  il  giudiee  del  paese,  gli  quali  sono  de- 
putati  alli  servigii  della  coronatione.  et  cosi  stando  con  solenne 
rausiche  et  organo  si  comincio  V  ofBcio  dellu  Santa  Trinitä.  da- 
poi  detta  1'  epistola  gli  dua  veseovi  un'  altra  volta  acconipagno- 
rono  il  re  a  1'  altare  et  iugeniochiatosi  fugli  dal  areivescovo  letto 
sopra  due  longhe  orationi.  et  orato  ancora  gli  dua  veseovi  1'  arei- 
vescovo prese  il  vaso  de  1'  ontione  regale  et  con  il  deto  police 
ne  cavö  alquanto  fuori  et  apertogli  la  inanica  del  braccio  dretto 
dal  gran  camerier  del  paese,  la  quäle  si  serrava  con  una  cor- 
detina  di  seta  rossa,  gli  onse  il  detto  braccio  di  dentro  via  dalla 
raano  sino  al  gomito  a  modo  di  croce.  dapoi  scopertogli  il  petto 
et  le  spalle  fecegli  il  medesimo  segno,  tuttavia  orando  sopra  al 
libro  pontificale.  ritolsero  poi  gli  signori  deputati  le  insegne  re- 
gali  dal  sacerdote.  1'  areivescovo  benedi  un'  altra  volta  con  al- 
cune  beneditioni  il  re  et  dopo  presa  la  spada  di  santo  Vencislao 
et  auudatala  la  porse  in  mano  a  Sua  Maesta;  dopo  remisela  per 
man  del  gran  marscalco  nel  fodro  suo,  ch'  era  de  veluto  cre- 
mesino  guemito  d'  oro.  il  detto  areivescovo  gliela  cinse,  dopo  lo 
sposo  del'  anel  regale,  dandogli  il  scettro  nella  destra  mano  et 
il  mondo  nella  sinistra.  essendo  adornato  il  re  di  queste  dignitä 
fu  dair  areivescovo  interrogato  con  queste  parole:  vis  fidem 
sanctam  et  catholicam  jure  tibi  traditam  teuere  et  operibus  justis 
observare?  il  re  rispose:  volo.  poi  disse:  vis  sanctis  ecclesiis 
ecclesiarumque  ministris  tutor  et  deffensor  esse?  il  quäl  rispose: 
volo.  dissegli  ancora:  vis  regnum  tibi  a  deo  concessum  secun- 
dum  patrem  regere  et  deffendere?  rispose:  volo,  agiongendo  il 
re  queste  altre  parole:  et  in  quantum  divino  cultus  adjutorio  ac 
solatio  omnium  suorum  lucro  esse  promitto.  finite  queste  parole 
il  locotenente  suo  si  voltö  verso  gli  signori  del  regno  et  il  po- 
pulo  della  cittk  et  ad  alta  voce  disse:  se  ancora  eglino  voleano 
sottoporsi  a  1'  obedienza  di  Sua  Maestk?  i  quali  tutti  lietamente 
alzando  il  grido  risposero  de  si.  soggionse  ancora:  se  lo  vole- 
vano  Stabilire  in  detto  regno?  risposero  medesimamente  de  si. 
poi  disse:  se  gli  volevano  essere  fedeli  et  obedienti?  risposero: 
si.  hauta  la  risposta  della  confirmatione  promise  gli  anch'  egli 
in  lingua  boema  con  questo  giuramento:  Iddio  cosi  m'  aiuti  et 
il  sacrosancto  evangelio,  come  ancora  Sua  Maestk  servark  tutto 
quello  che  ha  promesso  all'  areivescovo.     e  tanto  che  lui  giurö 


144 

e  fece  questa  promissione,  sempre  tenne  le  mani  sopra  al  libro 
dell' evangelio.  che  dapoi  finito  all' arcivescovo  rispose:  Deo 
gratias!  et  subito  il  signor  Rosembergo,  gran  camerier  del  paese, 
porse  la  Corona  a  1'  arcivescovo,  la  quäle  benedettala  cerimo- 
niosamente  postoli  una  berettina  di  raso  cremesino  in  testa  gli 
puose  dapoi  la  Corona,  e  fra  tanto  che  lesse  un'  oratione  del 
libro  pontificale,  gli  dua  vescovi  et  il  locotenente  tenevano  una 
mano  sopra  detta  Corona,  finito  questo  i  detti  vescovi  con  gli 
officiali  ordinati  accompagnorono  il  re  alquanto  discosto  de  1' al- 
tare  et  ivi  da  detti  vescovi  gli  fu  lavata  via  detta  ontione.  da- 
poi con  giubilo  di  trombe  fu  da  quelli  accompagnato  alla  sedia 
sua,  et  standoli  intorno  gli  signori  con  1'  insegne  regali  in  mano, 
r  arcivescovo  intonö:  ,Te  deum  laudamus'  et  la  musica  con 
r  intermedio  dell'  organo  et  di  trombe  cantorono  il  rimanente. 
et  in  questo  tempo  che  si  cantava,  il  locotenente  del  regno  con 
tutti  gli  principali  del  paese,  li  quali  erano  da  cerca  ottanta,  a 
nome  di  tutto  '1  regno  1'  un  dopo  1'  altro  gli  andorono  a  poner 
la  mano  sopra  la  Corona  confirmandolo  un'  altra  volta  re  ad  alta 
voce,  dapoi  seguendo  la  messa  et  detto  1'  evangelio  il  vescovo 
di  Olmitz  porto  a  baciar  il  libro  a  1'  imperatore  et  al  re  e  tutte 
le  volte  che  si  levavano  le  mitrie  a  li  vescovi,  si  levavano  an- 
cor  le  corone  alle  Sue  Maesta.  venuto  il  tempo  del'  ofFertorio 
Sua  Maesta,  accompagnata  da  detti  vescovi  et  quei  signori  che 
portavano  quel  pane  et  vasi,  ando  a  1'  altare  et  baciata  la  pa- 
tena  tolse  il  detto  sacrificio  et  1'  offerse  a  1'  arcivescovo,  il  quäle 
poi  la  pose  sopra  1'  altare.  et  seguendo  la  messa  dopo  1'  agnus 
Dei  il  vescovo  di  Bresla^  portö  la  pace  a  1'  imperatore  et  al  re. 
finita  la  messa  stando  cosi  in  pontificale  venero  19  nobili  signori 
inanci  a  1'  altare,  gli  quali  furono  da  Sua  Maestk  con  la  spada 
nuda  fatti  cavaglieri.  dapoi  cosi  in  pontificale  con  la  Corona  in 
testa  et  il  scettro  in  mano,  quasi  con  quell'  ordine  che  venne 
in  chiesa,  ritornö  al  palaggio,  inanci  al  quäle  gl'  era  portato  il 
mondo.  nella  quäl  partenza  si  senti  un  giubilo  di  trombe,  tam- 
borri,  gnaccare,  pifFari  et  altri  istromenti  con  continuo  suon  di 
campane  et  tirar  d'  artegliaria. 

Gionti  al  palazzo  si  spogliorno  nella  sala  del  consigHo; 
dopo  si  desinö  al  magno  convito  di  Sua  Maestk  con  infinite  et 
dilettevoli  musiche  et  altri  spassi.    al  quäl  convito  sedeva  1'  im- 


Kaspar  von  Logau  1562—1574. 


145 

peradore,  il  re,  la  reina,  gli  arciduchi  Ferdinando  et  Carlo, 
Rodolfo  prencipe  di  Boemia  et  Ernesto  arciduca  d'Austria,  le 
figliuole,  Alberto  duca  di  Bavera,  la  duchessa  et  altri  prencipi. 

L'  ultra  mattina,  che  fu  il  di  di  santo  Mathia,  si  parti  la  s«pt.2i. 
regina  dal  palazzo  aceompagnata  dalle  figliuole,  dalla  duchessa 
di  Bavera  et  altrc  illustri  donne,  et  con  tutta  quella  nobiltli  dcl 
giorno  inanzi  ando  alla  chiesa,  dove  fu  condotta  nella  dctta  ca- 
pella  di  santo  Vencislao.  dapoi  con  dctta  compagnia  et  proces- 
sione  con  suon  di  trombe  venne  al  coro  con  una  vesta  et  sotto- 
vesta  di  raso  bianco,  riccamente  a  spessissinii  cordoncini  d'  oro 
lavorata.  la  qaal  sed^  nella  medesima  sedia  del  re;  tutti  gli  altri 
prencipi  andorono  ai  primi  suoi  luochi  et  il  rc  sede  apresso  al 
padrc  alquanto  piü  basso.  di  drieto  alla  scdia  della  regina  v'  era 
la  infantc  Helisabet^  con  la  badessa  di  san  Georgio  Spagnola 
con  ana  picciola  regal  Corona  in  testa.  et  in  questo  tempo  che 
si  preparava  la  messa,  continuavano  hör  le  trombe,  hör  1'  or- 
gano  et  hör  la  musica.  fatto  silcntio  si  levo  il  re  et  venne  a 
levar  la  reina  et  in  compagnia  della  duchessa  di  Bavera,  la 
detta  badessa  et  il  maggiordomo  la  guidorono  a  1'  altare,  inanci 
al  quäle  stava  V  arcivescovo  vestito  da  dir  messa,  al  quäle  il 
re  cosi  disse:  ,Reverende  pater,  postulamus  ut  hanc  consortera 
nostram  nobis  a  Deo  conjunctam  benedicere  et  Corona  regali 
decorare  dignemini  ad  laudem  et  gloriam  salvatoris  nostri  Jesu 
Christi/  et  all'  hora  1'  arcivescovo  la  benedi  et  onse  con  quelle 
medesime  orationi  officii  et  solemne  cerimonie  che  furono  il  di 
inanci  fatte  al  proprio  re.  et  postagli  la  Corona  in  capo  gli  pose 
sopra  la  mano  in  compagnia  del  capitano  del  paese  et  della 
badessa.  dapoi  dicendo  le  medesime  orationi,  non  mutando  altro 
che  il  nome,  vennero  gli  detti  signori  del  paese  a  confirmar  la 
regina  nel  modo  che  fu  confirmato  il  re,  et  dapoi  fu  lavata 
dair  ontione  come  prima  da  quelle  illustri  donne.  finito  1'  Agnus 
Dei  venendo  a  1' altare  et  invilupatasi*  alquanto  nel  tapedo  fu 
quasi  per  cadere,  la  quäl  perö  con  1'  aiuto  della  duchessa  di 
Bavera  si  sostenne  ritta  in  piedi.  finita  la  messa  con  quäl  me- 
desimo  triomfo  et  ordine  sene  ritornö  al  palazzo,  dove  da  Ce- 
sare  fu  fatto  un  splendidissimo  et  magno  convito  a  tutti  qucUi 


'  Wohl    Maximilians  jQngste  Tochter  Elisabeth,  geb.  IbSA^  gest.  1692  als 

Witwe  KOn'ig  Karls  IX.  von  Frankreich. 
*  Handschrift:  invilupatosi. 
F*at*a.    I.  AM.  B4.1X.  10 


146 

prencipi    che   furono   la   mattina   inanci,    con    quelle    medesime 
rausiche  et  spassi  che  si  fecero  1'  altra  mattina. 

Haveva  intanto  quella  invitta  casa  d'  Austria  fatto  prepa- 
rare  un  bellissimo  torniamento  fuori  della  citta  nel  medemo 
luoco  dove  fu  fatta  quella  meraorabile  scaramuccia  al  tempo 
del  duca  Mauritio/  dove  era  un'  ampHssimo  steccato  a  modo 
d'  una  gran  piazza  atorniato  di  colonne  con  suoi  poggioli,  tra 
li  quali  erano  spessissime  colonette  dipinte  alla  divisa  d'  Austria 
et  adornate  di  molti  troffei.  haveva  questo  steccato  una  gran 
porta  per  testa  di  colore  marmorino,  una  per  gli  manutenitori 
et  1'  altra  per  i  cavaglieri  erranti.  sopra  alla  prima  era  un  gran 
Marte  con  molti  troffei  a  tutto  rilevo,  dove  erano  scritte  queste 
parole  dalla  parte  di  fuori:  ,Quis  contra  Martern?'  di  dentro 
via  erano  questi  versi  per  quelli  che  restavano  vincitori: 

NuUa  vires  fortes  vis  frangit,  proelia  nuUa, 
Nee  roseo  stagnans  sanguine  terret  huraus. 

A  r  altra  porta,  dove  entravano  gli  venturieri^  era  una  si 
fatta  Minerva  con  suoi  troffei  et  questi  versi  di  fuori: 

Ingenium,  robur,  bona  sors,  ferrum,  ignis  et  asta 
Haec  superant  vires,  Mars  truculente,  tuas! 

Da  r  altra  parte  di  dentro  per  gli  vincitori  erano  questi 
altri  versi  scritti: 

Anna,  genus,  robur,  virtutem  et  fortia  facta, 
Lubrica  ni  faveat  sors  tibi,  nulla  putes! 

Questa  giostra  si  fece  a  campo  aperto  et  gli  mantenitori 
erano  amendui  gli  arciduchi  con  gli  suoi  cavallerizzi,  li  quali 
comparsero  con  bravissima  compagnia  di  gentil'  huomini  et  ser- 
vitori  sotto  a  doi  stendardi  imperiali  con  bellissima  et  vaga  livrea. 
gli  cavallieri  erranti  erano  infiniti  et  honorati  con  diverse  in- 
ventioni  di  livree,  gli  quali  vincendo  potevano  riuscir  dalla  porta 
de  mantenitori  et  perdendo  convenivano  tornar  per  donde  erano 
entrati. 

Nel  fin  di  questa  mirabil  giostra  doi  baroni  Hongari  per 
dar  spasso  a  Sue  Maesth,  et  a  tanti  principi  si  sfidorono  amorc- 
volraente  a  far  un'  incontro  di  lancia  a  fcrri  molati^  con  la  sola 


»  Vgl.  oben  S.  94. 
'  Geschürft. 


147 

targa.  et  trattisi  faor  dil  steccato  alla  carapagna  aperta  all'  in- 
contro  de]  gran  palco  dove  erano  detti  prencipi  et  prencipesse, 
presero  una  buona  arcata^  di  campo  et  con  tal  veloeitu  si  ven- 
nero  ad  ineontrarsi  che  ambidoi  si  spezzorono  le  lancie  nelle 
targe,  a  tal  che  un  di  loro  con  gramlissirao  periglio  riiuase  con 
la  targa  passato  d'  nna  mano.  finita  la  giostra  la  sera  dopo  la 
real  cena  si  fece  nna  bellissiraa  festa  et  cosi  sin'  alla  domenica  Sept  27. 
si  passorono  in  varii  et  dilcttevoli  spassi.  nel  quäl  giorno  gli 
detti  ben  noniati  mantcnitori  volsero  correr  alla  tcla  nel  mede- 
simo  luoco,  alla  quäl  giostra  ancora  comparsero  luolti  segnati 
cavaglieri  et  in  altre  belle  et  variate  livrec.  finita  la  giostra  la 
sera  si  f^  una  dilettevole  festa. 

II  magnanimo  arciduca  Ferdinando  non  potendo  mancar 
del  generoso  suo  anirao  fece  il  mercordi  seguente  un  splendi-  Sept  30 
dissimo  convito  a  tutta  casa  d'  Auslria  et  ad  altri  prencipi  a  un  (^^ 
luoco  doi  raiglia  fuori  della  cittU,  il  quäle  per  esser  artificiosa- 
mente  et  con  bella  architettura  fabricato  in  sestile  lo  chiamano 
la  Stella,"  palazzo  veramente  degno  di  tal  nome,  nella  quäl  fa- 
brica  non  vi  si  trova  n&  feiTO  ne  legno.  finito  ch'  hebbero  di 
desinare  andorono  per  il  niirabile  et  amenissiino  seraglio,'  de- 
portandosi  per  quclli  lieti  praticelli  et  ombrosi  boschetti  con 
dilcttevoli  giardini  pieni  d'  ogni  sorte  di  frutti  et  animali  cosi 
cavai*  selvatichi  come  cervi,  daini  et  altre  divcrsitii  d'  animali, 
tanto  che  si  preparava  una  ridicolosa  et  dilettevole  giostra  alla 
vilanesca.  gli  cavalH,  sopra  quali  si  dovevano  montare,  erano 
alcune  botte  poste  sopra  a  due  rote  da  carro,  al  tiraone  delle 
quali  erano  Otto  villani  che  con  grandissimo  erapito  li  faceano 
scorrere  una  contro  V  altra,  urtandosi  con  doi  stangoni  di  tal 
sorte  che  si  tiravano  le  arme  da  dosso,  piegavano  i  grossi  fcrri 
che  le  intratenevano  per  resta,  et  ancorche  si  tennessero  con 
alcune  grosse  corde,  bisognava  che  un  di  loro  et  alle  volte  ambi 
doi  andassero  per  terra  con  grandissime  risa  dei  circostanti. 
stettero  con  tal  spasso  sino  alla  sera,    che   dopo  venendo  verso 


*  Bogenschnßwpite. 

'  Das  von  Erzherzog  Ferdinand  im  Renaissancestil  stcrnfiJmiif  aus  Qna- 
dem  gebante  Lustschloß  ,der  Steni*  am  nordwestlichen  Abhänge  de« 
westlich  von  Prag  gelegenen  , Weißen   Herge»'. 

*  Tiergarten.  Der  Park  nm  den  Stern  bildet  noch  gegenwilrtig  einen  Be- 
lostignngsort  der  Prager. 

*  Sol  =  cavalli. 

10* 


148 

cittk  fu  combattuto  un  castello  di  fuori  da  qiiella  per  mezzo  al 
palaggio  con  continuo  sparar  d'  artegliaria  dentro  et  fuori  con 
mille  raggi  e  fiamelle  eh'  andavano  al  cielo,  il  quäle  fu  hello 
et  mirabile  intratenimento  d'  ognuno. 

Sept.  28.  II  lunedi  seguente  cömparsero  nella  gran  corte  del  palazzo 

molti  gladiatori,  i  quali  giocarono  con  diverse  sorti  d'  armi,  con 
le  quali  molti  ne  rimasero  feriti.  havendo  questa  generosa  prole 
fatti  molti  spassi  e  cacciaggioni   alla   foresta,    parsegli  di  farne 

Sept.  29.  ancora  una  alla  domestica,  sichö  il  di  de  santo  Michele  li  in- 
vitti  areiduchi  con  molti  altri  signori  cömparsero  su  la  piazza 
del  castello  tutti  vestiti  di  ormesino  verde  in  habito  de  caccia- 
tori  con  suoi  corni,  bastoni  e  ghirlande  de  frondi  in  testa  et 
con  suoi  cani  apresso.  et  entrando  per  alcuni  finti  boschetti 
mostrando  con  suoi  saiusi  di  cacciare,  fecero  da  un  de  quelli 
sortir  fuori  quatro  lepori,  alle  quali  gli  lasciorono  drieto  alcuni 
cagnolini,  li  quali  per  bon  spatio  detero  piacere  a  circostanti. 
non  stetero  molto  dapoi  a  smarir  quatro  volpi  da  altri  maggior' 
cani  alla  coda,  le  quali  fecero  longa  diffesa  con  ridicoloso  veder 
d'  ognuno.  sortirono  poi  altri  animali  come  daini  e  caprioli, 
drieto  a  quali  lasciorono  piccioli  leureri.  al  fin  di  questa  smac- 
cbiorono  un  gran  lupo,  che  saltando  fuori  molti  mastini  gli  fu- 
rono  al  pelo,  contra  gli  quali  fecero  assai  diffesa.  et  con  questo 
si  fece  fine  alla  dilettevole  caccia  con  consolation  d'  ognuno. 
gli  quali  cacciatori  non  stettero  guari  a  comparir  armati  in  sala 
nella  medesima  livrea,  ne  la  quäle  si  erano  gik  preparati  molti 
cavallieri  per  combatter  alla  sharra  a  picea  e  stocco,  tutti  in 
bellissime  livree.  il  quäle  abattimento  non  manco  fu  dilettevole 
che  tutti  li  altri  spassi.  dopo  il  quäle  fatta  la  sontuosa  cena  si 
fece  secondo  il  solito  una  bellissima  festa,  a  le  quali  feste  sempre 
ballo  r  imperatore,  il  re,  la  regina  e  tutti  quanti  quei  honorati 
cavallieri,  sich^  tutta  questa  invittissima  casa  d'Austria  non 
manco  in  cosa  alcuna  d'  honorar  et  accarezzar  con  detti  intra- 
tenimenti  tanti  signori  ch'  erano  venuti  per  honorar  Sua  Maesta 
nella  detta  incoronatione. 

Tra   gli   quali   furono    questi,   che  si  ritrovorono  in  detta 


cittk : 


Ferdinande  primo  imperatorc 
Massimiliano  re  di  Boemia 
Ferdinando  arciduca  d'Austria 


149 

Carlo  arcidiica  d'Austria* 

Rodolfo  prencipe  di  Boemia 

Ernesto  arciduca  d'Austria* 

Maria  regina  di  Boemia,  figlia  di  Carlo  quinto 

Anua  principessa  di  Boemia 

Elisabet  arciduchessa  d'Austria' 

Alberto  duea  di  Bavera  conte  Palatino  et  cavallier  dal  Tosone 

Anna  duchessa  di  Bavera,  figlia  di  Ferdinando  imperatore^ 

II  duea  giovine  di  Mechelborgo* 

Duea  di  Legheniz*^ 

Duea  di  Mesterborgo' 

Duea  di  Tessa^ 

Duea  di  Brigo^ 

Duea  di  Franchestein 

Arcivescovo  di  Praga 

Arcivescovo  di  Strigonia*^ 

Vescovo  di  Misna 

Vescovo  di  Slesia*^ 

Vescovo  di  Olmitz 


1  Ferdinand,  geb.  1529,  f  1595,  und  Karl,  geb.  1540,  f  1590,  die  jüngeren 

Brüder  Maximilians. 
»  Rudolf  (später  Kaiser  Rudolf  IL),  geb   1552,  f  1612,  und  Ernst,  geb.  1553, 

t  1595,  die  ältesten  lebenden  Söhue  Maximilians. 

•  Über  Anna  und  Elisabeth,  die  Töchter  Maximilians,  s.  o.  S.  138,  Anm.  1, 
und  145,  Anm.  1. 

*  Geb.  1528,  vermählt  1546. 

*  Herzog  Christof,  geb.  1537,  seit  1554  evangelischer  Bischof  von  Ratze- 
burg, Bruder  des  regierenden  Herzogs  Johann  Albrecht  und  des  früher 
erwähnten,  1552  getöteten  Georgs.  Vgl.  Schirrmacher,  Johann  Albrecht  I., 
Herzog  von  Mecklenburg,  Bd.  I,  S.  411. 

"  Heinrich  XI.,  1559-1587. 

*  D.  i.  MOnsterberg.  Das  ,Kurtze  und  eigentliche  Vereeychnus  der  Römi- 
schen Kayserlichen  Majestät  ....  auff  dem  Reichßtag  zu  Augsburg  im 
Jar  1566'  von  Nikolaus  Mamcranus  nennt  an  der  Spitze  der  Mund- 
schenken Ferdinands  die  Herzöge  Karl  Christof  nnd  Karl  von  Münster- 
berg.  In  der  Liste  der  Anwesenden  bei  der  Frankfurter  KOnigskrönung 
(vgl.  die  Einleitung)  verzeichnet  Besozzo :  Carlo  Cristof  duea  di  Monsten- 
bergo  coppiero. 

•  D.  i.  Teschen. 

•  Herzog  Georg  1547  -1587,  Bruder  Heinrichs  XI.  von  Liegnitz. 

"  D.  i.  Gran.    Erzbischof   Nikolaus  VI.,   1553—1568,    ungarischer   Kanzler 

(Archiv  f.  österr.  Gesch.  XXVI,  16). 
"  D.  i.  Breslau,  s.  o. 


150 


Vescovo  di  Vartlin  Hongaro' 
II  prencipe  di  Blan^ 
II  marchese  del  Finale^ 
Conte  di  Luna* 
Conti  de  Aldemburg^ 
Conte  di  Tarnosco 
Conte  di  Eberstain*^ 
Conte  di  Sarma'^ 
Conte  di  Ortemburg^ 
Conte  di  Lebenstein'* 


*  Franz  II.  (Forgäch  de  Ghymes),  Bischof  von  Großvvardcin  1556  —  1567. 
Er  war  Vizekanzler  für  Ungarn,  laut  der  Liste  der  Anwesenden  bei  der 
Krönung  in  Frankfurt  (vgl.  die  Einleitung). 

*  D.  i.  der  in  unserer  Chronik  schon  erwähnte  Graf  Heinrich  Reuß  von 
Plauen,  im  Hofstaate  Ferdinands  von  1552  als  böhmischer  Kanzler  auf- 
geführt, der  Höchstbesoldete  unter  den  Mitgliedern  des  Hofstaates  (Archiv 
für  österr.  Gesch.  XXII,  S.  224).  Im  Hofstaate  von  1554  (ebendas.  XXVI, 
S.  13)  steht  er  an  der  Spitze  des  ganzen  Verzeichnisses  als  Herr  Heinrich, 
des  h.  Kömischen  Reiches  Burggraf  zu  Meißen,  Graf  zum  Hartenstein, 
Herr  zu  Plauen,  Rom.  Kön.  Mat.  geh.  Rat  und  Kämmerer,  oberster 
Kauzler  der  Krön  Behaim  u.  s.  w. 

^  Alfouso  Carretto;  in  der  Frankfurter  Liste  steht  er  an  der  Spitze  des 
kaiserlichen  Gefolges. 

*  Claudio  Fernandez  de  Quiüone,  Graf  von  Luna,  spanischer  Gesandter 
bei  Kaiser  Ferdinand;  er  wurde  dann  zum  Gesandten  am  Konzil  ernannt 
und  starb  Ende  1563  in  Trient.  Vgl.  Vcnetianische  Depeschen  III,  S.  209 
und  245. 

^  D.  i.  Oldenburg. 

^  In  der  Frankfurter  Liste  bei  Mameranus,  a.  a.  O.:  Graf  Otto  von  Eber- 
stein, unter  den  , Grafen,  Herren  und  Rittern'  Maximilians. 

^  Ob  Saurma  (damals  freilich  nocli  nicht  Grafen)?  Ein  Valentin  von 
Saurma-Jeltsch  war  Rat  Ferdinands  und  Maximilians  und  starb  1571. 
Kneschke,  Adelslexikon  8,  60;  vgl.  Vcnetianische  Depeschen  Hl,  S.  165, 
Anm  4.  Oder  sollte  gemeint  sein:  Bolfango  barone  di  Sera  der  Frank- 
furter Liste  unseres  Autors,  im  deutschen  Text  der  letzteren  bei  Goldast, 
Reichshändel,  S.  82,  Wolfgang  Freiherr  von  Sarau? 

*  Zwei  Grafen  von  Ortemburg,  Ernst  und  Ernfrid,  verzeichnet  Mameranus 
unter  dem  niederösterreichischen  Herrenstande;  im  Verzeichnisse  von 
1554  (Archiv  XXVI,  19)  findet  sich  Graf  Bernhard  von  Ortemburg  unter 
den  Mundschenken;  1552  (Archiv  XXII,  228)  Graf  Ferdinand  von  Or- 
temburg unter  den  Dreispännigen.  Frankfurter  Liste  Besozzos:  Conte 
Erenfrido  di  O. 

"  =  Mameranus:  Graf  Ludwig  von  Leonslein?  Frankfurter  Liste:  conte 
Ludovico  de  Zebensteno? 


löl 


Conto 
Conte 
Conto 
Conte 
Conte 
Conte 
Conte 
Conte 
Conto 
Conte 
Conte 
Conte 
Conte 


Coniebtain  * 

Arco,  mastro  di  camera* 

Arco 

Zolerne' 

Gastaldo* 

Sborzaborgo  ^ 

Bredrada^ 

Erbestain ' 

Gutestein  ** 

Lodrone^ 

Triulcio»« 

Bassao** 

Erbestein  signor  di  Gavereu 


Signor  di  Vesperiac 


*  Frankfurter  Liste:  Conte  Ludovico  di  Couiestano;  Mameranus:  Graf 
Ludwig  von  Koenigstein. 

*  Zahlreiche  Grafen  von  Arco  begegnen  im  Dienste  der  Habsburger;  die 
Frankfurter  Liste  nennt  Simeon  und  Scipione,  mit  Zusatz  beim  letzteren: 
camerier  maggior.  Vgl.  Ober  Scipio  auch  Nnntiaturberichte  aus  Deutsch- 
land, II.  Abt.,  Bd.  I,  S.  2. 

'  Frankfurter  Liste:  Conte  Carlo  di  Zoleme;  auch  bei  Mameranus,  a.  a.  O. 

*  Frankfurter  Liste:  Conte  Giacobo  Gastaldo;  Mameranus  verzeichnet  unter 
den  Mundschenken  einen  Giovanni  Älfonso  Gastaldo,  vielleicht  identisch 
mit  dem  kaiserlichen  Truppenführer  Alfonso  Castaldo  1566,  in  Veuetia- 
nische  Depeschen  vom  Kaiserhofe  III,  324.  Über  Giovanni  Battista  Cas- 
taldo, den  Mörder  des  Bruders  Georg,  s.  o. 

^  Frankfurter  Liste :  Conte  Gottero  di  Sborceborgo,  d.  i.  Günther,  Truppeu- 
fuhrcr  Kaiser  Ferdinands. 

*  Frankfurter  Liste:  Conte  Agostino  de  Brodrano  (deutsch:  Augustin  Graf 
zu  Brodran,  Goldast,  a.  a.  O.). 

'  Herberstein,  eine  in  allen  Osterreichischen  Kronländern  begüterte  Familie, 
von  der  viele  Glieder  im  fürstlichen  Dienste  waren. 

*  Grafeu  von  Gutteustein,  böhmische  Familie;  Frankfurter  Liste:  Conte 
Sebastiane  de  Guttcsteuo;  Mameranus  nennt  einen  Albrecht  von  G. 

'  Frankfurter  Liste:  Conte  Gasparo  di  Lodrouc;  auch  bei  Mameranus  als 
Stallmeister  Maximilians. 

'•  Frankfurter  Liste:  Conte  Claudio  Triulcio,  im  Dienste  Maximilians; 
deutsche  Fassung:  Cl.  T.  Graf  zu  Malfi. 

"  Frankfurter  Liste:  Conte  Mauritio  di  Bassa;  deutsche  Fassung:  Moritz 
Schlick  Graf  zu  Bassaw,  also  aus  der  bekannten  Familie  Schlick,  Grafen 
seit  Kaspar  Schlick,  dem  Kauzler  K.  Sigismunds;  dieser  ererbte  von 
seiner  Mutter  Coustantia  Markgräfin  von  Treviso  und  CoUalto  die  friauli- 
sche  Ilerrscliafi  Bassano. 


152 


Signor  di  Sprechestein  ^ 

Signor  Madruzzo''' 

Signor  di  Heidec^ 

Signor  Lasila  magiordomo  dil  regno  di  Boemia^ 

Signor  di  Pol  viel  ^ 

Signor  di  Ilsing'' 

Signor  di  Pernestain  cavallier  dil  Tosone' 

Signor  di  Boscovitz  e  di  Trub^ 

Signor  Seratino'' 

Signor  di  Sernaba^^ 

Signor  di  Sleimitz^^ 

Signor  di  Martinit^^ 

Signor  di  Wartemberg*^ 

Don  Francesco  Lasso  di  Castilia 


^  Frankfurter  Liste  bei  Goldast:  Herr  Hans  Trautsou  Freiherr  von  Spre- 
chenstein. Nach  den  Listen  von  1552  (a.  a.  O.  S.  224)  und  von  1554 
(a.  a.  O.  S.  13)  war  er  Hofniarschall,  auch  Erblandmarschall  von  Tirol. 
Er  war  ferner  Mitglied  des  Hofi'ates  Ferdinands  I. :  Huber,  Österr.  Gesch. 
IV,  S.  212. 

^  Familie  der  Trienter  Bischöfe  Christof  und  Ludwig,  mehrere  Mitglieder 
im  Hof-  und  Staatsdienste  Ferdinands  und  Maximilians.  Vgl.  Venetiani- 
sclie  Depeschen  vom  Kaiserhofe  HI,  S.  686  (Index). 

3  Otto  Herr  von  Heideck:  Goldast,  S.  82. 

*  In  der  Liste  der  Anwesenden  von  Frankfurt  nennt  unser  Autor  Lasila 
Poppel,  marescalco  maggior  della  Corona  di  Boemia  (Mameranus,  a.  a.  O. : 
Ladislaus  von  Zobkowitz,  böhmischer  Marschall). 

^  Herr  INiclass  von  Pollweill,  Hofstaat  von  1554  (a.  a.  Ö.  S.  14)  unter  den 
Hofkammerräten;  vgl.  über  ihn  auch  Kneschke,  Adelslexikon  7,  209. 

^  Jörg  Ilsung,  unter  den  Hof  raten:  Hofstaat  von  1552  (S.  224).  Im  latei- 
nischen Catalogus  (ed.  Schardius  redivivus,  Rer.  Germanic.  scriptores  varii 
[Gissae  1673]  IV,  p.  100:  D.  Georgius  Ilsing,  Provinciae  Sueviae  Prac- 
fectus  (zur  Frankfurter  Krönung). 

^  Freiherr  Wratislaw  von  Pernstein,   Großstallmeister  (Frankfurter  Liste). 

*  Wenzel  Freiherr  von  Botzkhowitz  wird  bei  Mameranus  als  Mundschenk 
aufgeführt. 

^  In  der  Frankfurter  Liste:    Beruardo  signor  di  Seratino.     Goldast,  S.  82: 

Bernhard  Herr  von  Tzeratin. 
*"  Goldast,  S.  82:  Schembra  Herr  von  Tzernaha. 
"  Herr  Hans  von  Schleinitz,  unter  den  Fürschneidern  der  Liste  von  1554 

(S.  18),  auch  bei  Mameranus;  in  der  Frankfurter  Liste:  Heinrich  (Enrico). 
"  In  der  Frankfurter  Liste:  Georg  von  Martinitz 
"  Bei  Mameranus  begegnen   im   böhmischen  Herronstandc:     Heinrich   und 

Zdenieck  von  Wartenberg;  in  der  Frankfurter  Liste:  Giovanni  signor  di 

Bartenbergo  (Qoldast,  S.  82:  Johann  Herr  von  Wartenberg). 


153 


Don  Die«^o  Manrique  Mcuduzza' 

Sigiior  di  Thii-stein*  primo  camerier  di  Carintia 

Signor  di  Scrau' 

Baron  di  Purg 

Baron  di  Ech 

Baron  di  Erbcstain 

Baron  di  Eitzinghin* 

Baron  di  Neugarten  ^ 

Baron  di  liorau^ 

Baron  di  Sonech' 


'  Die  Fraukfiirter  Liste  führt  Lasso  und  Mcnduza  beide  als  .mastri  di 
stalla  della  reina',  der  Gemahlin  Maximilians,  auf;  eine  Liste  der  ,Casa' 
der  nämlichen  von  1560  nennt  Don  Francisco  Lasso  de  Castilla  als 
Maiordomo  maior;  Mendoza  ist  hier  nicht  aufgeführt  (Archiv  t  Octerr. 
Gesch.  XXII,  S.  230). 

'  Handschrift:  Thristein. 

*  Die  Frankfurter  Liste  nennt  nach  einander  Bolfango  barone  di  Sera, 
Bolfango  Purgo  barone,  Georgio  di  Erberstein  barone,  Georgio  barone 
di  Echo.  Ein  Georg  von  Eck  begegnet  unter  den  Bäten  Maximilians  I. 
und  starb  1557;  vielleicht  ist  der  hier  Erwähnte  ein  Enkel.  1560  er- 
hielten die  von  Eck   den  Freiherrentitel.  Kneschke,  Adelslcxikon  3,  16, 

*  Goldast,  a.  a.  O. :  Christof  Freiherr  von  Eitzingcn,  oberster  Erbkämmerer 
in  Österreich;  laut  Schardius  1.  c.  auch  Rat  und  Hofmeister  KOnig  Ma- 
ximilians. 

*  Schardius,  1.  c:  Lndovicos  et  Wolfgangus  comites  ab  Eberstein,  barones 
a  Neugarten,  aus  der  Pommerschen  Linie  dieses  altnieden>ächsischen  Dy- 
nastengeschlechtes,  die  seit  1274  mit  der  Stadt  Naugard  belehnt  war. 

'  Die  Frankfurter  Liste  verzeichnet:  Leonardo  baron  di  Rora,  primo  ca- 
meriero  et  mastro  di  stalla  d'Austria,  und  drei  Namen  weiter:  Leonardo 
di  Haroe  (!)  barone  di  Korao  Es  handelt  sich  um  zwei  Angehörige  des 
alten  Geschlechtes  von  Harrach.  Leonhard  IH.  von  H.  kaufte  1524  die 
Herrschaft  Kohrau;  dessen  Sohn  Leonhard  IV.  erhielt  1659  das  neu  er- 
richtete Oberst-Erblandstallmeisteramt  für  Osterreich  unter  der  Enns.  Er 
ist  vermutlich  gegen  Ende  dieser  Liste  als  gran  mastro  di  stalla  d'Austria 
aufgeführt;  der  hier  oben  erwähnte  Baron  di  Koran  mag  ein  Sohn  von 
ihm  sein.  Vgl.  Kneschke  IV,  206  f.  Die  Frankfurter  Liste  bei  Goldast, 
a.  a.  O.,  führt  im  Gefolge  Maximilians  auf:  Leonhard  von  Harrach 
Frciherm  zu  Roraw,  Erbstallmeister  in  Österreich;  vgl.  Schardius,  p.  101 
oben.  Bei  Mameranus  steht  ,Herr  Lienhardt  von  Harrach  der  Elter, 
Freiherr  zu  Roraw'  als  .Obrister  Hoffmeister*  an  der  Spitze  des  kaiser- 
lichen Gefolges. 

'  Wohl  identisch  mit  Lodovico  Onghenade  baron  di  Sonech,  der  in  der 
Frankfurter  Liste  auf  den  ersten  Harrach  von  Rohrau  folgt;  bei  Mame- 
ranus: jHerr  Ludwig  Ungpiad  Iloffmarschalch*. 


154 


Barone  Prosconschi^ 

Baron  di  Arco  il  giovine 

Baron  de  Herberstein 

Baron  di  Bochorn^ 

Baron  di  Rutibac^ 

Baron  di  Belhaim* 

Baron  di  Olenberg^ 

Baron  di  Feltz^ 

Baron  di  Limpurc  copier  di  Cesarc^ 

Conte  Carlo  Bran^  camerier  dell' iinperio 

Henrico  Pappenhin  marscalco  dell'imperio^ 

Barco  camerier  deila  corona  di  Boemia^® 


*  Mameranus:  ,Hans  Proskowskhy  von  Pruskaw,  Undermarschalch  und  Cäin- 
merer*,  mit  15  Pferden.  Knescbke  7,  265  erwähnt  ein  Diplom  von  1562 
für  jJohann  von  Proskau  Herrn  auf  Bieta'.  Bei  Goldast  und  Scliardius 
erscheint  ein  Georg  Proskowsky. 

^  In  der  Frankfurter  Liste:  Baldisera  baron  di  Bucoren;  Schardius:  Bal- 
thasar coraes  a  Buchorn;  Goldast:  B.  Freih.  v.  Buchaim. 

"  In  der  Frankfurter  Liste  erscheint  ein  Sighismondo  Kurzebaco  barone 
lind  daselbst  drei  Namen  früher:  Sighismondo  barone  di  Cuzbac.  Ich 
vermute,  diese  beiden  Namen  sind  identisch,  d.  h.  unser  Autor  hat  auch 
hier,  wie  ihm  mehrfach  begegnet  (so  am  Schluß  der  Chronik:  Relheim 
statt  Kelheim  und  in  der  Frankfurter  Liste  Eabiz  für  Katwitz),  K  und 
R  verwechselt.  Danach  wäre  obiger  Rutibac  der  bei  Mameranus  erwähnte 
Sigmundt  Kurzbach  (unter  den  ,Hofdienern  auf  2  Pferd',  aber  mit  acht 
Pferden),  vielleicht  der  bei  Knetschke  V,  340  erwähnte  Sigismund  II., 
f  1579  in  holländischen  Diensten.  Schardius  hat:  Sigismundus  Kutz- 
bachius  baro,  und  12  Namen  weiter:  Sigismundus  Kurzbachius  baro; 
Goldast  nur:  Sigmund  Chritzbach  (!)  Freiherr. 

*  Mameranus  nennt  Maximilian  von  Polheim  beim  niederösterreichischeu 
Herrenstande;  Goldast:  Maximilian  Freih.  zu  Bolhaim. 

^  In  der  Frankfurter  Liste  finden  wir:  Adam  barone  di  01embe,rgo  et 
signor  di  Ditristeu  primo  cameriero  di  Carinthia  (entsprechend  Goldast 
und  Schardius).  Das  ist  Adam  von  Dietrichstein  aus  einer  alten  kärnt- 
nischen Adelsfamilie,  f  1593,  jüngerer  Sohn  des  1540  verstorbenen  Si- 
gismund, Begründers  der  Linie  Hollcnburg. 

"  Vels;  wohl  ein  Nachkomme  Leonhards  von  Vcls,  Feldhcrrn  und  Hof- 
marschalls  K.  Ferdinands  I. 

'  Schenk  zu  Limburg,  Reichserbmundschenk. 

«  So? 

■  V.  Pappenheim,  Reichserbmarschall. 

^^  Der  Nämliche  heißt  in  der  Frankfurter  Liste:  Signor  Berco  camerier 
maggior  della  corona  di  Boemia;  Schardius,  p.  100:  D.  Wercho  Caes. 
Maj.  consiliarius  et  caracrarius. 


155 

II  gran  cauceglier  di  Boeiuia^ 
II  gran  marscalco  della  Moravia' 
II  prcncipal  di  Hongaria^ 
II  graninastro  di  stalla  d'  Austria^ 
II  borgomastro  dil  Danubio^ 
et  molti  altri    infiuiti,   oltra   agl'  imbasciatori,  dei   quali   ne  faro 
lueutioue  alla  coronatione  di  Francoforte. 

Aprossimandosi®  il  vemo,  per  il  quäle  si  potevano  far  le 
strade  malagevoli  che  si  bavevano  da  far  per  la  incoronatione 
Uumana,  e  tanto  piü  dovendogli  venire  tantc  illustre  donne  da 
diverse  paiii,  volse  Cesare  antieipar  il  tempo,  che  subito  inan- 
ci  che  fussero  fiuiti  questi  solenni  spassi,  comincio  a  marchiar  la 
gente  alla  volta  di  Francoforte  in  diverse  corti  et  vie,  perchö 
uon  essende  sicura  la  detta  via  che  si  fa  da  Norembergo  della 
peste  grande,  si  fece  quella  di  Slon,  Laun  e  Staz,'  la  quäl  citta 
c  postji  sopra  al  fiume  Dula*  et  delle  raaggiori  di  Boemia,  raa 
non  di  quella  fedelta  di  Pilzen,  anci  delle  prime  che  si  ribellö 
a  Ferdinande,  all'  hora  regnator  di  Boemia,  nel  tempo  che  Fi- 
lippo  e  Gioan  Federico  protestanti  furono  contro  a  Carlo  quinto 
imperadore,  che  nel  passar  da  quella  mai  lo  volsero  acccttar 
dentro.     ma  poi  domati  loro  e  soggiogato  detto  regno  la  privo 


'  Die  Fraukfurter  Liste  nennt  als  caucellier  mag^or  della  Corona  di 
Boemia:  signor  Gioanni  di  Neuhaus.  Nach  Kuesclikc  VI,  487  war  im 
Jahre  1565  ein  Joachim  von  Neuhaus  oberster  Kanzler  in  Böhmen;  so 
auch  Schardius,  p.  100:  D.  Joachimus  a  Neuhauser  supremus  Bohemiae 
cancellarias. 

'  Die  Frankfurter  Liste  nennt  einen  Großmarschall  von  Mähren  nicht, 
sondern  nur  von  Böhmen,  Signor  Lasila  Poppel;  s.  o.  S.  15*2,  Anm.  4  (auch 
Schardius:  D.  Lasla  Poppel  Caes.  Maj.  consiliarius,  Bohcmcnsis  (!)  curiao 
supremus  raareschallus). 

'  Der  in  Bcsozzis  Frankfurter  Liste  an  entsprechender  Stelle  aufgeführte 
Vizekanzler  von  Ungarn,  Bischof  Franz  (11.  Forgach  de  Ghymes)  von 
Großwardein  ist  schon  oben  (8.  150)  genannt. 

*  Vgl.  oben  S.  153,  Anm.  6. 

'  Unser  Autor  führt  auch  in  der  Fraukfurter  Liste  ,Vcnceslao  borgomastro 
del  Danubio*  auf;  offenbar  hat  er  den  Namen  oder  Titel  falsch  verstan- 
den; es  ist  wohl  zweifellos  Wenzel  Burggraf  von  Doliua  gemeint,  den 
Goldast  und  Schardius  etwa  an  der  entsprechenden  Stelle  ihrer  Listen 
aufftihren. 

*  Die  obere  Uälfte  der  Seite  ist  biervor  leergelasscn. 
^  Schlau,  Laun,  Saaz. 

*  So?  Saaz  liegt  bekanntlich  an  der  Eger. 


156 

d'  ogni  guoi  privileggii  et  la  fece  smantellare,  talclio  sin'  hora 
h  sempre  restata  senza  porte  aperta.  lasciata  questa  citta  passö 
Rodanitz  ^  et  lasciata  V  amplissima  et  abondantissima  pianura  di 
biade  et  frutti  passö  ancora  gli  monti,  che  d'  ogn'  intorno  la  cin- 
gono,  et  descendendo  nel  paese  di  Valsexen  piü  sterile  che 
buono  con  malagevol  via  passo  Falchenau,  Chinieberg^  et  Egher. 
entrati  nel  paese  dil  marchese  di  Casimiro  di  Brandeborgo  passö 
Baistet',  presse  alla  quäl  cittk  nasce  il  Menüs  fuori  d'  un  picciol 
laghetto.  et  ivi  fu  incontrato  dal  detto  marchese  il  giovine,^  il 
quäl  li  tenne  compagnia  sino  a  Colombac,  e  cosi  segueudo  sem- 
pre drieto  al  fiume  per  quella  bellissima  et  fruttuosissima  pia- 
nura di  biade  et  vigne  et  d'  ogni  sorte  di  frutti  abondantissima 
per  tutto  fin  che  mai  il  detto  fiume  la  tien  rigata,  oltra  alle 
spessissime  et  populose  cittk,  terre,  castelli  et  abatie.  intrato 
nel  paese  del  vescovo  di  Bambergo,  duca  di  Franconia,  passö 
Conestat  et  Laiczenfelt,  ^  le  quäle  ancorche '1  signor  suo  sia  ca- 
tolico,  sono  perö  loro  in  parte  Lutherani,  come  ancora  sono 
tutte  le  altre  di  questo  viaggio  di  Boemia  et  Franconia.  fuori 
della  porta  di  questa  citta  vi  ö  una  bellissima  facciata  a  modo 
d'  una  porta  coperta,  tutta  dipinta  a  olio  con  uno  crucifisso  in 
meggio  a  doi  latroni  de  tutto  rilevo,  anch' egli  fatto  a  olio  con 
questi  quatro  versi: 

Effigiem  Christi,  cum  transis,  pronus  honora, 
Non  tamen  effigiem,  sed  quem  designat  adora, 

Istum  non  Christum,  sed  Christum  crede  per  ipsum, 
Fleete  genu,  plora,  crucifixum  semper  adora! 

Passato  ancora  Staftain  ^  gionse  a  Bamberg  citta  bellissima 
sul  fiume  Peghcnez,  dove  Sue  Maesta  furono  ricevute  et  honorate 
dal  vescovo  di  quella.'  dapoi  torgendosi  a  man  dritta  puoco  doppo 
il  detto  fiume  perde  il  nome  suo  nel  IMeno.  scguendo  ogn'  hör  qucllo 


*  Radonitz,  v/estlicli  von  Saaz. 
^  Falkenau,  Königsberg. 

'  Zweifellos  Bayreuth;  der  Abschreiber  mag  sciue  Vorlage  verlesen  haben. 

*  Georg  Friedrich  Markgraf  von  Ansbach,   seit    1557  auch  Erbe  Albrechts 
von  Kulmbach. 

'  Hochstadt  und  Lichtenfels. 

'  Staffelstein  am  Main. 

'  Veit  IL,  aus  dem  Geschlecht  von  Wilrzburg,  1561  —  1577. 


157 

passö  Zail,  Aspurt,'  Svaiufurt  et  gionsero  a  Verzaberg,'  grosis- 
sima  cittk,  nella  qualc  1'  anno  1558'  fu  morto  il  proprio  suo 
vescovo  da  quindeci  de  suoi  a  cavallo  insieme  congiurati  nclla 
dctta  citta  tra  il  ponte  et  il  vescovato.*  nel  quäl  luoco  dove  fn 
ferito  et  dove  fugende  c&dh  morto,  per  memoria  della  religio- 
sissima  viti  gli  piantorono  una  bcllissinia  colonna  di  niarnio 
mcssa  a  oro  con  una  ancona  del  niedemo  in  cima,  dove  6  un 
crucifisso  con  queste  lettere  messe  a  oro: 

En  pius  occubuit  [eharo  pro  te  grege  pastor; 
Pro  pastore  pias,  grex  pie,  funde  preces].* 
II  vescovato  6  posto  su  la  colina  sopra  del  fiume  in  for- 
tezza,  il  qual  seuopre  tutta  la  cittk  et  fa  un  bellissimo  prospetto 
tutto  araeno  et  vagho  di  dipinture  et  richissimamente  di  razzi 
adorno  et  di  bellissimi  quadri  fomito,  ma  piü  accomodato  d'  una 
bellissima  cantina  fatta  in  volta,  la  qualc  passa  di  longhezza 
110  brazza,  con  34  botte  tutte  grandi,  tra  le  quali  due  ve  ne 
sono  che  tengono  70  altre  botte  di  12  brente  1'  una,  e  tutte 
sono  piene  d'  ogni  sorte  de  vini  bianchi,  rossi,  novi  et  vecchi 
di  58  anni.  qui  il  novo  vescovo''  non  manco  d*  ogni  sorte  di 
cortesia  a  Sue  Macsta  et  a  ogn'  altro  prencipe.  lasciata  dctta 
citth  passorono  Pisofza  sul  fiume  Tauber'  del  detto  vescovo  et 
entrando  nel  paese  de  V  arcivescovo  di  Magonza,  ricco  di  .  .  . 
milla  tolleri  a  1'  anno,  passorono  Culza  Miltembergo  Oberberg 
Valsat   Stocstat*   Esemburgo   Cinghilstat   Bibert  e  Stana,   tutte 

^  Zeil  tind  Haßfurt. 

'  Würzbu]^. 

»  Handschrift:  1548. 

*  Melchior  Zobel,  ermordet  am  8.  Aagiist  1558. 

^  Handschrift:  En  pins  occubuit;  dann  Raum  für  ein  paar  Zeilen  gelassen. 
—  Die  ,Deuk-Schrift*  ist,  wie  mir  vom  k.  Kreisarchiv  in  Wflrzburg; 
freandlichst  mitgeteilt  wird,  auf  den  zur  Erinnerung  an  Zobels  Ermor- 
dung errichteten  beiden  Säulen  —  die  eine  unten  im  Maiuviertel,  wo 
der  tödliche  Schuß  fiel,  die  andere  oben  am  Schloßberge,  wo  der  PrXlat 
verschied  —  noch  heute  zu  lesen;  gedruckt  bei  Gropp,  Collectio  scriptorum 
et  renim  Wirceburg  HI,  p.  211,  und  C.  HefTner,  Würzburg  und  seine 
Umgebungen  (1871),  8.  549.  Dem  oben  mitgeteilten  lateinischen  Disti- 
chon geht  eine  gereimte  deutsche  Erzählung  des  Attentats  vorauf. 

•  Friedrich  von  Wirsberg  1658—167». 
'  Wohl  Tauberbischofsheim. 

"  Külsheim,  Obernberg,  Wallstadt,  Stockstadt  (an  weit  Aschaffen  barg);  die 
weiteren  Städtenamen  sind  mir  nicht  klar;  Stana  =^  8teinheim  (oder  -= 
Hanau)? 


158 

Okt.  23.  del  detto  arcivescovo  drieto  alla  riva  dil  Mono,  et  a  23  d'  ot- 
tobre fece  1'  honoratissima  entrata  il  re  con  ]a  reina  in  Franco- 
forte,  ai  quali  venne  11  incontro  tutti  qnelli  prencipi,  che  gik  si 

Okt.  24.  ritrovavano  in  detta  cittk.  et  a  24  del  detto  gionse  1'  imperatore, 
il  quäle  dal  re  et  da  detti  signori  fu  incontrato  et  accorapagnato 
nella  citta.  e  nel  entrar  di  quella  fu  dagli  senatori  colto  sotto 
a  un  bellissimo  balduchino.  a  gli  quali  ^  venne  il  marcliese  di 
Brandeborgo  elettore,  al  quäle  ambe  Sue  Maestä  andorongli 
incontro  con  tutti  gli  detti  prencipi  et  accompagnorono  lo  nella 
citta.  o  gran  bonta  di  questa  inclita  casa  d'  Austria,  che  essendo 
di  quella  un  tanto  imperatore  et  un  tanto  re  si  degnino  ad  ho- 
norar  cosi  raansuetamente  un  che  si  puö  dire  vasallo  e  suddito 
suo.  qui  imparino  quelli  (non  dirö  tanto  de  prencipi  quanto  de 
gentil'  huoinini  privati)  che  voranno  disputtare  i  primi  luochi  et 
litigar  le  dignita  loro,  che  da  tal  ambitione  ne  divengono  le 
risse  et  da  quelle  gli  homicidii  et  alle  volte  la  total  ruina  delle 
case  loro!  alcuno  qui  potrebbe  dire  che  questa  humiliatione,  la 
fanno  per  conseguir  1'  alto  suo  disegno.  questo  lo  confermo 
anci;  adunque  tali  doverebbono  imparare,  secondo  che  n'  in- 
segna  la  scrittura  santa,  la  quäle  tanto  commenda  questa  virtü, 
che  senza  di  lei  non  si  puoterti  conseguir  vera  altezza  o  gloria. 
ma  non  si  vede  che  se  un  povero  huomo  o  donna  o  qualsisia, 
dai  quali  non  aspetta  alcun  favore,  che  se  staranno  per  rispetto 
di  porger  qualche  supplica  o  altre  scritture  a  1'  imperatore,  egli 
stesso  gli  dk  animo  con  porgerli  la  niano?  non  si  vede  Massi- 
miliano,  che  sempre  mangia  solo  (se  perö  non  e  convitato)  per 
poter  espedire  gli  poveri  mercenarii  o  altri  ch'  aspettino  da  lui 
gratia,  a  quali  mai  sono  chiuse  le  porte?  che  subito  che  ha 
mangiato  si  leva  da  raensa  et  cosi  in  piedi  a  quella  s'  appoggia, 
aspettando  ogn'  uno  che  venghi  a  parlargli  o  supplicarli,  con 
quella  patienza  che  stanno  ancora  i  religiosi  al  tempo  della 
Pasca,  quando  i  fedeli  christiani  depo  la  confessionc  si  vanno 
a  riconciUarsi  per  communicarsi  poi,  sinchc  ve  ne^  sono  mai. 
et  sicome  da  tali  se  ne  vanno  assolti,  cosi  ancora  da  quelle 
clementissimo  re  alcuno  mai  si  parte  scontento  o  di  qualche 
gratia  sodisfatto. 

*  Ob  so  riclitig  zu  lesen  ist?  Man  würde  hier  die  Angabe  eines  DÄtnm.s 
oder  einer  sonstigen  Zeitbestimmung  für  die  Ankunft  des  Kurfürston 
Joaebim  erwarten. 

'  Handschrift:  venne. 


159 

Ma  tornando  al  primo  nostro  raggionamento,  nel  cavalcar 
preeedeva  a  tutti  la  bravissima  compagnia  del  diica  di  Sassonia 
elettore  come  arcimarscaico  del  imperio.  vi  mancava  di  dctti 
elettori  ancora  V  arcivescovo  di  Cologna,  il  quäle  havea  man- 
dato  il  legnto  suo,  che  essendo  amalato  da  li  a  Otto  giorni  sc 
ne  mori;^  per  la  quäl  morte  si  tardo  tanto  che  fu  eletto  il  dctto 
legato  et  confirmato  da  Sua  Santita.  et  cosi  di  giorno  in  giorno 
giongendo  novi  prencipi  per  Honorar  un  tanto  preneipe  a  questa 
coronatione,  si  comincio  a  dar  speditione  alle  cose  importanti 
deir  imperio  con  continoi  consiglii,  con  intermedii  di  splendidis- 
simi  conviti  et  dilettevoli  musiche,  et  con  quella  intrinseca  amore- 
volezza  che  V  huomo  si  possa  imaginäre,  stettero  sinch^  venne 
il  tempo  dcUa  elettione. 

Elettionc  di  Massimiliano.' 

La  vigilia  di  santa  Chaterina  due  höre  inanci  giorno  il  re  Xov.  24 
Massimiliano.  accomp.ignato  da  gli  altri  sei  elettori  et  alcuni 
altri  prencipi,  ando  al  palazzo  della  citta,'  nel  quäle  tutti  si 
vestirono  degli  habiti  elettorali,  ch'  erano  veste  di  veluto  cre- 
mesino  föderale  di  armelini,  le  quali  andavano  sin'  a  terra,  con 
le  berettine  alla  duchale.  dato  ordine  agl'  eraldi,  quali  anch'  e- 
glino  erano  vestiti  sicome  gia  inanci  dissi,*  et  agli  maggiordomi 
di  quanto  havevano  a  fare,  a  un'  hora  di  giorno  cavalcorono 
alla  chiesa  catedrale  di  santo  Bartolomeo  con  suoi  gentil'  huo- 
mini  inanci,  dapoi  paggi,  camerieri,  i  detti  eraldi  et  ofticiali 
maggiori.  drieto  agli  quali  venevano  gli  altri  prencipi,  prece- 
dendo  secondo  il  grado  loro.  caminavano  poi  gli  trei  secolari 
elettori  inanci  al  re  con  le  insegne  imperiali  in  mano,  che  erano 
il  conte  Palatino^  con  il  mondo,  il  duca  di  Sassonia  con  la  spada 
nuda,  et  il  marchese   di  Brandeborgo   con  il  scettro.     drieto  al 


'  Johann  Gebhard  Graf  von  Mansfeld,  Erzbischof  von  Köln  seit  1557, 
starb  am  2.  November  1562;  am  19.  wählte  das  Domkapitel  den  Grafen 
Friedrich  von  Wied  zu  seinem  Nachfolger.  Der  netie  Erzbischof  traf 
schon  am  23.  November  in  Frankfurt  zur  Wahl  ein.  Vgl.  Venetianischc 
Depeschen  vom  Kaiserhofe  III,  S.  213. 

'  Über  die  parallel  gehenden  Berichte  bei  Goldast,  Keichshäudel,  and 
Schardias,  Rer.  germanic.  Scriptores  varii,  vgl.  die  Einleitung,  8.  18. 

'  D.  i.  der  Römer. 

*  S.  o.  bei  der  Prager  Krönung,  wo  von  den  Herolden  gesagt  worde,  daß  sie 
,in  habito,  con  sac  bacchetine  in  mano  et  le  toste  scoperte'  erschienen. 

'  Friedrich  III.  von  Siromem,  geb.  1516,  KurfQrst  1659,  f  1576. 


160 

re  veneva  il  signor  Rosembergo  grancamerier  di  Boemia,  il 
quäle  portava  la  Corona  dil  detto  regno,  con  la  guardia  di  alla- 
bardieri.  seguiva  poi  li  tre  clettori  ecclesiastici  con  altri  prelati. 
gionti  al  coro  sed^  1'  arcivescovo  di  Magontia,  il  re  di  Boemia 
et  il  conte  Palatino  da  la  banda  destra  del  coro,  et  T  arcives- 
covo di  Trier  et  quello  di  Cologna,  il  duca  di  Sassonia  et  il 
marchese  di  Brandeborgo  alla  sinistra.  drieto  a  quali  sedetero 
gli  altri  prencipi  et  prelati  secondo  il  grado  loro.  le  sedie  de 
quali  d'  ambe  le  parti  erano  guernite  di  panno  d'  oro. 

Stati  alquanto  con  silentio  il  Rosembergo  levo  la  Corona 
di  testa  al  re  di  Boemia,  et  cosi  gli  altri  elettori/  et  ogn'  uno 
con  le  teste  scoperte  ingenochiatisi  il  vescovo  di  Wertzberg 
cominciö  a  intonare:  ,Veni  sancte  spiritus/  dapoi  fu  dalla  ca- 
pella  dil  re  seguito  sin  al  fine  con  1'  intermedio  de  l'  organo. 
finito  questo  il  detto  vescovo  segui  V  officio  del  spirito  santo,  il 
quäle  h  contenuto  ne  V  aurea  bolla.  e  tanto  che  duro  detto 
officio  gli  elettori  secolari  insieme  con  Georgio  conte  Palatino, 
il  duca  di  Launburg,  Guielmo  V  Angravio,  il  prencipe  d'  Anhalt 
et  altri  consiglieri  lutherani  si  rctirorono  in  conclavio,  che  dapoi 
finito  ritornorono  a  seder  nei  luochi  loro.  dapoi  un'  altra  volta 
ingenochiatisi  il  detto  vescovo  intonö:  ,Vehi  creator',  che  dalla 
detta  capella  poi  fu  finito.  fatto  silentio  tutti  gli  elettori  ando- 
rono  a  V  altare  per  giurar  di  affermare  ciö  ch'  erano  obligati  a 
fare  in  detta  elettione.  il  primo  de  quali  fu  il  Magontia,  che 
cosi  cominciö,  postosi  prima  la  mano  al  petto:  ,Io  N.  giuro  pre- 
sentialmente  per  la  parte  mia  qui  dinanci  a  V  evangelio,  che  io 
per  la  fede  et  fedeltk  mia  ch'  io  son  tenuto  a  Dio  et  a  l'  im- 
perio  Romano,  al  quäl  son  obligato  e  constretto  secondo  V  in- 
teletto  mio,  con  V  aiuto  di  Dio  di  eleger  un  capo  mondano  al 
populo  Christiane  che  sia  re  de  Romani,  il  quäle  poi  habbia  a 
succeder  a  1'  imperio,  che  sia  idoneo  et  efficace,  secondo  che 
mi  fida  V  intelletto,  la  voce  et  il  voto  mio,  senza  condition  di 
premio  o  altra  promissione,  che  mai  in  alcun  modo  potesse  csser 
nominata",  et  cosi  giurö  il  Trieri  et  il  Cologna.  dapoi  giurorono 
gli  altri  tre  seculari  con  le  medeme  parole,  tenendo  ogn'  hör  la 
mano  sopra  1'  evangelio.  et  il  primo  fu  il  re,  dapoi  il  conte  Pa- 
latino, il  duca  di  Sassonia  et  il  marchese  di  Brandeborgo.  finiti 
i  loro  voti  andorono  un'  altra  volta  a  ingenochiarsi   nelle   sedie 


*  D.  h.  sie  entblößten  ihre  Häupter. 


161 

loro  et  il  detto  vescovo  repHcö:  ,Veni  sancte  Spiritus^  et  dapoi 
tinito  dalia  capella  gli  sei  altri  elettori,  lasciato  il  re  in  coro, 
andorono  in  conclave  e  nel  partirsi  disscro  tutti:  ,In  noraine 
domini.'  et  dimorati  alquanto  dentro  fccero  entrar  ancora  i  doi 
consiglieri  di  Sua  Maesta,  il  maggiordomo  et  il  grancamericri, 
gli  quali  stettero  dentro  per  uno  quarto  d'  hora.  dapoi  riusciti 
et  ragionato  alquanto  con  Sua  Maesta  ritornorono  un'  altra  volta 
dentro  et  da  li  a  meza  hora  entrorono  il  secretario  et  il  can- 
celieri  de  1'  arcivescovo  di  Magontia,  ai  qaali  fu  fatto  ancora 
loro  sentire  il  concetto  di  quelia  elcttioue.  fatto  qiiesto  gli  detti 
consiglieri,  come  testimonio  da  lor  chiamati  alia  detta  clettione, 
uscirono  di  couclavio  et  subito  entro  il  duca  di  Meclielborgo, 
il  duca  di  Launborgo,  Georgio  fratel  del  duca  Palatino*  elet- 
tore,  il  figliuol  de  1'  Angravio  et  il  prencipe  di  Annalt,  gli  quali 
da  li  detti  elettori  furon  inandati  a  Sua  Cesarea  Maesta,  la 
quäle  fin'  a  quell'  hora  non  s'  era  ancora  partitii  dal  suo  palaggio, 
a  nonciargli  come  gia  era  conclusa  e  stabilita  la  detta  elettione, 
pregandola  che  fusse  contenta  di  venir  alla  cathedral  chiesa 
per  sentirla  a  publicare.  la  quäl  ringratiatoli '  prima  di  tale 
ambasciata  si  levo  et  accompagnata  dagli  detti  anibasciatori  et 
dal  duca  di  Bavera,  dal  duca  di  Wertembergo,^  dal  duca  di 
Urania*  et  altri  prencipi  se  n'  ando  alla  chiesa  e  nel'  entrar  di 
quelia  fu  con  gran  riverenza  ricevuta  dagli  detti  elettori,  a  li 
quali  depo  gli  amorevoli  saluti  a  tutti  toccö  la  mano.  gionti  al 
coro  andorono  in  sacrestia  et  ivi  fu  vestita  in  pontificale  et 
pigliata  il  duca  di  Sassonia  la  spada  della  elettione  nuda  in 
mano,  il  conte  Palatino  il  mondo  et  il  marchese  il  scettro,  an- 
dorono inanci  a  Sua  Maesta  et  al  re  con  quel  ordine  che  fu 
dinanci  degli  tre  ecclesiastici.  dapoi  entrorono  in  conclave  et 
ivi  dalli  detti  elettori  Sua  Cesarea  Maesta  fu  pregata  che  da- 
poiche  havevano  eletto  Massimiliano  re  di  Boemia  suo  primo- 
genito  per  re  de  Roraani  d'  un  concordevol  animo,  che  ancora 
Sua  Maesta  fusse  contenta  che  depo  lei  il  detto  re  succedesse 
al'  imperial  dignitK.  finite  qucste  parole  Sua  Maesta  rispose  che 
non  potea  mancar  di  quanto  da  loro  era  stato  ordinato,  et  con 
infinita   letitia   confimio   1'  honesta   ricliiesta    sua,    ringratiandoli 

*  Der  oben  erwShnte  Georg  Ton  Simmem. 

•  Hamlscbrifl:  ringratili. 

•  Cliristof,  geb.  1616,  Heraog  1550—1568. 

*  Wilhelm  I.,  ,der  Schweiger*  von  Oranien. 

Ponte«.   I.  AM.  M.  IX.  11 


162 

altresi  cosi  della  elettione  come  ancora  della  buona  volontk  loro. 
dapoi  usciti  di  conclave  accompagnorono  il  re  a  1'  altare  per 
inezo,  al  quäle  era  preparata  una  sedia  regale  tutta  d'  oro  guer- 
nita,  et  ivi  sentato^  standogli  datorno  tutti  gli  elettori,  il  mar- 
chese  di  Ih'andeburgo  gli  pose  la  Corona,  che  gia  fu  di  Carlo 
magno,  in  testa  et  subito  la  capella  del  nuovo  re  con  l'  inter- 
medio  del'  organo  cantö  il  Tedeum.  che  dapoi  finito  si  senti  un 
giubilo  di  trombe,  gnaccare,  tamborri,  campane  sparar  da  ogni 
banda  della  citta  artegliaria  et  archibugi,  che  parea  che  la  chiesa 
per  il  grandissimo  ribombo  e  strepito  dovesse  cader  a  basso. 
cessato  il  gran  romore  ambe  Sue  Maestk  con  gli  elettori  spiri- 
tuali  et  temporali,  gli  quaii  havevano  le  cerimoniose  insegne 
imperiali  in  mano,  con  tutti  gli  altri  prencipi  si  partirono  dal 
coro  et  vennero  sopra  d'  un  spatioso  palio  posto  fuori  del  detto 
coro,  al  quäle  si  saliva  da  cerca  venti  passa,  con  il  spatio  d'  al- 
tretanti,  tutto  adorno  di  finissime  tapezzarie.  al  meggio  del  quäle 
era  una  sedia  posta  a  rimpetto  del  coro  alta  tre  gradi,  tutta 
guernita  di  panno  d'  oro,  nella  quäle  sed^  1'  iinperatore  et  da 
banda  dritta  alquanto  piü  basso  stava  il  re  con  il  Magontia  et 
il  Cologna.  da  sinistra  stavano  gli  altri  tre  seculari  sopra  di 
beUissime  sedie  di  veluto  cremesino  riccamati  d'  oro  con  cussini 
di  velluto  similmente  cremesino  et  d'  oro  ricchissimamente  ador- 
nati  et  riccamati.  restava  in  piede  1'  arcivescovo  Trieri  inanci 
a  una  sedia  similmente  guernita  a  1'  incontro  de  1'  imperatore 
con  la  testa  scoperta,  come  ancora  havevano  gli  altri,  al  quäle 
Cesai-e  gli  fece  segno  tre  volte  che  sedessc  et  che  tutti  si  co- 
prissero.  accomodatosi  ogn'  uno  il  conte  Palatino  porse  il  mondo 
in  mano  a  suo  figliuolo^  et  il  duca  di  Sassonia  diede  la  spada 
in  mano  al  duca  di  Launborgo  et  il  marchese  diede  il  scettro 
al  prencipe  di  Annhalt,  et  levata  Sua  Maestk  Cesarea  in  piedi 
levorono  ancora  tutti  gli  altri;  et  il  marchese  levogli  la  mitria 
di  capo  et  il  Rosembergo  levö  la  Corona  e  tutti  gli  altri  levo- 
rono le  berette,  e  stando  ogn'  uno  con  la  testa  scoperta  vennero 
gli  maggiordomi,  gli  prencipi  con  dette  insegne  et  gli  eraldi  in 
cima  al  palco  et  suonate  tre  volte  le  trombette  fu  dal  decano 
del  Magontia  publicato  et  dechiarito  Massimiliano  re  de  Romani. 
et  all'  hora  gli  maggiordomi  et  gli  eraldi  con  evidente  segno 
d'  allcgrezza   gridorono   a   gli   trombetti  che  suonassero,  con  le 


»  Ludwig  (VI.),  geb.  1539,  folgte  als  Kurfürst  Iö7G,  f  1583. 


163 

quali  si  rinov6  il  niedesimo  terremoto  che  puoco  fa  dianci.  et 
cosi  con  questa  inHnita  Ictitia  si  partirono  dal  paico  et  ritomo- 
rono  al  palaggio  dell'  impcratore  cos\  in  pontificale  con  questo 
ordine:  prima  andavano  inanci  gli  gentilhuomini  del  duca  di 
Sassonia  arcimarscalco  dell'  imperio;  dapoi  segiiiva  quei  di  Ce- 
sare  e  poi  del  re,  gli  altri  venevano  senza  ordine.  drieto  a  questi 
venevano  nove  trombetti  dil  marchese  di  Brandeborgo,  otto  del 
duca  di  Sassonia,  otto  dil  conte  Palatino,  sedeci  del  re  et  do- 
deci  di  Cesare,  le  quäl  coppie  sempre  nna  dopo  V  altra  suona- 
vano.  dopo  questi  caminavano  gli  doi  eraldi  di  Boemia  et  Hon- 
garia,  seguiti  dagl'  altri  doi  imperiali.  seguivano  poi  li  paggi, 
caraerieri,  trinzanti,  coppieri,^  maggiordomi,  conti,  inarchesi, 
duchi.  r  arcivescovo  di  Trieri  veneva  solo  seguito  dal  conte  Pa- 
latino col  mondo  in  mano,  a  banda  destra  del  marchese  di 
Brandeborgo,  che  a  par  gli  veniva  col  scettro  in  mano.  drieto 
a  questi  solo  veneva  il  duca  di  Sassonia  con  la  spada  nuda  in 
spala^  dinanci  al  balduchino  portato  dagli  senatori  della  citta, 
sotto  al  quäle  era  Y  imperatore  con  il  manto  imperiale  et  mitria 
in  testa  con  il  re  a  banda  sinistra  alquanto  piü  in  drieto  in 
liabito  elettorale,  sicome  gli  altri,  con  la  corona  di  Boemia  in 
capo,  in  mezo  alla  guardia  di  allabardieri,  seguiti  dal  Äfagontia 
et  Cologna.  dopo  questi  venivano  gli  arcieri  d'  ambe  Sue  Macsta 
con  il  seguito  del  innumeroso  populo.  et  perchfe  la  pioggia 
inanci  haveva  fatto  la  via  fangosa,  la  salegiomo  tutta  dalla 
chiesa  sin'  al  palaggio  dell'  imperatore  di  tavole  ben  congionte 
et  equali.  gionti  al  detto  palaggio  il  re  con  gli  elettori  presero 
iicenza  da  Sua  Maesta  Cesarea  et  montati  a  cavallo  presero  il 
Camino  verso  il  suo  palaggio,  nel  quäl  fece  un  magno  convito 
agli  detti  elettori.  questa  solennita  duro  da  quella  hora  che  giii 
dissi,  sin'  a  due  höre  dopo  mezodi,  inanci  che  si  partissero  di 
domo,  passö  il  tempo  cosi  in  continui  consigli  et  splendidissimi 
banchetti  a  regata  1'  un  de  1'  altro  fin'  a  santo  Andrea. 

Venuta   adunque   la   mattina   di   santo   Andrea   del   detto  Not.  30. 
anno  1562  nell'apparir  del  giorno  gli  prencipi  elettori  spirituali 
cavalcorono  verso  il  domo,  nel  quäle  la  notte  gih  s'  erano  con- 
gregate  tntte  le  musiche  di  Cesare,    dil   re   et   dil  duca  di  Ba- 
vera  et  gli  nominati  trombetti   sopra  a   loro  palchi  con  infinite 


'  Vorrchneider  und  Mundschenken. 

•  Soviel  als  spalla;  vorher  stand  in  mano,  mano  ist  nnterstricben  als  Tilgnng. 

11* 


164 

populo.  gV\  quali  elettori  insierae  coii  gli  doi  vescovi  di  Werzer- 
bergo  et  Spira^  si  vestirono  per  celebrar  la  solenne  messa,  la 
quäle  aperteneva  a  cantare  a  i'  arcivescovo  di  Magontia.  et  per- 
che  il  Trieri  et  Cologna  non  ci'ano  ancora  ordinati,  si  vestirono 
in  pontificale  et  gli  altri  doi  vescovi  da  diaconi.  nel  levar  del 
sole  il  re  con  gli  tre  elettori  seculari  et  gli  altri  prencipi  ando 
al  palazzo  dell'  imperatore  et  ivi  Sua  Cesarea  Maesta  tu  vestita 
di  manto,  sottovesta  et  mitria  imperiale,  et  cosi  il  re  si  vesti  di 
una  toga  di  raso  cremesino  con  un'  altra  sopra  quella  di  bro- 
cato  d'  oro  con  un  raanto  del  medemo.  gli  elettori  ancli'  cglino 
si  vestirono  in  habito  elettorale  con  gli  quatro  nominati  eraldi. 
et  cosi  con  quel  medesimo  ordine  che  uscirono  di  chiesa  dopo 
la  elettione,  uscirono  anchora  del  palaggio,  inviandosi  cosi  a 
piedi  per  quella  strada  cosi  salleggiata  sotto  al  medesimo  bal- 
ducliino  portato  dagli  detti  senatori.  gionti  alla  chiesa  il  Magontia 
con  gli  altri  vescovi  et  prelati  in  bella  processione  sotto  a  una 
croce  con  1'  asta  d'  argento  et  doi  simili  candelieri  et  con  il 
bastone  della  cavalleria  similmente  tutto  d'  argento  di  peso  di 
20  lire,  al  quäle  stavano  sospese  le  bolle  imperiali  et  elettoriali,^ 
uscirono  di  sacristia  et  vennero  ad  incontrare  Sua  Maesta, 
drieto  alla  quäle  gli  era  portato  il  manto  imperiale  dal  copiero 
di  Launborgo,^  et  cosi  1'  accompagnorono  sopra  al  medesimo 
palco  fuori  dil  coro,  dove  era  preparato  un  richissimo  altare 
per  celebrar  la  detta  messa,  appoggiato  a  mezza  la  facciata  dil 
detto  coro,  all'  incontro  del  quäle  era  la  sedia  del  re  sotto  a  un 
balduchino  di  panno  d'  oro.  da  banda  sinistra  era  quella  dell'  im- 
peratore tutta  guernita  di  panno  d'  oro.  drieto  alla  quäle  segui- 
va[no]  le  altre  degli  elettori  seculari  alquanto  piü  basse,  et  cosi 
ordinatamente  atorno  il  palco  erano  accomodate  le  altre  per  il 
granmastro  di  Germania,  il  duca  di  Bavera,  il  duca  di  Cleves,* 


*  Marquard  von  Hattstein  1560 — 1581. 

*  bastone  della  cavalleria  ist  ein  Mißverständnis.  Bei  Goldast,  1.  1.  p.  72, 
lesen  wir:  ,(der  von  Meintz  mit  seinem  clcro),  darunder  ihm  einer  ein 
langes  silbers  creuz,  ein  ander  den  baculnm  episcopalem,  nnd  dann  auch 
einer  von  der  ritterscliaft  den  silbern  stab,  darauf  die  Siegel  gehangen, 
fürgetragen'  (cf.  Schardius,  p.  85:  ,.  .  .  alio  crucem  argenteam  oblongam, 
alio  pediim  [!]  episcopale,  alio  baculnm  argenteiim,  in  quo  sigilla  archi- 
cancellariorum  imperii  affixa  pendebant,  gestantibus  .  .  .' 

'  Limburg,  s.  o.  (und  weiterhin  bei  der  Beschreibung  dos  Kriinungsinaliles) 
Das  Erzschcnkenamt  lag  bekanntlich  bei  der  böhmischen  Kur. 

*  Willielm   1639— lö'JL'. 


165 

il  duca  di  Mechelborgo,  gli  duoi'  figliuoii  de!  contc  Palatino, 
gli  angravii  di  Hesia,*  il  duca  di  Arscot,'  il  prencipe  di  Annalt. 
era  la  scdia  del  nontio  di  Sua  Santltii*  di  drieto  a  quella  del 
re,  alquanto  piü  alta  delle  altre,  et  altri  signori  per  la  molte- 
tudinc  loro  stavano  ristretti  in  piedi. 

Stando  gli  elettori  seculari  con  le  insegne  sudctte  in  mano 
in  oompagnia  delli  norainati  prencipi  diuanei  a  V  imperatore  et 
fattogli  tutti  riverenza,  si  retirorono  alle  sedie  loro.  levatosi  poi 
il  Trieri  et  il  Cologna  andorono  ad  aecompagnar  il  re  a  1'  al- 
tare,  il  quäle  postosi  in  genochioni  et  orato  rieevuta  la  benedi- 
tione  di  1'  arcivescovo  di  Magontia,  dapoi  voltato  verso  il  geni- 
tor  8UO  et  fattogli  riverenza,  ritornö  con  gli  detti  vcscovi  alla 
sedia  sua  con  uno  alla  destra  et  1'  altro  a  la  sinistra.  et  cosi  il 
Magontia  coniincio  la  messa  et  fatta  la  confessione  il  conte  Pa- 
latino si  retiro  solo  in  conclave:  che  dapoi  detto  1' Alleluia  gli 
elettori  spirituali  un'  altra  volta  accompagnorono  il  re  a  l'  altare 
et  ivi  levatogli  il  sopramanto,  restando  con  quella  toga  di  raso 
cremesino  s'  ingenochio  et  fu  interrogato  dal  Magontia  in  lingua 
Aleniana  sc  voleva  osservare  la  fede  catholica,  al  qualc  rispose 
de  si.  poi  disse,  se  voleva  diffendere  la  christiana  fede,  rispose 
ancor  di  si,  et  servar  la  iustitia?  de  si  rispose,  et  ancora  au- 
raentar  il  regno,  afFermo  de  si,  et  se  voleva  diffender  le  vedove 
et  pupilli  con  la  povcrta?  disse  che  voleva.  a  1' ultimo  1' inter- 
rogo,  se  voleva  conservar  il  degno  honore  del  papa?  sempre 
affermo  de  si.  et  all'  hora  pigliato  il  vaso  de  1'  ontione  la  co- 
mincio  a  unguere  alla  vertice  sopra  '1  capo,  dapoi  il  petto,  le 
spalle,  il  braccio  destro  et  dentro  la  pahna  della  mano,  cosi 
dicendo:  ,Io  veramente  ongo  la  ^laestk  Vostra  con  questo  oleo 
in  nome  del  padre,  del  figliolo  et  del  spirito  santo,  et  cosi  prego 
Dio  che  faceia  che  Vostra  Maesta  sia  onta  dell'  olio  della  leti- 
tia,  eol  quäle  per  inanci  furono  onti  i  santi  regi  et  profeti.'  fatta 
questa  santa  ontione   gli   doi   spirituali  elettori  accompagnorono 


•  Handschrift:  duchi;  daß  beide  SObnc  des  Kurfürsten  (außer  dem  oben 
erwähnten  Ludwig  auch  dessen  jüngerer  Bruder  Johann  Kasimir,  geb. 
15^3)  anwesend  waren,  bezeugt  die  Liste  der  Anwesenden;  vgl.  auch 
hier  gleich  weiter  unten. 

'  Wilhelm  IV.,  geb.  1532,  und  Ludwig,  geb.  1537,  die  beiden  ältesten 
Sohne  Landgraf  Philipps. 

•  Philipp  de  Croy  Herzog  von  Aerschot. 

•  Zaccaria  Dolfino. 


166 

il  re  nel  conclave  et  ivi  dal  conte  Palatino  gli  fu  lavato  i  luochi 
dove  fu  onto,  et  dapoi  vestito  da  diacono  dei  paramenti  di  Carlo 
Magno,  et  dapoi  con  detti  elettoii  et  il  Palatino  ritornorolo  alla 
sua  sedia.  al  quäl  venne  il  Magontia  con  la  spada  in  mano  et 
annudatala  con  gravita  la  porse  in  mano  a  Sua  Maesta,  ricco- 
mandandogli  1'  util  bene  deli'  imperio,  aggiongendo  queste  parole 
del  profeta^  .  .  . 

Allhora  il  re  la  remise  nel  ricco  fodro  et  il  duca  di  Sas- 
sonia  gliela  cinse ;  dopo  il  Magontia  lo  sposo  dell'  anel  regale, 
dicendogli  che  si  volesse  raccordare  della  sigilatione  della  fede 
catholica.  dopo  lo  vesti  del  mantho  regale,  dicendogli  che  an- 
cora  si  volesse  raccordare  della  veste  nuptiale,  come  narra 
r  evangelio.  et  dopo  gli  porse  il  scettro  nella  destra  mano  et  il 
mondo  nella  sinistra,  et  pigliata  la  corona  insieme  con  gli  altri 
doi  elettori  spirituali  gliela  pose  in  testa;  la  quäl  corona  insieme 
con  gli  adornamenti  regali  fu  gia  di  Carlo  Magno,  haute  il  re 
tutte  queste  dignita  sogionse  il  Magontia  con  preghi  che  volesse 
in  detta  regale  amministratione  proceder  con  sincero  cuore,  def- 
fendendo  i  giusti  et  castigando  i  rei,  sicome  osservano  i  veri  et 
prudenti  prencipi  christiani,  et  tutte  queste  cose  volse  giurar 
sopra  de  1'  altare  d'  osservarle.  il  quäle  levatosi  in  compagnia 
di  tutti  gli  elettori  et  vescovi  ando  a  1'  altare  et  cosi  promisse 
dinanci  a  quelle  a  Idio  et  agli  angeli  di  osservare  tutto  quello 
che  dal  consecratore  gli  era  stato  imposto.  fatta  questa  promessa 
tutti  quanti  gli  elettori  e  prencipi  lo  condussero  sopra  a  un'  altro 
piü  alto  tribunale,  il  quäle  si  congiongeva  con  il  medesimo, 
dove  era  preparata  una  sedia  simile  a  quella  di  Carlo  Magno, 
nella  quäl  sede  in  maesta,  et  accomodati  tutti  si  presentö  il 
vescovo  di  Magontia  dinanci  a  Sua  Maesta  et  in  nome  de  tutti 
gli  elettori  prencipi  imperiali  la  pregö  che  per  la  real  degnita, 
nella  quäle  V  havevano  eletta  et  coronata,  che  ancora  lei  volesse 
haverli  per  sempre  raccomandati.  al  quäle  rispose  il  re  che 
non  saria  mancato  in  cosa  alcuna  a  quauto  aperteneva  al  debito 
et  honor  suo.  et  subito  dalle  dette  capelle  tutte  unite  con  1'  in- 
termedio  dell'  organo  et  di  tutte  le  trombette  fu  cantato  il  Te- 


*  Dio  Worte  sind  ausgelassen.  Bei  Schardius  und  Goldast  ist  keiner  Profeten- 
stelle gedacht  (Schardius:  ,.  .  .  gladiura  nudum  in  manum  dedit  similque 
monuit  et  hortatus  est  ut  totani  inipcrii  Roniani  rcinpubliuam  protcgero 
omniaque  quae  ejus  salutcm  ac  conservatiouem  concerncreut,  pro  viribus 
suis  persequi  vclit';  ähnlich  Goldast). 


167 

deuu).  fra  il  quäl  tempo  inulti  honorati  signori  furono  da  Sua 
Maestu  cou  la  spada  uuda  in  mano  fatti  cavalicri,  tra  gli  quali 
furono  il  duca  di  Mechelborgo,  il  duca  di  Minsterborgo,  gli 
doi  figliuoli  dil  conte  Palatino,  i  doi  tigliaoli  di  Filippo  V  An- 
gravio,  il  figliuol  del  duca  di  Wertembergo,*  il  granmastro  di 
quartieri  Carlobitz*  et  molti  altri. 

Finito  da  far  detti  cavalieri  disccsero  al  primo  tribunale 
et  andato  ogn'  uno  al  luoco  suo  si  segui  la  mcssa  et  cantato 
r  evangelio  fu  portato  dal  vescovo  di  Vertzborgo  a  baeiar  ad 
ambe  Sue  Maestä,  le  quali  dapoi  fornito  '1  credo  andorono  a 
ofterir  alcune  monete  d'  oro.  et  ritornati  a  sedere  gli  tre  elet- 
tori  seculari  con  gli  altri  preucipi  lutherani  si  retirorno  deutro 
al  coro  et  ivi  stettero  fin  quasi  che  la  messa  fu  foraita,  alla 
quäle  solamente  rcstorno  ambe  Suc  Maesta,  il  duca  di  Baviera, 
quello  di  Cleves  et  alcuni  ambasciatori,  la  piü  parte  italiani, 
con  altri  puochi  prencipi. 

Finita  la  messa  e  ritornati  i  prencipi  lutherani  al  loco  suo 
comparsero  doi  canonici  vestiti  del  domo  d'  Aquisgraua  dinanci 
al  nuovo  re,  gli  quali  dissero  che  non  volesse  mancar  alla  pro- 
messa  fatta  nel  giuramento  suo,  il  quäle  per  antica  usanza  et 
lege  era  obhgato  di  ordinär  doi  canonici  reUgiosi  nel  canonicato 
loro,  gli  quali  da  alti'i  che  da  imperatori  o  regi  de  Komani  non 
ponno  esser  creati.  agli  quah  rispose  che  in  ogni  cosa  dove 
pendeva  1'  obligo  suo,  non  gli  sarebbe  mancato.  et  cosi  loro 
riverentemente  ringratiatolo  si  partirono,  et  subito  si  senti  un 
giubilo  di  trombe,  tamborri,  campaneetsparar  d'  artegliaria  d'  ogni 
intomo  alla  cittk,  la  quäle  triplicata  duro  un  buon  spatio  di  tempo. 

In  questo  mezo  che  gli  elettori  spirituali  si  rivestirno  de- 
gli  habiti  elettorali,  la  reina  con  suoi  ügliuoli,  la  duchessa  di 
Bavera,  la  duchessa  Lotorengia  con  le  figliuole'  et  altre  iJlustri 
donne  essendo  accomodata  sopra  a  un'  altro  bcllissimo  palco, 
discese  da  quello  et  con  dette  prencipesse  prese  la  via  verso 
al  loggiamento    della   duchessa   di   Sassouia,   il  qualc  era  su  la 


»  Eberhard,  geb.  1545,  f  1568,  Christofs  ältester  Sohn. 

*  Nach  Guldast  und  Schardius  Christof  von  Carlowitz. 

•  Vgl.  auch  weiter  unten.  Gemeint  ist  Christine,  Tochter  König  Christiaus  II. 
von  Dänemark  und  Witwe  des  1545  verstorbenen  Herzogs  Franz  von 
Lothringen.  Die  Töchter  sind  Renate,  geb.  1544,  heiratete  1568  Herrog 
Wilhelm  V.  von  Bayern,  und  Dorothee,  geb.  1545,  heiratete  1675  Herzog 
Erich  II.  von  Calenbcrg.  ^^   ; 


168 

piazza  apresso  al  palazzo  della  citta,  dove  Öiie  Maesta  dovevano 
con  gli  elettori  cosi  in  maesta  venire  a  dismontar,  dal  quäle  si 
poteva  veder  tutti  gli  triomfi  che  si  fccero.  partitisi  adunque  de 
la  chiesa  andavano  inanci  300  corsaletti  della  citta  con  le  in- 
segne di  casa  d'  Austria.  depo  venevano  gli  gentil'  huomcni  del 
duca  di  Sassonia  con  tutto  il  resto  in  quel  medemo  ordine  che 
fu  al  tempo  della  elettione.  dopo  le  Sne  Maesta  venevano  trc 
della  Corte  del  re  a  cavallo  in  mezo  di  alcuni  alabardieri  et 
di  tutto  '1  populo,  gli  quali  continuamente  andavano  spargendo 
monete  d'  oro  et  d'  argento^  da  una  banda  deJle  quali  era  1'  ima- 
gine  sua  con  queste  lottere:  MAX.  D.  G.  REX  BOEMI^.,  et 
da  r  altra  parte  cosi  diceva  CORONATUS  EST  IN  REGEM 
ROMANOI^  MDLXII.  la  causa  che  non  si  intitola  re  d'  Hon- 
garia,  h  (creddo)  questa:  che  volendosi  prima  coronar  di  quclla, 
gli  principali  del  regno  volevano  che  osservasse  gli  suoi  privi- 
legi,  tra  li  quali  erano  alcuni  capitoli  dove  tutti  gli  importanti 
officii  restavano  nel  governo  loro  et  de  suoi  heredi.  a  gli  quali 
il  re  fece  intendere  che  mai  saria  mancato  a  quanto  aperteneva 
al  debito  et  1'  honor  suo  con  quel  amore  et  benivolenza  che 
deve  usar  un  vero  prencipe  verso  al  fedel  suo  populo;  ma  per 
conto  de  hereditar[ii]  officii  non  voleva  poner  un  simil  et  im- 
portante  maneggio  in  man  di  persone  che  prima  non  sapesse 
che  fussero  prudenti  et  capaci  di  governar  ün  tanto  et  si  peri- 
coloso  regno  dapo  loro.  e  con  questa  risposta  venne  alla  volta 
di  Boemia  a  coronarsi  di  quella.  et  secondo  che  il  titolo  prima 
diceva:  Ferdinandus  dei  gratia  Romanorum,  Hungariae  et  Boe- 
miae  rex,  hora  dice:  Maximilianus  dei  gratia  Rom[anorum], 
B[oemiae],  lasciando  in  ultimo  il  detto  regno,  come  havra  il 
possesso  di  quelle,  decadendo  dil  grado  suo  da  quelle  di  Boemia. 
Erano  quelli  che  spargevano  dette  monete  soprapresi  da 
tanta  calca  et  furor  di  urti  et  strepito  di  gridi  che  alle  volte 
non  potevano  regersi  ne  muover  con  lor  cavalli,  ancorch^  dalla 
detta  guardia  fussero  aiutati,  liquali  continuorono  dalla  chiesa 
sin  che  mai  fussero  tutti  gli  prencipi  ascesi  nella  gran  sala  del 
palazzo,  nella  quäle  erano  apparate  9  tavole  al'  intorno  con  suoi 
balduchini  et  sue  credenze  fornite  d'  argento,  et  era  tutta  da 
alto  sin'  a  terra  di  finissimi  razzi  d'  oro,  d'  argento  et  di  seta. 
dato  ordine  a  ogni  cosa  il  marchese*  cosi  in  habito  elettorale, 


*  D.  i.  der  Kurfürst  von  Brandenburg  als  Erzkäinmercr. 


169 

sicome  erauo  tutti  gli  altri,  discesc  la  scala,  al  pie  della  quäle 
era  un'  lionorato  cavallo  et  montatogli  sopra  cavalci  vcrso  una 
tavola  posta  su  la  piazza  per  mczzo  al  palazzo,  sopra  la  quäle 
era  una  bacilla,  un  vaso  et  salvictta.  et  ivi  dismontato  gli  fu- 
rono  poste  in  mano  dal  conte  di  Zolerne,  grancamericro  dei- 
r  imperio,  al  quäle  aparteneva  tal'  officio,  et  dapoi  preso  il  ca- 
vallo per  mano  la  tcnne  tanto  che  il  detto  marchese  con  le  sue 
trombette  inanci  ritorno  in  sala  a  dare  1'  aqua  alle  mani  ad 
ambe  Sue  Maestii,  et  dapoi  lavato  ritorno  a  consegnarle  in  mano 
al  detto  conte.  et  rimontato  et  gionto  al  pie  della  sala  dismontö 
et  ascese  in  quella.  finito  ch'  hebbc  il  suo  cerimonioso  officio, 
r  elettor  di  Öassonia  disceso  auch'  egli  la  scala  et  montato  sopra 
a  un  belÜäsimo  cavallo  andö  verso  la  piazza^  dove  era  un  monte 
di  vena^  apresso  alla  fönte  della  detta  piazza,  in  cima  alla 
quäle  era  una  grande  aquila  imperiale,  che  da  una  testa  gettava 
vino  bianco  et  da  V  altra  vino  rosso,  et  ivi  gli  fu  presentata 
una  misura  come  quelle  in  che  si  misura  il  grano,  con  il  rasa- 
tore,  ogni  cosa  d'  argento,  la  qnale  enpita  dal  detto  elettore  et 
misurata  la  porse  a  un  Pappenhein,  marscaico  privilegiato  del- 
r  imperio,  al  quäle  tocava  a  dispensarla  a  nome  de  1'  imperio. 
fatto  auch'  eglino  1'  officio  loro  et  ritornato  alla  scala  dismontato 
diede  la  misura  al  detto  marscaico  et  ritorno  in  sala.  et  un'  al- 
tra volta  ritorno  ad  accompagnar  a  basso  il  conte  Palatino,  il 
quäle  anch'  egli  montato  sopra  a  un'  altro  ricchissimo  cavallo 
s'  inviö  verso  alla  gran  corte,  dove  erano  due  grandissime  cu- 
cine  fatte  di  tavole  postitie,  tra  le  quali  era  posta  una  tavola 
con  una  tovaglia,  sopra  alla  quäle  erano  posti  tre  piatti  con  le 
sue  vivande  dentro,  coperti  con  tre  altri  tutti  d'  argento  et  uno 
taffetano  rosso  di  sopra.  dismontato  prese  il  suo  cavallo  il  signor 
di  Saldinie,'  al  quäle  anch'  egh  aperteneva  1'  officio  dei  detti 
piatti,  li  quali  pigliatili  tutta  tre  un  sopra  V  altro,  sicome  loro  b 
usanza,  ascese  la  scala,  inanci  al  quäle  andava  1'  elettor  di  Sas- 
sonia  con  una  bachettina  nera  in  mano  accompagnato  da  suoi 
trombctti,  le  quali  vivande  pose  su  la  tavola,  dove  havevano  a 
mangiare  ambe  Sue  Maesta. 

In  questo  tempo  che  si  fece  queste  solenne   cerimonie,  il 
Magontia  con  gli  altri  doi  elettori  spirituali,  gli  quali  anch'  eglino, 


^  Soviel  als  avena,  Hafer. 

'  Zu  lesen:  Tnicfaseß  von  Waldburg? 


170 

come  per  obligo  et  voto,  si  gli  presentorno  inanci  con  il  detto 
bastone  della  cavalleria  et  delle  bolle  et  sigili,  et  lo  presentorono 
al  re,  il  quäle  prese  le  dette  bolle  et  una  ne  pose  al  collo  del 
Magontia  come  cancellier  di  Germania,  1'  altra  al  Trieri  come 
cancellier  della  Francia,  et  1'  altra  al  Cologna  come  cancellieri 
d'  Italia,  dicendogli  che  non  manco  voleva  osservare  tanto  quanto 
in  quelle  conteneva  di  quello  che  per  antica  usanza  havevano 
fatto  gli  altri  antecessori  suoi.  restava  ancora  al  re  di  far  1'  of- 
ficio suo,  sichfe  il  signor  di  Linborgo  prese  una  bellissima  coppa 
d'  argento  tutta  adorata  e  la  diede  al  re,  il  quäle  poi  la  porse 
a  r  imperatore,  che  poi  bevuto  alquanti  fuori  la  ritorno  in  raano 
al  re,  il  quäle  la  rese  al  Linborgo,  la  quäle  poi  per  privilegio 
restava  a  lui.  finite  queste  cerimonie  restorono  alla  tavola,  dove 
erano  sentate  ambe  Sue  Maestä,  gli  tre  luoghitenenti  dclli  elet- 
tori  seculari  cosi  in  piedi  con  il  mondo,  la  spada  et  il  scettro 
in  mano,  sopra  alla  quäle  stava  1'  imperiale  et  regal  Corona,  era 
la  detta  tavola  alla  testa  della  sala  tre  gradi  piü  alta  delle 
altre;  alla  destra  era  il  Magontia  et  da  V  altra  banda  al'  in- 
contro  di  quella  era  il  Cologna  e  tra  mezo  a  quelle  in  faccia 
alla  imperiale  era  il  Trieri.  drieto  al  Magontia  sei  passa  discosto 
era  il  conte  Palatino,  da  1'  altra  banda  all'  incontro  di  lui  era 
il  Sassonia  e  drieto  a  lui  era  il  marchese  di  Brandeborgo  cosi 
discosto,  tutti  vestiti  della  sua  dignita  et  soli  stavano  alla  sua 
tavola.  a  1'  altre  tavole,  ch'  erano  a  1'  altra  testa  della  sala,  sta- 
vano tutti  gli  duchi  et  marchesi,  angravii  et  vescovi.  nell'  altra 
sala  all'  incontro  di  quella  erano  quatro  altre  tavole,  nelle  quali 
sedevano  gh  prencipi^  di  queste  quatro  citta  Cologna,  Aquis- 
grana  e  Francoforte  con  gli  consiglieri,  secretarii  et  altri  per- 
sonaggi  di  grado,  tutte  con  le  sue  credentie  d'  argento  datte 
tutte  dalla  camera  di  Massimiliano,  et  serviti  da  conti  e  baroni 
con  abondantissime  vivaude.  et  tanto  si  poueva  sopra  le  tavole 
de  soli  elettori  come  sopra  a  quelle  di  Sue  Macsta  et  altri 
prencipi. 

Havea  quella  mattina  la  duchessa  di  Sassonia  fatto  un 
splendidissimo  convito  alla  reina,  la  prencipessa  di  Boemia, 
r  arciduchessa  d'  Austria,  la  duchessa  di  Bavera  et  quella  di 
Lorena  con  altre  illustri  donne.  finito  da  ogni  banda  gli  magni 
conviti  si  levorono  da  mensa  et  si  fecero  alla  tinestra  per  vedere 


*  Wohl  im  allgemeinen  die  Häupter,  also  hier  Bürgermeister. 


171 

la  festa  dil  bue,  che  dalla  doniinica  maltina  sin'  a  quell'  hora 
era  seinpre  stato  al  fuoco  in  un  gran  scliidone,  il  quäle  si  vol- 
geva  con  due  ruote  da  quatro  huouiini,  et  cra  tutto  intiero  da 
li  corui  sin'  a  1'  ugne,  salvo  che  la  pelle  et  1'  interiora,  tutto  im- 
pilotato  di  persutti  di  porco,  porcellini  intieri,  capreti,  lepori, 
conigli,  caprioli,  agnelli,  oche,  pavoui,  fagiani,  pernici,  qualic, 
tordi,  tortore,  colombi,  caponi,  guline  et  molta  salsicia.  aperta 
aduuque  la  cucina,  la  quäle  cra  fatta  solamente  di  tavole  su  la 
piazza  per  mezzo  dove  erano  detti  prencipi  et  prencipesse,  lo 
lasciorono  in  preda  agli  poveri,  gli  quali  dierongi  cosi  crudel 
assalto,  che  ancorache  fusse  sopra  al  fuoco,  che  in  puoco  d'  hora 
lo  smembrorono,  come  se  fussero  stati  affamati  lupi  o  arabbiati 
cani,  con  un  rumor  di  gi'idi  et  furia  d'  urti  troppo  incredibile. 
questo  spasso  si  suol  fare  al  tempo  de  simili  trionili.  il  quäl 
linito  con  grandissimo  diletto  d'  ognuno  1'  imperatore  si  levo  et 
cosi  in  pontificale  con  il  medesimo  ordine  che  venne  dalla  chiesa. 
cosi  se  ne  torno  al  palaggio  suo  con  la  guardia  di  detti  300 
corsaletti,  che  sempre  tanto  che  duro  il  convito,  stettero  alla 
guardia  della  piazza  .  .  .  .^ 

Continoando  adunque  in  molti  spassi  et  giuochi  si  fece 
depo  detta  coronatione  un  bellissimo  giuocho  di  scrimia  d'  ogni 
Sorte  d'  armi.  depo  questo  il  nuovo  re  fece  correr  a  1'  anello  una 
bellissima  credenza  d'  argento  di  Valuta  di  cinquc  milla  talleri. 
gli  mantenitori  furono  il  duca  di  Sassonia  et  duca  di  Clcves  in 
bellissima  livrea  di  casa  d'Austria;  et  cosi  gli  senatori  della 
citta  havevano  in  questo  mezo  fatto  far  un  bellissimo  castello 
in  forma  quadra  con  torri  et  bastioni  in  meggio  al  liume  tra 
le  due  citta,  tatto  depinto  con  le  arme  delU  elettori,  et  una 
grandissima  aquila  imperiale  sopra  alla  torre  maestra.  al  quäle 
SU  la  sera  gli  fu  datto  1'  assalto  da  due  fuste^  con  continuo 
sparare  d'  artegliaria  dai  forti  della  citta  et  altri  luochi,  et  ac- 
ceso  dentro  il  fuoco  comincio  auch'  egli  senza  altro  aiuto  a  spa- 
rar  fuori  a  termine  con  tanto  bei  modo  et  tanto  strepito  che  '1 
tuono  delle  grosse  bombarde,  che  di  fuor  tiravano,  era  assai 
menore.  il  quäle  continuo  per  il  spatio  di  due  bore  con  gran- 
dissimo diletto  d'  ogn'  uno. 

'  Zu  der  Auslassung  au  dieser  Stelle  (Ansprache  und  Kredenzschreibeu  des 
türkischen  Gesandten  Straaki  und  die  Lösten  der  Anwesenden)  s.  die  Ein- 
leitung, 8.  18. 

*  Eine  Art  von  Schiffen. 


172 

II  rcsto  del  tempo  era  dispensato  le  mattine  nelle  inipor- 
tanti  speditioni  dell'  impcrio  et  di  altre  persone  venute  a  tal  ef- 
fetto,  il  gioruo  et  sera  in  spleudidissimi  conviti  et  magne  feste, 
dove  ancor  ballarono  ambe  Sue  Maesta  et  prcncipi  et  prcnci- 
pesse  con  intcrmcdii  di  divinissime  musiche,  et  grossissimi  giuo- 
chi  di  primera;^  tra  gli  quali  furono  in  una  posta  mcssi  700 
talleri  tra  il  duca  di  Sassonia,  il  duca  di  Cleves  et  duca  di  Ba- 
vera.  nella  quäle  sentata  il  duca  di  Bavera  vinse  35000  talleri 
al  duca  di  Sassonia  in  su  la  fede,  che  mandatigli  la  niattina 
seguente  il  duca  di  Bavera  come  generoso  e  cortese  glieli  ri- 
niandö  indricto  la  maggior  parte,  et  con  questi  giuochi,  spassi 
c  conviti  si  passorono  sin'  al  principio  di  decembre.  dei  quali  con- 
viti cosi  di  frequentare  di  splendidezza  d'  infinite  inventioni  di 
delicatissime  vivande,  historie  con  figure  di  zuchero,  zeli,^  con- 
ditio confettioni,  selvadiginc,  polami,  ucellarai,  pessi  di  mare  et 
di  diversi  fiumi  et  di  quante  cose  che  huomo  si  possa  immagi- 
nare  ve  n' era.  1' invitto  duca  di  Bavera,  ancorchfe  quelli^  dil 
nuovo  re  et  duca  di  Sassonia  fussero  molti  et  magnitici,  non 
volse  pero  egli  punto  essere  inferiore  a  quelli  et  sempre  con 
tanta  intrinseca  et  amorevole  amicitia  de  detti  prcncipi  et  pren- 
cipesse,  quanto  gik  longo  terapo  fusse  in  detta  patria  fatta,  che 
non  cessando  il  detto  duca  secondo  il  generoso  costume  suo 
d'  accarezzare  et  honorare  detti  prencipi  et  prencipesse  volse 
ancora  far  1'  ultima  cena  della  lor  partenza,  accompagnata  oltra 
la  dilettevol  musica  d'  una  solenne  festa,  et  ivi  con  benigne  pa- 
role,  grate  rispostc  et  larghissime  Offerte  non  senza  lagrime  nel 
pigliar  licenza  consumorono  buona  parte  della  notte. 

La  seguente  mattina  si  parti  il  duca  di  Sassonia  et  molti 
altri  prencipi  per  tornarscne  nei  loro  paesi.  perch^  la  peste 
continuava  nell'  Austria,  Bavera  et  Boemia,  nel  quäl  regno 
depo  la  partenza  loro  era  tanto  cresciuta  che  haveva  lasciatc 
alcune  cittk  di  gcnte  quasi  vuote,  1'  imperatore  fece  disegno  di 
piegar  il  Camino  suo  in  altre  parti.  dato  adunque  speditione 
alle  cose  importanti  dello  imperio  prese  la  via  di  Costanza,  e 
stato  che  fu  li  alcuni  giorni  andö  a  far  natale  et  carnevale  con 
Ic  vergini  reine  Madalena,  Margareta,  Barbara,  Gianna  et  He- 


'  Soll  wohl  heißen:  primicra  (ein  Kartenspiel). 
'  geli,  gclati:  Gefrornes. 
'  Nämlich:  conviti. 


173 

lena,  siie  figliuole,  nella  cittk  d'  Inspruc.  et  il  le,  la  regina,  il 
duca  et  dachessa  di  Havera  con  le  corti  sue  presero  la  via  di 
Ulma  per  andar  a  far  le  feste  in  Augiista.  et  1'  irabasciator  dil 
Turco  feee  la  via  della  campagna  di  Nerlinga,*  la  quäl  si  stende 
15  inilia  in  longo  et  10  in  largo,  abondantissima  di  grano  et 
copiosissima  di  terre  e  castclla  con  tre  cittk  di  differentc  si- 
gnoria.  iina  delle  qiiali  b.  Nerlinga,  imperiale,  bella  et  ben  po- 
pulata;  1'  altra  ^  Vendiga  dil  duca  di  Bavera,  et  1'  ultima  si  h 
Oetinga  dil  conte  di  tal  nome  cosi  chiaraato,  con  forsi  da  cento 
torre  e  castella,  che  senza  muover  passo  si  puono  veder  e  nu- 
merar,  oltra  a  motte  alti*c  che  sono  attorno  a  detta  campagna 
et  Coline  tutte  sudditc  al  detto  conte.  gionto  a  Toraber,*  nel 
qnal  luoco  tre  Humi  s'  imboccano  nel  Danubio,  che  sono  Iser, 
Muter  et  Perz,  ivi  s'  imbarc6  sul  detto  Dannbio  per  tornarsene 
alla  volta  de  Turchia. 

Hör  tornando  al  re  IVIassimiliano,  il  quäl  parti  aneh'  egli 
con  la  reina,  il  detto  duca  et  duchcssa  di  Bavera,  cosi  caval- 
cando  gionse  a  un  memorabil  loco,  dove  un  cervo  essendo  cac- 
ciato  prese  un  salto  a  traverso  a  quell'  ampla  strada  di  72 
[palmi],^  dove  il  signor  di  quel  luoco  fegli  per  signale  plantar 
due  colonne,  le  qnale  sin'  al  di  d'  hoggi  si  veggono.  cavalcando 
di  longo  gionse  nel  paese  di  Birtembergo  nel  contado  di  Este- 
stein, dove  il  detto  conte  puoche  di  inanzi  haveva  fatto  brug- 
giare  43  streghe,*  tre  delle  quali  havevano  confessuto  di  haver 
fatto  morire  95  puttini,  che  dapoi  smembrati  11  cuocevano  et 
servavano  il  grasso  per  ongersi.  un'  altra  essendo  alla  presenza 
dil  conte  et  altre  persone  disse  al  marito  suo,  il  quäl  cercava 
di  liberarla:  sappi,  marito  mio,  che  di  deciotto  anni  che  siamo 
congionti  in  matrimonio,  che  deciotto  mesi  non  m'  hai  goduta. 
voltatasi  al  conte  la  prego  che  fusse  contento  d'  ascoltarla  in 
qualche  secreto  luoco,  perchfe  gli  haveva  a  revelare  alcune  se- 

*  D.  i.  das  Bieß  mit  den  Städten  NOrdlingen,  Öttingcn  and  Wemdiiig. 

*  Donauwörth  mit  den  Mündungen  des  Znsam,  Schmutter  und  Wemitz. 

*  Die  Handschrift  hat  zur  Bezeichnung  des  Längenmaßes  ein  liegende« 
Parallelogp-amm;  palmo,  welches  ich  vcrmutungfsweise  gesetzt  habe,  ist 
eigentlich  Spanne,  gegenwärtig  wird  es  einem  Viertelmeter  gleichgesetzt. 

■*  Es  waren  die  Grafen  Ulrich  und  Sebastian  von  Helfenstein,  welche  63 
(43?)  Hexen  auf  einmal  hatten  verbrennen  lassen,  worüber  eine  im  Jahre 
1563  erschienene  Druckschrift:  »Wahrhaftige  und  erschreckliche  Thatten 
und  Handlangen  der  63  Hexen,  so  m  Wiesenstaig  mit  dem  Brand  ge- 
richtet worden'  das  Nähere  enthält;  angeführt  bei  Janssen  VIH,  8.  &48,  1. 


1562 
Dez.  24. 


174 

crete  cose.  trattisi  adunque  in  una  camera  dissegli  che  era  al- 
quanto  sorda  e  che  bisognava  che  si  accostassero  insieme,  sichfe 
il  conte,  il  quäl  sedeva,  se  la  fece  piü  aprossimare,  e  lei  fin- 
gendo  di  volergli  pavlare  ne  1'  orecchia,  se  gl'  aventö  con  le 
mani  nella  gola.  ma  il  conte,  ch'  era  grande  et  gagliardo,  se  la 
respinse  da  dosso,  gridando  che  fusse  presa.  la  quäl  puochi  di 
dopo  fecela  bruggiare. 

11  ridutto  di  queste  indiavolate  si  fa  in  un  amenissimo 
luoco  chiamato  Aiberg,  che  significa  montagno  del  fieno.^  il 
numero  loro  h  13663,  cosa  quasi  incredibile,  e  pur  h  vero,  se 
il  detto  conte  con  gli  processi  non  mente  al  re,  al  duca  et  a 
tanti  prencipi,  ch'  hanno  udito  et  letto  gl'  infiniti  delitti  loro  et 
come  fanno  gli  conviti,  feste  et  altri  spassi  nei  prati,  sopra  ar- 
bori  et  altri  luochi,  e  come  in  una  notte  havevano  bevuto  due 
botte  di  vino  al  padre  di  un  gentilhuomo  dil  duca  di  Bavera, 
ch'  era  li  alla  presenza  a  udii-e,  et  come  usando  carnalmente 
con  r  inimico  pighano  maggior  delettatione  che  con  1'  huomo,  il 
coito  dil  quäle  h  come  il  gelo  frcddo.  dei  quali  piü  memorabili 
delitti  il  duca  ne  volse  una  coppia.  quindi  partitosi  cavalcö 
verso  Augusta,  nella  quäl  citta  la  vigilia  di  Natale  fu  dal  senato 
tolto  sotto  ad  un  bellissimo  balduchino  et  cön  la  processione  di 
tutto  '1  clero  fu  honoratissimamente  ricevuto.  haveva  gia  il  duca 
di  Bavera  fatto  venire  la  duchessa  matre  sua,^  donna  fresca  et 
bellissiraa,  con  gli  prencipi  Guielmo,  Ferdinande  et  Ernesto  suoi 
figliuoli  et  le  prencipesse  Massimiliana  et  Maria  sue  figliuole^ 
per  maggior  intratenimento  della  Regia  Maestk  et  loro  figliuoli, 
alla  quäle  mai  mancö  et  in  detta  citta  et  nel  paese  suo,  confin 
di  quella,  di  honorarle  et  accarezzarle,  non  mancando  ancora 
quelli  Augustiniani  senatori  di  presentarle  et  festeggiarle  al  par 
d'  ogn'  altra  honorata  cittk.  ma  che  dirö  di  quelli  magnanimi  et 


*  Ein  Ort  Henberg  ist  in  Ritters  Ortslexikon  nicht  verzeichnet;  dagegen 
Heubach  und  Heuburg,  beide  im  Jagstkreise  (Württemberg). 

'  In  der  Handschrift  Lücke  für  ein  Wort  zwischen  dncbessa  und  madre. 
Gemeint  ist  Maria  Jakobäa,  Tochter  Philipps  I.  von  Baden-Sponheim, 
Witwe  Herzog  Wilhelms  IV.  von  Bayern,  damals  allerdings  schon  55  Jahre 
alt  (geb.  1507). 

"  Die  Kinder  sind  Wilhelm  (V.),  geb.  1548,  Ferdinand,  geb.  1550,  Ernst, 
geb.  1554  (später  Erzbischof  von  Köln  1683—1612)  nnd  die  Tikihter 
Marie,  geb.  1551  (heiratete  Erzherzog  Karl  von  Österreich,  wurde  Mutter 
Kaiser  Ferdinands  II.)  und  Marie  Maximiliane,  geb.  1552  (blieb  unver- 
niählt). 


175 

affecionatissimi  di  casa  d'Austria  et  Bavera,  gli  signori  Foccari, 
spechi  et  lami,  non  dirö  di  quelia  cittk,  ma  di  tutta  la  Germa- 
nia, patria  dellc  cortesie  et  honori  fatti  a  qiieste  due  invittissime 
case?  che  non  solamentc  all'  hora,  ma  ancor  poeo  tempo  inanci 
cir  essendo  venute  le  dette  vergini  regine  a  diportarsi  *  col 
duca  et  duchessa  di  Bavera,  eugnato  et  sorella  loro,  nel  lor 
paese,  volsc  il  generoso  signor  Gioan  Jacobo'  venir  a  Monaco 
ad  invitarli  tutti  con  le  corti  sue  in  detta  citta  d'  Augusta,  nella 
quäle  non  mancorono  di  fargli  solenne  feste,  spien didissimi  con- 
viti,  giocolosi  combattimenti,  giostre  navali  in  livrea  di  casa 
d'Austria  et  Bavera  et  molti  altri  dilettevoli  spassi  fatti  hör  in 
questo  magnifico  palazzo  et  hora  in  quel  mirabilissimo  giardino, 
questi  adornati  di  bellissime  dipinture  et  finissime  tapezzarie,  et 
qnelli  d'  ogni  sorte  di  frutti  et  fiori  con  mirabilissimi  fonti,  che 
da  infinite  et  bellissime  figure  si  spargono,  delle  qiiali  alcune 
per  la  violenza  dell'  acqaa  continuamente  si  va  aggirando,  come 
ancora  fa  una  raggia  nel  giardino  del  signor  .  .  .'  Foccari,  che 
mai  dl  e  notte  cessa  d'  andare  senza  altro  aiuto  che  de  1'  aqua, 
oltra  a  molte  altre  dilettevoli  cose  da  vedere,  non  mancando 
altresi  quelia  inclita  cittJi  di  presentarle,  convitarle  et  festeg- 
giarle.  a  una  de  quäl  feste  vi  si  ritrovorono  tra  giovane  donne 
e  vergini  da  300  in  su,  tutte  con  le  berette,  come  h  sua  usanza, 
di  veluto  con  pontali  o  rosette  d'  oro  guemite  et  infinite  et  grosse 
catene  d'  oro.  ma  piü  era  1'  universale  angelica  sua  bellezza 
veramente  naturale  senza  paragone  di  qualsivolia  d'  altra  no- 
minata  citta,  a  tale  che  per  la  magnificentia  sua,  la  rara  bel- 
lezza di  quelle  illustre  donne  con  gli  superbi  edificii  et  magni 
palazzi,  gli  grandissimi  trafichi  et  continui  mercati,  che  per  tutüi 
la  settimana  si  gli  fanno  di  tanto  grano  et  di  cento  carra  di 
pane  et  Cinquecento  botte  di  vino  et  tante  altre  cose,  che  gli 
vengono  portata  di  fuori  via,  si  pno  chiamare  1'  honore  di  tutta 
la  Germania. 


*  Soviel  als  divertirsi. 

'  Johann  Jakob  Fugger,  berühmt  als  Förderer  der  Künste  nnd  Wissen- 
»chaflen,  Sammler,  anch  Schriftsteller,  geb.  1616.  Er  trat  156B  in  bayri- 
whe  Dienste  nnd  wurde  hernach  Albrechts  Kammerpräsident;  f  1575. 

•  LOcke  für  ein  bis  zwei  Worte. 


176 

Coiiflitto  graiidc  fatto  al  re  di  Poloiiia  et  criidel  strag:c 
fatta  dal  re  di  Moscoviti  iiella  Littuania  sotto  al  detto  re. 

Era  gih,  venuta  la  miova  a  Cesare  et  al  re  de  Romani, 
come  il  duca^  di  Moscovia  con  il  sforzo  di  260  milla  persone 
era  venuto  contro  al  re  di  Polonia,  et  entrato  nel  paese  di  Lit- 
tuania dopo  cinque  vittorie  s'  accampö  sotto  alla  citta  di  Plcsche 
over  Polosche,^  la  quäle  ancorch^  valorosamente  si  diffendesse, 
a  1'  ultimo  fu  presa  et  tagliato  a  pezzi  20  000  persone  e  brug- 
giato  fin  SU  le  fondamenta.  dapoi  prese  tiitte  le  donne,  vergini 
et  giovinette  et  fattigli  spogliar  nudi  fece  sagittar  le  donne  nelle 
secrete  parti,  facendole  bersaglio^  al  loro  giuoco,  usando  ancora 
altre  piü  crudeli  tirarinie,  che  non  sono  da  scriver.  fu  ancora 
preso  il  capitano  di  detta  citta  con  la  moglie,  ai  quali  fu  sal- 
vata  la  vita.  dove  per  la  potentia  sua  fu  sforzato  il  proprio 
duca  di  Littuania,  Nicolo  Ratzafil,*  a  retirarsi  et  fatto  retirare 
r  essercito  christiano  di  60  milla  persone,  insuperbita  questa 
barbarica  gente  di  queste  vittorie  si  messero  all'  assedio  d'  un'  al- 
tra  citta  chiamata  Rioff,  posta  sopra  al  fiume  Dorisenes,  et  oc- 
cupögli  tutti  i  passi  delle  vettovaglie  per  assediar  li  dentro.^ 

Dopo  il  detto  duca  tolse  40  milla  dil  suo  essercito  et  man- 
dolli  per  certi  luochi  deserti  a  una  citta  lontana  60  miglia  per 
prenderla  et  bruggiarla  et  fece  intcndere  al  re  di  Polonia  che 
non  sperasse  d'  haver  mai  pace  seco,  et  che  parechiasse  di  man- 
dargli  il  corpo  suo  in  un  cateletto "  d'  argcnto  over  la  testa.''  questo 
credo  che  sia  quel  grandissimo  et  potentissimo  nemico,  del  quäl 
David   fa   mentione   nel   salmo  .  .^,   la   fama   del    quäle    debbe 


^  Es  stand  re;  dnca  von  anderer  Hand  (der  des  Verfassers?  vgl.  oben 
S.  21)  korrigiert;   ebenso   zn  Anfang  des  näcbsten  Absatzes. 

^  Es  ist  der  Einfall  Iwans  des  Sclireckliclien  in  Livland  zn  Anfang  dos 
Jahres  1563  gemeint.  Am  31.  Januar  stand  er  vor  Polozk  (an  der  Dana), 
am  15.  Febrnar  war  die  Stadt  in  seinen  Händen.  Vgl.  Seraphim,  Gesch. 
Liv-,  Est-  und  Kurlands,  Bd.  2  (Reval  1896),  S.  9. 

'  Vor  bersaglio  steht  in  der  Handschrift  scusar,  offenbar  verschrieben  (für 
quasi?). 

*  Nikolaus  ßadziwill,  Hetman  von  Livland. 

^  Offenbar  Kiew  am  Dnjepr  (=  Borysthenes). 

*  Soviel  als  cataletto,  Sarg. 

'  Mehrere  Siege  des  obgenannten  Hetmans  Radziwill  über  die  Russen 
trieben  den  Czaren  bald  zurück,  der  sich  dann  mit  dem  König  von  Polen 
wieder  vertrug. 

*  Lücke  für  die  Zahl  des  Psalmes. 


177 

esser   i!   flagello   del   mondo.    che   per   molti  anni  inanzi  mai  fe 
statA  noniinata.  che  Iddio  ci  guardi  dalla  tirannide  e  crudelta  sna ! 

Partita  dil  rc  Nassiiuiliano  d'Aiignsta  et  andata  sua 

dl  Vlcna. 

Finite  Ic  feste  di  natile  il  re  con  pnoca  corte  cavalco  alla 
volta  d'  Inspruc,  dove  dall'  imperatore  era  aspettato  per  con- 
sultar  insicine  alcuni  loro  importantissimi  secreti.  stato  U  alcuni 
giorni  si  ritomo  a  far  carnevale  con  la  regiiia,  la  quäle  haveva 
lasciata  in  detta  citta'  in  compagnia  dil  duca,  duchessc  et 
figlinoli.  nel  quäl  tempo  si  corse  a  1'  anello,  si  giuoco  di  scriinia 
d'  ogni  Sorte  d'  arme  et  si  ffe  una  ridicolosa  giostra  di  molte 
niassare  alla  villanesca,  che  gli  giostranti  di  qnella  montavano 
sopra  a  stangoni  portati  da  doi  altri,  tenendo  i  piedi  in  un 
raastello*  d'  aqua  pieno  a  quel  stangone  sospeso,  che  poi  ve- 
nendo  1'  un  contra  1'  altro  ad  urtarsi  con  le  lancie  incoconate' 
et  cascando  si  alzavano  gli  piedi  col  mastello  al  cielo  et  tutta 
r  aqua  si  rovesciavano  adosso  con  grandissimo  risa  d*  ogn'  nno. 
fatto  carnevale  cominciö  a  far  marchiar  la  corte  verso  Tena- 
boro*  per  imbarcarsi  su  '1  Danubio.  che  sapcndo  di  questo  il 
magnanimo  duca  prese  il  caraino  con  la  corte  sua  verso  Igol- 
stadio  per  ricever  Sua  Maesta,  la  quäle  1'  ottavo  d\  di  marzo  *^^ 
sopra  forsi  cinquanta  barchi,  tra  le  quali  alcune  ve  n'  erano  e 
per  Sua  ^faestii  et  per  la  nobilta  della  corte  sua  non  meno  ac- 
coinodate  di  uno  honorato  et  ben'  adomato  palazzetto  di  Venetia 
di  loggie  depinte  et  di  camere  et  sale  guernitc  di  belle  tapez- 
zarie,  dove  con  giubilo  di  trombe  et  artegliaria  dismonto  al  bel- 
lissimo  et  fortissirao  castello,  che  con  la  citta  si  congionge.  il 
seguente  giomo  depo  il  sontuoso  convito  si  ballo  et  il  re  volse 
veder  la  fortezza  a  tomo  a  torno  con  grandissima  ammiratione 
di  quella  et  de  1'  infinita  artegliaria  posta  alla  difFesa  sua,  mas- 
sime  di  quella  cosi  grossa  e  ben  fatta  che  posta  era  alla  diffesa 
del  castello ;  con  la  quäle  si  misse  a  tirar  con  suoi  gentil'  huo- 
mini  a  un  bersaglio  posto  oltra  al  fiume  da  cerca  un  quarto  di 
miglio,  et  vinti  una  quantita  di  talleri  gli  dono  a  borabardieri. 
intanto  il  duca  preparava  di  far  altri  spassi  a  Sua  Maesta;  ina 

*  D.  i.  Angsbiirg. 

'  I$ottici^  grOfieres  Qefaß. 
»  So? 

*  Wohl  wieder  DonanwCrtli. 

Ponte».    I.  Abt.  Bd.  IX.  13 


178 

r  andata  sua  era  di  grand'  importanza  per  una  dieta  ch'  haveva 
ordinata  in  Viena  et  per  dar  ordine  all'  aparechio  che  si  dovea 
fare  nella  cittk  di  Possonia  per  la  coronatione  del  regno  d'  Hon- 
garia^:  la  quäle  insieme  con  la  sperata  coronatione  de  1' impe- 
rial dignita  mi  riservo  per  un'  altra  volta  a  darla  in  luce  con 
altre  imprese  tra  detto  tempo,  s'  occorrerk  degne  di  memoria, 
per  la  quäl  cosa  il  duca  non  puote  tanto  intratenerlo  che  gli 
potesse  mostrar  1'  affetionato  et  suo  immenso  amore;  siehe  la 
seguente  mattina  nell'  apparir  dil  giorno  si  ritrovö  imbarcato 
con  tutta  la  corte  sua  su  '1  detto  fiume.  ma  lasciamolo  andar, 
che  Iddio  lo  benedica  et  prosperi  in  longa  vita,  perche  tante 
sono  le  virtü  e  bontk  sue,  che  altro  non  si  puo  sperare  che 
Salute  alla  Christianita. 

Dieta  fatta  in  Igolstado  e  la  mirabile  processione, 
che  si  fa  nella  citth  di  Monaco. 

Restando  il  duca  in  detta  citta  ffe  convocar  tutti  gli  capi  con 
72  abbatie  del  suo  paese  per  far  una  dieta,  nella  quäle  chiede- 
vale  700  milla  talleri,  all'  incontro  de  quali  detti  principali  chie- 
sero  che '1  duca  gli  concedesse  alcuni  suoi  privilegi  imperiali^: 
il  potersi  communicare  sub  utraque  specie  senza  la  celebratione 
della  messa,  cosa  contraria  all'  ordinatione  de  proprii  Lutherani, 
et  che  ancora  gli  concedesse  il  matrimonio  sacerdotale,  il  poter 
mangiar  carne  in  ogni  tempo  et  bateggiar  nel  suo  idioma.  ma 
il  duca,  il  quäle  mal  si  volse  segregar  dalla  Romana  chiesa,  non 
volse  concedergli  alcune  di  dette  loro  dimande^  senza  il  consenso 
di  Sua  Santita  o  del  concilio,  il  quäle  all'  hora  si  celebrava  in 
Trento,  nella  quäl  citta  vi  si  ritrovavano  oltra  il  cardinal  di 
Mantoa  et  il  cardinal  Seripando   di  Napoli  sette  altri  cardinali, 


*  Die  Krönting  Maximilians  als  König  von  Ungarn  erfolgte  am  8.  Septem- 
ber 1563. 

*  So  in  der  Handschrift,  vermutlich  für  ein  anderes  Adjektiv  (speciali?) 
verschrieben  oder  verlesen. 

'^  Herzog  Albrecht  hatte  sich  selbst  auf  dem  Konzil  für  Gewährung  des 
Laienkelches  und  Priesterehe  verwandt;  bald  hernach  aber  trat  bei  ihm 
—  nicht  ohne  jesuitischen  Einfluß  —  eine  Sinnesänderung  ein,  die  er 
zuerst  auf  dem  Ingolstädter  Landtage  dokumentierte;  er  verblieb  starr 
auf  dem  Boden  der  alten  Kirche  und  zeigte  sich  alleu  kirchlichen  Zu- 
geständnissen abhold. 


179 

18  oratori,  tre  p.itriarchi,  32  arcivescovi,  227  vescovi,  de  quali 
sette  ne  mor\;  12  abbati,  tre  dottori  di  Icjje  per  ii  sacro  con- 
cilio,  6  thoolo^lii  mandati  da  Sna  Santitk,  12  theoIo<2^hi  mandati 
dal  Christ""*  re  di  Francia,  16  theologhi  mandati  dal  Catholico 
re  Filippo  di  Spagna,  3  theologhi  mandati  dal  re  di  Portogallo, 
1  theologo  mandato  dal  duca  di  Bavera,  10  procuratori  degh 
vescovi  absenti,  2  procuratori  dell' ordine/  21  theologhi  seculari 
dottori,  2  dottori  francesi  dell'  ordine  di  Santo  Bencdetto,  9  theo- 
loghi con  suoi  generali  dell'  ordine  ossei'vantc  di  san  Francesco, 
16  theologhi  dell'  ordine  de  fratri  minori  di  san  Francesco  con- 
ventuali,  15  theologhi  dell'  ordine  Eremitano  di  sant'  Agostino, 
7  theologhi  dell'  ordine  Carmelitano,  2  theologhi  dell'  ordine  di 
Servi,  3  ofticiali  vescovi  del  sacro  concilio,  9  cantori  del  sacro 
concilio,  4  notari,  2  cavalari,  et  apresso  molti  noncii  de  tutti 
gli  potentati  christiani.  et  se  ben  alcuno  desidera  nell'  intrinseco 
suo  di  viver  in  tal  modo,  nondimeno  per  tntta  la  Bavera  vuole 
il  duca  che  si  servi  gl'  instituti  della  Romana  chiesa,  e  per  tutto 
dove  h  stato  con  la  corte  sua:  che  ritrovandomi  1' anno  1561 
col  detto  prencipe  dal  duca  dei  Doi  Ponti,  dove  erano  invitati 
molti  prencipi  e  prencipesse  lutherani  al  battesimo  d'  un  suo 
puttino,'  io  senti  a  ordinär  da  parte  sua  che  alcuno  non  volesse 
mangiar  caiTie  in  giorni  quadragesimali,  c  non  solamente  [non] 
volse  mangiarne,  ma  non  volse  altresi  andar  in  chiesa:  sich^ 
per  tutto  il  paese  suo  si  celebra  devotamentc,  si  predica  ogni 
domenica  et  feste  comandate  et  ogni  mattina  fa  celebrar  la 
messa  in  corte  sua  con  grandissima  solennitii  di  rausica  et  or- 
gano  et  riverenti  cerimonie  et  devotione.  et  al  tempo  dil  sacra- 
tissimo  corpo  di  Christo  si  fa  una  solennissima  et  delle  belle 
proeessioni '  che  dalla  religione  Romana  si  possi  fare,  nella  citta 
di  Monaco  tutta  quanta  con  gli  misteri  del  vecchio  et  nuovo 
testamento  in  figura,  cominciando  dalla  creation  del  mondo  sin'  al 
nascimcnto  di  Christo,  et  dal  nascimento  poi  sino  alla  missione 
del  spirito  santo  con  tutta  la  vita,  passione  et  rcsurrettione  sua. 


*  So!  Der  Name  des  Ordens,  der  gemeint  ist,   scheint  ausgefallen  zu  sein. 

'  Es  galt  aogenscbciulick  der  Taufe  der  am  4.  Oktober  1561  geborenen 
Marie  Elisabeth,  der  jüngsten  Tochter  des  Pfalzgrafen  Wolfgang  von 
ZweibrQcken  und  Neuburg. 

'  Über  die  Fronleichnamsprosessioncn  der  MQncheuer  Bürgerschaft  vgl. 
Janßen,  Deutsche  Geschichte  VI,  S.  259  f.  und  die  dort  angeführte  Lite- 
ratur. 

12* 


180 

attribuendo  uno  capitolo  per  ciascima  aite^  con  honorati  habiti, 
gesti  et  persone  appropriate  a  quelle  cli  detti  testamenti  cosi  di 
donne  come  d'  huomini  et  giovani,  procedendo  con  graudi  et 
bellissimi  candeglieri  tutti  adorati  con  suoi  stendardi  d'  ormesino 
con  le  arti  loro  dentro  depinte  et  messi  a  oro,  et  per  piü  in- 
telligenza  cantano  alcuni  capitoli.  prima  viene  portata  una  gran 
balla,  atorno  alla  quäle  h  depinto  tutto  '1  mondo,  che  signilica 
la  creation  di  quello,  in  meggio  a  quatro  simil  candeglieri  col 
stendardo  dentro  depinto  uno  aratro  argentato,  il  quäl  capitolo 
apertiene  agli  agricoltori.  veneva  dopo  il  creator  di  quelle  con 
un  bellissimo  manto  di  veluto  cremesino.  al  secondo  capitolo 
veneva  Adam  et  Eva,  inanzi  ai  quali  era  portato  un  bellissimo 
arboro  con  pomi  depinti  et  uno  serpente  sopra  a  quelle;  drieto 
ai  quali  andava  un  angelo  con  la  spada  in  mano  sotto  a  un 
stendardo  con  due  false  dentro  argentate  in  mezo  ad  altri  belli 
cavalieri.  dopo  venevano  Caim  et  Abel  uno  con  un  cane  et 
r  altro  con  un'  agnello  sotto  ad  un  stendardo,  dentro  messi  a 
oro  istromcnti  da  latte  pertinenti  a  pastori.  dopo  con  bei  in- 
gegno  era  portata  1'  arca  di  Noe  con  la  famiglia  dentro,  e  parea 
veramente  che  lei  portasse  la  detta  famiglia,  con  gli  suoi  can- 
deglieri et  un  stendardo,  dentro  depinto  una  gran  nave  accom- 
pagnata  da  navaroli.  veneva  drieto  a  questi  Lot  con  la  moglie, 
fasciata  a  modo  d'  una  statua,  et  le  figliuole,  le  quali  erano  due 
bellissime  giovani,  una  in  habito  d'  ormesino  verde  con  una 
cesta  al  braccio,  et  1'  altra  in  simile  habito  morello  con  una 
fiasca^  in  mano;  et  cosi  seguiva  Abraam  con  Sarra,  Isaac  con 
Rebecca  et  Jacob  in  mezo  a  lui  et  Rachel  con  le  due  serve; 
drieto  Joseph  et  fratelli,  Faraone  et  iMoise  in  diversi  capituli 
con  tutti  gli  altri,  accompagnati  dalle  dette  arti  nel  medemo 
oi'dine  di  sopra  narrato.  et  cosi  parimente  si  procedeva  nel 
nuovo  testamento,  accompagnati  di  capitolo  in  capitolo  con  tutti 
i  misteri  della  passione,  et  cosi  di  santi  et  sante,  tra  gli  quali 
veneva  un  san  Georgio  sopra  a  un  grande  e  ben  guernito  cor- 
siero,  a  pari  a  una  bellissima  damigclla  con  una  bellissima 
vesta  di  brocato  et  una  Corona  in  capo,  la  quäle  guidava  un 
smisurato  serpente  con  un  laccio  di  scta  verde,  inanzi  ai  quali 


*  Zunft  oder  Gewerbe;  jedes  Gewerbe  übernahm  es,  ein  lebendes  Bild  oder 

eine  Gruppe  zu  stellen. 
'  So  (gleich  Flasche);  sollte  nicht  frasca  (lieis,  Zweig)  zu  lesen  sein? 


181 

undavanu  ({uatro  p«ggi  e  drieto  una  grossu  couipagnia  de  ca- 
vallieri,  tutli  della  corte  dil  duca.  passati  tutti  gli  capitoli  sc- 
guiva  gli  frati  con  tutU  la  chieresia.  dopo  crano  portati  gli 
doi  tabernacoli  sotto  ai  balduchini,  uno  dcl  duca  et  1'  altro  del 
scnato  con  gli  seuatori,  et  trombetti  dinanci  a  detti  balduchini. 
questa  processione  dura  quasi  cinque  höre  et  circuisse  a  torno 
le  uiura  della  citta,  accioch^  la  gran  moltitudine,  che  da  molti 
luochi  veiuita  era,  la  potesse  agiatamente  vedere.  la  quäl  pro- 
cessione si  t'a  con  questa  solennita  (per  la  grau  spesa  che  vi 
occorre)  solamcnte  ogni  tre  auni. 

Prciieipi  veiiuti  u  diportarsi  eoii  il  duca  di  Bavcra 
iiel  siio  pacsc. 

Fattii  la  quaresima  in  detta  citta  ritorno  a  far  la  pasca  Apr.  li. 
nella  citta  di  Monaco,  nella  quäle  aspettava  1'  arcivescovo  di 
Salzpurg/  ricco  di  130  milla  scudi  a  1'  anno,  et  il  vescovo  di 
Fraisin*  con  1' abbate  prencipe  di  Vilbac^  et  altri  signori,  che 
senza  tali,  come  magnanimo,  rare  volte  si  ritrova.  questi  ven- 
nero  alla  penthecoste  e  dopo  alcnni  giorni  con  molti  spassi  par-  Mai  30. 
titisi  il  duca  andö  alle  nozze  della  figliuola  del  duca  di  Virtem- 
bergo,  la  quäle  si  maritava  nel  figliuol  secondo  de  1'  Angravio.* 
alle  quäl  nozze  si  ritrovavano  molti  altri  signori  et  illustri  donne, 
la  piü  parte  Lutherani.  che  non  mancando  de  1'  innata  sua  cor- 
tesia  volse  che  il  detto  duca  et  duchessa,  gli  novelli  sposi,  la 
marchesa  d'Anspac,  sorella  di  Mauritio,^  et  Augusto  duca  di 
Sassonia,  il  conte  di  Sitz  et  altri  honorati  personaggi  venissero 
a  partecipar  con  lui  degli  spassi  del  suo  paese.  gli  quali  venuti 
non  gli  manco  di  quelle  carezze  e  cortesie  sue  solite.  tra  quali 
la  scra  di  san  Gioan  Battista  fö  bruggiare  un  bellissimo  castello  Juni  23. 
fuori  della  citta  all'  incontro  del  palazzo,  il  quäle  era  tutto  di- 
pinto  con  le  armi  di  detti  prencipi  a  torno  con  suoi  tomoni, 
che  venendo  un  velocissimo  folgere  da  un  cavallier,  che  guarda 
la  porta  di  fuori  di  detto  palazzo,  percosse  con  tanto  bei  modo 


*  Johann  Jakob  ron  Knen-Belasy  1560—1586. 

*  Moritz  von  Sandizell  1559 — 1566. 

*  Ein  FQrstabt  von  ,Vilbac'  oder  ähnlich  existiert  nicht. 

*  Hedwig,  Tochter  Christofs,  heiratete  am  10.  Mai  (Juni?)  1563  den  Land- 
grafen Ludwig  (von  Marburg),  sweiten  Sohn  Philipps  von  Hessen. 

*  Vgl.  oben  8.  100,  Anm.  3. 


182 

alla  ciraa  della  maestra  torre  il  detto  castello  che  sigli  attacco 
il  fuoco,  il  quäl  descendendo  a  puoco  a  puoco  al  basso  s'  at- 
tacco in  una  ruota,  la  quäle  per  la  violenza  del  fuoco  veloce- 
mente  cominciö  a  girar  a  torno,  sparando  continuaraentc  schioppi, 
mandando  altresi  fuori  molte  fiamelle,  le  quali  attacorono  il 
fuoco  nelle  altri  torri,  ch'  atorniavano  il  detto  castello.  dalle 
quali  si  sentiva  a  sparare  tanti  strepitosi  tuoni  et  schioppi  et 
veder  raggi  volar  al  cielo,  con  altre  inventioni  di  variati  fuochi, 
che  scorrevano  per  1'  aria  et  per  la  terra,  che  la  gente  d'  apresso 
et  di  lontano  non  si  sentiva  in  parte  alcuna  da  quelii  sicura.  e 
tanto  era  il  gran  sparar  de  1'  artegliaria,  che  era  di  fuori  in  tre 
luochi  piantata,  et  la  ruina  de  grossi  mortari,  che  con  terribil 
tuono  mandavano  al  cielo  alcune  balle  di  fuoco,  le  quali  poi 
spargendosi  per  1'  aria  facevano  di  se  molte  fiamelle  con  lon- 
ghissime  code  a  modo  di  comete,  che  piovendo  in  molte  parti 
parea  che  tra  quelle  et  altri  fuochi  artificiali,  che  per  1'  acqua 
trascorrevano,  che  un'  altra  Sodoma  e  Gomora  s'  abrugiasse.  il 
quäl  spasso  con  continoe  trombe  e  suon  di  tamborri  duro  per 
il  spatio  di  due  höre  con  piacer  e  Stupor  grandissimo  d'  ognuno. 

Ferdinaiido  primo  imperatorc  si  parte  da  Inspruc. 

Partendosi  in  detto  tempo  1'  imperatore  per  andar  alla  volta 
di  Viena  et  dovendo  passar  per  Bosserborgo  citta  di  Bavera 
assai  bella,  posta  su  la  riva  del  fiume  Eno/  il  quäl  quasi  la 
cinge  a  torno,  volse  il  duca  di  Bavera  in  compagnia  del  duca 
di  Birtembergo  et  altri  signori  andar  a  riceverlo  et  honorarlo 
in  detta  sua  citta,  nella  quäle  poi  V  imperatore  1'  investi  della 
dignita  di  gran  cameriero  dell'  iraperio  con  provisione  di  cin- 
quanta  milla  rainesi^  a  1'  anno,  tornati  a  Monaco  dapoi  fatte 
alcune  belle  caccie  et  altri  spassi  con  iniiniti  ringraziamenti  et 
honorati  doni  dell'  una  e  1'  altra  corte,  cavalcorono  al  paese  suo. 
non  st^  guari  che  gionse  il  marchese  di  Bada,  cugnato  suo,  et 
la  marchesa  sua  sorella,^  bella  al  par  d'  ogn'  altra  a  tempi  nostri, 

*  Wasserburg  am  Inn.  Nach  dem  von  v.  Stäliu  in  den  Forschungen  zur 
deutschen  Geschichte  I,  S.  395,  verzeichneten  Itinerar  vorweilte  Ferdi- 
nand vom  1.  Februar  bis  25.  Juni  1663  in  Innsbruck;  am  27.  Juni  war 
er  in  Wasserburg,  vom  6.  Juli  ab  in  Wien. 

'  D.  i.  rheinische  Gulden. 

'^  Mathilde,  Schwester  Albrechts,  geb.  1532,  f  lö65,  heiratete  1567  den 
Markgrafen  Philibert  von  Baden,  f  15G9. 


183 

in  conipagnia  d'  altri  personaggi,  et  puoco  dopo  gionse  da  Ins- 
pruc  tutte  le  reine  ligliuole  di  Cesare  con  nobil  couipagnia  de 
signori  et  donne  illustri.  et  continuando  la  venuta  d'  altri  perso- 
naggi per  spasarsi  in  quelle  cosi  dilettevoii  caeeie  et  pescag- 
gioni  del  paese  suo,  a  tutti  nou  mancö  secondo  1'  antico  suo 
costume  d'  ogn'  altra  cortesia  et  carezze  che  si  potesse  fare.  et 
con  simili  et  altri  spassi  consumö  tutta  1'  cstade  her  in  questa 
citta  et  hör  in  quel  castello.  e  ben  lo  puote  fare  per  esser,  si 
puo  dire,  re  e  signore  delle  piü  belle  caccie  e  pescarezzi  di 
tatta  1'  Europa,  non  che  de  la  Germania,  si  per  le  amplissime 
selve  che  sono  alla  pianura,  dove  si  trovano  in  Cinquecento 
cervi  et  caprioli  alla  volta,  et  di  boscarezzi,  monti  volti  verso 
r  Italia,  pieni  di  porci,  orsi  et  altri  infiniti  animali,  come  ancor 
per  r  infiniti  fiumi  et  laghi,  che  abondano  d'  infinite  sorte  de 
pesci;  e  tanto  piü  per  esser  signore  di  trentaquatro  cittk  a  lui 
devote  et  aff'eccionate,  le  quali  sono  queste  qui  sottoscritte :  Mo- 
naco sul  fiume  Iser,  Ingolstado  sul  Danubio,  Lanznot  sul  Iser, 
Stranbingh  sul  Danubio,  Laintzbergh  sul  fiume  Licus,  Bosser- 
bergo  sul  fiume  Eno,  Burcthausen,  Reichenall,  Braunau,  Schonga 
sul  Licus,  Dechendorf,  Kelhaiu,  Vilszenoven,  Kahin,  Weilein, 
Fridberg  sul  Licus,  Traunstain,  Aicac,  Sarding,  Dingelfing  sul 
Iser,  PfafFehoven,  Otting,  Erding  sul  Iser,  Landenn  sul  Iser, 
Osterofi"en,  Vendige,  Neustat  sul  Danubio,  Abenspurc,  Furt, 
Dicfurt,  Schrobenhausen,  Statamhof,  Gravenau,^  et  altri  infiniti 
castelli  et  terre  con  72  abbatie,  oltra  a  molti  altri  luochi  acco- 
modati  per  le  dette  caccie. 

La  principale  di  queste  cittk  e  dove  il  dnca  fa  la  resi- 
denza  sua,  si  e  Monaco,  cittk  assai  grande  et  delle  belle  di  tutta 
Germania  si  per  le  ample  et  longhissime  strade  et  dritte,  adorne 
di  bellissimi  palazzi  la  piü  parte  depinti,  come  ancor  per  esser 
favorita  dal  bei  fiume  Iser,  il  quäl  descendendo  dal  monte  .  .  .' 
aprcsso  a  Mittembaldo^  et  passando  a  costo  a  qaella^  mandagli 


Die  Namen  der  Städte  sind:  MQnchen,  Ingolstadt,  Landshat,  Straubing, 
Landsberg,  Wasserburg,  Bnrghausen,  Rcichenhall,  Braunau,  Schongan, 
Deggendorf,  Kelbeim  (Handschrift:  Relhain),  Vilähofen,  Rain  a.D.,  Weil- 
heim, Friedberg,  Trannstein,  Aichach,  Schärding,  Dingolfing,  PfafTen- 
hofen,  Nen-Ötting,  Erding,  Landau,  Osterhofen,  Wemding,  Neustadt  a.  D., 
Abbach  (?),  Fnrth,  Dietfurt,  Schrobenliausen,  Stadt  am  Hof,  Urafing. 
Der  Name  des  Gebildes  i  Bayrische  Alpen)  fehlt. 
Mittenwald.  *  D.  i.  München. 


184 

dentro  alcuni  de  suoi  rami,  che  la  fa  accomoda  di  molti  edificii 
et  altre  cose,  oltra  alle  belle  fonti  et  adornati  pozzi  che  in  quella 
si  ritrovano.  che  dapoi  continuando  il  corso  suo  per  mezo  la 
Bavera  va  col  nome  a  perdersi  nel  Danubio  apresso  a  Possa.^ 
e  ancora  ornata  di  morbide  ortaglie,  fruttiferi  giardini,  grassis- 
simi  et  amenissirai  prati  et  abondantissime  campagne  di  grano, 
come  ancora  tutto  il  resto  della  Bavera.  sonvi  molte  chiese,  fra 
le  quali  v'  e  quella  della  Madonna  molto  bene  officiata  da  ca- 
nonici, grande  et  bella,  con  doi  bonissimi  organi  con  grossis- 
sime  canne  di  legno,  et  due  altissime  et  belHssime  torri  con 
forse  dieci  canipane.  sopra  v'  e  un'  honorata  compagnia  di  dot- 
tissimi  et  religiosissimi  sacerdoti  dell'  ordine  de  Jesuiti,  mante- 
nuta  dal  proprio  duca.^  ma  quello  che  la  fa  piü  vaga,  e  il  bel- 
lissimo  palaggio  del  detto  duca  posto  in  fortezza,^  il  quäle  da 
ponente  et  mezo  giorno  si  congionge  con  la  citta,  dall'  altra 
parte  s'  abbrazza  con  gli  bellissimi  et  amenissirai  giardini  d'  ogni 
Sorte  de  frutti  et  altre  dilettevoli  cose  adorno,  coppiosissimo  di 
ricchissime  fabriche  et  d'  ogni  sorte  de  luochi,  accomodato  per 
diporto  suo  di  loggie,  fonti,  pozzi,  bagni,  peschiere,  bellissimi 
praticelli,  vaghissimi  orticelH,  per  mezo  a  quali  passa  un  ramo 
di  detto  fiume  con  longhissime  loggie  d'  arancie  et  limoni,  luochi 
accomodati  per  giuocare,  ridutto  d'  ogni  sorte  d'  ucelli,  atorniato 
da  una  sotil  rete  di  rame  verde,  con  le  sue  fonti  dentro,  nelle 
quali  sovente  si  bagnano,  con  molti  arborscclli,  dove  si  vcggono 
volare  scherzando  con  suoi  amorosetti  canti,  che  chi  li  vede  et 
sentono,  restano  con  un  mare  di  letitia.  la  magnificentia  poi 
del  palaggio  credo  che  non  habbi  parangone,  la  sala  del  quäle 
si  puo  dimostrare  che  solo  il  soffitto  senza  la  gran  richezza 
deir  oro  ch'  adorna  la  mirabil  intersiatura  et  le  artificiose  porte 
et  Camino  di  quella  importa  4000  scudi  d'  oro  oltra  al  pavimento 
corrispondente  a  quello  di  bellissima  et  lucidissima  pietra  bianca 
e  rossa,  fatta  a  quadri  diversi,  cosi  ben  messi  che  le  commis- 
sure  di  quelli  a  pena  si  discernono,  salvo  che  per  la  difFerenza 


'  Passaa. 

^  Über  die  Jesuiten  in  Bayern  vgl.  Gotliein,  Ignatins  von  Loyola,  S,  G08  ff., 
und  Dulir,  Die  Jesuiten  an  den  deutschen  Fürstonliöfen  des  16.  Jahr- 
hunderts, S.  96  ff. 

*  D.  i.  der  jetzt  noch  so  genannte  ,Alte  ITof  (gegenwärtig  Sitz  verschie- 
dener BeliJJrdcn),  die  iilteste  lierzogliclie  Residenz  in  München,  erbaut 
12Ö3  bis   1256,  erneuert  1324  bis  1327. 


185 

del  colore,  a  tale  che  con  la  vaghezza  delle  rieche  camere  et 
altri  Inochi  adorni  di  vaghissime  dipinture  et  diligenti  qaadri 
con  finissime  tapezzarie,  et  alle  continue  et  mirabili  fabriche, 
che  tuttavia  si  fanno,  si  puo  chiamar  un  picciol  paradisetto  — 
e  tanto  piü  essendo  eongionto  con  quella  signorile  cittk,  in  ogni 
cosa  puoeo  inferiore  ad  Augusta.  ancorch^  aleuni  populari  nel- 
r  intrinseeo  suo  alquanto  pendino  a  qualche  openione  Intherana, 
amano  et  ricevono  perö  quelle  due  fortissime  colonne  della  santa 
matre  chiesa  Alberto  et  Anna,  et  tanto  che  gli  detti  prencipi 
viveranno,  la  religion  christiana  di  quella  felice  patria  viverk 
sicura  dalle  insidie  lutherane.  che  cosi  1'  onnipotente  Dio  man- 
tenga  il  splendor  suo  sopra  di  loro  per  infinita  secula  seculomm. 
Amen. 


Berichtigungen  und  Ergänzungen. 

S.  13  ff. :  Über  die  Kapelle  Herzc^  Albrechts  unterrichtet  eingehend  die  von 
einem  ihrer  Mitglieder  Massimo  Trojano  oder  Trajano  aus  Neapel  ab- 
gefaßte Gelegenheitsschrift:  „Discorsi  delli  triomfi,  g^ostre,  apparati  e 
delle  cose  piü  notabile  fatte  nelle  sontuose  nozze  dell'  illastriss.  signor 
duca  Gnglielmo,  primogenito  del  generosiss.  Alberto  V  duca  delle  Bavera 
(1568)",  in  freier  deutscher  Übersetzung  von  Fr.  Warthmann  (Manchen 
1842),  S.  20  ff.  Hier  werden  die  einzelnen  Mitglieder  genannt,  so  S.  28 : 
„Cerbonio  und  Mattheo  Besntio,  des  erstem  Neffe,  wovon  der  eine  Tenor, 
der  andere  Baß,  und  außerdem  noch  Blasinstrumente  spielen";  dann 
ebenda:  „Lucio  Terzo,  welcher  auch  die  Lyra  anmnthvoll  spielt;  alle 
diese  Künstler  sind  aus  Bergamo"  n.  g.  w.  Hiernach  bestätigt  sich  also 
unsere  Annahme,  daß  Matheo  oder  Mattia  der  Neffe  des  Cerbonio  ge- 
wesen sei  (s.  o.  S.  16,  Anmerkung). 

S.  16,  Z.  19  T.  n.  lies:  Matheus  Cerbonii,  statt  M.  Besutii. 

S.  36,  Anm.  2  lies:  S.  75  sutt  S.  57. 

S.  37,  Anm.  1  ist  die  Bemerkung:  ,Die  Konstruktion  —  oder  ähnlich'  zu 
•streichen. 


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